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	<title>TeniaArchiv - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Sph%C3%A4ren,_Ebenen_und_Himmelskunde&amp;diff=564</id>
		<title>Sphären, Ebenen und Himmelskunde</title>
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		<updated>2026-03-25T08:29:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Nachthimmel unbeschriftet.png|alternativtext=Der Nachthimmel von Tenia|mini|Der Nachthimmel von Tenia]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Portal Sphärenkunde, Ebenen und Astronomie&#039;&#039;&#039; widmet sich der kosmologischen Ordnung Tenias. Hier finden sich Artikel zu den Sphären und Ebenen jenseits der materiellen Welt ebenso wie zu Himmelskörpern, Sternbildern, kosmischen Zyklen und metaphysischen Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenia existiert nicht isoliert. Über der sichtbaren Welt spannt sich ein Himmel voller Zeichen und Bewegungen, unter und neben ihr liegen Ebenen, deren Gesetze von den bekannten Naturprinzipien abweichen. Manche Sphären sind Quelle magischer Kraft, andere Sitz göttlicher Mächte oder fremdartiger Wesenheiten. Ihre Einflüsse reichen bis in die Geschichte, Religion und arkanen Lehren der Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Portal dient der systematischen Erfassung und Einordnung dieser kosmologischen Zusammenhänge. Neben Beschreibungen einzelner Ebenen und Himmelsphänomene werden auch theoretische Modelle, religiöse Deutungen und magische Interpretationen berücksichtigt. So entsteht ein strukturiertes Bild vom Aufbau der Wirklichkeit - vom Firmament bis zu den verborgenen Grenzschichten der Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artikel werden fortlaufend erweitert und miteinander verknüpft, sodass ein konsistentes Verständnis der kosmischen Ordnung Tenias wächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wissen will, was über den Horizont hinaus liegt, oder was jenseits der sichtbaren Welt wirkt, findet hier den richtigen Ausgangspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sphären =====&lt;br /&gt;
# Sphäre: Das [[Weltenherz]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Elementarebenen]] &lt;br /&gt;
## [[Ebene des Lichts]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Arkanen]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Luft]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Wassers]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Erde]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Feuers]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Leere]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Der [[Abgrund]] &lt;br /&gt;
## Die [[Oberhöllen]]&lt;br /&gt;
## Die [[Niederhöllen]]&lt;br /&gt;
## Der [[Abyss]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Totenreiche]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Das [[Geographie|Diesseits]]&lt;br /&gt;
## Die [[Feenwelten]]&lt;br /&gt;
## Die [[Erste Welt]]&lt;br /&gt;
## Die [[Mindersphären]] und [[Globulen]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Himmel]] &lt;br /&gt;
## Die [[Niederen Himmel]]&lt;br /&gt;
## Die [[Hohen Himmel]]&lt;br /&gt;
#&lt;br /&gt;
#Sphäre: Die [[Götterwelten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kosmologie =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Zeitmessung]]&lt;br /&gt;
*[[Sphärenreisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Himmelskunde =====&lt;br /&gt;
* Die [[Sonne]], das Goldene Auge des Himmels&lt;br /&gt;
* [[Lunareth]], der Mond der Könige&lt;br /&gt;
* [[Viridra]], der grüne Wanderer&lt;br /&gt;
* [[Nykar]], der zerbrochene Mond&lt;br /&gt;
* [[Nupdra-Dun und Myrar-Dun]], die künstlichen Monde &lt;br /&gt;
* [[Velyrion]], der violette Wirbel&lt;br /&gt;
* [[Sterne und Sternbilder|Sterne und Sternenbilder]], die zahllosen Lichter des Nachthimmels&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Nupdra-Dun_und_Myrar-Dun&amp;diff=563</id>
		<title>Nupdra-Dun und Myrar-Dun</title>
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		<updated>2026-03-25T08:28:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Neben den drei Monden, die in ihren Zyklen über den Himmel von [[Geographie|Tenia]] ziehen, existieren mindestens zwei weitere Himmelskörper, die aus keinem kosmisch-schöpferischen Ursprung hervorgingen, sondern aus dem Willen und der Kunstfertigen der [[Hochelfen|hochelfischen]] Erzmagier. Diese künstlichen Monde sind Zeugnisse einer Epoche großer Macht – und zugleich Mahnmale für die Abgründe, die diese Macht hervorgebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nupra-Dun ==&lt;br /&gt;
Der ältere der beiden künstlichen Monde trägt den Namen &#039;&#039;&#039;Nupra-Dun&#039;&#039;&#039;. Er schwebt unbeweglich über einer uralten Stadt im Norden von [[Beleagand]], deren steinerne Türme und verfallene Gärten noch immer von der einstigen Pracht der hochelfischen Kolonie künden. Nachdem die Stadt in den [[Schattenkriege|Schattenkriegen]] von den [[Dunkelelfen]] zerstört wurde, begannen diese mit einer Transformation, die ebenso kühn wie unheilvoll war: Sie höhlten den schwebenden Mond aus. Heute birgt sein Inneres die Wohnhallen, Schatzkammern und Unterkünfte für einige Dunkelelfen. Schwarze Brücken aus Obsidian verbinden die Oberfläche des Mondes mit den höchsten Türmen der Stadt, und nachts flackern kalte, violette Lichter durch seine Narben aus Magie und Stein. Alle anderen Kulturschaffenden meiden die Ruinen der namenlosen Stadt und den unheilvollen Schatten des Mondes. Dennoch gilt Nupra-Dun als ein Prototyp, ein Experiment, dessen Erfolg den Grundstein für noch größere Unternehmungen legte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Myrar-Dun ==&lt;br /&gt;
Der jüngere und zugleich deutlich größere künstliche Mond trägt den Namen &#039;&#039;&#039;Myrar-Dun&#039;&#039;&#039; und wurde aus den Lehren geboren, die die hochelfischen Erzmagier aus der Erschaffung von Nupra-Dun zogen. Er schwebt wenige Meilen nördlich der Hauptstadt von [[Ashanore]] und überblickt die goldenen Kuppeln und marmornen Paläste des Herzens der Zivilisation der Hochelfen. Aus der Stadt wirkt er wie ein makelloser Stern aus silbrig-milchigem Licht, der sich niemals von den Hochelfen abwendet. Und an diesem poetischen Bild ist mehr Wahrheit, als man vielleicht glauben mag: Sein Inneres beherbergt das [[Wahrheitsministerium (Hochelfen)|Wahrheitsministerium]], der gefürchteten Institution, deren Justiziare sowohl dunkelelfischen Spionen, Dämonenpaktierer und Teufelsanbeter jagen als auch Verbrecher verfolgen. Die Hallen werden von schweigenden Wächtern geschützt, die in regelmäßigen Abständen die schimmernden Runensiegeln der labyrinthartigen Gänge kontrollieren und erneuern. In den tiefsten Ebenen von Myrar-Dun liegt ein Kerker, dessen Ruf selbst unter den kühnsten Verbrechern und den schwarzherzigsten Dunkelelfen ein Schaudern hervorruft. Niemand, der je hinter seine Tore geführt wurde, ist je zurückgekehrt – sei es lebendig, sei es als Totenseele. Geflüsterte Gerüchte behaupten, dass sich dort ein Portal zu einer fremden Gefängniswelt öffnet, einer Mindersphäre, in der Zeit und Erinnerung zerfallen und die Gefangenen in ewiger Isolation vergehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Himmelskörper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Nupdra-Dun_und_Myrar-Dun&amp;diff=562</id>
		<title>Nupdra-Dun und Myrar-Dun</title>
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		<updated>2026-03-25T08:25:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „Neben den drei Monden, die in ihren Zyklen über den Himmel von Tenia ziehen, existieren mindestens zwei weitere Himmelskörper, die aus keinem kosmisch-schöpferischen Ursprung hervorgingen, sondern aus dem Willen und der Kunstfertigen der hochelfischen Erzmagier. Diese künstlichen Monde sind Zeugnisse einer Epoche großer Macht – und zugleich Mahnmale für die Abgründe, die diese Macht hervorgebracht hat.  == Nupra-Dun =…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Neben den drei Monden, die in ihren Zyklen über den Himmel von [[Geographie|Tenia]] ziehen, existieren mindestens zwei weitere Himmelskörper, die aus keinem kosmisch-schöpferischen Ursprung hervorgingen, sondern aus dem Willen und der Kunstfertigen der [[Hochelfen|hochelfischen]] Erzmagier. Diese künstlichen Monde sind Zeugnisse einer Epoche großer Macht – und zugleich Mahnmale für die Abgründe, die diese Macht hervorgebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nupra-Dun ==&lt;br /&gt;
Der ältere der beiden künstlichen Monde trägt den Namen &#039;&#039;&#039;Nupra-Dun&#039;&#039;&#039;. Er schwebt unbeweglich über einer uralten Stadt im Norden von [[Beleagand]], deren steinerne Türme und verfallene Gärten noch immer von der einstigen Pracht der hochelfischen Kolonie künden. Nachdem die Stadt in den [[Schattenkriege|Schattenkriegen]] von den [[Dunkelelfen]] zerstört wurde, begannen diese mit einer Transformation, die ebenso kühn wie unheilvoll war: Sie höhlten den schwebenden Mond aus. Heute birgt sein Inneres die Wohnhallen, Schatzkammern und Unterkünfte für einige Dunkelelfen. Schwarze Brücken aus Obsidian verbinden die Oberfläche des Mondes mit den höchsten Türmen der Stadt, und nachts flackern kalte, violette Lichter durch seine Narben aus Magie und Stein. Alle anderen Kulturschaffenden meiden die Ruinen der namenlosen Stadt und den unheilvollen Schatten des Mondes. Dennoch gilt Nupra-Dun als ein Prototyp, ein Experiment, dessen Erfolg den Grundstein für noch größere Unternehmungen legte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Myrar-Dun ==&lt;br /&gt;
Der jüngere und zugleich deutlich größere künstliche Mond trägt den Namen &#039;&#039;&#039;Myrar-Dun&#039;&#039;&#039; und wurde aus den Lehren geboren, die die hochelfischen Erzmagier aus der Erschaffung von Nupra-Dun zogen. Er schwebt wenige Meilen nördlich der Hauptstadt von [[Ashanore]] und überblickt die goldenen Kuppeln und marmornen Paläste des Herzens der Zivilisation der Hochelfen. Aus der Stadt wirkt er wie ein makelloser Stern aus silbrig-milchigem Licht, der sich niemals von den Hochelfen abwendet. Und an diesem poetischen Bild ist mehr Wahrheit, als man vielleicht glauben mag: Sein Inneres beherbergt das [[Wahrheitsministerium (Hochelfen)|Wahrheitsministerium]], der gefürchteten Institution, deren Justiziare sowohl dunkelelfischen Spionen, Dämonenpaktierer und Teufelsanbeter jagen als auch Verbrecher verfolgen. Die Hallen werden von schweigenden Wächtern geschützt, die in regelmäßigen Abständen die schimmernden Runensiegeln der labyrinthartigen Gänge kontrollieren und erneuern. In den tiefsten Ebenen von Myrar-Dun liegt ein Kerker, dessen Ruf selbst unter den kühnsten Verbrechern und den schwarzherzigsten Dunkelelfen ein Schaudern hervorruft. Niemand, der je hinter seine Tore geführt wurde, ist je zurückgekehrt – sei es lebendig, sei es als Totenseele. Geflüsterte Gerüchte behaupten, dass sich dort ein Portal zu einer fremden Gefängniswelt öffnet, einer Mindersphäre, in der Zeit und Erinnerung zerfallen und die Gefangenen in ewiger Isolation vergehen.  &lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Sph%C3%A4ren,_Ebenen_und_Himmelskunde&amp;diff=561</id>
		<title>Sphären, Ebenen und Himmelskunde</title>
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		<updated>2026-03-25T07:58:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Nachthimmel unbeschriftet.png|alternativtext=Der Nachthimmel von Tenia|mini|Der Nachthimmel von Tenia]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Portal Sphärenkunde, Ebenen und Astronomie&#039;&#039;&#039; widmet sich der kosmologischen Ordnung Tenias. Hier finden sich Artikel zu den Sphären und Ebenen jenseits der materiellen Welt ebenso wie zu Himmelskörpern, Sternbildern, kosmischen Zyklen und metaphysischen Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenia existiert nicht isoliert. Über der sichtbaren Welt spannt sich ein Himmel voller Zeichen und Bewegungen, unter und neben ihr liegen Ebenen, deren Gesetze von den bekannten Naturprinzipien abweichen. Manche Sphären sind Quelle magischer Kraft, andere Sitz göttlicher Mächte oder fremdartiger Wesenheiten. Ihre Einflüsse reichen bis in die Geschichte, Religion und arkanen Lehren der Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Portal dient der systematischen Erfassung und Einordnung dieser kosmologischen Zusammenhänge. Neben Beschreibungen einzelner Ebenen und Himmelsphänomene werden auch theoretische Modelle, religiöse Deutungen und magische Interpretationen berücksichtigt. So entsteht ein strukturiertes Bild vom Aufbau der Wirklichkeit - vom Firmament bis zu den verborgenen Grenzschichten der Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artikel werden fortlaufend erweitert und miteinander verknüpft, sodass ein konsistentes Verständnis der kosmischen Ordnung Tenias wächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wissen will, was über den Horizont hinaus liegt, oder was jenseits der sichtbaren Welt wirkt, findet hier den richtigen Ausgangspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sphären =====&lt;br /&gt;
# Sphäre: Das [[Weltenherz]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Elementarebenen]] &lt;br /&gt;
## [[Ebene des Lichts]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Arkanen]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Luft]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Wassers]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Erde]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Feuers]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Leere]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Der [[Abgrund]] &lt;br /&gt;
## Die [[Oberhöllen]]&lt;br /&gt;
## Die [[Niederhöllen]]&lt;br /&gt;
## Der [[Abyss]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Totenreiche]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Das [[Geographie|Diesseits]]&lt;br /&gt;
## Die [[Feenwelten]]&lt;br /&gt;
## Die [[Erste Welt]]&lt;br /&gt;
## Die [[Mindersphären]] und [[Globulen]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Himmel]] &lt;br /&gt;
## Die [[Niederen Himmel]]&lt;br /&gt;
## Die [[Hohen Himmel]]&lt;br /&gt;
#&lt;br /&gt;
#Sphäre: Die [[Götterwelten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kosmologie =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Zeitmessung]]&lt;br /&gt;
*[[Sphärenreisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Himmelskunde =====&lt;br /&gt;
* Die [[Sonne]], das Goldene Auge des Himmels&lt;br /&gt;
* [[Lunareth]], der Mond der Könige&lt;br /&gt;
* [[Viridra]], der grüne Wanderer&lt;br /&gt;
* [[Nykar]], der zerbrochene Mond&lt;br /&gt;
* [[Nupdra-Dun und Myrar-Dun]], die künstlichen Monde &lt;br /&gt;
* [[Velyrion]], der violette Wirbel&lt;br /&gt;
* [[Sterne und Sternbilder|Sterne und Sternenbilder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Viridra</title>
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		<updated>2026-03-25T07:56:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Viridra.png|alternativtext=Viridra im Vollmond am Nachthimmel|mini|Viridra im Vollmond am Nachthimmel]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viridra&#039;&#039;&#039; ist der kleinere der beiden intakten Monde von Tenia und gilt als rätselhaftes Gegenstück zur ruhigen Beständigkeit [[Lunareth|Lunareths]]. Während der große Silbermond in einem regelmäßigen Zyklus über den Himmel zieht, folgt Viridra einer unruhigen, scheinbar chaotischen Bahn, die ihn mal nahe an Lunareth heranführt und ihn zu anderen Zeiten weit über den Himmel verstreut erscheinen lässt. Aus diesem Grund nennen ihn Sternenkundige den &#039;&#039;&#039;Grünen Wanderer&#039;&#039;&#039; oder den &#039;&#039;&#039;Smaragdwanderer&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Licht ist schwächer als das von Lunareth und besitzt einen blassgrünen Schimmer, der besonders in klaren Nächten auffällt. Wenn Veridra hoch am Himmel steht, färbt sein fahles Leuchten Wolken und Nebel in ein eigenartig smaragdgrünes Licht. In manchen Regionen glauben die Kulturschaffenden, dass dieses Licht Magie verstärkt oder verborgene Dinge sichtbar macht. Die Oberfläche Viridras wirkt aus der Ferne unruhig und fremdartig. Anders als die hellen Ebenen Lunareths scheint Viridra von dunklen, grünlich schimmernden Gesteinsflächen, tiefen Kratern und zerklüfteten Hochländern geprägt zu sein. Gelehrte vermuten, dass sein Gestein ungewöhnliche Mineralien enthält, die das Licht anders reflektieren als gewöhnliches Mondgestein. Einige Sternenkundler berichten sogar von leichten Farbveränderungen, als ob bestimmte Regionen des Mondes schwach glühen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bahn um Lunareth – und damit indirekt um Tenia – ist Gegenstand vieler Theorien. Während Lunareth als Symbol kosmischer Ordnung gilt, scheint Viridra sich dieser Ordnung zu entziehen. Seine Umlaufzeit verändert sich leicht, seine Position am Himmel verschiebt sich über die Jahre und manchmal erscheint er ungewöhnlich nahe am großen Mond. In seltenen Nächten zieht er sogar vor Lunareth vorbei, sodass beide Monde übereinander am Nachthimmel stehen, was in vielen Kulturen als bedeutsames Omen gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Mythologien wird Viridra oft als Trickster oder wandernder Geist des Himmels beschrieben. Manche Legenden erzählen, er sei für das Zerbrechen von Nykar verantwortlich gewesen. Andere behaupten, Viridra sei der Mond der Magier, dessen unstete Bahn die Strömungen der arkanen Kräfte widerspiegelt – und tatsächlich besitzt er großen Einfluss auf Magie und magische Strömungen. Für Astrologen und Sternenkundige gilt Viridra daher als Zeichen von Wandel, Geheimnis und unvorhersehbarem Schicksal. Wenn sein grünes Licht stark erscheint, erwartet man in vielen Kulturen große Veränderungen – neue Herrscher, ungewöhnliche Entwicklung oder das Erwachen alter Mächte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viridra hat keine nachvollziehbaren Mondphasen, sodass man nie vorhersagen kann, wann er sich in welcher Phase befindet. Oft unterscheiden sich die Phasen sogar von Ort zu Ort am selben Zeitpunkt. Nur an manchen, bestimmten Tagen im Jahr befindet er sich mit Sicherheit voll am Himmel, in der &#039;&#039;&#039;Hexennacht&#039;&#039;&#039; am 12. Sturmmond, der &#039;&#039;&#039;Geheimnisnacht&#039;&#039;&#039; am 25. Sturmmond, der &#039;&#039;&#039;Geisternacht&#039;&#039;&#039; am 5. Nebelmond und an den &#039;&#039;&#039;Dunkeltagen&#039;&#039;&#039;. An diesen Tagen ist Lunareth, unabhängig seiner aktuellen Mondphase, nicht am Himmel zu sehen. Ein besonderes und sehr seltenes Ereignis ist der &#039;&#039;&#039;Blutmond&#039;&#039;&#039;. Dieses Phänomen ist kaum erforscht, nur das Viridra in blutrot leuchtet und das Vampire und Untote um ein Vielfaches mächtiger sind als zu anderen Zeit. Eine Sekte von Schwarzmagiern, die [[Errasar]], versucht seit ihrer Gründung mit magischen Mitteln einen Blutmond heraufzubeschwören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Himmelskörper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Viridra&amp;diff=559</id>
		<title>Viridra</title>
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		<updated>2026-03-25T07:56:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Viridra.png|alternativtext=Viridra im Vollmond am Nachthimmel|mini|Viridra im Vollmond am Nachthimmel]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viridra&#039;&#039;&#039; ist der kleinere der beiden intakten Monde von Tenia und gilt als rätselhaftes Gegenstück zur ruhigen Beständigkeit [[Lunareth|Lunareths]]. Während der große Silbermond in einem regelmäßigen Zyklus über den Himmel zieht, folgt Viridra einer unruhigen, scheinbar chaotischen Bahn, die ihn mal nahe an Lunareth heranführt und ihn zu anderen Zeiten weit über den Himmel verstreut erscheinen lässt. Aus diesem Grund nennen ihn Sternenkundige den &#039;&#039;&#039;Grünen Wanderer&#039;&#039;&#039; oder den &#039;&#039;&#039;Smaragdwanderer&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Licht ist schwächer als das von Lunareth und besitzt einen blassgrünen Schimmer, der besonders in klaren Nächten auffällt. Wenn Veridra hoch am Himmel steht, färbt sein fahles Leuchten Wolken und Nebel in ein eigenartig smaragdgrünes Licht. In manchen Regionen glauben die Kulturschaffenden, dass dieses Licht Magie verstärkt oder verborgene Dinge sichtbar macht. Die Oberfläche Viridras wirkt aus der Ferne unruhig und fremdartig. Anders als die hellen Ebenen Lunareths scheint Viridra von dunklen, grünlich schimmernden Gesteinsflächen, tiefen Kratern und zerklüfteten Hochländern geprägt zu sein. Gelehrte vermuten, dass sein Gestein ungewöhnliche Mineralien enthält, die das Licht anders reflektieren als gewöhnliches Mondgestein. Einige Sternenkundler berichten sogar von leichten Farbveränderungen, als ob bestimmte Regionen des Mondes schwach glühen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bahn um Lunareth – und damit indirekt um Tenia – ist Gegenstand vieler Theorien. Während Lunareth als Symbol kosmischer Ordnung gilt, scheint Viridra sich dieser Ordnung zu entziehen. Seine Umlaufzeit verändert sich leicht, seine Position am Himmel verschiebt sich über die Jahre und manchmal erscheint er ungewöhnlich nahe am großen Mond. In seltenen Nächten zieht er sogar vor Lunareth vorbei, sodass beide Monde übereinander am Nachthimmel stehen, was in vielen Kulturen als bedeutsames Omen gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Mythologien wird Viridra oft als Trickster oder wandernder Geist des Himmels beschrieben. Manche Legenden erzählen, er sei für das Zerbrechen von Nykar verantwortlich gewesen. Andere behaupten, Viridra sei der Mond der Magier, dessen unstete Bahn die Strömungen der arkanen Kräfte widerspiegelt – und tatsächlich besitzt er großen Einfluss auf Magie und magische Strömungen. Für Astrologen und Sternenkundige gilt Viridra daher als Zeichen von Wandel, Geheimnis und unvorhersehbarem Schicksal. Wenn sein grünes Licht stark erscheint, erwartet man in vielen Kulturen große Veränderungen – neue Herrscher, ungewöhnliche Entwicklung oder das Erwachen alter Mächte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viridra hat keine nachvollziehbaren Mondphasen, sodass man nie vorhersagen kann, wann er sich in welcher Phase befindet. Oft unterscheiden sich die Phasen sogar von Ort zu Ort am selben Zeitpunkt. Nur an manchen, bestimmten Tagen im Jahr befindet er sich mit Sicherheit voll am Himmel, in der &#039;&#039;&#039;Hexennacht&#039;&#039;&#039; am 12. Sturmmond, der &#039;&#039;&#039;Geheimnisnacht&#039;&#039;&#039; am 25. Sturmmond, der &#039;&#039;&#039;Geisternacht&#039;&#039;&#039; am 5. Nebelmond und an den &#039;&#039;&#039;Dunkeltagen&#039;&#039;&#039;. An diesen Tagen ist Lunareth, unabhängig seiner aktuellen Mondphase, nicht am Himmel zu sehen. Ein besonderes und sehr seltenes Ereignis ist der &#039;&#039;&#039;Blutmond&#039;&#039;&#039;. Dieses Phänomen ist kaum erforscht, nur das Viridra in blutrot leuchtet und das Vampire und Untote um ein Vielfaches mächtiger sind als zu anderen Zeit. Eine Sekte von Schwarzmagiern, die [[Errasar]], versucht seit ihrer Gründung mit magischen Mitteln einen Blutmond heraufzubeschwören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[index.php?title=Kategorie:Himmelskörper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Lunareth&amp;diff=558</id>
		<title>Lunareth</title>
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		<updated>2026-03-25T07:53:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lunareth.png|alternativtext=Lunareth am Nachthimmel|mini|Lunareth am Nachthimmel]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lunareth&#039;&#039;&#039; ist der größte und hellste der drei Monde Tenias und seit uralten Zeiten ihr treuer Begleiter in der Nacht. Sein Licht ist kalt und silbern, klarer als das fahle Leuchten von [[Viridra]], und viele Gelehrte behaupten, sein Schimmer besitze eine beinahe übernatürliche Reinheit. Wenn Lunareth voll am Himmel steht, taucht er Wälder, Berge und Städte in ein sanftes, fast metallisches Licht, das Schatten scharf zeichnet und selbst ferne Landschaften sichtbar macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Oberfläche unterscheidet sich von derjenigen von Viridra: Weite, helle Ebenen aus silbrigem Gestein werden von langen, dunklen Bruchlinien durchzogen, die wie uralte Narben wirken. In manchen Regionen scheinen gewaltige Kraterbecken von kristallinen Strukturen umgeben zu sein, die das Licht reflektieren und Lunareth sein charakteristisches Leuchten verleihen. Astronomen nennen diese Region die &#039;&#039;&#039;Silbermeere&#039;&#039;&#039;, obwohl es dort wahrscheinlich kein flüssiges Wasser gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den frühesten Tagen der Geschichte gilt Lunareth in den verschiedensten Kulturen Tenias als der &#039;&#039;&#039;Mond der Könige&#039;&#039;&#039;. Viele Religionen glauben, dass rechtmäßige Herrscher unter seinem Licht gesegnet werden. Alte Chroniken berichten, dass Krönungen traditionell bei Vollmond stattfinden, damit Lunareth über den neuen Monarchen wacht. In einigen Ländern wird sogar behauptet, dass das Schicksal eines Herrschers im Spiegel seines Mondlichts gelesen werden können. Der Beiname &#039;&#039;&#039;Silberne Wächterin&#039;&#039;&#039; entspringt einem Mythos, der in vielen alten Religionen zu finden ist: Lunareth sei einst geschaffen worden, um über Tenia zu wachen. Sein stetiger Lauf über den Himmel symbolisiere die Ordnung der Welt. Selbst in den dunkelsten Zeiten – Kriege, Katastrophen oder gar während des Zerbrechens des Mondes Nykar – habe Lunareth unerschütterlich über die Welt gewacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Seefahrer, Reisende und Sternenkundler besitzt Lunareth große Bedeutung. Sein regelmäßiger Zyklus bestimmt die wichtigsten Kalender vieler Kulturen. Händler, Priester und Bauern richten Feste, Aussaat und Rituale nach seinen Phasen aus. Besonders helle Vollmonde, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Königslichter&#039;&#039;&#039;, gelten als glücksverheißend und werden oft mit großen Ereignissen in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er durchläuft in 25 Tagen mehrere Phasen und zeigt so den Beginn und das Ende der 15 Monate an. Die fünf Phasen, die er durchläuft, nennen wir in der Gemeinsprache &#039;&#039;&#039;Wiedermondzeit&#039;&#039;&#039; (Neumond), &#039;&#039;&#039;Füllmondzeit&#039;&#039;&#039; (Zunehmender Mond), &#039;&#039;&#039;Vollmondzeit&#039;&#039;&#039; (Vollmond), &#039;&#039;&#039;Leermondzeit&#039;&#039;&#039; (Abnehmender Mond) und &#039;&#039;&#039;Todmondzeit&#039;&#039;&#039; (Neumond). Diese Phasen spielten eine wichtige Rolle bei bestimmten Feiertagen und Ereignissen. Lunareth gilt als Wächter in der finsteren Nacht. Dieser Mond gilt als Wächter in der finsteren Nacht, weswegen die Todmondzeit und die Dunkeltage, in denen Lunareth völlig verschwunden ist, besonders gefürchtet werden. In der Alchemie wird ihm das Element Wasser zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Himmelskörper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Lunareth&amp;diff=557</id>
