Westwindinseln: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Inselgruppe war über Jahrtausende hinweg unbekannt, und erst ein Unglück führte zu ihrer vermeintlichen Entdeckung: Eine große Flotte der Hochelfen geriet bei ihrer Fahrt nach Ennor von ihrem Weg ab und in die Fänge des Ewigen Zyklons, der sie schließlich an den schroffen Küsten der Westwindinseln stranden ließ. Plötzlich waren tausende Hochelfen hier gestrandet, fernab der Heimat inmitten eines ewigen Sturms, der jeden Versuch einer Flucht verhinderte. Es dauerte Generationen, bis sich die Überzeugung unter den nunmehrigen Windelfen durchsetzte, dass die Welt jenseits des Sturms untergegangen sei – die einzigen Überlebenden seien sie selbst und die Klabauter, die immer wieder ihre Küsten überfielen. Man erzählt sich, dass der Sturm eines Tages die Welt wieder freigeben würde, und sie dazu auserwählt seien, die Welt wieder zu bevölkern. Das Klima ist rau, kalt und vom ständigen Sturm beherrscht. Es gibt hier keine Jahreszeiten, nur wechselnde Grade aus Wind, Regen und Donner. Die Böden sind schwarz und salzig, doch in den windstillen Tälern zwischen den Klippen gedeihen eigentümliche, graugrüne Moose und rankende Algen, die von den Windelfen als Nahrungsquelle genutzt werden. Süßwasser entsteht durch Kondensation: Die Elfen fangen Nebel in gewebten Netzen, die Tropfen in steinernen Zisternen. Unter der Oberfläche finden sich ausgedehnte Höhlensysteme aus vulkanischem Gestein, in denen die Windelfen ihre Siedlungen und Heiligtümer geschaffen haben. Regiert werden die Inseln von Fürstin [[Sahrelwen Menelthariel]] (803 J.), einer schweigsamen Windelfe, deren Haar wie feines, fast durchsichtiges Silber erscheint, ihre Haut blass ist wie Nebel und deren Augen in einem matten, wolkigen Blau schimmern. Einige der jüngeren Windelfen flüstern jedoch, dass Sahrelwen zu sehr schweigt – dass die Welt jenseits des Windes vielleicht wiedererwacht sei, und sie nur verhindere, dass ihr Volk zurückkehrt. | Die Inselgruppe war über Jahrtausende hinweg unbekannt, und erst ein Unglück führte zu ihrer vermeintlichen Entdeckung: Eine große Flotte der Hochelfen geriet bei ihrer Fahrt nach Ennor von ihrem Weg ab und in die Fänge des Ewigen Zyklons, der sie schließlich an den schroffen Küsten der Westwindinseln stranden ließ. Plötzlich waren tausende Hochelfen hier gestrandet, fernab der Heimat inmitten eines ewigen Sturms, der jeden Versuch einer Flucht verhinderte. Es dauerte Generationen, bis sich die Überzeugung unter den nunmehrigen Windelfen durchsetzte, dass die Welt jenseits des Sturms untergegangen sei – die einzigen Überlebenden seien sie selbst und die Klabauter, die immer wieder ihre Küsten überfielen. Man erzählt sich, dass der Sturm eines Tages die Welt wieder freigeben würde, und sie dazu auserwählt seien, die Welt wieder zu bevölkern. Das Klima ist rau, kalt und vom ständigen Sturm beherrscht. Es gibt hier keine Jahreszeiten, nur wechselnde Grade aus Wind, Regen und Donner. Die Böden sind schwarz und salzig, doch in den windstillen Tälern zwischen den Klippen gedeihen eigentümliche, graugrüne Moose und rankende Algen, die von den Windelfen als Nahrungsquelle genutzt werden. Süßwasser entsteht durch Kondensation: Die Elfen fangen Nebel in gewebten Netzen, die Tropfen in steinernen Zisternen. Unter der Oberfläche finden sich ausgedehnte Höhlensysteme aus vulkanischem Gestein, in denen die Windelfen ihre Siedlungen und Heiligtümer geschaffen haben. | ||
