Tiefer Süden

Der Tiefe Süden, wie die Seefahrer die Lande um den Hitzepol nennen, gilt als eines der lebensfeindlichsten Gebiete der bekannten Welt. Dort, wo im Hohen Norden die Länder von Eis und Schnee beherrscht werden, liegt hier ein Reich aus Glut, Asche und brennender Erde. Der Boden ist von schwarzen Lavafeldern durchzogen, aus denen unaufhörlich Rauch und schwefeliger Dampf aufsteigen, während in der Ferne Vulkane ihre Feuersäulen in den Himmel schleudern.
Die Luft ist flimmernd heiß, der Himmel oft von rötlichem Dunst verdunkelt, und selbst das Meer an seinen Küsten scheint von der Hitze der Erde zu brodeln. Flüsse aus Lava schneiden sich durch das Land, und Stürme aus Asche und Funken treiben über die verbrannten Ebenen.
Nur wenige Schiffe wagen sich in die Gewässer der Kochenden See um den Tiefen Südens, und kaum jemand hat jemals länger dort verweilt. Für die meisten Völker der Welt ist der Hitzepol ein fernes, furchteinflößendes Land – ein Ort, an dem die Kräfte von Feuer und Erde ungezähmt herrschen und an dem Leben kaum möglich scheint.