		<title>Lunareth</title>
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		<updated>2026-03-25T07:53:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lunareth.png|alternativtext=Lunareth am Nachthimmel|mini|Lunareth am Nachthimmel]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lunareth&#039;&#039;&#039; ist der größte und hellste der drei Monde Tenias und seit uralten Zeiten ihr treuer Begleiter in der Nacht. Sein Licht ist kalt und silbern, klarer als das fahle Leuchten von [[Viridra]], und viele Gelehrte behaupten, sein Schimmer besitze eine beinahe übernatürliche Reinheit. Wenn Lunareth voll am Himmel steht, taucht er Wälder, Berge und Städte in ein sanftes, fast metallisches Licht, das Schatten scharf zeichnet und selbst ferne Landschaften sichtbar macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Oberfläche unterscheidet sich von derjenigen von Viridra: Weite, helle Ebenen aus silbrigem Gestein werden von langen, dunklen Bruchlinien durchzogen, die wie uralte Narben wirken. In manchen Regionen scheinen gewaltige Kraterbecken von kristallinen Strukturen umgeben zu sein, die das Licht reflektieren und Lunareth sein charakteristisches Leuchten verleihen. Astronomen nennen diese Region die &#039;&#039;&#039;Silbermeere&#039;&#039;&#039;, obwohl es dort wahrscheinlich kein flüssiges Wasser gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den frühesten Tagen der Geschichte gilt Lunareth in den verschiedensten Kulturen Tenias als der &#039;&#039;&#039;Mond der Könige&#039;&#039;&#039;. Viele Religionen glauben, dass rechtmäßige Herrscher unter seinem Licht gesegnet werden. Alte Chroniken berichten, dass Krönungen traditionell bei Vollmond stattfinden, damit Lunareth über den neuen Monarchen wacht. In einigen Ländern wird sogar behauptet, dass das Schicksal eines Herrschers im Spiegel seines Mondlichts gelesen werden können. Der Beiname &#039;&#039;&#039;Silberne Wächterin&#039;&#039;&#039; entspringt einem Mythos, der in vielen alten Religionen zu finden ist: Lunareth sei einst geschaffen worden, um über Tenia zu wachen. Sein stetiger Lauf über den Himmel symbolisiere die Ordnung der Welt. Selbst in den dunkelsten Zeiten – Kriege, Katastrophen oder gar während des Zerbrechens des Mondes Nykar – habe Lunareth unerschütterlich über die Welt gewacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Seefahrer, Reisende und Sternenkundler besitzt Lunareth große Bedeutung. Sein regelmäßiger Zyklus bestimmt die wichtigsten Kalender vieler Kulturen. Händler, Priester und Bauern richten Feste, Aussaat und Rituale nach seinen Phasen aus. Besonders helle Vollmonde, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Königslichter&#039;&#039;&#039;, gelten als glücksverheißend und werden oft mit großen Ereignissen in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er durchläuft in 25 Tagen mehrere Phasen und zeigt so den Beginn und das Ende der 15 Monate an. Die fünf Phasen, die er durchläuft, nennen wir in der Gemeinsprache &#039;&#039;&#039;Wiedermondzeit&#039;&#039;&#039; (Neumond), &#039;&#039;&#039;Füllmondzeit&#039;&#039;&#039; (Zunehmender Mond), &#039;&#039;&#039;Vollmondzeit&#039;&#039;&#039; (Vollmond), &#039;&#039;&#039;Leermondzeit&#039;&#039;&#039; (Abnehmender Mond) und &#039;&#039;&#039;Todmondzeit&#039;&#039;&#039; (Neumond). Diese Phasen spielten eine wichtige Rolle bei bestimmten Feiertagen und Ereignissen. Lunareth gilt als Wächter in der finsteren Nacht. Dieser Mond gilt als Wächter in der finsteren Nacht, weswegen die Todmondzeit und die Dunkeltage, in denen Lunareth völlig verschwunden ist, besonders gefürchtet werden. In der Alchemie wird ihm das Element Wasser zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[index.php?title=Kategorie:Himmelskörper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Sonne&amp;diff=556</id>
		<title>Sonne</title>
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		<updated>2026-03-25T07:52:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Solythar im Abendrot.png|alternativtext=Der Sonnenaufgang|mini|Der Sonnenaufgang]]&lt;br /&gt;
Über allen Himmelskörpern von Tenia steht &#039;&#039;&#039;Solythar&#039;&#039;&#039;, die strahlende &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; der Welt. Andere Namen für die Sonne sind &#039;&#039;&#039;Vater&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;des&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Lichts&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Götterauge&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Calethir&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Aurathion&#039;&#039;&#039;. Ihr Licht ist warm und golden, kräftiger und etwas bernsteinfarbener als das klare Weiß vieler anderer Sterne. Wenn sie über den Horizont steigt, färbt sie Himmel und Wolken oft in tiefe Gold-, Kupfer und Rosatöne, wodurch Sonnenaufgänge und -untergänge zu besonders eindrucksvollen Erscheinungen werden. Von Tenia aus erscheint Solythar als eine große goldene Scheibe, deren Licht leicht flimmernd wirkt. Gelegentlich beobachten Gelehrte dunklere Flecken oder glühende Strahlenbögen an ihrem Rand, was häufig mit starken Polarlichtern im Hohen Norden und im Tiefen Süden einhergeht. Sein Licht besitzt eine besondere Klarheit. Viele Gelehrte glauben, dass das goldene Spektrum Solythars dafür verantwortlich ist, dass die Landschaften Tenias – Wälder, Wiesen und Ozeane – so intensive Farben aufweisen. So ist es kaum verwunderlich, dass Tenia als Verkörperung des [[Licht (Element)|Lichts]] angesehen wird. Allerdings gibt es eine Minderheit, die Solythar eher mit dem elementaren [[Feuer (Element)|Feuer]] in Verbindung bringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solythar ist nicht nur Quelle von Wärme und Leben, sondern gilt in fast allen Kulturen als Herz des Himmels. Während die Monde als Herrscherinnen die Nacht dominieren und die Sterne die Geheimnisse des Kosmos tragen, verkörpert Solythar die lebendige Kraft der Welt selbst – Wachstum, Zeit und Ordnung. Die Einflüsse von Solythar sind sowohl auf Tenia als auch auf [[Lunareth]], [[Viridra]] und die Trümmer von [[Nykar]] spürbar. Einzig der ferne Purpurwirbel [[Velyrion]] scheint vollkommen unberührt von Solythars Macht, worin Gelehrte den Antagonismus zwischen dem Licht und der [[Leere (Element)|Leere]] als elementare Kräfte erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In alten Legenden heißt es, Solythar sei die letzte und größte Flamme, die nach der Schöpfung am Himmel entzündet wurde – die [[Dämmerelfen]] wissen von einer Zeit zu erzählen, in der die Sonne noch nicht den Tag erleuchtete und nur die Sterne und die drei Monde am Himmel standen. Die Priester vieler Religionen glauben, dass Solythar die Ordnung des Kosmos bewahrt. Sein täglicher Lauf über den Himmel steht für Beständig und Erneuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Finstersonne&#039;&#039;&#039; ist ein schwarzes Objekt, das hin und wieder den Himmel über der südlichen Hemisphäre verdeckt. In dieser Zeit schiebt es sich scheinbar zwischen Sonne und Tenia, wächst zur dreifachen Größe an, spiegelt keinerlei Licht und Magie und verharrt tagelang. In der absoluten Stille dieser langen Nacht vernimmt man oft ein fremdartiges Flüstern, das von jenseits der Sterne zu stammen scheint. Seit jeher versuchen Untergangspropheten aus dem unverständlichen Geflüster Botschaften zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Himmelskörper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Sonne&amp;diff=555</id>
		<title>Sonne</title>
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		<updated>2026-03-25T07:51:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Solythar im Abendrot.png|alternativtext=Der Sonnenaufgang|mini|Der Sonnenaufgang]]&lt;br /&gt;
Über allen Himmelskörpern von Tenia steht &#039;&#039;&#039;Solythar&#039;&#039;&#039;, die strahlende &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; der Welt. Andere Namen für die Sonne sind &#039;&#039;&#039;Vater&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;des&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Lichts&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Götterauge&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Calethir&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Aurathion&#039;&#039;&#039;. Ihr Licht ist warm und golden, kräftiger und etwas bernsteinfarbener als das klare Weiß vieler anderer Sterne. Wenn sie über den Horizont steigt, färbt sie Himmel und Wolken oft in tiefe Gold-, Kupfer und Rosatöne, wodurch Sonnenaufgänge und -untergänge zu besonders eindrucksvollen Erscheinungen werden. Von Tenia aus erscheint Solythar als eine große goldene Scheibe, deren Licht leicht flimmernd wirkt. Gelegentlich beobachten Gelehrte dunklere Flecken oder glühende Strahlenbögen an ihrem Rand, was häufig mit starken Polarlichtern im Hohen Norden und im Tiefen Süden einhergeht. Sein Licht besitzt eine besondere Klarheit. Viele Gelehrte glauben, dass das goldene Spektrum Solythars dafür verantwortlich ist, dass die Landschaften Tenias – Wälder, Wiesen und Ozeane – so intensive Farben aufweisen. So ist es kaum verwunderlich, dass Tenia als Verkörperung des [[Licht (Element)|Lichts]] angesehen wird. Allerdings gibt es eine Minderheit, die Solythar eher mit dem elementaren [[Feuer (Element)|Feuer]] in Verbindung bringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solythar ist nicht nur Quelle von Wärme und Leben, sondern gilt in fast allen Kulturen als Herz des Himmels. Während die Monde als Herrscherinnen die Nacht dominieren und die Sterne die Geheimnisse des Kosmos tragen, verkörpert Solythar die lebendige Kraft der Welt selbst – Wachstum, Zeit und Ordnung. Die Einflüsse von Solythar sind sowohl auf Tenia als auch auf [[Lunareth]], [[Viridra]] und die Trümmer von [[Nykar]] spürbar. Einzig der ferne Purpurwirbel [[Velyrion]] scheint vollkommen unberührt von Solythars Macht, worin Gelehrte den Antagonismus zwischen dem Licht und der [[Leere (Element)|Leere]] als elementare Kräfte erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In alten Legenden heißt es, Solythar sei die letzte und größte Flamme, die nach der Schöpfung am Himmel entzündet wurde – die [[Dämmerelfen]] wissen von einer Zeit zu erzählen, in der die Sonne noch nicht den Tag erleuchtete und nur die Sterne und die drei Monde am Himmel standen. Die Priester vieler Religionen glauben, dass Solythar die Ordnung des Kosmos bewahrt. Sein täglicher Lauf über den Himmel steht für Beständig und Erneuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Finstersonne&#039;&#039;&#039; ist ein schwarzes Objekt, das hin und wieder den Himmel über der südlichen Hemisphäre verdeckt. In dieser Zeit schiebt es sich scheinbar zwischen Sonne und Tenia, wächst zur dreifachen Größe an, spiegelt keinerlei Licht und Magie und verharrt tagelang. In der absoluten Stille dieser langen Nacht vernimmt man oft ein fremdartiges Flüstern, das von jenseits der Sterne zu stammen scheint. Seit jeher versuchen Untergangspropheten aus dem unverständlichen Geflüster Botschaften zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[index.php?title=Kategorie:Himmelskörper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Sph%C3%A4renreisen&amp;diff=554</id>
		<title>Sphärenreisen</title>
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		<updated>2026-03-24T08:46:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „Das Universum von Tenia besteht aus einer Vielzahl von Sphären, Mindersphären, Globulen und Existenzebenen, deren Zusammenspiel bis in die ersten Tage der Schöpfung zurückreicht und sich gegenseitig bedingt. Entgegen der verbreiteten Annahme vieler Sterblicher im Diesseits ist dieses Gefüge keineswegs starr oder unveränderlich. Vielmehr unterliegt dieses System einem stetigen, kaum wahrnehmbaren Wandel. Diese Prozesse werden durch das Entstehen und…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Universum von Tenia besteht aus einer Vielzahl von Sphären, Mindersphären, Globulen und Existenzebenen, deren Zusammenspiel bis in die ersten Tage der Schöpfung zurückreicht und sich gegenseitig bedingt. Entgegen der verbreiteten Annahme vieler Sterblicher im Diesseits ist dieses Gefüge keineswegs starr oder unveränderlich. Vielmehr unterliegt dieses System einem stetigen, kaum wahrnehmbaren Wandel. Diese Prozesse werden durch das Entstehen und Verschwinden Dunkler Risse, durch die Schöpfung und Zerstörung von Mindersphären und Globulen sowie durch das Eingreifen mächtiger Entitäten – seien es Götter, uralte Magier oder anderer Kräfte jenseits des Verständnisses der Sterblichen. &#039;&#039;&#039;Sphärenreisen&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Übertritt zwischen Existenzebenen&#039;&#039;&#039; sind grundsätzlich möglich, gelingt jedoch nur selten ohne schwerwiegende Konsequenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Sterben ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geburt&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Tod&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Wiedergeburt&#039;&#039;&#039; gelten als die natürlichsten Wege zwischen den Sphären, zugleich jedoch als die endgültigsten. Je nach kultureller Herkunft, Glauben und Lebensführung finden Seelen nach ihrem Ableben ihren Weg an unterschiedliche Orte – meist jedoch in eines der [[Totenreiche]], deren Zahl und Natur ein Gegenstand zahlreicher theologischer, sphärologischer, arkaner und anderer gelehrter Streitigkeiten ist. Seltener finden Seelen nach entsprechenden [[Dämonenpakt|Dämonenpakten]] oder [[Teufelspakt|Teufelspakten]] beziehungsweise einer schlechten Lebensführung einen Weg in den [[Abyss]] oder die [[Niederhöllen]], wo sie einer langanhaltenden Bestrafung bis zur Transformation in eine außerweltliche Existenz ausgesetzt sind. Am seltensten schließlich werden besonders herausragende Seelen in einen der [[Niedere Himmel|Niederen Himmel]] oder – noch seltener – in einen der [[Hohe Himmel|Hohen Himmel]] berufen, wo sie einer Belohnung in den Diensten ihrer Gottheit entgegensehen. Der Aufstieg in eine der [[Götterwelten]] ist nur in einigen Fällen überliefert und eine absolute Ausnahmeerscheinung. Oftmals ist hiermit der Aufstieg zu einer Gottheit selbst verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dunkle Risse ==&lt;br /&gt;
Eine andere und weitaus gefährlichere Form des Sphärenreisens stellen die sogenannten &#039;&#039;&#039;Dunklen Risse&#039;&#039;&#039; dar. Diese teils natürlichen und teils gewaltsam entstandenen Spalten zwischen verschiedenen Existenzebenen können als eine Art von Verschleißerscheinung der Sphärenwände betrachtet werden und gelten als relativ unzuverlässig. Manche bestehen nur für wenige Augenblicke, andere erscheinen in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Nur wenige Dunkle Risse erweisen sich dauerhaft als stabil; solche sind meist auf das Wirken von Sterblichen oder Unsterblichen zurückzuführen. Die Mechanismen, die zur Heilung von Sphärenwänden führen, sind umstritten. Zu den bekanntesten Dunklen Rissen zählen der [[Schwarzer Pfuhl (Anorien|Schwarzen Pfuhl]] im [[Ennor|ennorischen]] [[Anorien]], der das Diesseits mit einer bislang unbekannten und dunklen Mindersphäre verbindet, die als finsteres Abbild von Tenia gilt, sowie die [[Treppe von Antavia]] im [[Herzländischer Reichsbund|Herzländischen Reichsbund]], der diesen einst mit einer [[Feenwelten|Feenwelt]] verband, jedoch seit dem Fall des [[Altes Reich|Alten Reiches]] von der anderen Seite verschlossen ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sphärentore ==&lt;br /&gt;
Echte &#039;&#039;&#039;Sphärentore&#039;&#039;&#039;, die meist gezielt von Unsterblichen oder den mächtigsten Magiern erschaffen werden können, sind extrem seltene und gleichermaßen gefährliche Konstrukte. Ihre Errichtung birgt stets das Risiko, die Stabilität des kosmischen Gefüges selbst zu gefährden. Ein Beispiel hierfür ist die Erschaffung jenes Sphärentores, welches als der [[Großer Mahlstrom|Große Mahlstrom]] bekannt ist und den Großen Kataklysmus sowie die Entstehung des [[Hitzepol|Hitzepols]] und des [[Kältepol|Kältepols]] zur Folge hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mondtore ===&lt;br /&gt;
Eine besondere Form geringerer Sphärentore sind die sogenannten &#039;&#039;&#039;Mondtore&#039;&#039;&#039;, die ein Relikt [[Hochelfen|hochelfischer]] und [[Lichtelfen|lichtelfischer]] [[Sphärenmagie]] darstellen. Über eine Zwischenebene – möglicherweise der [[Limbus|Limbus um das Diesseits]], nach einer alternativen Deutung den zerbrochenen Mond [[Nykar]] – ermöglichen sie den Übergang zwischen einem Ort im Diesseits zu einem anderen. Doch öffnen sie sich ausschließlich bei Vollmonden während bestimmter Sternenkonstellationen, entsprechend gelten viele von ihnen heute als vergessen oder wurden während der zahlreichen Kriege zerstört. Manche von ihnen – insbesondere solche, die ins Herz der hochelfischen Zivilisation von Ashanore führten – wurden auch bewusst von ihren Erschaffern zerstört. Selbst, wenn doch einmal ein funktionstüchtiges Mondtor entdeckt wird, wagen nur wenige abenteuerlustige Magieanwender aktiv die Nutzung dieses uralten Weges. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wo das Mondtor hinführt, und ob das jeweilige Gegenstück überhaupt noch existiert. Die Rückkehr aus der Zwischenebene bleibt also ebenso ungewiss wie der Ort, an den die Reise schlussendlich hinführt. Das [[Meistertor von Ashanore]], welches sich in der wundersamen Hauptstadt des [[Ashanore|Phönixkönigreiches]] befindet, wird bis heute instandgehalten und schwer bewacht. Seine Nutzung ist auf Geheiß des [[Phönixkönig|Phönixkönigs]] seit dem Ende des hochelfischen Kolonialzeitalters streng verboten, und inzwischen flüstern immer mehr Stimmen, dass es für diese Entscheidung weitaus weitreichendere Gründe gibt, als bislang angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feenpfade, Feenpforten, Feentore und Feenkreise ==&lt;br /&gt;
Eine unstetere, wenngleich auch besonders faszinierende Form des Sphärenreisens stellen die &#039;&#039;&#039;Feenpfade&#039;&#039;&#039; dar. Diese unsichtbaren Pfade durchziehen sowohl die Feenwelten als auch das Diesseits und erlauben es kundigen Reisenden, gewaltige Distanzen in kürzester Zeit zu überwinden. Für [[Fey]] sind diese Wege so selbstverständlich wie gepflasterte Straßen für Menschen, Elfen und Zwerge, doch für die meisten Sterblichen bleiben sie unsichtbar oder vollständig unzugänglich. Orte, an denen durch die Kreuzung mehrerer Feenpfade ein halbwegs sicherer Zugang gewährleistet ist, werden als &#039;&#039;&#039;Feenpforten&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Es heißt, dass auch die Lichtelfen die Fähigkeit besitzen, auf den Feenstraßen zu reisen, während nur wenige Hochelfen diese Kunst erlernt haben und dieses Wissen in ihrem Volk längst in Vergessenheit geraten ist. Von den Feenpfaden und den Feenpforten zu unterscheiden sind jene Orte, die Übergänge zwischen zwei festen Orten im Diesseits und den Feenwelten ermöglichen. Die Übergänge zwischen den Feenwelten und anderen Sphären sind selten und oft gut verborgen. Häufig finden sie sich in alten Steinkreisen, unter uralten Bäumen, an den Ufern stiller Seen und im Herzen vergessener Ruinen. Manchmal öffnen sich nur zu bestimmten Zeiten: Während der Mittsommernacht, während einer seltenen Sternenkonstellation oder wenn die Welt selbst in außergewöhnlichen Wandel gerät. Gleichsam scheinen manche Feenwelten – oder Übergänge – einen eigenen Willen zu besitzen und selbst zu entscheiden, wann sie sich öffnen oder wem sie eine Passage ermöglichen. Gelehrte unterscheiden zwischen den großen und stabilen &#039;&#039;&#039;Feentoren&#039;&#039;&#039; und den instabileren, kleineren und leicht zu übersehenden &#039;&#039;&#039;Feenkreisen&#039;&#039;&#039;. Wer solche Orte betritt, muss sich bewusst sein, dass eine Rückkehr keineswegs garantiert ist – und dass der Preis eines Besuchs in die Feenwelten oft lange nach der Heimkehr gezahlt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bäume der Reisenden ==&lt;br /&gt;
Neben diesen verbreiteten und den Gelehrten bekannten Wegen des Sphärenreisens gibt es weitere Methoden, die Grenzen der Sphären für Reisen zu nutzen. Ein herausragendes Beispiel hierfür sind die sogenannten &#039;&#039;&#039;Bäume der Reisenden&#039;&#039;&#039; aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus, welche über die ganze bekannte Welt verteilt sind. Sie erscheinen als unauffällige, für die Region typische – wenn auch meist sehr alte und knorrige – baumartige Gewächse. Wer in den hohlen Stamm eines solchen Baumes steigt, der gelangt in eine Mindersphäre, die wie ein stark verkleinertes Abbild des Diesseits erscheint. Durch das Verlassen eines entsprechenden Baums des Reisenden am gewünschten Ort können Reisende ihr Ziel in sehr viel kürzerer Zeit erreichen. Bedingung hierfür ist eine gewisse Ortskenntnis, da die Mindersphäre ihren eigenen Regeln folgt – unter anderem ist die Entdeckung für den Reisenden unbekannter Länder nicht möglich, gleichsam benötigt man etwa für die Überquerung eines Ozeans ein Boot. Berichte in den Archiven der Hochelfen berichten, dass die Mindersphäre einst ein sicherer Ort gewesen sein muss, heute jedoch mächtige [[Schattendämonen]] nach den Seelen unvorsichtiger Reisender gieren. Da zumindest in den Landen von [[Ashur]], [[Beleagand]], [[Ennor]] und [[Xian]] die meisten Bäume der Reisenden im Zuge zahlloser Kriege vernichtet worden sind, während die Hochelfen in [[Ashanore]] selbst zerstörten, sind diese Gewächse heute sehr selten. Woher die Bäume der Reisenden stammen, wer sie erschaffen hat sowie ihre genaue Natur sind ein großes Rätsel, was sie durchaus gefährlich erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere ==&lt;br /&gt;
Weitere Übergänge zwischen den Sphären sind bekannt, werden jedoch meist als Bedrohung wahrgenommen und entsprechend schwer bewacht. Viele von ihnen ermöglichen entweder Reisen in Sphären, die für Sterbliche sehr gefährlich und entsprechend tabu sind, oder aber sie sind schlicht unentdeckt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Pforten des Grauens&#039;&#039;&#039; verbinden das Diesseits mit den Niederhöllen und dem Abyss. Sie sind nur vom Diesseits aus passierbar – es sei denn, ein Wesen auf der anderen Seite wird ins Diesseits eingeladen.&lt;br /&gt;
* Das himmlische Äquivalent zu Pforten des Grauens sind &#039;&#039;&#039;Himmelsoasen&#039;&#039;&#039;, die den Zugang in die Niederen Himmel ermöglichen. Sie sind in der Regel von beiden Seiten verschlossen.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Äthertore&#039;&#039;&#039; ermöglichen Zugang zu einer fremdartigen, form- und zeitlosen Mindersphäre. Sie dienen manchmal als Gefängnis.&lt;br /&gt;
* Die geheimnisvollen &#039;&#039;&#039;Trollpfade&#039;&#039;&#039; verlaufen zwischen den Welten, sie ermöglichen gleichermaßen Reisen in die [[Elementarebenen]] als auch zwischen Orten im Diesseits. Zwar wissen einige menschliche und elfische Gelehrte von ihrer Existenz, ihre genaue Natur und wie man sie bereist ist jedoch ausschließlich den [[Huldretrolle|Huldretrollen]] bekannt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Sph%C3%A4ren,_Ebenen_und_Himmelskunde&amp;diff=553</id>
		<title>Sphären, Ebenen und Himmelskunde</title>
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		<updated>2026-03-24T07:37:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Nachthimmel unbeschriftet.png|alternativtext=Der Nachthimmel von Tenia|mini|Der Nachthimmel von Tenia]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Portal Sphärenkunde, Ebenen und Astronomie&#039;&#039;&#039; widmet sich der kosmologischen Ordnung Tenias. Hier finden sich Artikel zu den Sphären und Ebenen jenseits der materiellen Welt ebenso wie zu Himmelskörpern, Sternbildern, kosmischen Zyklen und metaphysischen Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenia existiert nicht isoliert. Über der sichtbaren Welt spannt sich ein Himmel voller Zeichen und Bewegungen, unter und neben ihr liegen Ebenen, deren Gesetze von den bekannten Naturprinzipien abweichen. Manche Sphären sind Quelle magischer Kraft, andere Sitz göttlicher Mächte oder fremdartiger Wesenheiten. Ihre Einflüsse reichen bis in die Geschichte, Religion und arkanen Lehren der Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Portal dient der systematischen Erfassung und Einordnung dieser kosmologischen Zusammenhänge. Neben Beschreibungen einzelner Ebenen und Himmelsphänomene werden auch theoretische Modelle, religiöse Deutungen und magische Interpretationen berücksichtigt. So entsteht ein strukturiertes Bild vom Aufbau der Wirklichkeit - vom Firmament bis zu den verborgenen Grenzschichten der Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artikel werden fortlaufend erweitert und miteinander verknüpft, sodass ein konsistentes Verständnis der kosmischen Ordnung Tenias wächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wissen will, was über den Horizont hinaus liegt, oder was jenseits der sichtbaren Welt wirkt, findet hier den richtigen Ausgangspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sphären =====&lt;br /&gt;
# Sphäre: Das [[Weltenherz]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Elementarebenen]] &lt;br /&gt;
## [[Ebene des Lichts]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Arkanen]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Luft]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Wassers]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Erde]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene des Feuers]]&lt;br /&gt;
## [[Ebene der Leere]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Der [[Abgrund]] &lt;br /&gt;
## Die [[Oberhöllen]]&lt;br /&gt;
## Die [[Niederhöllen]]&lt;br /&gt;
## Der [[Abyss]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Totenreiche]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Das [[Geographie|Diesseits]]&lt;br /&gt;
## Die [[Feenwelten]]&lt;br /&gt;
## Die [[Erste Welt]]&lt;br /&gt;
## Die [[Mindersphären]] und [[Globulen]]&lt;br /&gt;
# Sphäre: Die [[Himmel]] &lt;br /&gt;
## Die [[Niederen Himmel]]&lt;br /&gt;
## Die [[Hohen Himmel]]&lt;br /&gt;
#&lt;br /&gt;
#Sphäre: Die [[Götterwelten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kosmologie =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Zeitmessung]]&lt;br /&gt;
*[[Sphärenreisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Himmelskunde =====&lt;br /&gt;
* Die [[Sonne]], das Goldene Auge des Himmels&lt;br /&gt;
* [[Lunareth]], der Mond der Könige&lt;br /&gt;
* [[Viridra]], der grüne Wanderer&lt;br /&gt;
* [[Nykar]], der zerbrochene Mond&lt;br /&gt;
