Y'Shaonar: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. März 2026, 14:12 Uhr
| Y'Shaonar
Sturmarchipel von Y'Shaonar | |
|---|---|
| Y'Shaonar führt keine Flagge | Y'Shaonar führt kein Wappen |
| Flagge | Wappen |
| [[Datei:|250px]] | |
| Lage | |
| Staatliche Merkmale | |
| Amtssprache | Shaon |
| Hauptstadt | Na'Rhun |
| Staatsform | Konföderation, Erbmonarchie |
| Oberhaupt | Hoher Tyraen Sahel Marûn |
| Status | Unabhängig |
| Währung | ? |
| Handelswaren | ? |
| Daten | |
| Einwohner | Shaonari |
| Gründung | ? |
| Gründer | ? |
| Zugehörigkeit | |
| Geographisch | Großer Ozean |
| Politisch | Unabhängig |
Weit südlich des Mahlstroms, weit jenseits der friedlichen Korallenriffe und Handelsrouten, beginnt das Sturmarchipel von Y’Shaonar – eine zerklüftete Kette aus mehr als hundert vulkanischen Inseln, die sich wie eine gewaltige Spirale über hunderte Meilen des Großen Ozeans zieht. Das Meer tobt, peitscht und schäumt, und über den Himmel jagen unaufhörlich schwere Gewitterwolken, die Blitze wie silberne Netze über den Horizont spannen. Nur die Shaonari, das Volk der Stürme, wagt es, in dieser urgewaltigen Natur zu leben – zwischen Feuer und Wasser, Donner und Asche.
Geschichte
Die Vorfahren der Shaonari gehören zu den ersten Siedlern, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen und sich auf den langen Weg in den Osten machten. Sie schufen sich hier eine florierende Heimat, brachten mächtige Elementaristen hervor und galten lange Zeit als die dominierende menschliche Macht im Großen Ozean. Nachdem allerdings eine Prophetin, deren Name längst in Vergessenheit geraten ist, eine Vision von einem reichen und mächtigen Land im Osten empfing, das nur darauf wartete, von ihnen erobert zu werden, verließ ein Großteil ihres Volkes die Inseln. Diese Shaonari unterwarfen weite Teile der Alemischen Weiten und sind als die grausamen Zinthu in die Geschichte eingegangen, deren Schreckensherrschaft vor vielen Jahrhunderten im Langen Krieg mitsamt großer Teile ihres Volkes ein blutiges Ende fand. Die auf den Inseln zurückgebliebenen Shaonari hingegen überdauerten die Jahrhunderte, entwickelten sich weiter und gelten heute als eine der bedeutendsten Völker des südlichen Großen Ozeans. Y’Shaonar ist keine einheitliche Monarchie, sondern eine Konföderation aus fünf großen Inselreichen, die von je einem Tyraen (Sh. „König“) regiert werden. Der Hohe Tyraen regiert die Konföderation im Namen der Göttin, doch in Wahrheit herrscht eher ein Gleichgewicht aus Stolz, Handel, Magie und Piraterie. Die Inselreiche sind durch das Abkommen der Fünf Stürme vereint – ein Pakt, der festlegt, dass kein Tyraen Krieg gegen einen anderen führen darf, solange der Wind noch weht. Doch wenn der Wind je versiegt, so heißt es, wird Y’Shaonar sich selbst zerreißt. Gerade zwischen Y’Shaonar im Süden und der Seesternstadt im Norden besteht der alte Bund der Winde – eine zeremonielle Bruderschaft, in der Priester aus beiden Reichen Asche und Salz tauschen, um Sturm und Flut im Gleichgewicht zu halten. Viele glauben, dass die Göttin Yl’Maora und der Seesternkönig aus den Mythen der Naréthi Geschwister seien, zwei Kinder des Ozeans, die das Meer im Streit geteilt hätten: Einer für die Tiefe, einer für den Wind. Auch Handelsbeziehungen zwischen beiden Stationen bestehen. Die Shaonari bringen Vulkanasche, Gewürze, schwarze Perlen und feuergehärtete Töpferwaren, während die Seesternstadt ihnen Glas, Edelmetalle und magische Relikte liefert. Dennoch legt Y’Shaonar großen Wert auf seine Unabhängigkeit und lehnt bislang etwa einen Beitritt zum Bund des Seesterns stark ab.
