Necker
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Unter den Völkern des Großen Ozeans nehmen die Necker eine besondere Rolle ein – als Krieger, Reiter und Hüter der maritimen Ordnung. Sie gelten als die militärische Speerspitze und als unermüdliche Verteidiger gegen die Schrecken der Tiefe. Während ihre kleineren und sanftmütigeren Verwandten, die Bashu, für Frieden und Harmonie stehen, sind die Necker das kämpferische Herz der Unterwasserreiche – entschlossen, diszipliniert und stolz.
Necker sind hochgewachsene, kräftige amphibische Humanoide von beinahe menschlicher Gestalt. Ihre Haut schimmert in Tönen von tiefem Blau über Türkis bis hin zu Graugrün, durchzogen von feinen, fast metallisch glänzenden Linien, die sich wie natürliche Runen über ihren Körper ziehen. Ihr Haar ist meist kurz und dunkel – Blau, Grün oder Schwarz – und bewegt sich unter Wasser wie ein lebendiger Schleier. Ihre Augen leuchten sanft im Dämmerlicht der Tiefe, meist in Gold-, Silber- und oder Bernsteintönen. Sie wirken auf den ersten Blick menschlich, doch ihr Blick ist zu ruhig, ihre Bewegungen zu fließend, ihre Körper zu perfekt an den Druck und die Strömungen der Tiefe angepasst, um als Menschen durchzugehen. Anders als die Bashu besitzen sie eine kräftigere Muskulatur, längere Arme und Hände mit leicht verlängerten Schwimmhäuten. Ihre Lungen und Kiemen ermöglichen ihnen sowohl das Atmen unter Wasser als auch kurze Aufenthalte an Land – doch sie fühlen sich nur in der Tiefe wirklich zu Hause.
Die Necker leben vor allem im südlichen Großen Ozean, wo das Wasser klar, aber tief ist. Ihre Hauptsiedlungen liegen mehrheitlich entlang von Korallenriffen und vulkanischen Ketten sowie in der Nähe von heißen Quellen. Die Necker sind Meister im Züchten lebender Korallen, aus denen sie ihre Häuser, Tempel und Befestigungen wachsen lassen. Diese Bauwerke sind kein toter Stein, sondern lebendige, atmende Organismen - Vielfältig, schillernd und durchzogen von Licht. Die ältesten Städte der Necker sind Korallion und Nehurath, letztere in der Nähe der Seesternstadt. Auch auf deren Unterseite leben zahlreiche Necker, vorwiegend angesehene Familien, zusammen mit Priestern und den berühmten Seepferdreitern, den Alur-Kegh. Ihre Aufgabe ist es, die Necker und ihre Siedlungen zu schützen. Die Städte der Necker sind durch ein Netz von Korallentunneln und Strömungspfaden verbunden, durch die nur die Necker selbst sicher navigieren können. Überall sieht man organisch gewachsene Türme, Kuppeln und Hallen, die von phosphoreszierenden Pflanzen erleuchtet werden. Die Gesellschaft der Necker ist von klarer Struktur, geprägt durch Disziplin, Pflichtbewusstsein und ein tiefes Ehrgefühl. Sie versteht sich als die Schutzmauer des Ozeans, geschaffen, um das Gleichgewicht zwischen Leben und Chaos zu bewahren. Ihre Gesellschaft ist in mehrere Stände gegliedert:
- Die Alur-Kegh (Ritter) bilden die oberste Kriegerschicht. Sie sind berittene Soldaten, die auf den gewaltigen Seepferden der Tiefe reiten, den Thalrûn, Geschöpfe von über drei Schritt Länge mit Panzerhäuten und leuchtenden Augen. Diese Reittiere sind seit Generationen gezähmt und gelten als heilig. Zwischen Reiter und Tier entsteht eine telepathische Bindung, die ein Leben lang hält.