* [[Velyrion]], der violette Wirbel&lt;br /&gt;
* [[Sterne und Sternbilder|Sterne und Sternenbilder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Kristallwald&amp;diff=552</id>
		<title>Kristallwald</title>
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		<updated>2026-03-22T13:53:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Kristallwald&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Vaelithryn | Myrr&#039;Saelor | Hrimskógr | Qirnaq-Sila | Taluq Krysaa&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:{{{Flagge|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|150px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Emblem des Kristallwalds.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Emblem des Kristallwalds]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Elandar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Monarchie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|Königin Vaelmyra, Königingemahl Myrrennor, Nosta&#039;lath &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Dämmerelfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|Vor dem Großen Kataklysmus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|Königin Vaelmyra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kristallwald&#039;&#039;&#039; – von den Dämmerelfen auch &#039;&#039;&#039;Vaelithryn&#039;&#039;&#039; (El. „&#039;&#039;&#039;Wald aus Erstem Licht&#039;&#039;&#039;“) und &#039;&#039;&#039;Myrr’Saelor&#039;&#039;&#039; (El. „&#039;&#039;&#039;Ewiger Widerhall&#039;&#039;&#039;“) genannt, die Vraknarvölker nennen ihn &#039;&#039;&#039;Hrimskógr&#039;&#039;&#039; (WV. „&#039;&#039;&#039;Gefrorener Wald&#039;&#039;&#039;“) und die Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qirnaq-Sila&#039;&#039;&#039; (R. „&#039;&#039;&#039;Das atmende Glas&#039;&#039;&#039;“) und &#039;&#039;&#039;Taluq Krysaa&#039;&#039;&#039; (R. „&#039;&#039;&#039;Wald der harten Lichter&#039;&#039;&#039;“) – ist ein Gebiet im Norden der Mittleren Helchanar, welches wie eine Zeitkapsel beinahe unverändert seit über zehntausend Jahren in seiner jetzigen Form fortexistiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Kristallwald entstand schon lange vor dem Großen Kataklysmus, womöglich gehörte er gar zu den ersten Wäldern, welche nach der Entstehung der Welt diese schmückten. Unter dem schützenden Geäst des Weltenbaums Nosta’lath siedelten sich hier die ersten Sippen der Dämmerelfen an, welche sich hier vor den unaussprechlichen Schrecken der Frühzeit verbargen. Die grünen Wälder boten ihnen einen geeigneten Lebensraum, während die Welt um sie herum in den drei &#039;&#039;&#039;Götterkriegen&#039;&#039;&#039; und dem &#039;&#039;&#039;Ersten Drachenkrieg&#039;&#039;&#039; verheert wurde und langsam aber sicher verdorrte. Königin Vaelmyra und Königingemahl Myrrennor entschieden bereits in jener Zeit in Übereinstimmung mit ihren Sippenfürsten, dass sich die Dämmerelfen von Vaelithryn fortan von den Geschehnissen der weiten Welt fernhalten würden und sich nur um ihr eigenes Überleben kümmern sollten. Auch die apokalyptischen Ereignisse um den &#039;&#039;&#039;Großen Kataklysmus&#039;&#039;&#039;, den Aufstieg und den Fall der Imperien der Vielbeinigen Spezies, der Geschuppten Völker und schließlich den &#039;&#039;&#039;Zweiten Drachenkrieg&#039;&#039;&#039; und sowie den &#039;&#039;&#039;Dritten Drachenkrieg&#039;&#039;&#039; überdauerten sie, ohne dass sie hiervon nennenswert Notiz genommen hätten. Allerdings sorgten die veränderten magischen Strömungen im Rahmen der Entstehung des Großen Mahlstroms während der Teilung der Kontinente für großflächige, wenn auch schleichende Veränderungen im Vaelithryn: Zunächst begannen neue Setzlinge von althergebrachten Bäumen mit bläulichen und violetten Blättern zu sprießen, ebenso nahm ihr Holz einen weißen Farbton mit einem bläulichen oder violetten Schimmer an. Schließlich ergriffen diese Veränderung auch alte und ehrwürdige Gewächse, und es begannen, erste Kristalle aus dem Boden zu wachsen wie neue Bäume – genauso lebendig, genauso empfindsam. Zuletzt veränderte sich auch Nosta’lath entsprechend, und damit war der Kristallwald in seinem heutigen Antlitz geboren. Die neuen Baumarten, die nun überall im Vaelithryn gediehen, wurden &#039;&#039;&#039;Klangkroneneichen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Sphärenkiefern&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Windharfenbäume&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Prismenbäume&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Kristallholzbäume&#039;&#039;&#039; genannt – und mit ihnen wurde der Pflanzenkönig der Kristallbäume geboren, der nun an der Seite des Weltenbaums wächst und gedeiht. Was in den Sippen der Dämmerelfen für aufgeregtes Gemurmel sorgte, waren die Ereignisse rund um die Auslöschung der lichtelfischen Heimatländer in Lúviennë wie auch der Aufstieg des Phönixkönigreichs der Hochelfen mit seinen zahllosen weltumspannenden Kolonien – während ersteres großes Mitleid und eine Diskussion um mögliche Unterstützung auslöste, wurde letzteres aufgrund der gewaltsamen Unterwerfung ganzer Völkerschaften mit großer Ablehnung und Befremdung beobachtet. Ihre Botschafter wurden stets freundlich, aber bestimmt von ihren Grenzen verwiesen – selbst, als die Kristallpaläste der Eiselfen sich vom Phönixthron im fernen Ashanore lossagten, verweigerten die Königin und ihre Sippen diesen die Aufnahme in ihr altehrwürdiges Reich. Allerdings bedeuteten die Veränderungen im Hohen Norden in den letzten Jahrhunderten auch große Veränderungen für den Kristallwald: Vormals isoliert, liegt es nun eingeklemmt zwischen dem aufstrebenden Fürstentum Olar im Osten und dem bedrohlichen Reich des Winterkönigs im Westen. Auch die Energien, die vom Weltendach im Norden kommen, tragen beunruhigende Empfindungen mit sich. Einzig aus dem Süden, wo die Wälder an die endlosen Lande der Polarnomaden in der Cituqayatundra grenzen, herrscht eine ruhige Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft im Kristallwald.png|alternativtext=Landschaft im Kristallwald|mini|Landschaft im Kristallwald]]&lt;br /&gt;
Der Kristallwald liegt im nördlichen Zentrum der Mittleren Helchanar, und gemeinsam mit dem östlich angrenzenden Fürstentum Olar stellt es das kleine zusammenhängende Herrschaftsgebiet dieser Region dar. Im Norden des Landes liegt der &#039;&#039;&#039;Splitterkamm&#039;&#039;&#039;, wie hierzulande das Vorgebirge des Weltendachs genannt wird. Hier beginnen die ersten kristallinen Wucherungen zwischen alpinen Nadelhölzern brechen Quarzadern offen aus dem Gestein, und viele der niedrigen Gipfel tragen natürliche Kristallkronen, die im Sonnenlicht wie Leuchtfeuer wirken. Bei Sturm ertönen hier wundersame Lieder, Lawinen aus Kristallsplittern machen die Schönheit jedoch unberechenbar gefährlich. Einzig die alten Pfade der Dämmerelfen, die die thermische Täler im Hochgebirge führen, sind sicher begehbar. Der Splitterkamm ist klimatisch schon vom Ewigen Eis beeinflusst, was den magisch geschützten Dämmerelfen wenig anhaben kann, ist für andere eine große Gefahr. Der westliche Rand des Kristallwalds wird vom sogenannten &#039;&#039;&#039;Schimmerforst&#039;&#039;&#039; eingenommen, in dem inzwischen der Einfluss des ewigen Schneesturms im Reich des Winterkönigs deutlich spürbar ist. Die Bäume hier sind teilweise von einer dünnen Schicht von Eis überzogen, sodass ihre Äste wirken wie gefrorene Wellen. Der Boden ist von flachen Kristallfeldern durchzogen, die aus der Entfernung wie zugefrorene Seen erscheinen. Im Schimmerforst hängt häufig dunstiger Nebel zwischen den Bäumen, in den Kristallflächen spiegeln sich die Polarlichter und die Region gilt als zunehmend gefährlich – manche Bereiche erstarren plötzlich zu Eis, während andere unvermittelt zu leuchten beginnen. All dies ist ein Ausdruck des Konflikts der magischen Energien zwischen dem unverbrüchlichen Schutz des Weltenbaums Nosta‘lath und der schleichenden Verderbnis des Winterkönigs. Im Zentrum des Kristallwalds erhebt sich das &#039;&#039;&#039;Herz des Waldes&#039;&#039;&#039;, ein kreisrundes Hochplateau mit radialverlaufenden Kristalladern und Quellen aus reinem, leicht schimmernden Wasser, die sich schließlich in den Lythaelis ergießen. Im Zentrum des Herzens des Waldes erhebt sich Nosta’lath, dem womöglich letzten der eng mit der Schöpfung verbundenen Weltenbäume. Die Vegetation hier ist am wenigsten kristallisiert. Stattdessen finden sich gewaltige, uralte Bäume mit dunkler Rinde und lichtdurchlässigen Blättern. Magisch gesehen ist dies der stabilste Ort des Waldes und gewissermaßen das Ankerzentrum der hiesigen Energien, die die Dämmerelfen seit zehntausenden Jahren schützen. Auf einem Hügel neben Nosta’lath gedeiht der König der Kristallbäume, erwachend und lernend. Im Süden des Kristallwalds liegen die &#039;&#039;&#039;Gläsernen Tiefen&#039;&#039;&#039;, in denen die größten Kristallformationen wachsen. Manche ragen hunderte Schritt in den Himmel hinauf, und gleichzeitig wird der Wald dunkler, dichter und hallender. Man findet hier zahlreiche unterirdische Hohlräume voller Kristalle, in denen eine natürliche Klangverstärkung stattfindet und in denen spiegelnde Lichter die Realität leicht verzerrt wirken lassen. Hier liegt der Bevölkerungsschwerpunkt der Dämmerelfen. Im Osten schließlich erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Olarische Saum&#039;&#039;&#039;, wo der Wald dichter wird, die Kristalle kleiner bleiben und oft nur in Wurzeln sichtbar sind. Die Natur geht hier langsam aber sicher in die gewöhnliche Vegetation des Fürstentums Olar über, alte und verlassene Pfade und Lichtungen, die einst dem Kontakt zu anderen Kulturen dienten, deuten auf eine vergangene Phase größerer Offenheit hin. Die Ostgrenze ist allerdings fest markiert, denn der &#039;&#039;&#039;Kelvani&#039;&#039;&#039; ist eine feste und nicht zu leugnende Linie auf der Karte. Der einzige größere Fluss im Kristallwald ist der &#039;&#039;&#039;Lythaelis&#039;&#039;&#039;, der im Nordwesten des Weltendachs entspringt – seine Quellen gelten als heiliger Ort – und durch das magische Wasser aus den Quellen zwischen den Wurzeln des Nosta’lath verstärkt wird, bevor er sich an der Ostgrenze mit dem Kelvani vereint und rasch so verwässert, dass seine magischen Bestandteile schon nicht mehr spürbar sind, wenn der Kelvani in den Norelin und schließlich in die Nariqtuk-Fjorde mündet. Überall im Kristallwald gibt es kleine Seen mit kristallklarem Wasser, die oftmals durch unterirdische Flussläufe miteinander verbunden sind. Die Veränderungen, die die Bäume und die Landschaft des Kristallwalds nachhaltig veränderten, erfassten mit der Zeit auch die Tierwelt, und ließen im Laufe der Jahrtausende aus der urtümlichen Fauna eine Reihe einzigartiger Arten entstehen: Die &#039;&#039;&#039;Prismenhirsche&#039;&#039;&#039; besitzen Geweihe aus kristallinem Material, ein silbriges oder rauchgraues Fell sowie verträumte tiefblaue Augen. Die Dämmerelfen sehen in ihnen die Boten des Weltenbaums, weshalb die Jagd auf sie streng verboten ist. Die &#039;&#039;&#039;Schimmerwölfe&#039;&#039;&#039; sind pferdegroße Wölfe, die sich vollkommen lautlos und geisterhaft als Einzelgänger durch den Wald bewegen. Hin und wieder bilden sie enge Freundschaften mit den Dämmerelfen und dienen diesen als Reittiere. &#039;&#039;&#039;Splittereber&#039;&#039;&#039; sind riesige Wildschweine mit teilweise kristallisierten Rückenplatten und Stoßzähnen aus härtestem Kristall. Sie sind extrem territorial und – insbesondere mit Jungen – sehr gefährlich, aber auch als beunruhigend intelligent. Die &#039;&#039;&#039;Glasfüchse&#039;&#039;&#039; zeichnen sich durch ihr leicht durchscheinendes Fell aus und gelten als Glückszeichen, während die hasenartigen &#039;&#039;&#039;Lichtläufer&#039;&#039;&#039; durch nachts leuchtende Ohrenränder miteinander kommunizieren. In den Baumkronen nisten &#039;&#039;&#039;Kristalleulen&#039;&#039;&#039; mit prismatischem Gefieder, deren unheimlicher Gesang aus übereinander gelegten Tönen besteht, und &#039;&#039;&#039;Resonanzsegler&#039;&#039;&#039;, schwalbenartige Vögel, die sehr empfindlich auf magische Strömungen reagieren. Die Gewässer sind die Heimat von &#039;&#039;&#039;Spiegelkarpfen&#039;&#039;&#039;, deren Schuppen anders wie die ihrer Namensvettern in Ennor tatsächlich spiegelartig Reflektieren, und die von verspielten &#039;&#039;&#039;Schimmerottern&#039;&#039;&#039; gejagt werden. Diese tragen ihren Namen allerdings nicht aufgrund schimmernder Äußerlichkeiten, sondern aufgrund einer Vorliebe für derlei Dinge, die sie in ihrem Nestern sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Das Klima im Kristallwald ist durch den Einfluss und den magischen Schutzschild des Nosta’lath vom Rest des Hohen Nordens abgekoppelt, weshalb hier ein eigenes Mikroklima ohne nennenswerte Jahreszeiten herrscht. Generell ist es das ganze Jahr über kühl, ohne frostig zu sein. Regen fällt das ganze Jahr über gleichmäßig verteilt in Form von leichtem Nieselregen, während es im Winter zumindest in den Randgebieten hin und wieder schneit. Stürme finden selten statt, und bei diesen hört man anstatt dröhnendem Donnern ein kristallines Knistern in der Luft. Der polare Tag und die polare Nacht finden auch hier statt, ebenso sind die Polarlichter deutlich sichtbar – bedingt durch die dichte Baumkrone und das Leuchten aus den Bäumen machen diese Veränderungen kaum wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Die politische Situation des Kristallwalds ist von Ewigkeit geprägt. Es existieren keine politischen Strukturen im eigentlichen Sinne, keine Organisation und keine Institutionen. Die Autoritäten herrschen bereits seit vielen Jahrtausenden, ihre Macht gilt als unantastbar und ihre Weisheit als unbestritten. Durch den Beschluss der Königin halten sich die Dämmerelfen von den Belangen der Welt fern und pflegen ihre eigenen Angelegenheiten nachzugehen, die sie über alles andere stellen – kaum verwunderlich für ein Volk, dass den Aufstieg und Untergang ganzer Spezies aus der Ferne beobachtet hat. Allerdings ist auch der Kristallwald kein ewig unveränderliches Abbild, und gerade in den letzten Jahrhunderten stellten sich schleichende Veränderungen ein: Durch die Veränderung der magischen Energien, die vom Kältepol in Richtung des Großen Mahlstroms strömen, beginnen im Ewigen Eis uralte Mächte zu erwachen, die dort seit dem Großen Kataklysmus schlummern. Da sich darunter auch Wesen befinden, die dem Kristallwald gefährlich werden können, entsendet Vaelmyra immer wieder Stoßtrupps unter der Führung von &#039;&#039;&#039;Thaelira&#039;&#039;&#039;, der vertrautesten Generalin der Königin, um diese auszulöschen, bevor sie vollends erwachen. Eingeklemmt zwischen dem expandieren Fürstentum Olar und dem Reich des Winterkönigs wähnen sich viele Dämmerelfen inzwischen belagert, auch wenn die Bewohner von ersterem eine abergläubische Furcht vor dem Wald hegen und letzterer kein Interesse an den Elfen hegt. Tatsächlich hat vor allem &#039;&#039;&#039;Belimone&#039;&#039;&#039;, die Königin der Silméra genannten Vampirelfen ihren Blick auf den Kristallwald gerichtet und ihren Fluch dort eingeschleppt, wo er sich bislang noch unbemerkt im Schatten verbreitet. Inzwischen sind zwanzig Dämmerelfen zu Vampiren geworden, und die Unterwanderung schreitet voran. Auch Gerüchte innerhalb des Kristallwaldes sorgen zunehmend für Gerede in den Sippen: Das Nosta’lath seit dem letzten Götterkrieg träumt und im Begriff ist zu erwachen und dass die Kristallisation nach dem Großen Kataklysmus kein abgeschlossenes Ereignis war, sondern ein andauernder Prozess und damit eines Tages alles in reines, lebendiges Glas übergehen könnte. Bedeutend sind auch die Gerüchte, die sich um die Geburt der Königintochter handeln – ist sie wirklich die Tochter von Vaelmyra und Myrrennor? Wurde sie dem Königingemahl untergeschoben? Ist sie die Verkörperung des Nosta’lath, gar eine Halbgöttin? Nur die Zukunft wird zeigen, wie sie sich entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin &#039;&#039;&#039;Vaelmyra&#039;&#039;&#039; ist die unangefochtene Herrscherin über ihr Volk und übte dieses Amt bereits aus, als ihre Götter noch auf diesem Boden wandelten. Sie ist die älteste Dämmerelfe im Kristallwald und womöglich die älteste lebende Elfe, vielleicht sogar die älteste Sterbliche überhaupt – selbst in einem Volk, deren Angehörige ihr Leben in Jahrtausenden messen, ist dies eine Besonderheit. Königin Vaelmyra gilt gleichzeitig als gütige Landesmutter und entschlossene Anführerin wie ihr kalter Zorn und ihre kalkulierte Grausamkeit gegenüber den Feinden ihres Volkes gefürchtet ist. Königsgemahl &#039;&#039;&#039;Myrrennor&#039;&#039;&#039; steht seit dem Ersten Drachenkrieg an ihrer Seite, und anders als die oft unterkühlt erscheinende Vaelmyra gilt er als warmherzig und nachsichtig. Myrrennor kennt die Königin genau und weiß, dass er eine Einmischung in politische Angelegenheiten nicht dulden wird. Erst vor einhundert Jahren sind beide unverhofft Eltern geworden. Königintochter &#039;&#039;&#039;Aelthameris&#039;&#039;&#039;, von vielen liebevoll „Tochter der Wurzel“ genannt, gilt als der Stolz der Königin und zum ersten Mal scheint es möglich, das Vaelmyra eines Tages von ihrer Herrschaft zurücktreten könnte. Allerdings sind nicht alle im Kristallwald der Königintochter zugeneigt, eine wachsende Anzahl äußert sich misstrauisch gegenüber dem Kind, das unvermittelt nach Jahrtausenden der Ehe geboren wurde und zweifeln an ihrer Herkunft. Königin Vaelmyra steht als einzige Dämmerelfe in engem Kontakt zu &#039;&#039;&#039;Nosta’lath&#039;&#039;&#039;, dem riesigen Weltenbaum. Dieser schützt ihr Volk seit zehntausenden Jahren von äußeren Einflüssen, und auch er betrachtet sich zunehmend als Elternteil des &#039;&#039;&#039;Pflanzenkönigs der Kristallbäume&#039;&#039;&#039;, der an seiner Seite wächst. Nosta’lath war stets derjenige unter den Weltenbäumen, der am stärksten in den Angelegenheiten der Sterblichen involviert war und mit diesen am aktivsten kommunizierte. Entsprechend spricht er auch zu anderen Bewohnern des Kristallwalds, die nicht zu den Dämmerelfen gehören – und manchmal erscheint er Polarnomaden, die ihn aus großer Entfernung sehen können und ihn &#039;&#039;&#039;Qirnathuk&#039;&#039;&#039; (R. „Der, der nicht fällt“) nennen, im Traum. Er steht in enger Verbindung zu den beiden uralten Wächtern, die über den Kristallwald wachen: &#039;&#039;&#039;Nyrrathae&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Wurzel unter dem Glas&#039;&#039;&#039;, ist ein einzigartiges Wesen, das aus verdichteter Schöpfungskraft entstand, die zwischen den Wurzeln des Weltenbaums schlief und erst während des Großen Kataklysmus erwachte. Er ist ein gigantisches Wesen aus Wurzeln, Holz, Kristallen und verdichteter Finsternis, mit Augen groß wie ein See und einer Stimme, die nur im Innerendes Schädels hörbar ist. Sein Bewusstsein erstreckt sich über das gesamte Wurzelgeflecht, und es geschieht nichts, was ihm entgeht. Die Dämmerelfen sprechen nur selten offen über Nyrrathae, sie fürchten seinen Zorn und meiden bestimmte unterirdische Zonen. Auch wenn er nicht körperlich anwesend ist, gibt es doch deutliche Anzeichen, dass er sich nähert oder zumindest die Aufmerksamkeit auf einen Ort gerichtet hat: Kristalle wachsen plötzlich aus dem Boden, Tiere verstummen, der Boden pulsiert schwach und Gedanken wie Träume werden klar und fremd. Die Verbindung zwischen Nyrrathae und Nosta’lath ist unklar, viele halten beide für ein und dasselbe Wesen. &#039;&#039;&#039;Aelyrquess&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;der Prismenwyrm&#039;&#039;&#039; war einst ein weiblicher Sternendrache, die einst während des Ersten Drachenkrieges den Kristallwald angriff und von Nosta’lath mit seinen Wurzeln verschlungen wurde. Nach dem Großen Kataklysmus wurde sie wieder freigegeben, und sie hatte sich vollkommen verändert: Ihr Körper ist noch immer unverkennbar der eines großen Drachen, doch wirken ihre Schuppen wie milchiges Quarz mit prismatischen Brüchen, die Membranen ihrer Flügen sind halb kristallin und ihre pupillenlosen Augen strahlen ein irisierendem Licht ab. Aelyrquess der Prismenwyrm ist eine sichtbare Wächterin des Kristallwalds, die schon so manchen Untoten aus dem Reich des Winterkönigs oder ambitionierten Jäger aus Olar beziehungsweise der Cituqayatundra ausgelöscht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dämmerelfen ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dämmerelfen&#039;&#039;&#039; (E. „&#039;&#039;&#039;Tirinalë&#039;&#039;&#039;“) sind ein uraltes Volk der Elfen, deren Blütezeit in den Jahrhunderten vor dem Großen Kataklysmus lag und entsprechend schon seit vielen Zeitaltern zu Ende ist. Sie selbst sehen sich nicht als eine elfische Kultur unter vielen, sondern als die letzten Überlebenden der wahren Linie der erste Elfen. Entsprechend nennen sie sich selbst häufig auch „die Ersten“ oder „die Ungeteilten“, denn in ihrem Selbstverständnis sind sie jene, die vor der Spaltung der Kontinente und vor der Zerstreuung der elfischen Völker existierten. Für sie sind andere Elfen – insbesondere die Nachkommen der Lichtelfen – Abkömmlinge einer abgeschwächten, fragmentierten Tradition. Diese Überzeugung prägt ihr gesamtes Denken: Ruhig, überlegen und beinahe dem Diesseits entrückt. Äußerlich wirken die Dämmerelfen selbst im Vergleich zu Angehörigen anderer Elfen schön und zugleich fremd, denn ihre helle Haut weist einen wahrnehmbaren irisierenden Schimmer in Blau- und Violetttönen auf, als wäre sie mit einem feinen Staub aus Mondlicht bedeckt. Bei manchen Personen zeigt sich in bestimmten Winkeln ein kristalliner Glanz, besonders an Schläfen, Schultern oder Fingerspitzen – Spuren ihrer engen Bindung an die magischen Strömungen dieser Welt. Ihr Haar ist meist silbern, blassblond oder von kühlem Violettgrau, glatt und schwer fallend. Ihre Augen sind jedoch das auffälligste äußerliche Merkmal: Kalte und klare Farben wie Eisblau, Rauchgrau oder Amethyst herrschen vor, oft schwach leuchtend. Da sie nur selten blinzeln und sich mit lautloser Präzision bewegen, wirken sie auf Außenstehende oft beinahe unheimlich. Ihre Kleidung ist von schlichter Eleganz. Fließende Stoffe in gedämpften Tönen – Perlmutt, Nebelgrau, blasses Blau – werden mit organisch gewachsenen Elementen aus Holz und feinem Kristall kombiniert. Metall verwenden sie nur sparsam. Ihre Rüstungen wirken nicht geschmiedet, sondern geformt, aus gehärteter Rinde, durchzogen von schimmernden Kristalladern, leicht und doch sehr widerstandsfähig. Waffen bestehen häufig aus lebendigem Holz, das durch Magie verstärkt wurde, oder aus klaren, schmalen Kristallklingen. Die Dämmerelfen leben nicht in Städten im herkömmlichen Sinn. Ihre Siedlungen wachsen aus der Welt heraus: Terrassen schmiegen sich an gewaltige Stämme, Brücken aus geflochtenen Wurzeln verbinden Baumkronen, Hallen entstehen im Inneren uralter Bäume, deren Herz nicht gefällt, sondern erweitert wurde und verehrt wird. Architektur ist für sie kein Akt der Zähmung oder Beherrschung, sondern der Abstimmung. Jeder Bau ist eine Übereinkunft mit dem Ort und seiner Natur. Zeit bedeutet ihnen nur wenig, selbst nach Jahrtausenden wirkt ein Dämmerelf kaum gealtert. Das Alter zeigt sich weniger in körperlicher Veränderung als in ihrem Blick und ihrer Stimme. Die Ältesten sprechen langsam mit einer Ruhe, die aus Gedankentiefe entsteht. Entscheidungen werden nicht hastig gefällt; manche Fragen können Jahrzehnte offenbleiben. Ungeduld gilt da gegen als Zeichen innerer Unreife. Gegenwärtig sind noch etwa dreihundert Dämmerelfen am Leben, die den Großen Kataklysmus erlebt haben. Da jedoch die Fruchtbarkeit ihres Volkes seit dem Großen Kataklysmus stark abgenommen ist sinkt ihre Zahl kontinuierlich, und inzwischen gibt es immer mehrere Jahre infolge, in denen kein einziges Kind geboren wird. Auch wenn ältesten Dämmerelfen noch Gottheiten mit eigenen Augen gesehen haben dürften, verehren sie keine Götter im klassischen Sinn. Das Zentrum ihrer Spiritualität ist der Weltenbaum Nosta’lath, der nicht als Gottheit verehrt wird, sondern ihnen als Ursprung und Anker dient. Sie glauben, dass im Holz und in den Kristallen die Erinnerungen ihres Volkes gespeichert sind. Auch ist ihre Magie keine gewaltsame Durchsetzung des Willens, sondern ein Mitschwingen mit vorhandenen Strukturen. Sie lauschen, bevor sie handeln. Resonanz ist für sie sowohl Naturgesetzt als auch Philosophie: Jede Handlung erzeugt ein Echo, und wer dieses nicht bedenkt, handelt blind. Im Verhältnis zu anderen Völkern und Kulturen geben sie sich meist distanziert. Sowohl den Urskaari als auch Baumhirten und Treants begegnen sie mit respektvoller Zurückhaltung, da sie ebenso tief mit dem Boden verbunden sind, wie sie. Menschen und andere Spezies sehen sie als kurzlebig, ungeduldig und zuweilen sehr unvernünftig – Wesen, die rasch handeln und rasch vergehen. Was die Dämmerelfen am stärksten auszeichnet, ist ihre Haltung gegenüber der Vergangenheit. Sie leben nicht in Nostalgie, sondern in Bewahrung. Für sie ist Geschichte kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein fortwährender Zustand. Der Kristallwald ist nicht einfach ihr Zuhause, er ist ihr Gedächtnis. Und solange der Weltenbaum steht, glauben sie, wird auch ihr Volk nicht verschwinden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urskaari ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Urskaari&#039;&#039;&#039; nennen sich selbst Wurzelgeborene und sind eine uralte Spezies, die sich vor allem in nördlichen Breiten findet. In vielen Gebieten, in denen sie einst zu finden waren, sind sie von jüngeren Spezies verdrängt worden. Die Urskaari glauben, dass sie nicht aus Fleisch, sondern aus Erde, Wurzeln und Erinnerung entstanden – geformt im Schatten der Weltenbäume, als die Welt noch weich und jung war. Für Außenstehende wirken sie gewaltige, aufrecht gehende Bären mit breiten Schultern, dichtem braunem Fell und schweren Pranken, die gleichermaßen einen Baumstamm spalten wie ein verletzten Tier behutsam tragen können. In ihren Augen liegt eine stille, alte Wachsamkeit, die mehr an geduldige Wächter denn an wilde Tiere erinnert.  Die Urskaari sind tief mit dem Kristallwald verbunden, aber nicht mit seinem innersten Herzen – sie betrachten Nosta’lath und das Herz des Waldes mit Ehrfurcht und Distanz, als einen der wenigen Orte, die älter sind, als ihr Volk. In ihren Erzählungen heißt es, sie seien aus den Wurzeln von Weltenbäumen entstanden, die die Welt erkunden wollten und sich nach Wärme sehnten. Als der Große Kataklysmus dir Kristallisation des Waldes einleitete, veränderten sich auch manche Urskaari, und seither tragen einzelne Urskaar feine kristalline Verhärtungen im Fell oder an den Klauen. Ihre Gesellschaft ist stammesgebunden, doch hochkomplex. Jeder Stamm folgt einem Totem, nicht im Sinne eines Symbols, sondern als lebendige geistige Ausrichtung. Im Kristallwald leben der &#039;&#039;&#039;Stamm&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;des&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Stillen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Waldes&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Stamm&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;der&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Knochenhand&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Stamm&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;der&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Wurzelsänger&#039;&#039;&#039;. Angeführt werden sie von Häuptlingen, doch diese herrschen nicht durch Zwang, sondern durch Standhaftigkeit. Ein Anführer, der seine innere Balance verliert, wird nicht gestürzt, sondern verlassen. Die Spiritualität der Urskaari ist schwer in Worte zu fassen. Sie verehren keine Götter im klassischen Sinn, stattdessen sprechen sie vom &#039;&#039;&#039;Tiefen Atem&#039;&#039;&#039; – einer unsichtbaren Kraft, die durch Wurzeln, Erde und Knochen strömt. Kristalle gelten ihnen als verfestigte Erinnerungen. Ihre Schamanen legen ihre Pranken auf gewachsene Kristalladern im Boden und lauschen mit dem ganzen Körper. Viele glauben, dass sie auf diesem Weg vergangene Ereignisse erfühlen können. Im Kampf sind die Urskaari erschreckend direkt. Sie bevorzugen schwere Waffen wie Keulen aus gehärtetem Holz, besetzt mit Kristallsplittern, oder gewaltige Speere. Doch ihr größtes Werkzeug bleibt ihr Körper, und ein Urskaar im Zorn ist eine Naturgewalt. Dennoch sind sie nicht kriegerisch, Konflikte vermeiden sie durch Standhalten zu lösen – wer weicht, verliert, wer bleibt, beweist recht. Ihr Verhältnis zu den Dämmerelfen ist von vorsichtiger Distanz geprägt. Man respektiert sich, spricht aber selten offen miteinander. Die Urskaari empfinden die Dämmerelfen als zu „fern vom Boden“, mit anderen Worten als weltfremd, während die Dämmerelfen die Urskaari als grob aber ehrlich empfinden. Dennoch würden beide stets Seite an Seite kämpfen, denn sie leben beide im Bewusstsein, dass ihr Wald ohne Gleichgewicht fallen würde. Gegenüber den Isbjarnai im Osten und im Ewigen Eis empfinden die Urskaari eine Mischung aus Bewunderung und Misstrauen: Die sprechenden Eisbären sind ihnen zu stolz, zu eisnah, zu wenig verwurzelt. Doch gibt es alte Geschichten von Bündnissen aus einer Zeit großer Gefahren. Die Urskaari des Kristallwalds wissen nicht um ihre Verwandten in der Westlichen Helchanar und in Beleagand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baumhirten ===&lt;br /&gt;