Geographie
Die Hauptinsel und Sitz des Hohen Tyraen ist Va’Marûn. Ein mächtiger Vulkan erhebt sich aus dem Zentrum der Insel und spuckt regelmäßig Rauch und glühende Schlacke aus, die von den Einheimischen als Atem von Yl’Maora bezeichnet und verehrt werden. Die Hauptstadt der Insel, Na’Rhun, gilt zugleich als Sitz von Y’Shaonar und ist eine spektakuläre Klippenstadt aus Basalt, obsidianfarbenem Glas und rotem Sandstein. Ihre Häuser sind in die Felsen geschlagen, verbunden durch Brücken und Tunnel. Im Herzen der Stadt erhebt sich der Tempel der Asche, ein riesiger, spiralförmiger Bau, aus dessen Inneren heilige Flammen wie Opfergesänge aufsteigen. Regiert wird Va’Marûn von der Hohen Tyraen Sahel Marûn, die zugleich als Anführerin aller Inseln gilt. Sie wurde als Kapitänin der Ascheklinge reich und mächtig, weshalb sie von den Clanoberhäuptern ihrer Insel zur Hohen Tyraen gewählt worden ist. Tol-Ashira ist eine sturmumtoste, in weiten Teilen unbewohnbare Felsinsel, die für ihre unheimlichen Windtöne berüchtigt ist. In den Klüften pfeift der Sturm durch natürliche Risse und Höhlen und erzeugen einen Klang, der wie tausende menschliche Stimmen klingt. Die Shaonari glauben, hier wohnen die Seelen der Ertrunkenen, die noch immer den Ozean um Hilfe anflehen. Die Menschen, die hier leben, gelten als zwielichtig und wenig vertrauenswürdig. Der hiesige Tyraen ist Yanar Voro, der als einer der wenigen männlichen Priester die Heiligtümer auf der Insel schützt. Die Insel Nhalor ist eine fruchtbare, von heißen Böden durchzogene Insel. Schwarze Sandstrände, schwefelige Quellen und brodelnde Seen, in denen rote Algen gedeihen, prägen das Bild. Hier wird die berühmte Vulkanasche von Nhalor gewonnen, die zum Härten von Ton, zum Düngen und für rituelle Körperbemalungen genutzt wird. Die Clans von Nhalor gelten als recht wild und jähzornig, bringen jedoch kunstfertige Töpfer und Schmiede hervor. Die hiesige Tyraen ist Vashira Kalon, die als Herrin des Feuers und der Erde einen hohen Rang unter ihresgleichen einnimmt. Die größte Insel und wichtigster Handelsstandort von Y’Shaonar ist Seran-Var, die Insel der fünf Häfen. Sie ist bekannt für ihre fünf natürlichen Lagunen, die wie Speichen eines Rades in den Felsen greifen. Hier versammeln sich Händler aus der Seesternstadt, den Schwimmenden Städten von Narmir und sogar aus Beleagand. Seran-Var ist ein Ort voller Tavernen, Zunfthäusern und Piratenhöfe, ein Auge der Ruhe im tosenden Meer. Regiert wird Seran-Var von Tyraen Meriko Dran, einem erfolgreichen Silberhändler, dem man nachsagt, dass er sich sein Amt durch Bestechung und Bedrohungen erkauft hat. Mor-Shan ist eine Insel, die von dampfenden Regenwäldern und dichten Schwaden bedeckt ist. In den unberührten Wäldern liegen uralte Ruinen, deren Herkunft in der Zeit vor dem Großen Kataklysmus in den insektoiden Hochkulturen zu suchen ist. Die Priester von Mor-Shan hüten hier geheime Orakelsteine, mit denen sie den Willen der Göttin deuten. Regiert wird die Insel von Tyraen Illari Ven, einer hochrangigen Priesterin.
Kultur
Die Shaonari sind dunkelhäutige, wettergegerbte Menschen mit kupfernen und schwarzen Haaren, die sie zu kunstvollen Zöpfen flechten. Ihre Augen sind hellgrau, bernsteinfarben oder grünlich wie das Meerwasser nach einem Sturm. Sie gelten als leidenschaftlich, stolz und unerschrocken. Ihre ganze Kultur ist mit dem Meer verbunden, so lernen Kinder bereits früh, in Windrichtung zu schlafen, um die Stimmen des Sturms zu hören. Sie sprechen Shaon, eine kräftige und rhythmische Sprache voll kehliger Laute und betonter Silben, die entfernt mit dem Orrenai der Naréthi der Seesternstadt verwandt ist. Die Clans der Shaonari sind matrilinear organisiert, also werden Besitz und Ehre über die Mutterlinie vererbt und die Abstammung wird allein über die Herkunft der Mutter definiert. Frauen sind oft Kapitäninnen, Priesterinnen oder Tyraen, zudem gelten ihre Seherinnen als das Sprachrohr der Göttin Yl’Maora. Ihre Schiffe, die Sturmdschunken, sind Meisterwerke. Die hochgezogenen Bugsegel sind stets in den Farben ihres Clans bemalt, und sie bewegen sich wie von selbst mit eleganter Präzision durch tosende Böen, gelenkt von Kapitänen und Kapitäninnen, die das Meer lesen wie andere das Gesicht eines Freundes. Die Shaonari verehren Yl’Maora, die Herrin des Windes und der Asche, eine Göttin, die zugleich schöpferisch und zerstörerisch ist. In ihren Mythen heißt es, Yl’Maora schuf die Shaonari aus der Glut der Erde und hauchte ihnen den Sturm der Seele ein. Wenn ein Shaonari stirbt, kehrt sein Atem zu ihr als Windstoß, der im nächsten Sturm wiedergeboren wird. Ihre Tempel bestehen aus Feuergruben und Windtürmen, in denen Gesänge mit Brandopfern verschmolzen werden. Die Priesterinnen tragen schwarze und aschgraue Roben, bemalt mit Spiralen aus weißer Vulkanasche, und wenn sie prophezeien, bläst man Asche über sie, damit der Wind ihre Worte formt.