- Die Liorn (Krieger) sind der Kern des Volkes - Speerkämpfer, Schildträger, Kundschafter und Wachen. Ihre Ausbildung beginnt im Kindesalter und endet nie. Jeder Necker lernt, mit Strömung, Dunkelheit und Druck zu kämpfen, als seien sie Waffen.
- Die Shalûr (Handwerker) sind Kunstfertige, die Waffen, Rüstungen und Werkzeuge aus den Gaben des Meeres herstellen. Besonders berühmt sind ihre Muschelrüstungen, gefertigt aus den Schalen riesiger Tiefseeweichtiere, die gleichzeitig leicht, biegsam und undurchdringlich sind. Ihre Speere, mit Schneidflächen aus poliertem Perlmutt und Muschelkern, gelten bei allen Unterseevölkern als Meisterwerke.
- Die Aulir (Weise und Priester) sind die Bewahrer der alten Mythen. Sie tragen Geschichten von uralten Kriegen zwischen Licht und Finsternis weiter und dienen zugleich als Berater der Heerführer.
Über allem steht ein Hochfürst, gewählt aus den Reihen der Alur-Kegh, der das Volk sowohl im Krieg als auch im Frieden führt. Seine Macht gründet nicht auf Erbrecht, sondern auf Ehre und Tat. Ein Necker-Hochfürst ist immer auch ein Reiter – keiner darf befehlen, der nie in den Strömungen gekämpft hat. Die Necker gelten als ehrenhaft, mutig und pflichtbewusst, aber auch als stolz und unerbittlich. Sie handeln selten aus Zorn, sondern meist aus Überzeugung. In ihren Augen ist der Ozean ein heiliger Ort, dessen Ordnung gegen Klabauter, Sirenen und Tiefseeungeheuer sowie gegen jene, die durch Gier oder Ignoranz die Strömung gefährden, verteidigt werden muss. Sie sind tief spirituell, ohne jedoch dogmatisch zu sein. Ihre Religion ist eine Verehrung der Tiefe selbst, die sie als lebendige, atmende Entität betrachten. Sie glauben, dass die Tiefe das Bewusstsein des Meers ist – uralt, ewig, wissend. Ihre Priester singen Loblieder in Lauten, die nur unter Wasser existieren können: Vibrierende Rhythmen aus Klicks, Summen und Strömungsflüstern. Ihre Kunst ist martialisch und funktional zugleich. Fast alles, was die Necker erschaffen, hat einen Zweck. Selbst ihre Skulpturen und Denkmäler dienen auf als Verteidigungsanlagen oder Strömungslenker. Doch in der Form liegt Schönheit; filigrane Panzerplatten, geschnitzte Korallenornamente und Speerblätter, die im Licht funkeln wie Edelstein. Im Krieg bewegen sich die Necker in geschlossenen Schwarmformationen, unterstützt von dressierten Meerestieren wie Delfinen, Seepferden, Schildkröten und sogar Schwärmen von elektrischen Fischen, die sie taktisch einsetzen. Ihre Schlachten verlaufen lautlos und tödlich. Sie gelten als die einzigen Unterwasserkrieger, die in der Lage sind, Sirenengesänge durch Gegentöne zu neutralisieren – eine Fähigkeit, die sie in langen Übungsritualen erlernen. Die Necker betrachten die Bashu als ihre kleinen Geschwister, friedliebend, aber naiv. Sie beschützen sie und greifen oft ein, wenn Bashu-Siedlungen bedroht werden. Zwischen den Hystlih und den Neckern besteht eine respektvolle Allianz und Handelsbeziehungen, beispielsweise liefern die Necker ihnen Waffen, während die Hystlih Nahrung und Heilmittel mit ihnen teilen. Zu den Sirenen, die die Necker als Jagdbeute betrachten, und den Klabautern besteht eine offene Feindschaft und viele ihrer Heldenlieder berichten von großen Schlachten gegen Klabauterschwärme.