Als uraltes Waldgebiet ist der Kristallwald die Heimat verhältnismäßig vieler &#039;&#039;&#039;Baumhirten&#039;&#039;&#039;, die ihn hegen und pflegen. Baumhirten sind zumeist uralte und langsame Hüterwesen, deren Körper aus lebendigem Holz, Moos, Rinde und – zumindest im Kristallwald und in arkanen Fokuspunkten – kristallinen Verwachsungen bestehen. Sie messen ihr Leben in Jahrtausenden und wirken eher wie wandelnde Bäume mit einer grob humanoiden Gestalt als lebendige Kreaturen. Ihre Bewegungen sind bedächtig, und selbst das einfache Heben eines Arms gleicht dem Knarren eines alten Stammes im Wind. Ihre Gesichter sind nur angedeutet – tiefe, dunkle Spalten als Augen, ein Riss in der Rinde als Mund. Wenn sie sprechen, klingt es wie ein fernes Grollen oder brechendes Holz. Baumhirten greifen nur selten aktiv ein, doch wenn ihr Wald bedroht wird, erwachen sie vollständig – und dann setzen sie ganze Haine in Bewegung. Ihre Spezies war nie zahlreich, und manche behaupten, sie stünden vor dem Aussterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treants ===&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Treants&#039;&#039;&#039; dagegen sind jünger, kleiner und deutlich beweglicher als Baumhirten. Sie wirken wie lebendig gewordene Baumgestalten von einem bis drei Schritt Höhe und klarer Silhouette mit Stammkörper, Astarmen und wurzelartigen Beinen. Im Kristallwald ist ihre Rinde oft von Kristallsplittern durchzogen, welche überirdisch im Licht schimmern. Manche besitzen zunehmend leuchtende Adern unter der Rinde. Treants sind deutlich temperamentvoller und aktiver als ihre größeren Verwandten. Sie patrouillieren durch den Wald, vertreiben Eindringlinge oder jagen nach kleineren Bedrohungen. Wenn Baumhirten Wächter sind, sind Treants Verteidiger. Wenn Baumhirten Lehrer sind, sind Treants Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Völker und Kulturen ===&lt;br /&gt;
Der Kristallwald ist darüber hinaus die Heimat einer größeren Zahl von &#039;&#039;&#039;Waldschratten&#039;&#039;&#039;, sowie von unzähligen Bewohnern der Feenwelten, da die Mauern des Diesseits hier außergewöhnlich dünn sind. &#039;&#039;&#039;Dryaden&#039;&#039;&#039; sind ein alltäglicher Anblick, ebenso &#039;&#039;&#039;Kristallfeen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Blätterfeen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Blütenfeen&#039;&#039;&#039;. Kobolde und Bolde dagegen sind nur sehr selten anzutreffen und weniger im Wald erwünscht.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Königreich Hroa&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Stammeslande der Hroa | Hrôvann | Draskhroa | Barbarenkönigreich Hroa&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Das Königreich der Hroa führt kleine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Wappen von Hroa.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Emblem der Hroa]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Emblem&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Südwestliches Vraknarsk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Hroa, Andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Königreich Hroa&#039;&#039;&#039; – manchmal auch &#039;&#039;&#039;Stammeslande der Hroa&#039;&#039;&#039; genannt, sie selbst bezeichnen ihr Land als &#039;&#039;&#039;Hrôvann&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Draskhroa&#039;&#039;&#039;, während ennorische Gelehrte es abwertend als &#039;&#039;&#039;Barbarenkönigreich Hroa&#039;&#039;&#039; nennen – ist eines der drei Königreiche der [[Vraknarvölker]] im [[Hoher Norden|Hohen Norden]], und von diesen ist es das größte und kulturell diverseste. Allerdings ist es auch das technologisch rückständigste und zerstrittenste, einen König gab es hier schon sehr lange nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn die Stammeslande der Hroa bereits sehr alt sind und eines der größten Länder im Hohen Norden darstellen, spielen sie doch in der Geschichte der Region nie eine größere Rolle. Das erste und einzige Mal taucht ihr Volk in den ennorischen Geschichtsbüchern auf, als sich einige Stammeskrieger im Jahr 514 vAF dem Feldzug von [[Kuraz As’tiro]] anschlossen. Die Chronisten des Alten Reiches berichten von einer Schar primitiver Stammeskrieger, die mit Keulen und Steinäxten bewaffnet über Vorräte und Eisenwaren herfielen. Zwar hatten sie kaum einen Anteil an den größeren Schlachten im [[Barbarenkrieg des Kuraz]], doch lösten sie sich lange vor Kriegsende von den Heeren und bildeten plündernde Banden, die noch lange nach Kuraz‘ vernichtender Niederlage 501 vAF ein Ärgernis für das Alte Reich blieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hroa selbst haben diese lange zurückliegenden Ereignisse längst vergessen, und aufgrund der mangelnden schriftlichen Aufzeichnung wird ihre Geschichte größtenteils durch mündlich vorgetragene Lieder überliefert. Die ältesten Lieder der Hroa sprechen davon, dass ihre Ahnen aus dem Norden gekommen waren, einem Ort, der im kollektiven Gedächtnis nur als das die [[Weiße Weite ohne Himmel]] bekannt ist. Ob sie damit das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] jenseits des [[Weltendach|Weltendachs]] meinen und ob dies bedeutet, dass sie den Weg aus [[Beleagand]] auf dem Landweg beschritten haben, ist unklar. Die Lieder jedenfalls berichten, dass ein unnatürlich langer Winter sie von dort vertrieben habe, ein Winter, in dem Gletscher brachen, das Meer gefror und das Wild verschwand. In langen Märschen zogen sie auf der Spur der Herden nach Süden, bis sie ihre heutige Heimat erreichten. Zwar begannen sich in jener Zeit erste Unterschiede zwischen den Stämmen zu manifestieren, doch gab es keine festen Grenzen, Thingplätze oder Könige. Man vermutet, dass der &#039;&#039;&#039;Große Zug aus dem Weiß&#039;&#039;&#039; sich etwa zwischen 850 und 650 vAF zugetragen habe. In der Folgezeit etablierten sie sich in ihren neuen Landen, die Sommer wurden länger und die Stämme begannen, dauerhaft zu siedeln. Diese Epoche war eine Zeit der Identitätsbildung, Dialekte entwickelten sich und Rituale verfestigten sich. Die Hroa begannen in dieser Zeit, sich selbst als „Hroa“ zu bezeichnen – ein uraltes Wort, das sich vermutlich mit „die Ausharrenden“ übersetzen lässt. Doch mit der Sesshaftigkeit kam Besitzdenken, und erstmals wurden Grenzen markiert und Ansprüche kundgetan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zeit der Wurzeln&#039;&#039;&#039;, wie sie bezeichnet wird, hat etwa von 650 bis 400 vAF gedauert. Die Bevölkerung begann in jener Zeit stark zu wachsen, was zur Folge hatte, dass die Nahrung in den harten Wintern immer knapper wurde und erste große Blutfehden ihren Lauf nahmen. Besonders bekannt ist heute noch der [[Krieg der Drei Furten]] am Skeldrunn, an dem sich die südlichen Sippen von Sûdhrôa gegen die Vargfotr verteidigten. Letzte begannen erstmals Boote zu bauen und erste große Raubzüge entlang fremder Küsten zu unternehmen, womit bessere Waffen ins Land kamen. Die Karnhûld reagierten dagegen mit Abschottung, in dem sie ihre Bergpässe befestigten und einige Hochladen zu heiligen Zonen erklärten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Epoche der Fehden der jungen Stämme&#039;&#039;&#039; dauerten von 650 bis 200 vAF, wobei sich in dieser Zeit ein gefährliches Muster etablierte, nach dem Stolz den Überlebensinstinkt übertrumpfte. Ab 197 vAF traf eine Serie extrem harter Winter die Hroa. Drei Jahre hinweg blieben die Sommer kaum wahrnehmbar, das Wild verließ das Land und die Flüsse gefroren bis zu ihrem Grund. Der Hunger führte zu offenen Stammeskriegen, ganze Gemeinschaften wurden in jener Zeit ausgelöscht. Nachdem sich das Klima wieder beruhigt zu haben schien und sich auch die politische Lage beruhigte, kehrte nach vierzehn Jahren die Serie der harten Winter zurück, und diesmal blieben sie für eine längere Zeit. Fort an wechselten sich einige Jahren mit milderen Wintern mit längeren Phasen sehr harter Winter ab, was zu zahlreichen Verwerfungen im Stammesland der Hroa führte. So verteidigten die Mýrkdrann ihre Sümpfe gegen Siedler aus dem Süden, während die Skarnrîs weit nach Westen zogen und mit mehreren Stämmen aneinandergerieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Zeit der Blutwinter&#039;&#039;&#039; (200 vAF – 103 AF) wurden die ersten Runensteine aufgestellt, welche vornehmlich von Verlusten sprachen und die Leser an die Götter und Geister mahnten. Allerdings tauchte auch in dieser Zeit das erste Mal die Idee eines übergeordneten Anführers auf eines Königs, der nicht aus Erbe, sondern aus der Not geboren wird. In einem besonders düsteren Winter rief ein Anführer der Sippen in Sûdhrôa namens [[Drôvakar Steinwort]] zu einem großen Thing an einem alten Steinkreis, an dem sich heute Hrôskeld befindet.  Er argumentierte, dass die Hroa sich selbst vernichteten, während der Phasen harter Winter. Seine Rede soll drei Tage gedauert haben – und schließlich wurde er zum ersten König gewählt. Unter seiner Führung wurden die Jagdreviere neu abgesteckt, ein gemeinsamer Kriegszug gegen polarnomadische Eindringlinge am Sikuinnaq beschlossen und erste Bündnisse zwischen den Stämmen geschmiedet. Drôvakar herrschte von 103 bis 119 AF, und nach seinem Tod zerfiel die Einheit der Stämme rasch. Dennoch blieb die Idee aus der [[Herrschaft des Ersten Königs]] bis heute bestehen: In äußerster Not können die Hroa eins sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 119 AF erlebten die Vargfotr eine Blütezeit, ihre Boote wurden besser und ihre Reichweite wuchs. Einige Sippen begannen, Küstensiedlungen im nördlichen Fjordland und im Nebelland zu überfallen. Mit ihnen kamen neue Einflüsse wie fremde Metalle, Geschichten und Ideen in ihre Heimat. Gleichzeitig verstärkten sich die Spannungen zwischen den Vargfotr und den übrigen Stämmen, insbesondere die Karnhûld warnten vor dem „Winddenken“, einer Mentalität, die Traditionen und althergebrachte Bindungen löse. Die Ära der Küstenstürme dauerte von 119 AF bis 526 AF. Im Jahr 526 AF begann ein weiterer extremer Klimazyklus, in dem sich der Gletscher von Vetrhjarta bildete und seither viele Meilen von Ismôrann zwischen Gebirge und Küste bedeckt. Viele Skarnrîs zogen in jenen Jahren nach Süden. Überall in Hroa eskalierten die Konflikte um Nahrung, hauptsächlich im Binnenland. 602 AF wurde schließlich [[Karnvald Hrôskarnsson]] in Hrôskeld zum König gewählt, und anders als Drôvakar setzte er auf Disziplin und strikte Verteilung. Unter seiner Führung entstand ein ungeschriebenes Gesetz: Kein Stamm verweigert einem anderen in einem Hungerwinter die Nahrung, die er entbehren kann. Dieses Gesetz gilt bis heute als heilig. Auch koordinierte König Karnvald Hrôskarnsson die Kämpfe gegen die Eisriesen und die Hügelriesen, die in jenen Jahren hier umgingen. Die &#039;&#039;&#039;Ära des Frostkrieges&#039;&#039;&#039; dauerte von 526 bis 753 AF. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 753 AF brachten mildere Jahrzehnte eine selten gekannte Stabilität, in der zahlreiche Runensteine gesetzt und die Stammesgeschichte erstmals systematisch festgehalten wurde. Die Rûnmôrr gewannen erheblichen kulturellen Einfluss, ihre Seherin wurden überall in Hroa konsultiert. Die &#039;&#039;&#039;Runenzeit&#039;&#039;&#039; dauerte von 754 bis 961 AF und war eine Zeit relativen Friedens, doch eine Zeit wachsender Ambitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein harter einzelner Winter führte 962 AF dazu, dass zwei Könige ausgewählt wurden: König [[Vargdôt Heulwind]] war ein junger und charismatischer Seefahrer, der neue Plünderzüge und ein ebenso starkes wie offensives Hroa versprach. Die Vargfotr riefen ihn eigenständig zum König aus. Die übrigen Stämme riefen als Reaktion den ältere, redegewandten und klugen [[Hrôthgar Steinmund]] aus Sûdhrôa zum König aus, der auf Stabilität und nicht auf Expansion setzte. Ab 964 AF waren die Hroa dann endgültig gespalten, es tobten Schlachten am Skeldrunn und entlang der Küsten, und jeder Versuch der Vermittlung wurde im Keim erstickt. Im Winter des Jahres 967 AF starb zunächst König Hrôthgar Steinmund in der Schlacht, während sich gegen Ende desselben Winters 968 AF König Vargdôt Heulwind im Skeldrunn ertrank. Die Stämme zogen sich in der Folge erschöpft zurück, und seither gilt es als Tabu, ohne breite Zustimmung der Stämme einen König auszurufen. Die &#039;&#039;&#039;Krieg der Geteilten Hörner&#039;&#039;&#039; von 964 bis 968 AF gilt seither als Mahnung für alle ambitionierten Anführer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit zwischen 968 AF und heute ist eine Zeit ohne König, und sie den Sängern und Runensteinen als &#039;&#039;&#039;Gegenwärtige Stille&#039;&#039;&#039; bekannt. Die Schamanen und Seher sehen in dieser Zeit den Anbruch einer neuen Epoche, denn die Zeichen sprechen eindeutig von Veränderung: Der Gletscher von Vetrhjarta wächst erneut deutlich, die Skarnrîs sprechen von seltsamen Geräuschen aus dem Eis, die Rûnmôrr deuten veränderte Träume und in den Sümpfen der Mýrkdrann steigen ungewöhnliche Nebel auf. Die Schamanen und viele Älteste sprechen von einem neuen Zyklus, der ihr Volk erwartet. Die Stammeslande der Hroa grenzen im Uhrzeigersinn an das Westliche Polarmeer, die Cituqayatundra und das Wintermeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft in Hroa.png|alternativtext=Landschaft in Hroa|mini|Landschaft in Hroa]]&lt;br /&gt;
Das Königreich Hroa liegt im Westen der Mittleren Helchanar und ist nach der Cituqayatundra das größte zusammenhängende Gebiet in dieser Region. Für diejenigen mittelreichischen Entdecker, welche den Hohen Norden kartographierten, liegt Hroa auf einer namenlosen Halbinsel zwischen der Liathmarabucht im Osten und der Sikuinnaqbucht, deren Nordostgrenze vom breiten Strom des Sikuinnaq definiert wird. Die nördliche Grenze der Stammeslande der Hroa wird – von einer Enge zwischen Flussufer und der Westküste der Liathmarabucht abgesehen – weitestgehend durch den breiten Fluss des &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039; markiert, welcher die meiste Zeit des Jahres eher gemächlich dahinströmt. In seinem Kiesbett finden sich sowohl gediegenes Gold als auch Edelsteine und Bernstein, was ihn bei Goldwäschern zu einem beliebten Ziel macht. Mit seinen Nebenflüssen stellt der Sikuinnaq den wichtigsten Verkehrsweg durch die Cituqayatundra dar, da er beinahe die gesamte Region durchquert und so gut wie nie ganzjährig gefriert. Einzig während der Schneeschmelze, während der er zeitweise zu einem reißenden Strom anschwillt, und während des tiefsten Winters, während dem große Eisschollen den Fluss hinabtreiben, birgt er eine große Gefahr. Bevor er schließlich in die Sikuinnaqbucht mündet, fächert er sich zu einem weitläufigen Delta auf und speist mit seinem bislang sehr klaren Wasser die nebelverhangenen und unwegsamen &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Der Hauptarm des Sikuinnaq bildet auch hier die Grenze zur Tundra. Auch wenn das Wetter hier vergleichsweise mild ist, es im Sommer nahezu schwül werden kann und die Sumpfwiesen im Frühling und im Sommer eine blühende Schönheit darstellen, täuscht das doch nicht über den modernden Gestank hinweg, den die Wärme hier hervorbringt. Nur wenige Bäume können hier gedeihen, stattdessen ragen viele Sträucher und Büsche hüfthoch aus den Sümpfen hervor. Im Südwesten liegt der &#039;&#039;&#039;Trollberg&#039;&#039;&#039;, der eine besondere kulturelle Bedeutung für die Haugatrolle besitzt und einem ihrer Stämme eine Heimat bietet. Mehrmals im Jahr versammeln sich alle Haugatrolle der Region hier und feiern große Gelage, gleichzeitig halten sie den größten Teil von Hroa von niederen Trollen frei. Die &#039;&#039;&#039;Wachenden Steine&#039;&#039;&#039; sind eine Formation von gut zweidutzend Monolithen, die über die gesamten Sümpfe verteilt sind und zwischen zwei und zehn Schritt in den Himmel ragen. Sie sind mit elfischen Runen bedeckt, die im Sternenlicht schimmern, während sie bei einer Sonnenfinsternis in unheimlichen grünen Licht flackern. Die Wachenden Steine sind ein Relikt aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus. Der &#039;&#039;&#039;Rote Bau&#039;&#039;&#039; ist ein Tagebau am Ostrand der Sümpfe, an dem die Mýrkdrann bescheidene Mengen von Eisen und Kupfer abbauen. Früher einmal haben hier auch Prospektoren der Nordzwerge gegraben, diese sind jedoch lange vor Ankunft der Hroa weitergezogen. Geschützt wird der Rote Bau von einer namenlosen Burg der Zwerge, in welche sich die Bergleute bei Gefahr zurückziehen. Das bogenförmige &#039;&#039;&#039;Hrôskarngebirge&#039;&#039;&#039; liegt inmitten von Hroa und teilt das Land in eine West- und eine Osthälfte. Während der Bogen sich an seiner Außenseite durch unvermittelt abfallende Felswände, tiefe Schluchten und steile Anstiege kennzeichnet, ist seine Innenseite durch ein sanftes Hügelland geprägt. Durch das Gebirge führen nur wenige Pässe und sichere Wege, und selbst diese werden entweder von gefährlichen Kreaturen bewohnt oder von den Karnhûld aufmerksam gehütet. Vage Gerüchte sprechen jedoch von einer Hochebene, die von allen Seiten von Bergen geschützt und durch heiße Quellen derart gewärmt wird, dass sich hier ein blühender Wald entwickeln konnte. Viel mehr ist nicht über das &#039;&#039;&#039;Sonungrtal&#039;&#039;&#039; bekannt, außer dass hier angeblich die Karnhûld mit Huldretrollen friedlich Seite an Seite leben. Knapp vor dem Tal des Bogens, welcher das Hrôskarngebirge beschreibt, liegt der &#039;&#039;&#039;Hort von Grimmynth&#039;&#039;&#039;, eines uralten und mächtigen Walddrachen. Einer Legende zufolge hütet er einen magischen Schatz, die ihm die Elfen überlassen haben, bevor sie diese Region verlassen haben. Inzwischen hat &#039;&#039;&#039;Grimmynth&#039;&#039;&#039; ein bescheidenes Gefolge von zwei Hügelriesen und drei kleinen Stämmen der Schneegoblins um sich geschart, über die er wie ein König herrscht und die ihm die lästige Pflicht des Jagens abnehmen, auch wenn die Karnhûld der Region im Tribute leisten. Im Westen des Hrôskarngebirges liegt der gigantische &#039;&#039;&#039;Gletscher von Vetrhjarta&#039;&#039;&#039;, der sich inzwischen vom Gebirge bis zur Küste des Westlichen Polarmeeres erstreckt. Er entstand erst im ersten Jahrhundert nach dem Fall von Antavia, doch sind eine Ursprünge rätselhaft und sicherlich nicht natürlich. Das Eis ist von tausenden Höhlen durchzogen, die ein ebenso unübersichtliches wie tödliches Labyrinth bilden, auch wenn in den tiefsten Kavernen reichhaltige Vorkommen von Edelmetallen und Edelsteinen locken. Manchmal spülen Wildbäche und die Sommerschmelze antike Werkzeuge und Relikte einer längst vergessenen insektoiden Zivilisation aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus zutage, für die Gelehrte in Ennor und Xian ein Vermögen zu zahlen bereit wären. Der &#039;&#039;&#039;Windberg&#039;&#039;&#039; ist ein einsamer und windumtoster Berg, der geologisch zum Hrôskarngebirge gehört, sich jedoch mehrere Meilen nördlich von diesem befindet. Die Skarnrîs glauben, dass er vom Gletscher vom Rest des Gebirges getrennt wurde. In den Riten ihrer Schamanen spielt er eine große Rolle, denn als Höhepunkt der Meisterprüfung muss ein jeder Schamane allein an seinen Hängen meditieren. Viele Lehrlinge kommen von dieser Prüfung nicht zurück. Insgesamt ist der Gletscher von Vetrhjarta ein gefährlicher Ort, denn neben Schneestürmen und der schneidenden Kälte ist der das Jagdgebiet von Eisdrachen, Frostwürmern, Hrimwölfen und dem ein oder anderen Eisriesen, den es inzwischen hierhin verschlagen hat. Auch Schneetrolle und Yhetis sollen sich hier finden. Im Westen des Gletschers wächst dieser inzwischen auch in den &#039;&#039;&#039;Isdranfjord&#039;&#039;&#039; hinein, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis er vom Gletscher verschlungen wird. Nördlich des Fjords liegt im Westlichen Polarmeer die mittelgroße Insel &#039;&#039;&#039;Iskarnes&#039;&#039;&#039;, deren Betreten schon seit Jahrhunderten mit einem Tabu belegt ist. Sie ist stets von Nebelbänken umgeben, und aus der Ferne kann man die Überreste elfischer Ruinen erkennen, die weite Teile der Insel bedecken. Das Tabu liegt allerdings an den hier hausenden Kannibalen, die sich während des Blutwinters von den restlichen Hroa abspalteten. Das Land östlich des Gletschers ist als &#039;&#039;&#039;Ismôrann&#039;&#039;&#039; bekannt und seit der Entstehung eben jener Grenze eine gefrorene Tundra, die bis an den Rand der Sümpfe des Sikuinnaq reicht. Sowohl durch Ismôdrann als auch den südlich angrenzenden Môrdimmrwald fließt der &#039;&#039;&#039;Drônhjart&#039;&#039;&#039;, der über den &#039;&#039;&#039;Hrôdrannfjord&#039;&#039;&#039; ins Westliche Polarmeer mündet. Der im südlichen Hrôskarngebirge entspringende Fluss spielt eine große Rolle bei der Versorgung sowohl der Skarnrîs als auch der Rûnmôrr, denn die sowohl im Frühjahr als auch im Herbst stattfindende Wanderung der Lachse treibt Unmengen dieser Fische aus dem Meer in den Fluss, wo sich die Menschen, die Schneegoblins und die Natur an ihnen gütlich tun. Im Bogen des Hrôskarngebirges liegt der dichte und urtümliche &#039;&#039;&#039;Môrdimmrwald&#039;&#039;&#039;, dessen dunkelgrüne Weiten wie ein Meer aus Nadelbäumen wirkt. Bizarre Felsnadeln, tiefe Schluchten und einsame Findlinge prägen dieses Waldgebiet, auch so mancher Hinweis auf vulkanische Aktivität wie Geysire und heiße Quellen findet sich hier. Erst zu seinen Rändern im Norden und im Nordosten hin wird der Môrdimmrwald freundlicher, sodass sich auch Angehörige anderer Stämme hierhin wagen. Grundsätzlich präsentiert sicher sich als typischer Nadelwald des Hohen Nordens mit uralten Nadelbäumen, lichtem Unterholz und widerstandsfähigen Kräutern und Farnen. Im Sommer kann man sich hier fast vollständig durch Pilze und Beeren ernährend, während man sich im Winter auf Flechten und Moose beschränkt, wenn auch das Jagdwild knapp wird. Feen und Naturgeister sind hier recht häufig, und alle paar Meilen findet man ein mehr oder weniger gut verstecktes Feentor. Im westlichen Môrdimmrwald finden sich die &#039;&#039;&#039;Ruinen von Nimgauragr&#039;&#039;&#039;, einer großen Stadt mit einem Tempel aus schwarzem Gestein. Niemand kennt das Schicksal der Stadt oder ihrer Bewohner, jedoch gehen deren Seelen in den Ruinen in der Umgebung dieses Tempes um. In den Randbezirken hat sich inzwischen ein Stamm der Schneegoblins niedergelassen, welche jedoch die inneren Ruinen strikt meiden. Auf einem kahlen Hügel inmitten einer Lichtung befindet sich ein großer Monolith, gezeichnet von unzähligen Runen der Hroa und solchen, die noch viel älter sind. Vor diesem als &#039;&#039;&#039;Schamanenstein&#039;&#039;&#039; bezeichneten Monolithen befindet sich ein steinerner Tisch mit einer runden Vertiefung, deren genauer Zweck selbst den Rûnmôrr ein Rätsel ist. Hier versammeln sich einmal im Jahr die Schamanen der einzelnen Sippen, die gemeinsam die Zeichen für das kommende Jahr deuten, sich austauschen und gemeinsam feiern. Auch werden bei diesen Treffen neue Schüler feierlich in den Kreis der Schamanen aufgenommen und die Nachfolger ihrer Meister als solche begrüßt. Angeblich besuchen auch die Schamaninnen der Schneegoblins den Schamanenstein, was von den menschlichen Schamanen gern toleriert wird. Auch wenn kaum einer davon weiß, befindet sich in der Nähe des Schamanensteins die &#039;&#039;&#039;Bildaschlucht&#039;&#039;&#039; – eine von zahlreichen schroffen Schluchten, deren Grund kaum je das Sonnenlicht sieht. Der Riss im Waldboden beinhaltet eine große Siedlung der Schneegoblins, die erstaunlich menschenähnlich wirkt. Man findet hier einen kleinen Markt, eine Befestigung und sogar eine Taverne. Fremde werden hier in der Regel freundlich begrüßt und bewirtet, selbst wenn es sich dabei um Menschen oder Waldschratte handelt. Das &#039;&#039;&#039;Eiskieferntal&#039;&#039;&#039; ist ein unirdischer Ort im Môrdimmrwald, den selbst die mächtigsten Waldbewohner zu betreten scheuen. Hier ist alles mit einer dicken Schicht klaren Eises überzogen, und jeder unachtsame Wanderer gefriert binnen Minuten, wenn er sich nicht mit mächtiger Magie schützt. Angeblich haben die Rûnmôrr hier eine Königin der Ragana verbrannt, die mit ihrem letzten Atemzug das Tal verfluchte. Das &#039;&#039;&#039;Herz des Waldes&#039;&#039;&#039; liegt im Mittelpunkt des Môrdimmrwalds und präsentiert sich als eine