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Regiert werden die Inseln von Fürstin [[Sahrelwen Menelthariel]] (803 J.), einer schweigsamen Windelfe, deren Haar wie feines, fast durchsichtiges Silber erscheint, ihre Haut blass ist wie Nebel und deren Augen in einem matten, wolkigen Blau schimmern. Einige der jüngeren Windelfen flüstern jedoch, dass Sahrelwen zu sehr schweigt – dass die Welt jenseits des Windes vielleicht wiedererwacht sei, und sie nur verhindere, dass ihr Volk zurückkehrt. | |||
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Die [[Hochmeister (Windelfen)|Hochmeister]] der Orden wählen aus den Reihen ihrer Orden den Fürsten ihres Volkes auf Lebenszeit. | Die [[Hochmeister (Windelfen)|Hochmeister]] der Orden wählen aus den Reihen ihrer Orden den Fürsten ihres Volkes auf Lebenszeit. | ||
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Version vom 6. März 2026, 14:45 Uhr
| Westwindinseln
Fürstentum der Westwindinseln Aelanthyr | |
|---|---|
| Die Westwindinseln führen keine Flagge | Die Westwindinseln führen kein Wappen |
| Flagge | Wappen |
| [[Datei:|250px]] | |
| Karte | |
| Staatliche Merkmale | |
| Amtssprache | Aelvarien |
| Hauptstadt | Aelirion |
| Staatsform | Wahlmonarchie |
| Oberhaupt | Fürstentum Sahrelwen Menelthariel |
| Status | Unabhängig |
| Währung | ? |
| Handelswaren | ? |
| Daten | |
| Einwohner | Windelfen |
| Gründung | ? |
| Gründer | ? |
| Zugehörigkeit | |
| Geographisch | Großer Ozean |
| Politisch | Unabhängig |
Die Westwindinseln (El. „Aelanthyr“, wörtlich: „Die Umkreisten“) liegen im Großen Ozean, etwa auf halber Strecke zwischen Beleagand und Ennor, nördlich des Großen Mahlstroms. Niemand unter den Menschen oder Meeresvölkern ihren genauen Standort, denn sie liegen im Herzen des Ewigen Zyklons, eines gewaltigen, endlosen Sturms, der hier seit Jahrtausenden tobt. Dichte Wolken, nie endender Regen, gleißende Blitze und tosende Winde erfüllen die Inselgruppe. Nur selten gibt es klare Nächte, und wenn, dann leuchten die Sterne wie eine ferne, schmerzhaft schöne Erinnerung an eine andere Welt. Schiffe, die sich den Inseln nähern, verschwinden spurlos – oder tauchen Wochen später, verwüstet, leer und mit salzverkrusteten Segeln in den Wogen des Ozeans wieder auf. Nur Klabauter und vereinzelte Sturmwesen können ungehindert zwischen der Außenwelt und den Westwindinseln verkehren, weshalb sie von den Windelfen als „Boten des Vergessens“ bezeichnet werden.
Geschichte
Die Inselgruppe war über Jahrtausende hinweg unbekannt, und erst ein Unglück führte zu ihrer vermeintlichen Entdeckung: Eine große Flotte der Hochelfen geriet bei ihrer Fahrt nach Ennor von ihrem Weg ab und in die Fänge des Ewigen Zyklons, der sie schließlich an den schroffen Küsten der Westwindinseln stranden ließ. Plötzlich waren tausende Hochelfen hier gestrandet, fernab der Heimat inmitten eines ewigen Sturms, der jeden Versuch einer Flucht verhinderte. Es dauerte Generationen, bis sich die Überzeugung unter den nunmehrigen Windelfen durchsetzte, dass die Welt jenseits des Sturms untergegangen sei – die einzigen Überlebenden seien sie selbst und die Klabauter, die immer wieder ihre Küsten überfielen. Man erzählt sich, dass der Sturm eines Tages die Welt wieder freigeben würde, und sie dazu auserwählt seien, die Welt wieder zu bevölkern. Das Klima ist rau, kalt und vom ständigen Sturm beherrscht. Es gibt hier keine Jahreszeiten, nur wechselnde Grade aus Wind, Regen und Donner. Die Böden sind schwarz und salzig, doch in den windstillen Tälern zwischen den Klippen gedeihen eigentümliche, graugrüne Moose und rankende Algen, die von den Windelfen als Nahrungsquelle genutzt werden. Süßwasser entsteht durch Kondensation: Die Elfen fangen Nebel in gewebten Netzen, die Tropfen in steinernen Zisternen. Unter der Oberfläche finden sich ausgedehnte Höhlensysteme aus vulkanischem Gestein, in denen die Windelfen ihre Siedlungen und Heiligtümer geschaffen haben.
