Bund des Seesterns

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Bund des Seesterns

Vaelor Aelunmaré (Nó.) Talor Erennai (O.)Vrethar Saelthuun (S.)

Der Bund des Seesterns führt keine Flagge Der Bund des Seesterns führt kein Wappen
Flagge Wappen
[[Datei:|250px]]
Lage
Staatliche Merkmale
Amtssprache Léagarîn, Orrenai, Nórenai, Sirethaan und Marelûn
Hauptstadt Seesternstadt
Staatsform Allianz, Konföderation
Oberhaupt Kreis der Flut
Status Unabhängig
Währung ?
Handelswaren ?
Daten
Einwohner ?
Gründung 924 AF
Gründer ?
Zugehörigkeit
Geographisch Großer Ozean
Politisch Unabhängig

Der Bund des Seesterns (Nó. „Vaelor Aelunmaré“, O. „Talor Erennai“ und S. „Vrethar Saelthuun“) ist eine noch recht junge Allianz, die sich aus dem Zusammenschluss der Seesternstadt, des Reichs unter den Wogen und der Schwimmenden Städte von Narmir vor rund 103 Jahren – im Herbst des Jahres 924 AF – gegründet hat. Seine Geschichte beginnt mit dunklen Prophezeiungen, die von finsteren Strömungen, endlosen Stürmen und dem Erwachen alter Mächte in der Tiefe sprachen. Nachdem sich die ersten Anzeichen für die Wahrheit solcher Prophezeiungen auftaten und ein katastrophales Seebeben den Großen Ozean erschüttert hatte, riefen Thalor Erenn und der Rat der Vier zu einem ungewöhnlichen Treffen auf: Gesandte des Reichs unter den Wogen und der Schwimmenden Städte von Narmir wurden eingeladen, sich im Großen Palast des Seesternkönigs zusammenzufinden. Über sieben Tage und sieben Nächte diplomatischer Verhandlungen, Gebete und gemeinsamer Rituale formte sich eine neue Allianz, getragen von gegenseitigem Vertrauen und Notwendigkeit. So entstand der Bund des Seesterns – eine lose Allianz, keine politische Union, sondern ein Versprechen auf Zusammenarbeit, Frieden und den Austausch von Luft, Wasser und Welle. Der Bund des Seesterns ist also keine klassische Machtallianz. Er wurde nicht aus dem Willen zur Herrschaft geboren, sondern aus der Erkenntnis, dass das Meer selbst Leben schenkt und nehmen kann und das niemand allein auf ihm bestehen kann. Entsprechend verfügt der Bund nicht über eine zentralisierte Organisation, sondern beruht im Wesentlichen auf jährlichen Treffen, die abwechselnd in jedem Mitgliedsstaat stattfinden. Zudem entsendet jedes Mitglied drei Gesandte – einen Boten für Politik und Diplomatie, einen Hüter für Glaube und Kultur und einen Weisen für Magie, Wissen und Forschung – die zu neunt den Kreis der Flut bilden. Dieser hat seinen Sitz in der Seesternstadt, besitzt jedoch keine Exekutivgewalt, kann also entsprechend nur beraten, vermitteln, mahnen und warnen, jedoch keine Befehle geben. Trotzdem gilt das Wort des Kreises der Flut als sehr gewichtig, und ihren Rat in den Wind zu schlagen als nicht sehr weise. Der Bund des Seesterns hat im letzten Jahrhunderten viel bewirkt:

  • Die Schaffung sicherer Handelsrouten zwischen den Mitgliedern, mit festgelegten Signalflaggen und Schutzabkommen.
  • Die Förderung des Austauschs von Wissen zwischen den meerelfischen Magiern, den Gelehrten aus der Seesternstadt und den klyranischen Gelehrten aus Narmir
  • Er begründete die Bündnisschulen, wo Kinder als allen drei Staaten gemeinsam aufwachsen und die Sprachen Orrenai, Nórenai und die Narmirische Sprache lernen.
  • Er stellte die Flotte der Meerwächter auf – neutrale Schiffe, die den Handel schützen und bei Stürmen lebenswichtige Hilfe leisten.

Dennoch ist der Bund des Seesterns fragil. Nicht alle sehen ihn mit Wohlwollen, so befürchten einige alte Häuser der Seesternstadt, dass er den Einfluss ihres Glaubens verwässert, während manche Meerelfen die Oberflächenbewohner noch immer als unrein und störend betrachten. In den Schwimmenden Städten von Narmir gibt es zudem jene, die den Bund als eine Einengung ihrer Freiheiten betrachten. Trotzdem hält das Band – wie ein Seil aus Seegras, biegsam und stark zugleich. Heute, drei Jahre nach der prunkvollen Einhundertjahrfeier, ist der Bund des Seesterns das stabilste Bündnis des Großen Ozeans, auch wenn sich erste Risse zeigen: Unruhige Strömungen im Süden, unbekannte Lichter in der Tiefe, verschwundene Schiffe in der Nähe von Y’Shaonar… All das wirft Schatten über die Wellen. Es heißt, der Bund müsse bald eine neue Prüfung bestehen – eine, die zeigen wird, ober der Seestern weiter leuchten kann, oder ob seine Arme einander verlieren.