kreisrunde, von großen Mammutbäumen gesäumte Lichtung. In ihrem Herzen liegt ein klarer und kreisrunder Teich, in dessen Wassern ein Kundiger einen Blick in die Zukunft erhaschen kann. Das Herz des Waldes ist ein großer Übergang in die Feenwelten und wird von der mächtigen Dryade &#039;&#039;&#039;Myaslanye&#039;&#039;&#039; beschützt. Der &#039;&#039;&#039;Aynariusschrein&#039;&#039;&#039; ist der Überrest eines Tempels der Hochelfen, den diese über einer unterirdischen Kammer errichtet haben, die von den Statuen von vier Elfenkönigen versiegelt wurde. Angeblich weiß niemand, was darin aufbewahrten – oder einsperrten. Das &#039;&#039;&#039;Tal des Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; wird, wie sein Name schon verrät, vom &#039;&#039;&#039;Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; und seiner Großfamilie bewohnt. Allerdings sollte man sich von diesem Namen nicht täuschen lassen und einen freundlichen Ort erwarten – Arnlaug und seine Sippe sind ausgestoßene Kannibalen. Eines der erstaunlichsten Phänomene des Môrdimmrwaldes ist jedoch sicherlich &#039;&#039;&#039;Hinvin&#039;&#039;&#039;, die Stadt der Feen. Es handelt sich hierbei um eine kleine Stadt, die von sprechenden Tieren, Naturgeistern, Kobolden und zahlreichen Feen bewohnt wird. Sie erscheint ausschließlich in Vollmondnächten an wechselnden Orten im Wald, wo sie Wanderer mit ihrem unirdischen Licht und einem überaus freundlichen Empfang lockt, nur um zum nächsten Vollmond an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Verpasst ein Wanderer den richtigen Zeitpunkt, sich zu verabschieden, findet er sich erst beim erneuten Auftauchen der Stadt an dem Ort, an dem er sie betreten hat, wieder. Manchmal können so Jahrzehnte bis Jahrhunderte vergehen, die der Wanderer dann verliert. Östlich der Hrôskarngebirges liegt zwischen dem &#039;&#039;&#039;Kjarnvetr&#039;&#039;&#039; im Süden und dem Sikuinnaq im Norden die &#039;&#039;&#039;Kjarnmark&#039;&#039;&#039;. Dieses schmale Land zwischen den schroffen Graten des Gebirges und der nicht minder schroffen Küste zum Wintermeer beziehungsweise zur &#039;&#039;&#039;Skjoralbucht&#039;&#039;&#039; und zur &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039; im Norden ist steinig und nur wenig ergiebig, weshalb die meisten Menschen an den Flussufern und der Küste leben. Gerade die &#039;&#039;&#039;Vôrneshalbinsel&#039;&#039;&#039; im Nordosten des Landes ist verhältnismäßig dicht besiedelt. Im Süden der Kjarnmark liegen &#039;&#039;&#039;Ruinen von&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Folkadalsa&#039;&#039;&#039;, einer verlassenen Hafenstadt, die dereinst sicherlich zu den bedeutendsten und größten Siedlungen in ganz Hroa gehörte. Die Stadt wurde während der Herrschaft des Ersten Königs fluchtartig verlassen, warum ist heute völlig in Vergessenheit geraten. Besucher berichten, dass hier eine unangenehme Präsenz zu spüren ist, und diejenigen, die sich hier länger aufhalten, unter grippeartigen Symptomen leiden. Südlich des Bogens des Hrôskarngebirges liegt die Region &#039;&#039;&#039;Sûdhrôa&#039;&#039;&#039; zwischen dem Kjarnvetr samt seines Nebenflusses &#039;&#039;&#039;Drasklev&#039;&#039;&#039; im Osten und dem Skeldrunn im Westen. Sûdhrôa wird weitestgehend von Ebenen geprägt, die dank des Schutzes des Gebirges und des Einflusses des Wintermeers über ein recht mildes Klima und vergleichsweise fruchtbare Böden verfügt. Sûdhrôa ist die Kornkammer des gesamten Königreichs und verfügt außerdem über zahlreiche Inseln, die vorwiegend von Fischern bewohnt werden. Das westliche Drittel der Küste grenzt an die &#039;&#039;&#039;Bucht von Môrvik&#039;&#039;&#039;, welche immer wieder von Seedrachen heimgesucht wird. Im Süden der Bucht kann man bei ruhigem Gewässer unter der Wasseroberfläche die Ruinen einer elfischen Stadt erkennen, die noch in der Zeit vor dem Großen Kataklysmus stammen. Ihr Name ist längst vergessen, die Einheimischen nennen sie die &#039;&#039;&#039;Versunkene Stadt&#039;&#039;&#039; und meiden sie abergläubisch. In gerader Linie südlich der Ruinen liegt in den Tiefen des Wintermeers verborgen ein &#039;&#039;&#039;Walfriedhof&#039;&#039;&#039;, an dem sich die gewaltigsten aller Wale zum Sterben versammeln. Auch wenn es unter den Hroa fast aller Stämme einige Walfänger gibt und deren Speck, Tran, Fleisch und Knochen einen bedeutenden Teil ihres Überlebens darstellen, so gelten angespülte Walkadaver und -knochen doch als heilig. Sie werden meist nach Art des heimischen Stammes bestattet und mit Respekt und Ehrfurcht behandelt. Die Bucht von Môrvik fächert im Norden in zwei kleinere Buchten auf, namentlich die westliche &#039;&#039;&#039;Skarnbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skarnflod&#039;&#039;&#039; mündet, der Sûdhrôa in eine Ost- und eine Westhälfte teilt, und die &#039;&#039;&#039;Drôskbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skeldrunn&#039;&#039;&#039; mündet. Östlich der Skarnbucht liegen die Inseln &#039;&#039;&#039;Kjarnvik&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Ulvronn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Vôrskjaal&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Skarnhalv&#039;&#039;&#039;, während in der Drôskbucht die Inseln &#039;&#039;&#039;Vargrann&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Hraskholm&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Môrskeld&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Drôskjar&#039;&#039;&#039; liegen. Die Insel Môrskeld ist zwar für ihr stürmisches Wetter sowie für tückische Strömungen berüchtigt, doch sind ihre Küsten dicht besiedelt und ihr Landesinnere besonders wild und urtümlich. Die Insel Vôrskjaal ist vor allem für ihre Grabhügel bekannt, denn während in Küstenregionen die Hroa ihre Toten meist mit einem Boot aufs Meer schicken oder verbrannt werden, liegen hier besondere Helden ihres Volkes bestattet. Der &#039;&#039;&#039;Vôrskjaalturm&#039;&#039;&#039; ist ein verlassener Turm der Elfen, der inzwischen den Hroa als Festung dient. Der Westen des Königreichs der Hroa wird von der weitläufigen und zerklüfteten Halbinsel &#039;&#039;&#039;Varghalvdrann&#039;&#039;&#039;, deren Küste von vielen Fjorden geprägt und deren Landesinnere hauptsächlich von unwegsamen, windgepeitschten und kragen Hochebenen und Hochmooren beherrscht wird. Die Menschen hier gehören größtenteils zum Stamm der Vargfotr und bewohnen größtenteils die Küstenstreifen, während ihre Verwandten im Binnenland als unberechenbare Halbwilde gelten. Die Grenzen des Varghalvdrann im Osten werden vom Skeldrunn, vom Hrôskarngebirge und von der Westwand des Gletschers von Vetrhjarta markiert. Die bedeutendsten Fjorde in Varghalvdrann sind von Süden nach Norden &#039;&#039;&#039;Vôrskalfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Karnfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vetrhjelmfjord&#039;&#039;&#039;, der nach einem Einsturz über ein beinahe vollkommen abgeschirmtes Hafenbecken verfügt, der &#039;&#039;&#039;Rûnvagrfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vraknesfjord&#039;&#039;&#039;, und der &#039;&#039;&#039;Draskfjallfjord&#039;&#039;&#039;. An der Westküste des Vôrskalfjords liegt die langgezogene &#039;&#039;&#039;Ulvrnesethalbinsel&#039;&#039;&#039;, die von tektonischer Aktivität in Form von Geysiren geprägt ist. Hier lebt seit dem Krieg der Geteilten Hörner mindestens vier Werwolfrudel, die von den lokalen Dörfern der Vargfotr sowohl Nahrung als auch andere Ressourcen erpressen. Während die Ulvrnesethalbinsel den südlichsten Punkt des Königreichs darstellt, bildet die &#039;&#039;&#039;Hrôaskjoldhalbinsel&#039;&#039;&#039; zwischen dem Vetrhjelmfjord und dem Rûnvagrfjord den westlichsten Punkt. Vor dessen Küste findet sich die Insel &#039;&#039;&#039;Rûnhall&#039;&#039;&#039;, auf der sich zahlreiche Runensteine finden und die inzwischen hauptsächlich von Rûnmôrr bewohnt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora und Fauna ===&lt;br /&gt;
Die Tierwelt von Hroa ist extrem vielfältig: Hier machen Höhlenbären, Höhlenhyänen, Höhlenlöwen, Hrimwölfe, Luchse, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe, Schneelöwen sowie Eisdrachen, Frostwürmer, Lindwürmer und Tatzelwürmer Jagd auf Auerochsen, Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Riesenwildschweine, Steinböcke, Wildschafe, Wollnashörner und Zwergmammuts. Das Meer und die Küstenregionen sind die Heimat von Albatrossen, Blauwalen, Buckelwalen, Grauwalen, Grindwalen, Kaiserhaien, Möwen, Papageientauchern, Pinguinen, Riesenhaien, Riesenhummern, Riesenkraken, Robben, Schweinswalen, Seedrachen, Seelöwen, Seeschlangen, Sturmvögeln, Walrossen, Wollwalen und Zwergwalen. Die meisten von ihnen ernähren sich von den riesigen Schwärmen von Krill, von Dorschen, Heringen und Lachsen sowie Königskrabben und Riesenaustern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Das Klima in Hroa ist rau und wechselhaft, geprägt zwischen seiner Lage zwischen dem offenen Wintermeer im Süden und dem von Packeisfeldern geprägten Westlichen Polarmeer im Norden. Es ist kein Land des ewigen Frosts, sondern der ständigen Grenzzustände, zwischen Tau und Eis sowie zwischen Sturm und Stille. An der Südküste mildert das Meer die Winter etwas, Stürme bringen Schnee, Regen und salzige Gischt, doch das Wasser friert nur in besonders kalten Jahren zu. Die Sommer sind kurz, kühl und hell, aber lang genug für Weidewirtschaft und etwas Ackerbau in geschützten Tälern. Im Landesinneren werden die Winter strenger und trockener. Schnee bleibt monatelang liegen, und klare Nächte bringen klirrende Kälte. Das Gebirge selbst wirkt wie eine Wetterscheide: Es fängt Stürme ab, verstärkt Winde und trägt selbst im Sommer weite Schneefelder. Auf dem Gletscher von Vetrhjarta sowie in dessen Umland samt Ismôrann herrschen beinahe polare Verhältnisse. Der Boden taut hier im Sommer nur oberflächlich auf, das Meer friert teilweise zu und die Winter sind lang und dunkel. Der Gletscher sendet kalte Winde ins Land und beeinflusst das Wetter spürbar. Im Norden sammeln sich Feuchtigkeit und Nebel in den Sümpfen des Sikuinnaq, dort sind die Sommer schwül im Vergleich zum restlichen Land, während im Winter trügerisch dünne Eisdecken entstehen. Charakteristisch für ganz Hroa sind die extremen Lichtverhältnisse: Sehr lange Sommertage und ausgedehnte Winterdämmerungen, deren Rhythmen das Land ebenso stark wie Kälte und Frost prägen. Das Land der Hroa steht stets am Rande des Gefrierens – und genau dieses Gleichgewicht zwischen bewohnbar und feindlich hat seine Menschen geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Hroa ist kein geeintes Reich, sondern ein loses Geflecht aus acht großen Stämmen und zahlreichen kleineren Sippen. Es gibt keinen dauerhaften Herrscher, keinen festen Thron, keine Hauptstadt. Autorität entsteht aus Zustimmung und vergeht mit ihr. Ein König wird nur in außergewöhnlichen Krisenzeiten ausgerufen, bei äußeren Bedrohungen, Hungersnöten oder existenziellen Spaltungen. Seine Macht ist nicht erblich, sondern an Vertrauen und Notwendigkeit gebunden. Seit dem Krieg der Geteilten Hörner gilt es als gefährlich, ohne breite Zustimmung der Stämme eine Wahl anzustreben. Derzeit herrscht eine gespannte Ruhe: Es gibt keinen König, doch die Stämme beobachten einander aufmerksam: Die Hrôthmark drängen auf stärkere Koordination und regelmäßige Versammlungen, die Vargfotr suchen Einfluss über eine große Seemacht, die Karnhûld pochen auf Stabilität und alte Gesetze, die Skarnrîs warnen vor Veränderungen im Eis und die Rûnmôrr deuten beunruhigende Zeichen. Offener Krieg herrscht nicht, aber alte Fehden sind nie ganz vergessen. Bündnisse wechseln, Ehen werden politisch genutzt und jede größere Entscheidung erfordert langwierige Versammlungen. Hroa ist kein Staat im eigentlichen Sinne, sondern eine Kulturgemeinschaft, die auf einem Gleichgewicht aus Stolz, Misstrauen und gemeinsamer Erinnerung basiert. Solange keine existenzielle Bedrohung auftaucht, bleibt dieses fragile Gleichgewicht bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hroa ===&lt;br /&gt;
Die absolute Bevölkerungsmehrheit im Königreich Hroa sind die namensgebenden &#039;&#039;&#039;Hroa&#039;&#039;&#039;, welche jedoch kein Volk im engeren Sinne darstellen, sondern eine Ansammlung mehrerer kulturell vielfältiger Stämme. Die Hroa gehören zu den Vraknarvölkern und werden mitunter als deren urtümlichste Ausprägung verstanden, wobei auch sie sich inzwischen deutlich von der Ursprungskultur entfernt haben. Die Hroa sind meist groß gewachsen, breitknochig und wettergegerbt. Ihre Haut ist hell, von Wind und Frost gezeichnet. Ihre Haare reichen von aschblond bis dunkelbraun, werden oft lang getragen, geflochten und mit Lederbändern gebunden. Narben gelten nicht als Makel, sondern als Zeugnis erlebter Winter. Ihre Kleidung besteht aus Fell, dickem Wollstoff, Leder und umfasst gelegentlich Metallbeschläge. Schmuck ist hier selten prunkvoll, dafür aber sehr bedeutungsschwer: Knochen; Runenanhänger, Zähne und einfache Silberringe werden bevorzugt. Die Hroa glauben nicht an ferne entrückte Götter, ihre Welt ist unmittelbar: Der Wind trägt die Stimmen der Ahnen, jeder Fluss hat ein Herz, die Berge erinnern sich an alles und das Eis ist eine Prüfung. Ihr Glaube ist animistisch, stammesabhängig anders ausgeprägt, aber stets eng mit der Natur und dem eigenen Überleben verbunden. Runen sind keine Magie im klassischen Sinne, sondern in Stein, Holz und Knochen geritzte Erinnerungszeichen. Jeder Hroa ist frei geboren, es gibt weder einen Adel noch eine dauerhafte Zentralmacht. Häuptlinge müssen sich durch Stärke, Weisheit und Erfahrung die Zustimmung ihrer Sippen verdienen. Ein König wird nur in Zeiten großer Not anerkannt, und seine Macht endet mit seinem Tod oder mit dem Ende der Krise. Seit der Herrschaft das ersten Königs gilt das Gastrecht als heilig. Das Leben der Hroa ist hart, aber nicht freudlos. So sind die Winterabende voller Geschichten, Lieder werden gesungen und Hochzeiten werden laut und gemeinschaftlich am Wasser gefeiert. Kinder lernen früh zu jagen, zu fischen und zu kämpfen. Der Tod wird nicht gefürchtet, sondern wird als Rückkehr in den Wind, ins Wasser und in den Stein verstanden. Wenn man einen Hroa fragt, was sein Volk in Gänze ausmacht, lautet die Antwort meist: „Wir sind jene, die bleiben.“ – nicht, weil sie das Land besitzen, sondern weil sie es überdauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Sûdhrôa leben die Sippen der [[Hrôthmark]], die sich selbst als Hüter der Versammlungen und der Königsstadt Hrôskeld empfinden. Ihre Winterlager sind größer als die anderer Stämme, ihre Versammlungsplätze sind gut ausgebaut und diese gelten als besondere Höhepunkt im Jahr. Sie betreiben Ackerbau – vorwiegend Gerste, Schwarzroggen, Frostrüben und robuste Wurzelpflanzen – und halten größere Viehherden. Aus den Frostrüben brauen sie ein starkes Rübenbier. Aufgrund ihrer zahlreichen und großen Sippen ist ihre Politik komplexer als die der anderen Stellen. Die Hrôthmark sehen sich als Herz des Volks der Hroa und glauben, dass Stärke allein reicht nicht, sondern Einigkeit erarbeitet werden muss. Deswegen stammen zwei von vier Königen aus ihrem Stamm. Andere Stämme werfen ihnen vor, zu viel zu reden. Doch wenn Entscheidungen anstehen, sind es oft die Hrôthmark, die die Situation treffend in Worte fassen.&lt;br /&gt;
* Die [[Iselvren]] leben in der Kjarnmark im Osten des Landes, vorwiegend entlang der Küste und des Südufers des Sikuinnaq. Ihre Siedlungen bestehen vorwiegend aus Pfahlbauten, an denen Boote fest vertäut sind. Fluss und Meer sind nicht nur Nahrung und Weg, er ist ein Symbol der Zeit, Sie messen Jahre nicht nach Herrschern oder Schlachten, sondern nach Hochwassern und Eisbrüchen. Ihre Ältesten gelten als sehr besonnen, viele Konflikte zwischen den Stämmen wurden auf neutralem Boden am Fluss oder an der Küste beigelegt. Die Iselvren pflegen das &#039;&#039;&#039;Wasserwort&#039;&#039;&#039;, ein Ritual, bei dem Streitende im knietiefen Wasser stehen und ihre Klagen aussprechen. Wer im Fluss lügt, so glauben sie, wird im nächsten Winter vom Eis geholt. Im Krieg sind sie flexibel: Sie kontrollieren Furten und die Küste, unterbrechen Versorgungswege und kennen jede verborgene Passage. Iselvren mögen nicht die wildesten Kämpfer sein, oft aber die entscheidenden.&lt;br /&gt;
* Die [[Karnhûld]] leben im Hrôskarngebirge, wo der Wind schneidend über nackte Grate fährt und selbst im Sommer der Schnee in den Schatten überdauert. Ihre Hallen sind halb in den Stein geschlagen, halb aus schweren Steinblöcken gefügt. Rauch kriecht flach aus schmalen Öffnungen, und von außen wirken ihre Siedlungen wie natürliche Felsformationen. Sie glauben, dass das Hrôskarngebirge keine natürliche Formation ist, sondern der versteinerte Leib eines Helden – genauer gesagt eines Riesen, der sich selbst opferte, um die Hroa vor dem ersten Winter in ihrer neuen Heimat zu schützen. Jeder Karnhûld kennt die alten Erzählrungen von dem Herzschlag im Stein, der nur in absoluter Stille zu hören sei. Kinder der Karnhûld wachsen hart auf. Mit zwölf Wintern verbringen sie drei Tage allein in einer Felsspalte, nur mit Wasser, Messer und einer Decke. Wer zurückkehrt, gilt als „vom Berg angenommen“. Versagen wird nicht verspottet, aber auch nicht vergessen – ohne diese Prüfung gilt man niemals als ganz erwachsen. Die Karnhûld sind konservativ, traditionsgebunden und misstrauisch gegenüber schnellen Veränderungen. In Stammesversammlungen sprechen ihre Ältesten langsam, fast bedächtig, und wägen jedes Wort.&lt;br /&gt;
* Im Nordwesten, wo der große Sikuinnaq auffächert und ein weitläufiges Sumpfgebiet bildet, liegt die Heimat der [[Mýrkdrann]] – „die aus dem Dunkelwasser“. Ihre Häuser stehen auf hölzernen Stelzen, verbunden durch schmale Stege über schwarzem Moorwasser. Sie kennen die Sümpfe des Sikuinnaq wie niemand sonst. Zwischen Torfinseln, Nebeln und tückischem Grund bewegen sie sich fast vollkommen lautlos, wenn sie Heilkräuter sammeln, Sumpfwild jagen und Torf für ihre Feuer stechen. Ihr Glaube ist leise und tief. Sie sprechen von den Geistern des Wassers und davon, dass die Sümpfe die Erinnerungen bewahren. Wer im Sumpf stirbt, so die Mýrkdrann, wird nicht vergessen, sondern zu einem Teil des Landes. Viele andere Stämme der Hroa meiden ihre Gebiete aus Angst vor dem allgegenwärtigen Nebel, doch sind die Mýrkdrann keine finsteren Gestalten – sie sind jedoch stets vorsichtig und beherrschen ihr Terrain meisterhaft.&lt;br /&gt;
* Im dichten Môrdimmrwald, wo Nebel zwischen uralten Stämmen hängt und kaum Licht den Boden erreicht, leben die [[Rûnmôrr]]. Ihre Dörfer sind klein und verstreut, manche Häuser stehen auf Plattformen in Bäumen, andere sind halb in moosige Hänge gebaut. Sie glauben, dass jeder Baum einen Namen trägt und jeder Windstoß eine Botschaft. Ihre Seherinnen – Runenmütter genannt – lesen aus Knochen, Rinde und Rauch. Traumdeutungen sind ein bedeutender Teil des Alltags, und kein wichtiger Entschluss wird ohne Zeichen geführt. Die Rûnmôrr sind zurückhaltend, aber nicht schwach. Niemand kennt Kräuter, Gifte, Rauschmittel und Heilmittel so gut wie sie. In Konflikten ziehen sie es vor, nicht offen zu kämpfen. Ihre Stärke liegt im Verbergen, im Beobachten und im geduldigen Warten. Zwischen Rûnmôrr und Mýrkdrann herrscht eine enge Freundschaft. Seit einigen Jahren leben einige Angehörige ihres Volkes auf Rûnhall und versuchen, die Runensteine dort zu deuten.&lt;br /&gt;
* Die [[Skarnrîs]] leben zwischen dem östlichen Rand des Gletschers von Vetrhjarta und dem westlichen Rand der Sümpfe des Sikuinnaq. Ihr Land ist seit der Entstehung des Gletschers karg, das Meer voller Treibeis und die Luft schneidend klar. Sie ziehen mit Fellzelten über gefrorene Ebenen und kennen Spalten, die für andere unsichtbar sind und ihnen Unterschlupf gewähren. Ihr Alltag ist von Entbehrung geprägt, Nahrung nie sicher und Schutz nie selbstverständlich. Doch klagen sie nicht, Klage gilt als Verschwendung von wertvollem Atem und Wärme. Ihre Kinder werden früh an die Kälte gewöhnt, ein altes Ritual verlangt, das Neugeborene ins eiskalte Wasser des Drônhjart getaucht werden, nicht aus Grausamkeit, sondern um „dem Frost ihren Namen zu zeigen“. Generell spielt der Drônhjart – oder viel mehr die alljährliche Lachswanderung – eine bedeutende Rolle im Leben der Skarnrîs. Sie kämpfen hart, sind direkt und ohne Zierde. Wenn die Skarnrîs erscheinen, ist es ein Zeichen, dass Land und Leute in ernster Gefahr sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Vargfotr]] leben auf Varghalvdrann, der großen Halbinsel im Westen des Stammeslandes, meist entlang der zerklüfteten Küste. Ihre Häuser ducken sich in Fjordmulden, und ihre Boote sind schmal, flexibel und erstaunlich schnell. Sie verstehen das Meer nicht als ihren Feind, sondern als Prüfung. Der Wind ist für die Vargfotr heilig. In seinen Richtungswechseln lesen sie Zeichen und alte Vargfotr sagen, dass im Sturm die Seelen der Ahnen reisen. Deshalb wird vor jeder großen Fahrt ein leiser Gesang angestimmt, der als Erinnerung für den Wind dienen soll, wo die Reisenden herkommen. Ihre Gesellschaft ist rudelartig organisiert – mehrere verwandte Familien bilden ein „Rudel“, geführt von einer erfahrenen Kriegerin oder einem bewährten Seefahrer. Loyalität gilt zuerst dem Rudel, dann dem Stamm. Im Kampf sind sie unberechenbar, sie greifen aus Nebelbänken heraus an, landen unerwartet an fremden Küsten und verschwinden ebenso schnell wieder.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Völker und Kulturen ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich lebten an der Nordküste von Hroa die Walrossmenschen der [[Outanek]], welche jedoch im herannahenden Gletscher von Vetrhjarta ein finsteres Omen sahen und ihre Heimat verließen. Dennoch kommen sie immer wieder an diese Gefilde, vor allem um mit den vertrauten Skarnrîs zu handeln. Auch [[Polarnomaden]] kommen in guten Jahren hin und wieder nach Hroa, um hier mit den Stämmen zu handeln – in schlechten Jahren sind diese allerdings eine große Gefahr für ihre nomadischen Sippen. In den Höhlen des Hrôskarngebirges leben einige primitive Stämme der [[Höhlenmenschen]], deren Angehörige zu den letzten Überlebenden ihrer Art gehören. Sie ernähren sich als Jäger und Sammler, und aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit töten sie jeden, der sich ohne Einladung ihren Höhlen nähert.  Dauerhaft leben im Königreich Hroa daneben vor allem [[Schneegoblins]], im Vorgebirge [[Hügelriesen]] sowie im Môrdimmrwald [[Ragana]] und [[Waldschratte]]. Ob es auf dem Gletscher von Vetrhjarta inzwischen [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]] und [[Yhetis]] gibt, konnte noch nicht bestätigt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und andere wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Hrôskeld ======&lt;br /&gt;
Die „Hauptstadt“ des Königreichs Hroa ist Hrôskeld in Sûdhrôa, welche als Ort der Ausrufung eines neuen Königs dient. Die Stadt wurde an einem Geysirfeld errichtet, welche für ein ganzjährig mildes Klima sorgen und mehrere Thermal- und Dampfbäder speisen. Hier leben Hrôthmark und Schneegoblins Seite an Seite, die sich hier als Müllsammler, Rattenfänger und Jäger verdingen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bymatr =====&lt;br /&gt;
Am Westufer des Drônhjart liegt Bymatr, die größte Siedlung der Hroa im Môrdimmrwald. Die hiesigen Rûnmôrr haben seit gut zehn Jahren mit einer Plage von Werwölfen zu tun, weshalb inzwischen eine hölzerne Palisade über die Kleinstadt errichtet wurde. Hier ist der Fang der Lachse, die zweimal im Jahr in riesigen Wanderungen den Drônhjart entlang ziehen, von besonderer Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kjarnvik =====&lt;br /&gt;
Der kleine Küstenort Kjarnvik liegt an der Mündung des Drônhjart in den Hrôdrannfjord. Er gilt als die einzige dauerhafte Siedlung in Ismôrann und wird von einer einzigen Großfamilie bewohnt. Die Bedeutung von Kjarnvik liegt vor allem darin, dass man hier sowohl die Alten und Kranken aufnimmt wie auch Waisen, die gerne in die Gemeinschaft aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Rond =====&lt;br /&gt;
Die Kleinstadt Rond liegt inmitten der Sümpfe von Sikuinnaq und ist als größte Siedlung das Zentrum der Kultur der Mýrkdrann. Sie verfügt über einen steinernen Wachturm, was sie einzigartig in der Region macht. Allerdings hat Rond seit einigen Jahren unter einem Tatzelwurm zu leiden, der sich in der Nähe niedergelassen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Rûnheim =====&lt;br /&gt;
Die Kleinstadt Rûnheim liegt auf der Insel Rûnhall im Gebiet der Vargfotr, wird jedoch vorwiegend von Rûnmôrr bewohnt, die seit nunmehr fast dreißig Jahren versuchen, die Bedeutung der hier in den Felsen geschlagenen vormenschlichen Runentexte zu entschlüsseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Skarnhavn =====&lt;br /&gt;
Nur wenige Kaufleute, die aus dem Süden kommen, wissen, dass die Hroa keine kulturlosen Barbaren sind und das man auf ihren Märkten durchaus wertvolle Waren finden kann. Für sie ist Skarnhavn an der Skjoralbucht im Gebiet der Iselvren das Juwel des Hohen Nordens – wobei die Hroa mit „Kaufleute aus dem Süden“ vor allem die wenigen Drachenboote von der Nordküste des Fjordlands meinen, die sich hier hin verirren. Skarnhavn ist die größte Stadt des Lands der Hroa.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vargeneset =====&lt;br /&gt;
Das Zentrum für Plünderfahrten stellt inzwischen Vargneset dar, welche zwar in Sûdhrôa liegt, aber größtenteils von Vargfotr bewohnt wird. Für die Verhältnisse der Hroa ist Vargneset eine Großstadt, mit wuchtigen Festungsanlagen und einem künstlich vergrößerten Hafenbecken. Die Stadtbewohner gelten als arrogant und aufbrausend und sind entsprechend bei ihren Nachbarn unbeliebt, selbst bei den übrigen Vargfotr gelten sie als unangenehme Zeitgenossen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Cituqayatundra&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Nunaqtigiik |&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Grünes Land&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;|&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Weite Tundra&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, inoffiziell: Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|Unabhängig&lt;br /&gt;
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|Tauschhandel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora und Fauna ===&lt;br /&gt;
Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Völker und Kulturen ===&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Königreich Idmora</title>