Politik
Regiert werden die Inseln von Fürstin Sahrelwen Menelthariel (803 J.), einer schweigsamen Windelfe, deren Haar wie feines, fast durchsichtiges Silber erscheint, ihre Haut blass ist wie Nebel und deren Augen in einem matten, wolkigen Blau schimmern. Einige der jüngeren Windelfen flüstern jedoch, dass Sahrelwen zu sehr schweigt – dass die Welt jenseits des Windes vielleicht wiedererwacht sei, und sie nur verhindere, dass ihr Volk zurückkehrt.
Geographie
Die Inselgruppe der Westwindinseln umfasst eine Kette von fünf Hauptinseln und zahllosen kleineren Felsen, Riffen und Klippen, die sich über hunderte Meilen erstrecken. Die Hauptinseln sind:
- Das Herz des Volkes der Windelfen liegt auf der größten, auch als Windinsel bekannten Insel Tir-Aelath. Hier befindet sich die unterirdische Hauptstadt Aelirion, in ausgehöhlten Basaltklippen tief unter den tobenden Stürmen.
- Das auch als Schwarze Insel bekannte Myrr-Vaen wird von rauen Lavaklippen geprägt, zwischen denen kaum Vegetation gedeihen kann und die von schwefelhaltigen Nebeln umwabert werden. Hier befinden sich die Donnerquellen, tiefe Spalten, aus denen heiße Luft in rhythmischen Stößen ausbricht.
- Die größte unbewohnte Insel ist Lathienor, die Insel des Schweigens. Für die Windelfen ist sie ein Ort für Geister. In ihren Klippen öffnen sich glasartige Kavernen, die vom Sturm wie Orgelpfeifen zum Tönen gebracht werden.
- Die Insel Yshari, auch als Grüne Insel bekannt, ist die einzige mit nennenswerter Vegetation: Dichte Mooswälder, von Nebel und Sturmbreschen durchzogen. Hier leben die wenigen Tiere der Inseln – Vögel, Algenfresser und Windschlangen.
- Auch als Himmelsfelsen bekannt ist Tor-Menel eine hohe und schmale Insel, deren Spitze als besonders heiliger Ort gilt. Hier steht der Turm der Rückkehr – ein gewaltiges, von uralten Elfen errichtetes Monument, das in den Sturm ragt und angeblich aus purem Himmelssilber besteht.
Tief unter der größten der Westwindinseln, Tir-Aelath, liegt die Hauptstadt Aelirion – das verborgene Herz der Aelvari. Eingebettet in gewaltige Kavernen aus Basalt und glänzendem Obsidian, ist sie eine Stadt des Schalls und des Atems. Windkanäle durchziehen das Gestein wie Adern und lassen in den Hallen ein sanftes Rauschen erklingen, das die Elfen als die Stimme des Ewigen bezeichnen und das sie als Mahnung an den Ewigen Zyklon verstehen. Die Stadt ist in mehreren konzentrischen Ringen erbaut: Die Untere Stadt – oder Lirath – beherbergt die Werkstätten, die Algen- und Moosgärten sowie die Sammelbecken für Regen und Kondenswasser. Die Mittlere Stadt – oder Erenel – ist das Wohnviertel, in dem die Familien der Windelfen in steinernen Kammern leben, deren Wände mit bunten Bildern und schimmernden Stoffbahnen geschmückt sind. Die Obere Stadt – oder Menelion – ist das geistig, kultische und politische Zentrum der Inseln. Hier erhebt sich der Tempel des Letzten Liedes, der größte Sakralbau der Inseln, halb Kathedrale, halb Palast. Von der Decke der Kaverne hängen Leuchtalgen und Kristalle, die in den Luftströmen sanft leuchten.