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&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Königreich Idmora&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Stammeslande der Idmora | Idmorkr | Barbarenkönigreich Idmora&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Östliches Vraknarsk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Eldhavn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Erbmonarchie, Stammeskönigreich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|König Drekho II. Eldbrandr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|Hacksilber&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Trockenfisch, Pelze, Bernstein, Gold, Beute von Raubzügen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Idmora, Andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Königreich Idmora&#039;&#039;&#039; – manchmal auch &#039;&#039;&#039;Stammeslande der Idmora&#039;&#039;&#039; genannt, sie selbst bezeichnen ihr Land als &#039;&#039;&#039;Idmorkr&#039;&#039;&#039; und ennorische Gelehrte abwertend als &#039;&#039;&#039;Barbarenkönigreich Idmora&#039;&#039;&#039; – ist eines der drei Königreiche der Vraknarvölker im Hohen Norden, und auch wenn es etwa doppelt so groß ist wie das im Westen gelegene Svidi ist nur etwas weniger als ein Viertel des Landes für Menschen bewohnbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Königreich ist uralt, schon wenige Jahrzehnte nach der Ankunft der ersten Nordländer in der östlichen Hemisphäre fanden sich hier erste Dörfer und kleine Hafenstädte. Auch wenn Idmora älter ist als alle nordländischen Königreiche und Fürstentümer in Ennor, ist doch wenig über diese lange und stolze Geschichte bekannt. Bedingt durch das unwirtliche Landesinnere konzentriere sich der Großteil der Bevölkerung immer auf die Küstenregionen, und dort lebten die Stämme und Sippen oftmals vollkommen getrennt voneinander und entwickelten nur langsam ein Zusammengehörigkeitsgefühl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies änderte sich, als 516 vAF der Eldrhrymr ausbrach und die Schamanen der Stämme hierin ein Zeichen erkannten, dass ein neues Zeitalter für die Idmora angebrochen war. Dies machte sich [[Kuraz As’tiro]] zunutze – ein junger Mann, der eigentlich den Stämmen der Mammutfürsten angehörte. Sein Vater wurde 529 vAF aufgrund mehrerer Morde aus seinem Stamm ausgestoßen, woraufhin er seinen damals dreijährigen Sohn entführte und mit diesem über die Nariqtuk-Fjorde zu den Idmora floh und sich dort einen Platz in Myrkby erstritt. Es gelang Kuraz – der seinen Vater kurz nach dem Erreichen des Erwachsenenalters selbst im Meer ertränkt hatte – sich als von den Schamanen prophezeiter Anführer zu etablieren. Mit großen Versprechungen von reicher Beute und von Eroberungen in fruchtbaren und wärmeren Ländereien in Ennor scharte er die Stämme um sich, und ab 514 vAF fühlte er sich dazu bereit, zu eben diesem Eroberungskrieg aufzubrechen. Tatsächlich wusste er um den gerade eben beendeten Winterkrieg und die entsprechende Schwächung des Alten Reiches sowie der Besatzungen der Wintermauer, wodurch die Zeit drängte. Nachdem er seinen &#039;&#039;&#039;Marsch in den Süden&#039;&#039;&#039; begonnen hatte, schlossen sich ihm unzählige weitere Krieger an – seien es nun kriegshungrige Hügelriesen, verzweifelte Hroa, Svidi und Nebelländer oder versprengte Untote aus dem Winterkrieg. Trotz des Widerwillens seiner Häuptlinge nahm er sie alle bereitwillig auf, und begann sich selbst „König“ zu nennen. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnte: Mit dem Mord an seinem Vater war Kuraz‘ einen Pakt mit der Dämonin [[Amarmarorad]] eingegangen, welche zum Gefolge von [[Nagushi]] gehörte und eigentlich versucht hatte, diese zu befreien, jedoch frustriert aufgegeben hatte. Der in den ennorischen Geschichtsbüchern als [[Barbarenkrieg des Kuraz]] bekannt gewordene Einfall begann mit der Überwindung der Wintermauer 513 vAF und dauerte bis 501 vAF, als er eine vernichtende Niederlage vor der Alten Kaiserstadt erlitt und er vom [[Hochelfen|hochelfischen]] [[Phönixkönig]] persönlich erschlagen wurde. Auch wenn sein Leichnam von [[Azhemyd]] und [[Dyzhetch]], Dämonenbeschwörern, die sich mit ihm in Ennor verbündet hatten, geborgen und an einen unbekannten Ort geschafft wurde, wurden seine Krieger doch zu zehntausenden erschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsverluste, die das Stammesland der Idmora in jenen Jahren zu erleiden hatte, waren beispiellos. Und sie blieben nicht unbemerkt: Permanent fielen Banden der Schneegoblins, der Schneeorks und der Hügelriesen über Dörfer her, plünderten und raubten ihnen das, was ihnen zum Leben geblieben war. Allerdings hatten die Idmora nun vom Reichtum erfahren, den die Südlande boten, und – sobald sie sich ab ca. 400 vAF von den Verlusten erholt hatten – begannen sie Drachenboote zu bauen, mit denen sie die ennorische Nordost- und die xianianische Nordwestküste zu überfallen und selbst die dortigen Siedlungen zu plündern. Als dann nach einer Reihe harter Winter im Jahr 196 vAF eine große Schar von Flüchtlingen der Svidi unter Heitrir, Hogni und Olvori an der Westgrenze auftauchte, waren sie bei den Idmora keineswegs willkommen. Ihr Land war selbst karg, und auch sie hatten unter diesen Wintern zu leiden. Nicht zuletzt hatte sich in ihrem Kollektivgedächtnis die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Niederlage in Ennor vor allem den schwächeren Vraknarvölkern des Westens zu verdanken war. Man wies ihnen die nach wie vor beinahe entvölkerte und selbst für idmorische Verhältnisse karge Hrymfjallerebene als Siedlungsraum zu. Dort blieben sie ganze sechs Jahre, bis sie 193 vAF Drekarsund überfielen, die dortigen Schiffe stahlen und zum Schrecken der Kannibalenstrände auf der Urgonenhalbinsel in Westxian wurden. Über Jahrhunderte hinweg änderte sich nun wenig für die Stämme der Idmora: Sie wuchsen zur alter Stärke, gediehen aufs Neue, überzogen die Küstengebiete mit einer Serie von Überfällen und sammelten dort Reichtümer, Nahrung und Sklaven. Die prägenden Ereignisse dieser Zeit, insbesondere der Fall des Alten Reiches, gingen nahezu spurlos an den Stammeslanden der Idmora vorbei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 190 AF erreichte der vagarrische Knochenfellclan das Gebiet der Idmora, nachdem er aufgrund von religiösen Opferungen von gefangenen Menschen sowie Sklavenhandel aus den Schwarzen Wäldern verbannt worden waren. Anders als die Svidi viele Jahrzehnte zuvor wurden die Wolfswesen mit offenen Armen empfangen, und seither sind sie ein fester Teil der Gemeinschaft des Königreiches und leben vor allem Galdurvidrwald und dem Ormholtwald. Ab ca. 400 AF nahmen die Aktivitäten des Eldrhrymr stark zu, was seinen Höhepunkt mit der &#039;&#039;&#039;Eruption des Eldrhrymr&#039;&#039;&#039; im Jahr 494 AF fand. Über einen Zusammenhang mit der im selben Jahr stattfindenden Geburt der Schneekönigin und der damit verbundenen magischen Schockwellen wurde vielfach spekuliert, konnte jedoch nie nachgewiesen werden. Der Ausbruch verwüstete die bis dahin vollkommen bewaldete Hochebene von Eldslétta, die bis heute vom Vulkanismus geprägt ist und vollkommen unbewohnbar bleibt. Der Ausbruch wurde jedoch – wie bereits vor über einem Jahrtausend – von den Schamanen als ein Zeichen gedeutet, und unter den Häuptlingen taten sich [[Hrothgar Eldbrandr]] und [[Sigrún Hrafndís]] hervor. Beide hatten etwa die gleiche Anzahl von Stämmen unter ihrem Banner vereint, sodass die Schamanen einen Wettbewerb um die Krone ausriefen. In einem ein Jahr andauernden mussten die beiden Häuptlinge samt eines Gefolges von zehn Personen eine Reihe von Aufgaben erledigen, und schließlich setzte sich Hrothgar durch und wurde zum König über Idmora gekrönt. Sigrún hingegen kehrte von der Wettfahrt nicht zurück, und bis heute wollen die Gerüchte nicht verstummen, dass sie ein finsteres Schicksal erlitt. König Hrothgar Eldbrandr entpuppte sich hingegen als ein guter und gerechter Herrscher, der anders als Kuraz As’tiro ein friedliches Leben führte und die Stämme von Idmora zusammenführte. Seither herrschen seine Nachkommen über das Land, obwohl auch schwere Zeiten anbrachen und die tatsächliche Macht und Einfluss der Könige stark von den jeweiligen Persönlichkeiten abhingen. Allerdings spielte hierbei auch die immer größer werdende Gefahr im Norden eine Rolle, denn die Schneekönigin hatte ihren Blick auf die idmorischen Stämme im Süden gerichtet – und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sie versuchen wird, die Kontrolle über diese zu erlangen. Deswegen sind sich die meisten Häuptlinge einig, dass die Notwendigkeit einer gemeinsamen und etablierten Führung über ihr Volk besteht. Ob die Eldbrandr-Dynastie allerdings den Sturz der Schneekönigin, eine größere Naturkatastrophe oder fähige Konkurrenten überdauern würden, ist allerdings fraglich. Das Königreich Idmora grenzt im Uhrzeigersinn an die Cituqayatundra, die Nariqtuk-Fjorde, das Drachenmeer, die Garbhainsee und das Nebelland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft in Idmora.png|alternativtext=Landschaft in Idmora|mini|Landschaft in Idmora]]&lt;br /&gt;
Das Königreich Idmora liegt im Südosten der Mittleren Helchanar und gehört zu den größten zusammenhängenden Herrschaftsbereichen in der Region – auch wenn große Gebiete des Landes vollkommen unbewohnbar sind. Dies hängt vor allem mit den zerklüfteten Gebirgen zusammen, welche sowohl das Binnenland als auch die großen Halbinseln bedecken. Das &#039;&#039;&#039;Hrungarfjallgebirge&#039;&#039;&#039; bildet die natürliche Grenze zwischen Idmora und der Cituqayatundra im Süden, und zugleich erhebt es sich wie ein steinerner Wall über den nördlichen Rand der vulkanischen Hochebene von Eldslétta. Es erscheint wie eine geborstene Kette aus Granit und Basalt, mit ganzjährig schneebedeckten Höhenzügen, tief eingeschnittenen Tälern und vereisten Hochtälern. Hier treffen die kalten Winde der Tundra auf die aufsteigende Wärme der Hochebene, was zu plötzlichen Nebelfeldern und tückischen Wetterwechseln führt. An klaren Tagen erkennt man von seinen Gipfeln die Rauchfahne des Eldrhrymr im Süden, im Norden die endlosen grünen Weiten der Cituqayatundra. Im Gebirge befinden sich mit dem &#039;&#039;&#039;Königreich&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Grimmdrakkar&#039;&#039;&#039;, dem &#039;&#039;&#039;Königreich&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Khazdrungar&#039;&#039;&#039; und dem &#039;&#039;&#039;Königreich&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Thargrund&#039;&#039;&#039; drei Reiche der Nordzwerge. Im Südwesten endet das Gebirge an der Grenze zum Nebelland beziehungsweise zum Königtum der Skardyr, und hier öffnet sich zwischen der &#039;&#039;&#039;Garbhainsee&#039;&#039;&#039; und dem Vorgebirge der einzige leicht gangbare Landweg ins Landesinnere des Königreichs Idmora. Im Nordosten hingegen liegt zwischen dem Vorgebirge des Hrungarfjallgebirges und der Küste des &#039;&#039;&#039;Njardfjords&#039;&#039;&#039; – welche an der Westküste der &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039; liegt und Geographen als Markierung des Übergangs zwischen den &#039;&#039;&#039;Unteren Nariqtuk-Fjorden&#039;&#039;&#039; und den &#039;&#039;&#039;Oberen Nariqtuk-Fjorden&#039;&#039;&#039; darstellt – der von den Idmora und den Polarnomaden gleichermaßen gefürchtete &#039;&#039;&#039;Geistergletscher&#039;&#039;&#039;. Dieser erscheint wie eine gigantische Welle aus Eis, die sich mit brachialer Macht durch das Land gebrochen hat und nun weit ins Landesinnere hineinragt. Tatsächlich ruht der Name nicht etwa daher, dass der Gletscher von körperlosen Wesenheiten heimgesucht wird, sondern von den zahlreichen konservierter Leichen verschiedenster Spezies aus längst vergangenen Zeitaltern, die man im Eis erkennen kann. Südlich des Geistergletschers und südöstlich des Hrungarfjallgebirges liegt die weitläufige &#039;&#039;&#039;Hrymfjallerebene&#039;&#039;&#039;, welche sich einst als unfruchtbare Tundra präsentierte, in der Herden von Rentieren sowie Flechten und Moose die einzige Nahrungsquelle darstellten. Dies trifft auch heute noch für den sturmgepeitschten Großteil dieser Region zu, in den windgeschützten Senken jedoch entwickelt sich langsam aber sicher eine neue Welt: Hier sammelt sich die Vulkanasche, die der Eldrhrymr seit fünf Jahrhunderten ausstößt, und schafft ausgesprochen fruchtbare Erde, die längst von den Ebenenbewohnern für saisonal bewirtschaftete Gärten genutzt wird. Ganz im Westen, wo der Übergang vom Hrungarfjallgebirge zu den Ylgrtannarbergen liegt, befindet sich in einer großen Klamm der weitläufige, urtümliche und finstere &#039;&#039;&#039;Ormholtwald&#039;&#039;&#039;. Die Idmora meiden den Wald seit jeher, selbst in Zeiten der Not kommen sie nur sehr selten hier her um zu jagen oder Feuerholz zu sammeln. Sie fürchten die dunklen Geister des Waldes und glauben, dass ein jeder Baum hier über einen finsteren Willen verfügt. Inzwischen stellt der Wald die Heimat der Vagarr des Knochenfellclans dar, die sich hier an ihre alte Heimat in den Schwarzen Wäldern erinnert fühlen und gedeihen – und den Wald gleichzeitig für die Idmora sichern. Das westliche Gegenstück zum Ormholtwald ist der &#039;&#039;&#039;Galdurvidrwald&#039;&#039;&#039;, der einst ähnlich finster und urwüchsig gewesen ist wie sein Zwilling. Nachdem allerdings die Eruption des Eldrhrymr vor 494 AF die Hochebene von Eldslétta verwüstet hatte, fielen die dortigen Wälder als Lieferant für Schiffsbauholz vollkommen aus. Stattdessen wurden die hohen und geraden Stämme des Galdurvidrwalds ran gezogen, und in den vergangenen fünfhundert Jahren ist ein guter Teil dieses Waldes unter den Äxten der Holzfäller gefallen. Im Süden verlaufen zu einem guten Teil parallel zum Hrungarfjallgebirge die &#039;&#039;&#039;Ylgrtannarberge&#039;&#039;&#039;, die zwar weitaus weniger Höhe aufweisen als sein nördlicher Zwilling, aber kaum weniger zerklüftet sind. Hier gibt es einige Kupfer-, Zinn-, Eisen- und Silbervorkommen, von denen zumindest die ersten drei seit einigen Jahren abgebaut werden. Hier liegt das &#039;&#039;&#039;Königreich Bjarnskarn&#039;&#039;&#039; der Nordzwerge. Außerdem führen einige Pässe durch die Ylgrtannarberge, welche zumindest im Sommer leicht passierbar sind, in die nördlich angrenzende Hochebene. Die &#039;&#039;&#039;Hochebene von Eldslétta&#039;&#039;&#039; war einst von dichten Wäldern bedeckt, in denen alle möglichen Tierarten eine Zuflucht gefunden hatten und die eine bedeutende Ressource für die Idmora darstellten – sie gingen hier in den kurzen Sommern auf die Jagd, sammelten Pilze und Kräuter, stellten Kohle her und schlugen das Holz für ihre Drachenboote. Diese weitläufigen Wälder verbrannten während der Eruption des Eldrhrymr – heute ist die Hochebene ein verbranntes Land, in der sich versteinerte und verkohlte Bäume wie Skelette über den verkrusteten und aschebedeckten Boden erheben. Zwar ist der Ausbruch über fünfhundert Jahre her, doch ist der &#039;&#039;&#039;Eldrhrymr&#039;&#039;&#039; noch immer aktiv und vom Boden geht noch immer eine unangenehme Hitze aus. An seinen Hängen finden sich Steinkreise und Menhire aus der Frühzeit sowie die Überreste einer Trollburg, die schon während der Drachenkriege aufgegeben worden ist. Heutzutage ist das Wissen um die &#039;&#039;&#039;Kavernen des Eldrhrymr&#039;&#039;&#039;, einer Reihe von weitläufigen Höhlen im Berg, vollkommen in Vergessenheit geraten, auch wenn diese die Ausbrüche unbeschadet überstanden haben. Für Menschen ist die Region unbewohnbar und unbetretbar, denn neben der unerträglichen Hitze streifen inzwischen vereinzelte Feuerriesen umher und es manifestieren sich häufig spontan Feuerelementare. Ganz im Westen der Hochebene von Eldslétta liegen die &#039;&#039;&#039;Ruinen der Eisspirale&#039;&#039;&#039;, eines verlassenen Kristallpalasts der Eiselfen. Ihr heutiger Name rührt daher, dass das aus bläulichem Kristall bestehende Gebäude wie eine Spirale aus Eis in den Himmel schraubt – die Elfen nannten ihn &#039;&#039;&#039;Illythalas&#039;&#039;&#039;. Vor dem Vulkanausbruch drehten sich allerlei finstere Legenden um den Turm, inzwischen ist seine Existenz beinahe in Vergessenheit geraten, auch wenn er den Ausbruch aufgrund der auf ihm liegenden Schutzzauber schadlos überstanden hat. Von den Ylgrtannarbergen zweigen vier Arme ab, die gemeinsam von Kartographen häufig als &#039;&#039;&#039;Idmorische Finger&#039;&#039;&#039; bezeichnet werden. Diese bilden vier Halbinseln, an deren Küsten der Bevölkerungsschwerpunkt liegt. Diese sind von Westen nach Osten: Die &#039;&#039;&#039;Skuggarneshalbinsel&#039;&#039;&#039;, getrennt durch den &#039;&#039;&#039;Skjornfjord&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Vindsnadrhalbinsel&#039;&#039;&#039;, getrennt durch den &#039;&#039;&#039;Myrksfjord&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Hrungarneshalbinsel&#039;&#039;&#039; sowie durch den &#039;&#039;&#039;Eitrfjord&#039;&#039;&#039; abgetrennt der &#039;&#039;&#039;Eldsnadrhalbinsel&#039;&#039;&#039;. Nördlich der &#039;&#039;&#039;Eldsnadrhalbinsel&#039;&#039;&#039; liegt dann der zu den Unteren Nariqtuk-Fjord gehörige &#039;&#039;&#039;Hrothfjord&#039;&#039;&#039;. Vor der westlichsten Spitze der Eldsnadrhalbinsel – der zugleich den westlichsten Punkt des idmorischen Festlands darstellt – liegt der &#039;&#039;&#039;Hrafnsund&#039;&#039;&#039;, jene Meerenge zwischen den Stammeslanden der Idmora und der Stämme der Mammutfürsten, der den Eingang zu den Nariqtuk-Fjorden darstellt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt inzwischen auf den knapp dreißig kleineren und größeren Inseln, die zum Königreich Idmora zählen, von Nordwesten nach Südosten: Vor dem Eingang des Njardfjords liegt &#039;&#039;&#039;Hjaldskar&#039;&#039;&#039;, vor der Nordküste des Hrothfjords &#039;&#039;&#039;Skaldronn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Thjarnholt&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Ulvrakn&#039;&#039;&#039;, vor der Südküste desselben &#039;&#039;&#039;Vargheimr&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Hrothskar&#039;&#039;&#039;, im Hrafnsund liegt &#039;&#039;&#039;Drofnir&#039;&#039;&#039;, vor dem Eingang des Hrafnsund liegen das große &#039;&#039;&#039;Ormgrytt&#039;&#039;&#039; und das kleinere &#039;&#039;&#039;Skjallvikr&#039;&#039;&#039;, vor der Eldsnadrhalbinsel &#039;&#039;&#039;Blásteinn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Thyrnmsaer&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Galdurnes&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Vetrbrandr&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Hrafnlov&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Svladrik&#039;&#039;&#039;, vor der Hrungarneshalbinsel &#039;&#039;&#039;Ylgronn&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Myrkvaldr&#039;&#039;&#039;, vor der Vindsnadrhalbinsel &#039;&#039;&#039;Skaelmorn&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Hrungadr&#039;&#039;&#039; sowie vor der Skuggarneshalbinsel &#039;&#039;&#039;Eldvarr&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Skornheim&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Vindsark&#039;&#039;&#039;. Vor der Westküste der Skuggarneshalbinsel liegen außerdem in der Garbhainsee &#039;&#039;&#039;Njardvikr&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Draugasker&#039;&#039;&#039;, während fernab im Südosten am Übergang zwischen Drachenmeer und &#039;&#039;&#039;Östlichem Polarmeer&#039;&#039;&#039; liegen die große Insel &#039;&#039;&#039;Rauthmorn&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Kveldarnes&#039;&#039;&#039;, sowie auf halben Weg zwischen &#039;&#039;&#039;Rauthmorn&#039;&#039;&#039; und der Eldsnadrhalbinsel &#039;&#039;&#039;Eitrholm&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora und Fauna ===&lt;br /&gt;
Die Tierwelt im Königreich Idmora ist erstaunlich vielfältig: Die Küste wird von großen Robbenkolonien, Walrossen und Seehunden sowie dichten Schwärmen von Dorschen und Heringen, Heilbutten sowie Orkas in den tieferen Fjord beherrscht. Auch wird die Küste des Königreiches immer wieder von Walwanderungen im Frühjahr und im Herbst gekreuzt, einige Wollwale halten sich in besonders harten Wintern sogar vor der Küste auf. An der Küste selbst leben Sturmvögel, Alkenvögel, Möwen, Seeadler und schwarze Küstenraben. Die Wälder sind die Heimat von Elchen, Kronenhirschen, Luchsen, Riesenwildschweine, Wildschweinen und Wölfen, während man in den Ebenen Hrimwölfe, Polarfüchse, Rentiere, Schneehasen, Schneeziegen und Schattenwölfe findet. Hinzu kommen in den Gebirgen Forstwürmer und Eisdrachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wetter und Klima ==&lt;br /&gt;
Das Klima des Königreichs Idmora ist rau, wechselhaft und vom beständigen Kampf zwischen Meer, Gebirge und vulkanischer Glut geprägt. Entlang der Küste bestimmt das Drachenmeer den Rhythmus der Jahreszeiten. Laneg Winter bringen schneidende Winde, salzige Gischt und schwere Stürme, die gegen die Klippen schlagen und die Fjorde mit Nebel füllen. Obwohl das Meer die Kälte etwas mildert, treiben im Winter durch Eisschollen zwischen den Inseln und die Tage bleiben matt und kurz. Der Frühling ist kurz und feucht, Schmelzwasser stürzt aus den Bergen in die Fjorde während dichter Dunst über dem Land liegt. Die Sommer sind kühl und windig, mit langen, hellen Tagen, in denen das Gras der Ebenen rasch wächst, bevor der Herbst mit Sturmfluten und dunklen Wolken neuerlich den Winter ankündigt. Im Landesinneren, insbesondere in der Hrymfjallerebene, herrscht ein deutlich härtes, tundrenhaftes Klima. Der Wind fegt ungehindert über die Ebene, treib Schnee in Welle vor sich her und lässt selbst im Sommer den Boden kühl und hart erscheinen. Über allem erheben sich die Gebirge als steinerne Wetterscheiden, an denen kalte Luftmassen aus der Cituqayatundra auf feuchtere Strömungen vom Meer treffen, was zu abrupten Nebelstürmen, Eisregen oder klaren, schneidend kalten Nächten führt. Eine Besonderheit bildet die Hochebene von Eldslétta und um den Vulkan Eldrhrymr, wo selbst im Winter Dampf aus der Erde steigt und der Boden eine spürbare Hitze abstrahlt. Auch in größerer Entfernung entstehen immer mehr heiße Quellen und dampfende Erdspalten, die kleine Zonen milderen Klimas in der Kälte schaffen. Wenn der Vulkan grollt, verdunkeln Aschewolken den Himmel und legen einen grauen Schleier über das Land.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Die politische Situation im Königreich Idmora gestaltet sich als zunehmend schwierig. König [[Drekho II. Eldrbrandr]] (55 J.) entpuppt sich als zunehmend unfähiger Herrscher, der sich in Völlerei und Besäufnissen ergeht – und hierbei inzwischen derart schwer von Gicht geschlagen ist, dass er an vielen Tagen sein Bett nicht mehr verlassen. Das Königin [[Ragna Saemaer]] (59 J.) die Hauptstadt schon vor vielen Jahren verlassen hat und sie seither nicht mehr gesehen wurde, wird von vielen stillschweigend akzeptiert, doch Gerüchte über einen Mord wollen nicht verstimmen. Durch die faktische Handlungsunfähigkeit ihres Vaters streiten sich Kronprinz [[Eldrik Eldrbrandr]] (37 J.) und Prinz [[Ulvr Eldrbrandr]] (36 J.) um Macht und Einfluss, wobei die Gunst der Häuptlinge gegenwärtig deutlich bei Ulvr liegt. Der dritte Sohn des Königs – Prinz [[Hrothgar Eldbrandr]] (31 J.), genannt &#039;&#039;&#039;Saebrandr&#039;&#039;&#039; (WV. „&#039;&#039;&#039;Meerflamme&#039;&#039;&#039;“) – segelt lieber im Drachenmeer und im Östlichen Polarmeer, wo er gleichzeitig als Lebemann und Händler sowie als Seeräuber auftritt. Er war seit mindestens sechs Jahren nicht mehr in Idmora. Prinzessin [[Alvrydís Eldrbrandr]] (33 J.) lebt inzwischen fernab des Königshofes in Myrkby. Auch wenn sich Prinz Ulvr im Konflikt mit seinem Bruder gegenwärtig der Unterstützung der Mehrheit der Häuptlinge sicher sein kann, so sind doch viele inzwischen von den ewigen Auseinandersetzungen müde. Deshalb scheint es zunehmend denkbar, dass Prinz [[Bjarn Eldrbrandr]] (13 J.) – Sohn von Prinzessin Alvrydís und gegenwärtig einziger anerkannter Enkel des Königs – als Thronfolger von Drekho II. anerkannt wird. Allerdings sind das nicht die einzigen Sorgen, die das Königreich Idmora im Griff halten: Im Norden erstarkt neuerlich die [[Schneekönigin]], welche ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf das Land gerichtet zu haben scheint, und im Schatten schwelt die wohl größte Gefahr für die Dynastie der Eldbrandr und die Sicherheit des Königreichs Idmora: In den Kavernen des Eldrhrymr liegen seit anderthalb Jahrtausenden die Überreste von Kuraz As’tiro bestattet, die aufgrund seines Fluches nicht vollständig verrotten wollen. Und dort – in jenem quälend-heißen und lichtlosen Abgrund – existiert seit fünfhundert Jahren [[Sigrún Hrafndís]], die Herausforderin von Hrothgar Eldrbrandr. Tatsächlich ist sie während des Wettbewerbs verstorben, und ihr Ehrgeiz sorgte dafür, dass ihre Seele im Diesseits verweilte. Schließlich zog sie zum Eldrhrymr, wo sie – beeinflusst durch die ebenfalls anwesende [[Amarmarorad]] – nach Jahrhunderten der Existenz als Schatten immer stärker wurde, und inzwischen kann sie sogar kurzzeitig körperliche Gestalt annehmen. Da sie nur noch aufgrund ihres Rachegelüsts im Diesseits verweilt und sie immer mächtiger wird, scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie diese nimmt, und diese wird schrecklich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Königreich Idmora ist – trotz seiner verhältnismäßig beständigen politischen Führung im Vergleich zu Hroa oder Svidi – nach wie vor ein vorwiegend von tribalen Strukturen geprägtes Land, in dem die &#039;&#039;&#039;Häuptlinge&#039;&#039;&#039; (OV. „&#039;&#039;&#039;Hersir&#039;&#039;&#039;“) beinahe die absolute Macht über ihre Stammesmitglieder ausüben und sich einzig und allein vor dem &#039;&#039;&#039;König&#039;&#039;&#039; (OV. „&#039;&#039;&#039;Dróttvaldr&#039;&#039;&#039;“) verantworten müssen. Dieser entstammt seit über fünf Jahrhunderten der &#039;&#039;&#039;Dynastie der Eldbrandr&#039;&#039;&#039;, welche jedoch aufgrund des immensen Zeitraums und der harschen Bedingungen ihres Landes immer wieder durch Adoptionen aufgefrischt werden musste, sodass König Drekho II. wahrscheinlich nicht mehr vom ersten König Hrothgar abstammt als andere Idmora. Von immensem Einfluss sind außerdem die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (OV. „&#039;&#039;&#039;Andrvidr&#039;&#039;&#039;“), welche die Häuptlinge oft maßgeblich in ihren Entscheidungen beeinflussen. Da die Häuptlinge durch einen Zweikampf auf Leben und Tod herausgefordert werden und so gestürzt werden können, führen die meisten von ihnen ein relativ kurzes Leben an der Macht, während die Schamanen oft viele Jahrzehnte lang ihren Posten besetzen und die eigentlichen Machthaber darstellen. Auch am Hof des Königs residiert mit dem &#039;&#039;&#039;Königlichen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (OV. „&#039;&#039;&#039;Dróttvidr&#039;&#039;&#039;“) ein Schamane, der als Oberhaupt der Gemeinschaft der Schamanen gilt und ebenfalls großen Einfluss besitzt – auch wenn die Herrschaft der Könige deutlich stabiler ist als jene der Häuptlinge. Grundsätzlich sind aber auch die Machtverhältnisse in den Stämmen recht stabil, was unter anderem damit zusammenhängt, dass sich kluge Häuptlinge vor ihrem Aufstieg zur Macht ein größeres Gefolge aufbauen, dass einen potentiellen Herausforderer bereits vor seiner Herausforderung zum Schweigen bringt oder gänzlich verschwinden lässt. Durch die unwegsame Natur des Landes und die harschen Bedingungen des Klimas sind viele kleine Dörfer und Siedlungen im Jahresverlauf oft monatelang von seinen Nachbarn isoliert, weshalb weder das Wort ihres Häuptlings noch eines Schamanen an sie herangetragen werden kann, sodass die Rolle des Anführers vom &#039;&#039;&#039;Oberhaupt&#039;&#039;&#039; (OV. „&#039;&#039;&#039;Elddrótt&#039;&#039;&#039;“, wörtlich „Herr des Feuers“) wahrgenommen wird. Sein Titel deutet auf den Umstand hin, dass es zu seinen Aufgaben gehört, das große Feuer im zentralen Langhaus zu hüten und von diesem glimmende Kohle während bedeutender Feierlichkeiten an die anderen Haushalte zu verteilen. Das Oberhaupt wird von seiner Gemeinschaft für zehn Winter gewählt. Eine Vertretung des Schamanen gibt es im eigentliche Sinne nicht, allerdings bietet in der Umgebung vieler Dörfer eine &#039;&#039;&#039;Hexe&#039;&#039;&#039; (OV. „&#039;&#039;&#039;Hrymdís&#039;&#039;&#039;“) ähnliche Dienste an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Idmora ===&lt;br /&gt;
Die Idmora – sie selbst nennen sich häufig stolz auch das &#039;&#039;&#039;Eiserne Volk&#039;&#039;&#039; (OV. „&#039;&#039;&#039;Isjárnfólk&#039;&#039;&#039;“) – gehören zu den nordländischen Vraknarvölkern, wie auch die Svidi im Nordwesten und die Hroa im Südwesten. Sie verstehen sich selbst weder als Räuber noch als Barbaren, sondern als die Überlebenden eines Landes, dass große Härte von seinen Bewohnern einfordert. Anders als ihre westlichen Verwandten sind sie stark von einer maritim geprägten Lebensweise geprägt und stehen damit den ennorischen Nordländern nahe, insbesondere im Schiffsbau. Ihre Drachenboote an jene aus Garus und Einskardheim, doch sind sie größer, schwerer und roher gebaut. Ihre massiven Rümpfe und wuchtigen Steven verleihen ihnen eine beinahe archaische, martialische Erscheinung. Seit Jahrhunderten versetzen eben diese Schiffe die nordöstliche Küste Ennors und die nordwestliche Küste Xians in Angst und Schrecken – und selbst jene Nordländer, die ansonsten vom Ruf der idmorischen Raubzüge profitieren, leiden gelegentlich unter deren Überfällen. Die Menschen im Süden halten die Idmora für gierig, grausam und willkürlich boshaft. Aus ihrer Sicht sind ihre Raubfahrten keine Bosheit, sondern eine bittere Notwendigkeit: Ihr Land ist karg, die Sommer kurz und die Winter lang und unerbittlich. Die wenigen steinigen Felder bringen nur muffig schmeckendes Getreide und hartes Wurzelgemüse hervor, während Fischfang, Robbenjagd und Walfang das Überleben sichern, doch in schlechten Jahren reicht selbst das kaum aus. Die Beute der Raubfahrten bildet daher einen festen Bestandteil ihrer Wirtschaftsweise, und ohne sie würden viel Dörfer den Winter nicht überstehen. Mit diesen Beutezügen geht auch die Entführung von Sklaven einher. Gefangene aus Ennor und Xian werden auf die karten Felder verteilt oder arbeiten in den wenig ergiebigen Minen, in denen Eisen, Kupfer und Zinn von meist mäßiger Qualität gefördert wird. Sklaven sind ein sichtbarer Bestandteil der Gesellschaft, auch wenn ihre Stellung nicht allein auf Grausamkeit beruht, sondern auf schlichter Notwendigkeit. Mutige Sklaven können mitunter Respekte erwerben und freigelassen werden, doch das bleibt eine Seltenheit. Die idmorische Gesellschaft ist zwar hierarchisch organisiert, doch ist ein Aufstieg durch besonderen Wagemut oder durch Klugheit keine Seltenheit. An ihrer Spitze steht der König, dessen Macht vollkommen auf der Loyalität der Häuptlinge beruht, die über ihre Stämme herrschen. Darunter stehen freie Krieger und Bauern, die das Rückgrat des Volkes bilden. Ehre bemisst sich an Tapferkeit, Standhaftigkeit im Winter und Großzügigkeit bei der Verteilung der Beute. Schwäche wird verachtet, Egoismus und Verrat noch mehr. Religiös besteht bei den Idmora keine einheitlich, ihre Götter und Geister unterscheiden sich von Stamm zu Stamm und teilweise von Dorf zu Dorf. Das Meer wird als prüfende Macht verehrt, das Feuer des Vulkans als schöpferische und zerstörerische Kraft zugleich, der Frost als reinigendes Element. Die Ahnen spielen eine bedeutende Rolle, man glaubt, dass sie im Sturm und im Wind gegenwärtig sind. Die religiöse Autorität liegt bei den Schamanen und – eingeschränkt – bei den Hexen in den Dörfern. So sind die Idmora ein Volk, das in einer harschen Welt lebt und gelernt hat, mit der Härte von Eisen zu bestehen. Ihr Ruf mag von Furcht geprägt sein, doch in ihren Augen sind sie schlicht das, was ihr Land von ihnen verlangt: Unbeugsam, seefahrend und bereit zu nehmen, was ihnen das Meer oder fremde Küsten gewähren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stämme ====&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Blódstrandir]] bewohnen die Küste des Skjornfjords. Ihr Ruf ist brutal, selbst unter den anderen Idmora. Ihre Krieger bevorzugen direkte Angriffe und wenig Diplomatie. Dennoch sind sie dem eigenen Volk gegenüber großzügig und gastfreundlich, auch wenn es heißt, in harten Wintern würden sie vor Kannibalismus nicht zurückschrecken. Ihr Häuptling ist [[Raudmar Eisensang]], ein charismatischer Krieger mit donnernder Stimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Draugvidr]] lebt im Galdurvidrwald, oder dem, was von ihm noch übrig ist. Seine Mitglieder sind abergläubisch und eng mit den Hexen verbunden, weshalb Fremde ihr Gebiet meiden. Sie liegen in einem dauerhaften Konflikt mit den Holzfällern der Skjarnholt. Ihr Häuptling ist [[Skorneth Myrksonr]], ein geheimnisvoller Mann mit prophetischen Träumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Drekarvikr]] lebt an der Küste der Garbhainsee und auf den Inseln Draugasker und Njardvikr. Sie gelten als die angesehensten Schiffsbauer der Idmora, und viele der erfolgreichsten und weiten Raubfahrten wurden unter ihrem Banner geführt. Häuptling [[Thraeskir Seareald]] ist jung, ehrgeizig und ruhmessüchtig, weshalb er eine enge Bindung zu Prinz Hrothgar Eldbrandr unterhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Eitrskeld]] lebt im Osten der Hochebene von Eldslétta, wobei sie größtenteils während des Ausbruchs ausgelöscht wurden. Heute liegt ihre Heimat im äußersten Südosten der Hochebene, wo sie nahe schwefeliger Quellen leben und in ihren Minen das beste Kupfer und das beste Zinn des Landes leben. Ihr Volk gilt als misstrauisch und stolz. Ihr Häuptling ist [[Thrym Eitrvaldr]], ein strenger und traditionsbewusster Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Eldrunar]] lebt an den Rändern der vulkanischen Hochebene von Eldslétta. Sie gelten als die besten Schmiede des Königreiches, und ihre eisernen Waffen sind gleichermaßen begehrt wie gefürchtet. Die Nähe zum Vulkan prägt ihre Spiritualität, sie glauben, dass Feuer sind reinigt und stärkt. Die Eldrunar sind die einzigen Idmora, die ihr Toten stets verbrennen. Ihr Häuptling ist [[Grymskar Eldvaldr]], ein breitschultriger Schmied und Krieger, der mehr durch Taten als durch Worte führt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Frostramn]] lebt im Norden der Hrymfjallerebene in engen Familienverbänden. Sie bewegen sich mit ihren Herden von Schafen und Hochlandrindern durch die Steppe, wobei ihnen häufig Kannibalismus nachgesagt wird. Ihr Häuptling ist [[Vethar Ramnskallr]], ein erfahrener Reiter und geschickter Jäger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Hrafnklov]] lebt an den schwarzen Klippen der südlichen Küsten des Hrothfjords. Ihre Dörfer klammern sich an steile Felsabbrüche, und ihre Wachtürme sind weit über das Meer sichtbar. Sie gelten als Meister der Beobachtung: Kein fremdes Segel passiert den Hrafnsund, ohne, dass sie es bemerken. Raben gelten ihnen als heilige Tiere, Boten der Ahnen und Vorzeichen für Sturm und Blut. Sie werden von Häuptling [[Hrogarr Rabenfaust]] geführt, einem wortkargen und berechnenden Mann mit Sinn für Strategie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Ormsholt]] lebt auf der Eldsnadrhalbinsel und verfügt dort über fruchtbarere Böden als die meisten anderen Stämme. Sie halten Schafe und Hochlandrinder. Ihre Krieger sind weniger zahlreich, dafür aber sehr diszipliniert. Ihr Häuptling ist [[Yrmundr Ormvaldr]], ein ruhiger und entschlossener Anführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Silfrlundr]] lebt im Süden der Vindsnadrhalbinsel. Sie gelten als geschickte Händler, bieten ihre Dienste als Söldner und als Diplomaten an. Ihr Anführer ist [[Galdur Saehofdingr]], der als redegewandt und kultiviert gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Skjarnholt]] lebt ganz im Nordwesten des Königreiches, zwischen Galdurvidrwald und der Grenze zum Nebelland. Sie leben vorwiegend davon, Bauholz und Pech für den Schiffsbau zu liefern. Die Skjarnholt gelten als bodenständiger und weniger kriegerisch, doch wenn sie einmal zu den Waffen greifen, kämpfen sie besonders diszipliniert und entschlossen. Ihr Häuptling ist [[Hjorneth Skjarnvaldr]], ein pragmatischer Verwalter mit diplomatischem Geschick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Stromskeld]] kontrolliert den Eitrfjord. Seine Mitglieder gelten als die besten Steuermänner des Reiches, welche die Strömungen, Untiefen und Strömungen des Drachenmeers und des Östlichen Polarmeeres kennen, wie andere die eigenen Hände. Ihre Häuser sind niedrig gebaut und trotzen selbst härtesten Stürmen. Ihr Häuptling ist [[Vargnethr Sturmauge]], der die Wetterzeichen lesen kann und einst ein Schamane hätte werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Ulvrhryggr]] bewohnt die frostige Hrymfjallerebene. Seine Mitglieder sind wettergegerbt, schweigsam und von großer Zähigkeit. Sie halten robuste Pferde und zottige Rinder und gelten als hervorragende Bogenschützen. Die Ulvrhryggr verteidigen die nördlichen Pässe und bilden oft die erste Verteidigungslinie für Vorstöße aus dem Norden. Sie besitzen eine enge Verbindung zu den Vagarr des Knochenfellclans. Ihr Häuptling ist [[Skaelvorn Hrymvaldr]], ein erfahrener Grenzkrieger mit tiefer Loyalität gegenüber König Drekho II., auch wenn die Schneekönigin ihn vermutlich längst beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stamm der Vindsark]] lebt im Myrksfjord und gehört zu den größten Stämmen der Idmora. Sie bekannt für schnelle Überfälle mit dutzenden Schiffen, die auf Schnelligkeit und brutale Effizienz setzen. Ihr Häuptling ist [[Hroth Ulvrskeld]], der ein ständiger Gast am Hof des Königs ist und wohl selbst Ambitionen auf die Krone hegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Völker und Kulturen ===&lt;br /&gt;
Abseits der namensgebenden Idmora leben im Königreich Idmora vor allem [[Vargarr]] vom [[Knochenfellclan]], deren Vorfahren im Jahr 190 AF hierherkamen. Etwa zwei Drittel ihrer Gemeinschaft geht nach wie vor der traditionellen Lebensweise im Ormholtwald und im Galdurvidrwald nach, während sich das übrige Drittel inzwischen in die Gesellschaft der Idmora integriert hat und deren Lebensweise nachgeht. Gerade in entlegenen Dörfern nahe der Wälder gehören oft ein bis zwei Familien der Vagarr zur Dorfgemeinschaft, und auf deren Schiffen sind sie kein ungewöhnlicher Anblick mehr. Darüber hinaus leben in Idmora vor allem den Menschen feindlich gesinnte Kulturen: In den Gebirgen leben vor allem [[Hügelriesen]], sowie einige [[Frostriesen]] und [[Sturmriesen]]. Seitdem sich die die [[Haugatrolle]] infolge des Aufstiegs der Schneekönigin aus der Region zurückgezogen haben, haben sich zudem die [[Bergtrolle]] im Gebirge und die [[Schneetrolle]] in der Hrymfjallerebene explosionsartig vermehrt. Die in der Hrymfjallerebene einst wandernden [[Eiselfen]] scheinen verschwunden zu sein, während die [[Nordzwerge]] in ihren vier Königreichen sich weitgehend vom Rest der Welt isolieren. Seit dem Ausbruch des Eldrhrymr sind eine Handvoll der gefürchteten Feuerriesen in die Hochebene von Eldslétta gezogen und machen den unwirtlichen Ort noch gefährlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und andere wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Eldhavn =====&lt;br /&gt;
Die Königsstadt Eldhavn liegt in einer kleinen Bucht an der Westküste der Hrungarneshalbinsel am Myrksfjord. Sie ist die größte Stadt des Königreiches und ein Ort beständiger Intrigen, in dem schon so mancher Feldzug gegen einen vorgeblich abtrünnigen Häuptling beschlossen wurde. In den Vierteln der Hafenstadt blühen Handwerk und Handel, während es sowohl Armenviertel als auch zahllose Bordelle gibt, die ein düsteres Schicksal versprechen. Die &#039;&#039;&#039;Große Werft von Eldhavn&#039;&#039;&#039; rühmt sich damit, die besten Schiffe in Idmora zu fertigen, weshalb ihre Produkte überall im Königreich hohe Preise erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Drekarsund =====&lt;br /&gt;
Die kleine Hafenstadt Drekarsund liegt an der Ostküste der Eldsnadrhalbinsel, gegenüber von Ormgrytt am Hrafnsund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Eldskard =====&lt;br /&gt;
Die kleine Hafenstadt Eldskard liegt an der Westküste der Skuggarneshalbinsel an der Garbhainsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hrafnvik =====&lt;br /&gt;
Die kleine Hafenstadt Hrafnvik liegt an der Südostküste der Insel Njardvikr in der Garbhainsee und ist die westlichste Stadt des Königreiches Idmora. Klein und befestigt, so würden Besucher die Stadt beschreiben. Dennoch nehmen von hier aus viele Schiffe an Plünderzügen teil. Gerade die Nebelländer haben schon mehr als einmal versucht, die Stadt niederzubrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Myrkby =====&lt;br /&gt;
Die kleine Hafenstadt Myrkby liegt an der Ostküste der Hrymfjallerebene an den Unteren Nariqtuk-Fjorden. Sie ist die nördlichste Stadt des Königreichs Idmora und als solche unterscheidet sie sich sowohl in der Kultur als auch ihrer Architektur deutlich von den übrigen Städten des Landes. Die Menschen hier leben größtenteils vom Walfang in den Nariqtuk-Fjorden, auch weil die Passage durch den Hrafnsund schwierig ist und die Hafenstädte in Ennor und Xian weit weg sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Silfrstrand =====&lt;br /&gt;
Die kleine Hafenstadt Silfrstrand liegt ab der Südostküste der Vindsnadrhalbinsel. Sie ist die südlichste Stadt des Königreiches Idmora. Sie gilt als bedeutendster Handelsplatz des Königreiches und war in der Vergangenheit immer wieder das Ziel von Überfällen, weswegen sie inzwischen mit wuchtigen Wehranlagen umgeben ist. Geschützt wird die Stadt von der &#039;&#039;&#039;Silfrgarde&#039;&#039;&#039;, einer relativ gut ausgebildeten Militäreinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vetrheim =====&lt;br /&gt;
Die kleine Hafenstadt Vetrheim liegt auf einer kleinen Landzunge an der Ostküste der Hrungarneshalbinsel am Eitrfjord, nordwestlich der Hauptstadt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<author><name>Atreyus</name></author>
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&lt;div&gt;Emblem der Idmora&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Königreich Hroa</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Königreich Hroa&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Stammeslande der Hroa | Hrôvann | Draskhroa | Barbarenkönigreich Hroa&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Das Königreich der Hroa führt kleine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Wappen von Hroa.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Emblem der Hroa]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Emblem&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Südwestliche Vraknarsk-Sprache&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, inoffiziell: Hrôskeld&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesterritorien &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|Tauschhandel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Pelze, Trockenfisch, Trockenfleisch, Kriegsbeute&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|{{{Einwohner|}}}&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
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|{{{Geographie|}}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|{{{Politik|}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Königreich Hroa&#039;&#039;&#039; – manchmal auch &#039;&#039;&#039;Stammeslande der Hroa&#039;&#039;&#039; genannt, sie selbst bezeichnen ihr Land als &#039;&#039;&#039;Hrôvann&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Draskhroa&#039;&#039;&#039;, während ennorische Gelehrte es abwertend als &#039;&#039;&#039;Barbarenkönigreich Hroa&#039;&#039;&#039; nennen – ist eines der drei Königreiche der [[Vraknarvölker]] im [[Hoher Norden|Hohen Norden]], und von diesen ist es das größte und kulturell diverseste. Allerdings ist es auch das technologisch rückständigste und zerstrittenste, einen König gab es hier schon sehr lange nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn die Stammeslande der Hroa bereits sehr alt sind und eines der größten Länder im Hohen Norden darstellen, spielen sie doch in der Geschichte der Region nie eine größere Rolle. Das erste und einzige Mal taucht ihr Volk in den ennorischen Geschichtsbüchern auf, als sich einige Stammeskrieger im Jahr 514 vAF dem Feldzug von [[Kuraz As’tiro]] anschlossen. Die Chronisten des Alten Reiches berichten von einer Schar primitiver Stammeskrieger, die mit Keulen und Steinäxten bewaffnet über Vorräte und Eisenwaren herfielen. Zwar hatten sie kaum einen Anteil an den größeren Schlachten im [[Barbarenkrieg des Kuraz]], doch lösten sie sich lange vor Kriegsende von den Heeren und bildeten plündernde Banden, die noch lange nach Kuraz‘ vernichtender Niederlage 501 vAF ein Ärgernis für das Alte Reich blieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hroa selbst haben diese lange zurückliegenden Ereignisse längst vergessen, und aufgrund der mangelnden schriftlichen Aufzeichnung wird ihre Geschichte größtenteils durch mündlich vorgetragene Lieder überliefert. Die ältesten Lieder der Hroa sprechen davon, dass ihre Ahnen aus dem Norden gekommen waren, einem Ort, der im kollektiven Gedächtnis nur als das die [[Weiße Weite ohne Himmel]] bekannt ist. Ob sie damit das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] jenseits des [[Weltendach|Weltendachs]] meinen und ob dies bedeutet, dass sie den Weg aus [[Beleagand]] auf dem Landweg beschritten haben, ist unklar. Die Lieder jedenfalls berichten, dass ein unnatürlich langer Winter sie von dort vertrieben habe, ein Winter, in dem Gletscher brachen, das Meer gefror und das Wild verschwand. In langen Märschen zogen sie auf der Spur der Herden nach Süden, bis sie ihre heutige Heimat erreichten. Zwar begannen sich in jener Zeit erste Unterschiede zwischen den Stämmen zu manifestieren, doch gab es keine festen Grenzen, Thingplätze oder Könige. Man vermutet, dass der &#039;&#039;&#039;Große Zug aus dem Weiß&#039;&#039;&#039; sich etwa zwischen 850 und 650 vAF zugetragen habe. In der Folgezeit etablierten sie sich in ihren neuen Landen, die Sommer wurden länger und die Stämme begannen, dauerhaft zu siedeln. Diese Epoche war eine Zeit der Identitätsbildung, Dialekte entwickelten sich und Rituale verfestigten sich. Die Hroa begannen in dieser Zeit, sich selbst als „Hroa“ zu bezeichnen – ein uraltes Wort, das sich vermutlich mit „die Ausharrenden“ übersetzen lässt. Doch mit der Sesshaftigkeit kam Besitzdenken, und erstmals wurden Grenzen markiert und Ansprüche kundgetan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zeit der Wurzeln&#039;&#039;&#039;, wie sie bezeichnet wird, hat etwa von 650 bis 400 vAF gedauert. Die Bevölkerung begann in jener Zeit stark zu wachsen, was zur Folge hatte, dass die Nahrung in den harten Wintern immer knapper wurde und erste große Blutfehden ihren Lauf nahmen. Besonders bekannt ist heute noch der [[Krieg der Drei Furten]] am Skeldrunn, an dem sich die südlichen Sippen von Sûdhrôa gegen die Vargfotr verteidigten. Letzte begannen erstmals Boote zu bauen und erste große Raubzüge entlang fremder Küsten zu unternehmen, womit bessere Waffen ins Land kamen. Die Karnhûld reagierten dagegen mit Abschottung, in dem sie ihre Bergpässe befestigten und einige Hochladen zu heiligen Zonen erklärten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Epoche der Fehden der jungen Stämme&#039;&#039;&#039; dauerten von 650 bis 200 vAF, wobei sich in dieser Zeit ein gefährliches Muster etablierte, nach dem Stolz den Überlebensinstinkt übertrumpfte. Ab 197 vAF traf eine Serie extrem harter Winter die Hroa. Drei Jahre hinweg blieben die Sommer kaum wahrnehmbar, das Wild verließ das Land und die Flüsse gefroren bis zu ihrem Grund. Der Hunger führte zu offenen Stammeskriegen, ganze Gemeinschaften wurden in jener Zeit ausgelöscht. Nachdem sich das Klima wieder beruhigt zu haben schien und sich auch die politische Lage beruhigte, kehrte nach vierzehn Jahren die Serie der harten Winter zurück, und diesmal blieben sie für eine längere Zeit. Fort an wechselten sich einige Jahren mit milderen Wintern mit längeren Phasen sehr harter Winter ab, was zu zahlreichen Verwerfungen im Stammesland der Hroa führte. So verteidigten die Mýrkdrann ihre Sümpfe gegen Siedler aus dem Süden, während die Skarnrîs weit nach Westen zogen und mit mehreren Stämmen aneinandergerieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Zeit der Blutwinter&#039;&#039;&#039; (200 vAF – 103 AF) wurden die ersten Runensteine aufgestellt, welche vornehmlich von Verlusten sprachen und die Leser an die Götter und Geister mahnten. Allerdings tauchte auch in dieser Zeit das erste Mal die Idee eines übergeordneten Anführers auf eines Königs, der nicht aus Erbe, sondern aus der Not geboren wird. In einem besonders düsteren Winter rief ein Anführer der Sippen in Sûdhrôa namens [[Drôvakar Steinwort]] zu einem großen Thing an einem alten Steinkreis, an dem sich heute Hrôskeld befindet.  Er argumentierte, dass die Hroa sich selbst vernichteten, während der Phasen harter Winter. Seine Rede soll drei Tage gedauert haben – und schließlich wurde er zum ersten König gewählt. Unter seiner Führung wurden die Jagdreviere neu abgesteckt, ein gemeinsamer Kriegszug gegen polarnomadische Eindringlinge am Sikuinnaq beschlossen und erste Bündnisse zwischen den Stämmen geschmiedet. Drôvakar herrschte von 103 bis 119 AF, und nach seinem Tod zerfiel die Einheit der Stämme rasch. Dennoch blieb die Idee aus der [[Herrschaft des Ersten Königs]] bis heute bestehen: In äußerster Not können die Hroa eins sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 119 AF erlebten die Vargfotr eine Blütezeit, ihre Boote wurden besser und ihre Reichweite wuchs. Einige Sippen begannen, Küstensiedlungen im nördlichen Fjordland und im Nebelland zu überfallen. Mit ihnen kamen neue Einflüsse wie fremde Metalle, Geschichten und Ideen in ihre Heimat. Gleichzeitig verstärkten sich die Spannungen zwischen den Vargfotr und den übrigen Stämmen, insbesondere die Karnhûld warnten vor dem „Winddenken“, einer Mentalität, die Traditionen und althergebrachte Bindungen löse. Die Ära der Küstenstürme dauerte von 119 AF bis 526 AF. Im Jahr 526 AF begann ein weiterer extremer Klimazyklus, in dem sich der Gletscher von Vetrhjarta bildete und seither viele Meilen von Ismôrann zwischen Gebirge und Küste bedeckt. Viele Skarnrîs zogen in jenen Jahren nach Süden. Überall in Hroa eskalierten die Konflikte um Nahrung, hauptsächlich im Binnenland. 602 AF wurde schließlich [[Karnvald Hrôskarnsson]] in Hrôskeld zum König gewählt, und anders als Drôvakar setzte er auf Disziplin und strikte Verteilung. Unter seiner Führung entstand ein ungeschriebenes Gesetz: Kein Stamm verweigert einem anderen in einem Hungerwinter die Nahrung, die er entbehren kann. Dieses Gesetz gilt bis heute als heilig. Auch koordinierte König Karnvald Hrôskarnsson die Kämpfe gegen die Eisriesen und die Hügelriesen, die in jenen Jahren hier umgingen. Die &#039;&#039;&#039;Ära des Frostkrieges&#039;&#039;&#039; dauerte von 526 bis 753 AF. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 753 AF brachten mildere Jahrzehnte eine selten gekannte Stabilität, in der zahlreiche Runensteine gesetzt und die Stammesgeschichte erstmals systematisch festgehalten wurde. Die Rûnmôrr gewannen erheblichen kulturellen Einfluss, ihre Seherin wurden überall in Hroa konsultiert. Die &#039;&#039;&#039;Runenzeit&#039;&#039;&#039; dauerte von 754 bis 961 AF und war eine Zeit relativen Friedens, doch eine Zeit wachsender Ambitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein harter einzelner Winter führte 962 AF dazu, dass zwei Könige ausgewählt wurden: König [[Vargdôt Heulwind]] war ein junger und charismatischer Seefahrer, der neue Plünderzüge und ein ebenso starkes wie offensives Hroa versprach. Die Vargfotr riefen ihn eigenständig zum König aus. Die übrigen Stämme riefen als Reaktion den ältere, redegewandten und klugen [[Hrôthgar Steinmund]] aus Sûdhrôa zum König aus, der auf Stabilität und nicht auf Expansion setzte. Ab 964 AF waren die Hroa dann endgültig gespalten, es tobten Schlachten am Skeldrunn und entlang der Küsten, und jeder Versuch der Vermittlung wurde im Keim erstickt. Im Winter des Jahres 967 AF starb zunächst König Hrôthgar Steinmund in der Schlacht, während sich gegen Ende desselben Winters 968 AF König Vargdôt Heulwind im Skeldrunn ertrank. Die Stämme zogen sich in der Folge erschöpft zurück, und seither gilt es als Tabu, ohne breite Zustimmung der Stämme einen König auszurufen. Die &#039;&#039;&#039;Krieg der Geteilten Hörner&#039;&#039;&#039; von 964 bis 968 AF gilt seither als Mahnung für alle ambitionierten Anführer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit zwischen 968 AF und heute ist eine Zeit ohne König, und sie den Sängern und Runensteinen als &#039;&#039;&#039;Gegenwärtige Stille&#039;&#039;&#039; bekannt. Die Schamanen und Seher sehen in dieser Zeit den Anbruch einer neuen Epoche, denn die Zeichen sprechen eindeutig von Veränderung: Der Gletscher von Vetrhjarta wächst erneut deutlich, die Skarnrîs sprechen von seltsamen Geräuschen aus dem Eis, die Rûnmôrr deuten veränderte Träume und in den Sümpfen der Mýrkdrann steigen ungewöhnliche Nebel auf. Die Schamanen und viele Älteste sprechen von einem neuen Zyklus, der ihr Volk erwartet. Die Stammeslande der Hroa grenzen im Uhrzeigersinn an das Westliche Polarmeer, die Cituqayatundra und das Wintermeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft in Hroa.png|alternativtext=Landschaft in Hroa|mini|Landschaft in Hroa]]&lt;br /&gt;