Kultur
Die Windelfen (Ae. „Aelvari“, wörtlich: „Die Vergessenen“) sind ein altes, isoliertes Elfenvolk. Sie sind blasshäutig, mit silbernem, weißen oder aschblondem Haar. Ihr Augen schimmern in Grau- und Blautönen, einige wirken fast durchsichtig. Da sie die Oberfläche nur selten betreten und die Sonne noch seltener sehen, sind sie empfindlich gegen helles Licht, besitzen aber ein ausgezeichnetes Gehör und spüren die geringsten Veränderungen im Wind. Ihre Kultur ist in sich gekehrt, melancholisch und von der Überzeugung geprägt, dass die Welt jenseits des Sturms nicht mehr existiert. Die wenigen Mythen, die sie bewahren, berichten vom Fall des Lichts und davon, dass ihre Ahnen einst einen furchtbaren Frevel begannen, der die Welt verdammte. Die Windelfen leben in stiller, fast mönchischer Ordnung. Ihre Städte sind aus Basalt und Alabaster in die Felsen geschlagen, mit gewölbten Gängen, spiralförmigen Türmen und offenen Hallen, in denen der Wind wie Musik erklingt. Sie glauben, dass der Sturm der Atem der Ewigkeit ist – ein göttliches Band, das sie von der Verdorbenheit der verlorenen Welt trennt. Ihr Hauptheiligtum ist der Tempel des Letzten Liedes in Aelirion, wo der Hohe Seher die Melodie der Winde bewahrt, ein uraltes Lied, das nur einmal gesungen werden darf – am Ende der Zeit, wenn der Sturm endlich zur Ruhe kommt. Einige Windelfen verlassen regelmäßig für Stunden den Schutz ihrer Wohnhöhlen, setzen sich auf Felsen um die Kraft des Windes zu spüren und sich der Gewalt von Meer und Sturm zu trotzen. Nachdem die klassischen Sippen, die für die Elfenvölker stets von größter Bedeutung gewesen sind, auf den Windelfen keine Rolle mehr spielten, teilte sich ihr Volk schließlich in drei Orden auf:
- Der Orden der Schweigenden (Ae. „Lir-Saen“), Priesterinnen und Priester, die das Schweigen und die Meditation des Windes pflegen. Sie leben asketisch, sprechen kaum und lehren, dass jedes überflüssige Wort den Sturm nährt. Zudem beobachten die Mitglieder dieses Ordens die Sterne, da sie sich von ihnen ein Zeichen erhoffen, wenn der Ewige Zyklon endet und sie in ihre angestammten Lande zurückkehren können.
- Der Orden der Töne (Ae. „Ael-Siran“) besteht einerseits aus Sängern und Musikern, andererseits aber auch aus Lehrern, Gelehrten und Bibliothekaren. Ihre Aufgabe ist es, die Melodie der Welt lebendig zu halten, ehe sie gänzlich vergessen wird. Die Mitglieder des Ordens pflegen umfangreiche Bibliotheken und sind bemüht, das Wissen der verlorenen Welt zu erhalten und aus diesen Erkenntnissen Rückschlüsse für die Gründe für dessen Untergang zu ziehen.
- Der Orden der Hüter (Ae. „Menel-Kaen“) ist der mit Abstand größte Orden der Windelfen. Sie sind Wächter, Fischer, Algenzüchter und Handwerker. Kurz gesagt vollführen sie alle Aufgaben, die ein Überleben der Windelfen notwendig sind und den Fortbestand ihres Volkes sichern. Es heißt, dass nur dem Hochmeister der Weg zu alten Portalen bekannt ist, die in die Tiefen Reiche und damit in die Welt jenseits des Sturms führen.
Die Hochmeister der Orden wählen aus den Reihen ihrer Orden den Fürsten ihres Volkes auf Lebenszeit.
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