Das Königreich Hroa liegt im Westen der Mittleren Helchanar und ist nach der Cituqayatundra das größte zusammenhängende Gebiet in dieser Region. Für diejenigen mittelreichischen Entdecker, welche den Hohen Norden kartographierten, liegt Hroa auf einer namenlosen Halbinsel zwischen der Liathmarabucht im Osten und der Sikuinnaqbucht, deren Nordostgrenze vom breiten Strom des Sikuinnaq definiert wird. Die nördliche Grenze der Stammeslande der Hroa wird – von einer Enge zwischen Flussufer und der Westküste der Liathmarabucht abgesehen – weitestgehend durch den breiten Fluss des &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039; markiert, welcher die meiste Zeit des Jahres eher gemächlich dahinströmt. In seinem Kiesbett finden sich sowohl gediegenes Gold als auch Edelsteine und Bernstein, was ihn bei Goldwäschern zu einem beliebten Ziel macht. Mit seinen Nebenflüssen stellt der Sikuinnaq den wichtigsten Verkehrsweg durch die Cituqayatundra dar, da er beinahe die gesamte Region durchquert und so gut wie nie ganzjährig gefriert. Einzig während der Schneeschmelze, während der er zeitweise zu einem reißenden Strom anschwillt, und während des tiefsten Winters, während dem große Eisschollen den Fluss hinabtreiben, birgt er eine große Gefahr. Bevor er schließlich in die Sikuinnaqbucht mündet, fächert er sich zu einem weitläufigen Delta auf und speist mit seinem bislang sehr klaren Wasser die nebelverhangenen und unwegsamen &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Der Hauptarm des Sikuinnaq bildet auch hier die Grenze zur Tundra. Auch wenn das Wetter hier vergleichsweise mild ist, es im Sommer nahezu schwül werden kann und die Sumpfwiesen im Frühling und im Sommer eine blühende Schönheit darstellen, täuscht das doch nicht über den modernden Gestank hinweg, den die Wärme hier hervorbringt. Nur wenige Bäume können hier gedeihen, stattdessen ragen viele Sträucher und Büsche hüfthoch aus den Sümpfen hervor. Im Südwesten liegt der &#039;&#039;&#039;Trollberg&#039;&#039;&#039;, der eine besondere kulturelle Bedeutung für die Haugatrolle besitzt und einem ihrer Stämme eine Heimat bietet. Mehrmals im Jahr versammeln sich alle Haugatrolle der Region hier und feiern große Gelage, gleichzeitig halten sie den größten Teil von Hroa von niederen Trollen frei. Die &#039;&#039;&#039;Wachenden Steine&#039;&#039;&#039; sind eine Formation von gut zweidutzend Monolithen, die über die gesamten Sümpfe verteilt sind und zwischen zwei und zehn Schritt in den Himmel ragen. Sie sind mit elfischen Runen bedeckt, die im Sternenlicht schimmern, während sie bei einer Sonnenfinsternis in unheimlichen grünen Licht flackern. Die Wachenden Steine sind ein Relikt aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus. Der &#039;&#039;&#039;Rote Bau&#039;&#039;&#039; ist ein Tagebau am Ostrand der Sümpfe, an dem die Mýrkdrann bescheidene Mengen von Eisen und Kupfer abbauen. Früher einmal haben hier auch Prospektoren der Nordzwerge gegraben, diese sind jedoch lange vor Ankunft der Hroa weitergezogen. Geschützt wird der Rote Bau von einer namenlosen Burg der Zwerge, in welche sich die Bergleute bei Gefahr zurückziehen. Das bogenförmige &#039;&#039;&#039;Hrôskarngebirge&#039;&#039;&#039; liegt inmitten von Hroa und teilt das Land in eine West- und eine Osthälfte. Während der Bogen sich an seiner Außenseite durch unvermittelt abfallende Felswände, tiefe Schluchten und steile Anstiege kennzeichnet, ist seine Innenseite durch ein sanftes Hügelland geprägt. Durch das Gebirge führen nur wenige Pässe und sichere Wege, und selbst diese werden entweder von gefährlichen Kreaturen bewohnt oder von den Karnhûld aufmerksam gehütet. Vage Gerüchte sprechen jedoch von einer Hochebene, die von allen Seiten von Bergen geschützt und durch heiße Quellen derart gewärmt wird, dass sich hier ein blühender Wald entwickeln konnte. Viel mehr ist nicht über das &#039;&#039;&#039;Sonungrtal&#039;&#039;&#039; bekannt, außer dass hier angeblich die Karnhûld mit Huldretrollen friedlich Seite an Seite leben. Knapp vor dem Tal des Bogens, welcher das Hrôskarngebirge beschreibt, liegt der &#039;&#039;&#039;Hort von Grimmynth&#039;&#039;&#039;, eines uralten und mächtigen Walddrachen. Einer Legende zufolge hütet er einen magischen Schatz, die ihm die Elfen überlassen haben, bevor sie diese Region verlassen haben. Inzwischen hat &#039;&#039;&#039;Grimmynth&#039;&#039;&#039; ein bescheidenes Gefolge von zwei Hügelriesen und drei kleinen Stämmen der Schneegoblins um sich geschart, über die er wie ein König herrscht und die ihm die lästige Pflicht des Jagens abnehmen, auch wenn die Karnhûld der Region im Tribute leisten. Im Westen des Hrôskarngebirges liegt der gigantische &#039;&#039;&#039;Gletscher von Vetrhjarta&#039;&#039;&#039;, der sich inzwischen vom Gebirge bis zur Küste des Westlichen Polarmeeres erstreckt. Er entstand erst im ersten Jahrhundert nach dem Fall von Antavia, doch sind eine Ursprünge rätselhaft und sicherlich nicht natürlich. Das Eis ist von tausenden Höhlen durchzogen, die ein ebenso unübersichtliches wie tödliches Labyrinth bilden, auch wenn in den tiefsten Kavernen reichhaltige Vorkommen von Edelmetallen und Edelsteinen locken. Manchmal spülen Wildbäche und die Sommerschmelze antike Werkzeuge und Relikte einer längst vergessenen insektoiden Zivilisation aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus zutage, für die Gelehrte in Ennor und Xian ein Vermögen zu zahlen bereit wären. Der &#039;&#039;&#039;Windberg&#039;&#039;&#039; ist ein einsamer und windumtoster Berg, der geologisch zum Hrôskarngebirge gehört, sich jedoch mehrere Meilen nördlich von diesem befindet. Die Skarnrîs glauben, dass er vom Gletscher vom Rest des Gebirges getrennt wurde. In den Riten ihrer Schamanen spielt er eine große Rolle, denn als Höhepunkt der Meisterprüfung muss ein jeder Schamane allein an seinen Hängen meditieren. Viele Lehrlinge kommen von dieser Prüfung nicht zurück. Insgesamt ist der Gletscher von Vetrhjarta ein gefährlicher Ort, denn neben Schneestürmen und der schneidenden Kälte ist der das Jagdgebiet von Eisdrachen, Frostwürmern, Hrimwölfen und dem ein oder anderen Eisriesen, den es inzwischen hierhin verschlagen hat. Auch Schneetrolle und Yhetis sollen sich hier finden. Im Westen des Gletschers wächst dieser inzwischen auch in den &#039;&#039;&#039;Isdranfjord&#039;&#039;&#039; hinein, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis er vom Gletscher verschlungen wird. Nördlich des Fjords liegt im Westlichen Polarmeer die mittelgroße Insel &#039;&#039;&#039;Iskarnes&#039;&#039;&#039;, deren Betreten schon seit Jahrhunderten mit einem Tabu belegt ist. Sie ist stets von Nebelbänken umgeben, und aus der Ferne kann man die Überreste elfischer Ruinen erkennen, die weite Teile der Insel bedecken. Das Tabu liegt allerdings an den hier hausenden Kannibalen, die sich während des Blutwinters von den restlichen Hroa abspalteten. Das Land östlich des Gletschers ist als &#039;&#039;&#039;Ismôrann&#039;&#039;&#039; bekannt und seit der Entstehung eben jener Grenze eine gefrorene Tundra, die bis an den Rand der Sümpfe des Sikuinnaq reicht. Sowohl durch Ismôdrann als auch den südlich angrenzenden Môrdimmrwald fließt der &#039;&#039;&#039;Drônhjart&#039;&#039;&#039;, der über den &#039;&#039;&#039;Hrôdrannfjord&#039;&#039;&#039; ins Westliche Polarmeer mündet. Der im südlichen Hrôskarngebirge entspringende Fluss spielt eine große Rolle bei der Versorgung sowohl der Skarnrîs als auch der Rûnmôrr, denn die sowohl im Frühjahr als auch im Herbst stattfindende Wanderung der Lachse treibt Unmengen dieser Fische aus dem Meer in den Fluss, wo sich die Menschen, die Schneegoblins und die Natur an ihnen gütlich tun. Im Bogen des Hrôskarngebirges liegt der dichte und urtümliche &#039;&#039;&#039;Môrdimmrwald&#039;&#039;&#039;, dessen dunkelgrüne Weiten wie ein Meer aus Nadelbäumen wirkt. Bizarre Felsnadeln, tiefe Schluchten und einsame Findlinge prägen dieses Waldgebiet, auch so mancher Hinweis auf vulkanische Aktivität wie Geysire und heiße Quellen findet sich hier. Erst zu seinen Rändern im Norden und im Nordosten hin wird der Môrdimmrwald freundlicher, sodass sich auch Angehörige anderer Stämme hierhin wagen. Grundsätzlich präsentiert sicher sich als typischer Nadelwald des Hohen Nordens mit uralten Nadelbäumen, lichtem Unterholz und widerstandsfähigen Kräutern und Farnen. Im Sommer kann man sich hier fast vollständig durch Pilze und Beeren ernährend, während man sich im Winter auf Flechten und Moose beschränkt, wenn auch das Jagdwild knapp wird. Feen und Naturgeister sind hier recht häufig, und alle paar Meilen findet man ein mehr oder weniger gut verstecktes Feentor. Im westlichen Môrdimmrwald finden sich die &#039;&#039;&#039;Ruinen von Nimgauragr&#039;&#039;&#039;, einer großen Stadt mit einem Tempel aus schwarzem Gestein. Niemand kennt das Schicksal der Stadt oder ihrer Bewohner, jedoch gehen deren Seelen in den Ruinen in der Umgebung dieses Tempes um. In den Randbezirken hat sich inzwischen ein Stamm der Schneegoblins niedergelassen, welche jedoch die inneren Ruinen strikt meiden. Auf einem kahlen Hügel inmitten einer Lichtung befindet sich ein großer Monolith, gezeichnet von unzähligen Runen der Hroa und solchen, die noch viel älter sind. Vor diesem als &#039;&#039;&#039;Schamanenstein&#039;&#039;&#039; bezeichneten Monolithen befindet sich ein steinerner Tisch mit einer runden Vertiefung, deren genauer Zweck selbst den Rûnmôrr ein Rätsel ist. Hier versammeln sich einmal im Jahr die Schamanen der einzelnen Sippen, die gemeinsam die Zeichen für das kommende Jahr deuten, sich austauschen und gemeinsam feiern. Auch werden bei diesen Treffen neue Schüler feierlich in den Kreis der Schamanen aufgenommen und die Nachfolger ihrer Meister als solche begrüßt. Angeblich besuchen auch die Schamaninnen der Schneegoblins den Schamanenstein, was von den menschlichen Schamanen gern toleriert wird. Auch wenn kaum einer davon weiß, befindet sich in der Nähe des Schamanensteins die &#039;&#039;&#039;Bildaschlucht&#039;&#039;&#039; – eine von zahlreichen schroffen Schluchten, deren Grund kaum je das Sonnenlicht sieht. Der Riss im Waldboden beinhaltet eine große Siedlung der Schneegoblins, die erstaunlich menschenähnlich wirkt. Man findet hier einen kleinen Markt, eine Befestigung und sogar eine Taverne. Fremde werden hier in der Regel freundlich begrüßt und bewirtet, selbst wenn es sich dabei um Menschen oder Waldschratte handelt. Das &#039;&#039;&#039;Eiskieferntal&#039;&#039;&#039; ist ein unirdischer Ort im Môrdimmrwald, den selbst die mächtigsten Waldbewohner zu betreten scheuen. Hier ist alles mit einer dicken Schicht klaren Eises überzogen, und jeder unachtsame Wanderer gefriert binnen Minuten, wenn er sich nicht mit mächtiger Magie schützt. Angeblich haben die Rûnmôrr hier eine Königin der Ragana verbrannt, die mit ihrem letzten Atemzug das Tal verfluchte. Das &#039;&#039;&#039;Herz des Waldes&#039;&#039;&#039; liegt im Mittelpunkt des Môrdimmrwalds und präsentiert sich als eine kreisrunde, von großen Mammutbäumen gesäumte Lichtung. In ihrem Herzen liegt ein klarer und kreisrunder Teich, in dessen Wassern ein Kundiger einen Blick in die Zukunft erhaschen kann. Das Herz des Waldes ist ein großer Übergang in die Feenwelten und wird von der mächtigen Dryade &#039;&#039;&#039;Myaslanye&#039;&#039;&#039; beschützt. Der &#039;&#039;&#039;Aynariusschrein&#039;&#039;&#039; ist der Überrest eines Tempels der Hochelfen, den diese über einer unterirdischen Kammer errichtet haben, die von den Statuen von vier Elfenkönigen versiegelt wurde. Angeblich weiß niemand, was darin aufbewahrten – oder einsperrten. Das &#039;&#039;&#039;Tal des Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; wird, wie sein Name schon verrät, vom &#039;&#039;&#039;Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; und seiner Großfamilie bewohnt. Allerdings sollte man sich von diesem Namen nicht täuschen lassen und einen freundlichen Ort erwarten – Arnlaug und seine Sippe sind ausgestoßene Kannibalen. Eines der erstaunlichsten Phänomene des Môrdimmrwaldes ist jedoch sicherlich &#039;&#039;&#039;Hinvin&#039;&#039;&#039;, die Stadt der Feen. Es handelt sich hierbei um eine kleine Stadt, die von sprechenden Tieren, Naturgeistern, Kobolden und zahlreichen Feen bewohnt wird. Sie erscheint ausschließlich in Vollmondnächten an wechselnden Orten im Wald, wo sie Wanderer mit ihrem unirdischen Licht und einem überaus freundlichen Empfang lockt, nur um zum nächsten Vollmond an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Verpasst ein Wanderer den richtigen Zeitpunkt, sich zu verabschieden, findet er sich erst beim erneuten Auftauchen der Stadt an dem Ort, an dem er sie betreten hat, wieder. Manchmal können so Jahrzehnte bis Jahrhunderte vergehen, die der Wanderer dann verliert. Östlich der Hrôskarngebirges liegt zwischen dem &#039;&#039;&#039;Kjarnvetr&#039;&#039;&#039; im Süden und dem Sikuinnaq im Norden die &#039;&#039;&#039;Kjarnmark&#039;&#039;&#039;. Dieses schmale Land zwischen den schroffen Graten des Gebirges und der nicht minder schroffen Küste zum Wintermeer beziehungsweise zur &#039;&#039;&#039;Skjoralbucht&#039;&#039;&#039; und zur &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039; im Norden ist steinig und nur wenig ergiebig, weshalb die meisten Menschen an den Flussufern und der Küste leben. Gerade die &#039;&#039;&#039;Vôrneshalbinsel&#039;&#039;&#039; im Nordosten des Landes ist verhältnismäßig dicht besiedelt. Im Süden der Kjarnmark liegen &#039;&#039;&#039;Ruinen von&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Folkadalsa&#039;&#039;&#039;, einer verlassenen Hafenstadt, die dereinst sicherlich zu den bedeutendsten und größten Siedlungen in ganz Hroa gehörte. Die Stadt wurde während der Herrschaft des Ersten Königs fluchtartig verlassen, warum ist heute völlig in Vergessenheit geraten. Besucher berichten, dass hier eine unangenehme Präsenz zu spüren ist, und diejenigen, die sich hier länger aufhalten, unter grippeartigen Symptomen leiden. Südlich des Bogens des Hrôskarngebirges liegt die Region &#039;&#039;&#039;Sûdhrôa&#039;&#039;&#039; zwischen dem Kjarnvetr samt seines Nebenflusses &#039;&#039;&#039;Drasklev&#039;&#039;&#039; im Osten und dem Skeldrunn im Westen. Sûdhrôa wird weitestgehend von Ebenen geprägt, die dank des Schutzes des Gebirges und des Einflusses des Wintermeers über ein recht mildes Klima und vergleichsweise fruchtbare Böden verfügt. Sûdhrôa ist die Kornkammer des gesamten Königreichs und verfügt außerdem über zahlreiche Inseln, die vorwiegend von Fischern bewohnt werden. Das westliche Drittel der Küste grenzt an die &#039;&#039;&#039;Bucht von Môrvik&#039;&#039;&#039;, welche immer wieder von Seedrachen heimgesucht wird. Im Süden der Bucht kann man bei ruhigem Gewässer unter der Wasseroberfläche die Ruinen einer elfischen Stadt erkennen, die noch in der Zeit vor dem Großen Kataklysmus stammen. Ihr Name ist längst vergessen, die Einheimischen nennen sie die &#039;&#039;&#039;Versunkene Stadt&#039;&#039;&#039; und meiden sie abergläubisch. In gerader Linie südlich der Ruinen liegt in den Tiefen des Wintermeers verborgen ein &#039;&#039;&#039;Walfriedhof&#039;&#039;&#039;, an dem sich die gewaltigsten aller Wale zum Sterben versammeln. Auch wenn es unter den Hroa fast aller Stämme einige Walfänger gibt und deren Speck, Tran, Fleisch und Knochen einen bedeutenden Teil ihres Überlebens darstellen, so gelten angespülte Walkadaver und -knochen doch als heilig. Sie werden meist nach Art des heimischen Stammes bestattet und mit Respekt und Ehrfurcht behandelt. Die Bucht von Môrvik fächert im Norden in zwei kleinere Buchten auf, namentlich die westliche &#039;&#039;&#039;Skarnbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skarnflod&#039;&#039;&#039; mündet, der Sûdhrôa in eine Ost- und eine Westhälfte teilt, und die &#039;&#039;&#039;Drôskbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skeldrunn&#039;&#039;&#039; mündet. Östlich der Skarnbucht liegen die Inseln &#039;&#039;&#039;Kjarnvik&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Ulvronn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Vôrskjaal&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Skarnhalv&#039;&#039;&#039;, während in der Drôskbucht die Inseln &#039;&#039;&#039;Vargrann&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Hraskholm&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Môrskeld&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Drôskjar&#039;&#039;&#039; liegen. Die Insel Môrskeld ist zwar für ihr stürmisches Wetter sowie für tückische Strömungen berüchtigt, doch sind ihre Küsten dicht besiedelt und ihr Landesinnere besonders wild und urtümlich. Die Insel Vôrskjaal ist vor allem für ihre Grabhügel bekannt, denn während in Küstenregionen die Hroa ihre Toten meist mit einem Boot aufs Meer schicken oder verbrannt werden, liegen hier besondere Helden ihres Volkes bestattet. Der &#039;&#039;&#039;Vôrskjaalturm&#039;&#039;&#039; ist ein verlassener Turm der Elfen, der inzwischen den Hroa als Festung dient. Der Westen des Königreichs der Hroa wird von der weitläufigen und zerklüfteten Halbinsel &#039;&#039;&#039;Varghalvdrann&#039;&#039;&#039;, deren Küste von vielen Fjorden geprägt und deren Landesinnere hauptsächlich von unwegsamen, windgepeitschten und kragen Hochebenen und Hochmooren beherrscht wird. Die Menschen hier gehören größtenteils zum Stamm der Vargfotr und bewohnen größtenteils die Küstenstreifen, während ihre Verwandten im Binnenland als unberechenbare Halbwilde gelten. Die Grenzen des Varghalvdrann im Osten werden vom Skeldrunn, vom Hrôskarngebirge und von der Westwand des Gletschers von Vetrhjarta markiert. Die bedeutendsten Fjorde in Varghalvdrann sind von Süden nach Norden &#039;&#039;&#039;Vôrskalfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Karnfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vetrhjelmfjord&#039;&#039;&#039;, der nach einem Einsturz über ein beinahe vollkommen abgeschirmtes Hafenbecken verfügt, der &#039;&#039;&#039;Rûnvagrfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vraknesfjord&#039;&#039;&#039;, und der &#039;&#039;&#039;Draskfjallfjord&#039;&#039;&#039;. An der Westküste des Vôrskalfjords liegt die langgezogene &#039;&#039;&#039;Ulvrnesethalbinsel&#039;&#039;&#039;, die von tektonischer Aktivität in Form von Geysiren geprägt ist. Hier lebt seit dem Krieg der Geteilten Hörner mindestens vier Werwolfrudel, die von den lokalen Dörfern der Vargfotr sowohl Nahrung als auch andere Ressourcen erpressen. Während die Ulvrnesethalbinsel den südlichsten Punkt des Königreichs darstellt, bildet die &#039;&#039;&#039;Hrôaskjoldhalbinsel&#039;&#039;&#039; zwischen dem Vetrhjelmfjord und dem Rûnvagrfjord den westlichsten Punkt. Vor dessen Küste findet sich die Insel &#039;&#039;&#039;Rûnhall&#039;&#039;&#039;, auf der sich zahlreiche Runensteine finden und die inzwischen hauptsächlich von Rûnmôrr bewohnt wird. Die Tierwelt von Hroa ist extrem vielfältig: Hier machen Höhlenbären, Höhlenhyänen, Höhlenlöwen, Hrimwölfe, Luchse, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe, Schneelöwen sowie Eisdrachen, Frostwürmer, Lindwürmer und Tatzelwürmer Jagd auf Auerochsen, Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Riesenwildschweine, Steinböcke, Wildschafe, Wollnashörner und Zwergmammuts. Das Meer und die Küstenregionen sind die Heimat von Albatrossen, Blauwalen, Buckelwalen, Grauwalen, Grindwalen, Kaiserhaien, Möwen, Papageientauchern, Pinguinen, Riesenhaien, Riesenhummern, Riesenkraken, Robben, Schweinswalen, Seedrachen, Seelöwen, Seeschlangen, Sturmvögeln, Walrossen, Wollwalen und Zwergwalen. Die meisten von ihnen ernähren sich von den riesigen Schwärmen von Krill, von Dorschen, Heringen und Lachsen sowie Königskrabben und Riesenaustern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Das Klima in Hroa ist rau und wechselhaft, geprägt zwischen seiner Lage zwischen dem offenen Wintermeer im Süden und dem von Packeisfeldern geprägten Westlichen Polarmeer im Norden. Es ist kein Land des ewigen Frosts, sondern der ständigen Grenzzustände, zwischen Tau und Eis sowie zwischen Sturm und Stille. An der Südküste mildert das Meer die Winter etwas, Stürme bringen Schnee, Regen und salzige Gischt, doch das Wasser friert nur in besonders kalten Jahren zu. Die Sommer sind kurz, kühl und hell, aber lang genug für Weidewirtschaft und etwas Ackerbau in geschützten Tälern. Im Landesinneren werden die Winter strenger und trockener. Schnee bleibt monatelang liegen, und klare Nächte bringen klirrende Kälte. Das Gebirge selbst wirkt wie eine Wetterscheide: Es fängt Stürme ab, verstärkt Winde und trägt selbst im Sommer weite Schneefelder. Auf dem Gletscher von Vetrhjarta sowie in dessen Umland samt Ismôrann herrschen beinahe polare Verhältnisse. Der Boden taut hier im Sommer nur oberflächlich auf, das Meer friert teilweise zu und die Winter sind lang und dunkel. Der Gletscher sendet kalte Winde ins Land und beeinflusst das Wetter spürbar. Im Norden sammeln sich Feuchtigkeit und Nebel in den Sümpfen des Sikuinnaq, dort sind die Sommer schwül im Vergleich zum restlichen Land, während im Winter trügerisch dünne Eisdecken entstehen. Charakteristisch für ganz Hroa sind die extremen Lichtverhältnisse: Sehr lange Sommertage und ausgedehnte Winterdämmerungen, deren Rhythmen das Land ebenso stark wie Kälte und Frost prägen. Das Land der Hroa steht stets am Rande des Gefrierens – und genau dieses Gleichgewicht zwischen bewohnbar und feindlich hat seine Menschen geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Hroa ist kein geeintes Reich, sondern ein loses Geflecht aus acht großen Stämmen und zahlreichen kleineren Sippen. Es gibt keinen dauerhaften Herrscher, keinen festen Thron, keine Hauptstadt. Autorität entsteht aus Zustimmung und vergeht mit ihr. Ein König wird nur in außergewöhnlichen Krisenzeiten ausgerufen, bei äußeren Bedrohungen, Hungersnöten oder existenziellen Spaltungen. Seine Macht ist nicht erblich, sondern an Vertrauen und Notwendigkeit gebunden. Seit dem Krieg der Geteilten Hörner gilt es als gefährlich, ohne breite Zustimmung der Stämme eine Wahl anzustreben. Derzeit herrscht eine gespannte Ruhe: Es gibt keinen König, doch die Stämme beobachten einander aufmerksam: Die Hrôthmark drängen auf stärkere Koordination und regelmäßige Versammlungen, die Vargfotr suchen Einfluss über eine große Seemacht, die Karnhûld pochen auf Stabilität und alte Gesetze, die Skarnrîs warnen vor Veränderungen im Eis und die Rûnmôrr deuten beunruhigende Zeichen. Offener Krieg herrscht nicht, aber alte Fehden sind nie ganz vergessen. Bündnisse wechseln, Ehen werden politisch genutzt und jede größere Entscheidung erfordert langwierige Versammlungen. Hroa ist kein Staat im eigentlichen Sinne, sondern eine Kulturgemeinschaft, die auf einem Gleichgewicht aus Stolz, Misstrauen und gemeinsamer Erinnerung basiert. Solange keine existenzielle Bedrohung auftaucht, bleibt dieses fragile Gleichgewicht bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hroa ===&lt;br /&gt;
Die absolute Bevölkerungsmehrheit im Königreich Hroa sind die namensgebenden &#039;&#039;&#039;Hroa&#039;&#039;&#039;, welche jedoch kein Volk im engeren Sinne darstellen, sondern eine Ansammlung mehrerer kulturell vielfältiger Stämme. Die Hroa gehören zu den Vraknarvölkern und werden mitunter als deren urtümlichste Ausprägung verstanden, wobei auch sie sich inzwischen deutlich von der Ursprungskultur entfernt haben. Die Hroa sind meist groß gewachsen, breitknochig und wettergegerbt. Ihre Haut ist hell, von Wind und Frost gezeichnet. Ihre Haare reichen von aschblond bis dunkelbraun, werden oft lang getragen, geflochten und mit Lederbändern gebunden. Narben gelten nicht als Makel, sondern als Zeugnis erlebter Winter. Ihre Kleidung besteht aus Fell, dickem Wollstoff, Leder und umfasst gelegentlich Metallbeschläge. Schmuck ist hier selten prunkvoll, dafür aber sehr bedeutungsschwer: Knochen; Runenanhänger, Zähne und einfache Silberringe werden bevorzugt. Die Hroa glauben nicht an ferne entrückte Götter, ihre Welt ist unmittelbar: Der Wind trägt die Stimmen der Ahnen, jeder Fluss hat ein Herz, die Berge erinnern sich an alles und das Eis ist eine Prüfung. Ihr Glaube ist animistisch, stammesabhängig anders ausgeprägt, aber stets eng mit der Natur und dem eigenen Überleben verbunden. Runen sind keine Magie im klassischen Sinne, sondern in Stein, Holz und Knochen geritzte Erinnerungszeichen. Jeder Hroa ist frei geboren, es gibt weder einen Adel noch eine dauerhafte Zentralmacht. Häuptlinge müssen sich durch Stärke, Weisheit und Erfahrung die Zustimmung ihrer Sippen verdienen. Ein König wird nur in Zeiten großer Not anerkannt, und seine Macht endet mit seinem Tod oder mit dem Ende der Krise. Seit der Herrschaft das ersten Königs gilt das Gastrecht als heilig. Das Leben der Hroa ist hart, aber nicht freudlos. So sind die Winterabende voller Geschichten, Lieder werden gesungen und Hochzeiten werden laut und gemeinschaftlich am Wasser gefeiert. Kinder lernen früh zu jagen, zu fischen und zu kämpfen. Der Tod wird nicht gefürchtet, sondern wird als Rückkehr in den Wind, ins Wasser und in den Stein verstanden. Wenn man einen Hroa fragt, was sein Volk in Gänze ausmacht, lautet die Antwort meist: „Wir sind jene, die bleiben.“ – nicht, weil sie das Land besitzen, sondern weil sie es überdauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Sûdhrôa leben die Sippen der [[Hrôthmark]], die sich selbst als Hüter der Versammlungen und der Königsstadt Hrôskeld empfinden. Ihre Winterlager sind größer als die anderer Stämme, ihre Versammlungsplätze sind gut ausgebaut und diese gelten als besondere Höhepunkt im Jahr. Sie betreiben Ackerbau – vorwiegend Gerste, Schwarzroggen, Frostrüben und robuste Wurzelpflanzen – und halten größere Viehherden. Aus den Frostrüben brauen sie ein starkes Rübenbier. Aufgrund ihrer zahlreichen und großen Sippen ist ihre Politik komplexer als die der anderen Stellen. Die Hrôthmark sehen sich als Herz des Volks der Hroa und glauben, dass Stärke allein reicht nicht, sondern Einigkeit erarbeitet werden muss. Deswegen stammen zwei von vier Königen aus ihrem Stamm. Andere Stämme werfen ihnen vor, zu viel zu reden. Doch wenn Entscheidungen anstehen, sind es oft die Hrôthmark, die die Situation treffend in Worte fassen.&lt;br /&gt;
* Die [[Iselvren]] leben in der Kjarnmark im Osten des Landes, vorwiegend entlang der Küste und des Südufers des Sikuinnaq. Ihre Siedlungen bestehen vorwiegend aus Pfahlbauten, an denen Boote fest vertäut sind. Fluss und Meer sind nicht nur Nahrung und Weg, er ist ein Symbol der Zeit, Sie messen Jahre nicht nach Herrschern oder Schlachten, sondern nach Hochwassern und Eisbrüchen. Ihre Ältesten gelten als sehr besonnen, viele Konflikte zwischen den Stämmen wurden auf neutralem Boden am Fluss oder an der Küste beigelegt. Die Iselvren pflegen das &#039;&#039;&#039;Wasserwort&#039;&#039;&#039;, ein Ritual, bei dem Streitende im knietiefen Wasser stehen und ihre Klagen aussprechen. Wer im Fluss lügt, so glauben sie, wird im nächsten Winter vom Eis geholt. Im Krieg sind sie flexibel: Sie kontrollieren Furten und die Küste, unterbrechen Versorgungswege und kennen jede verborgene Passage. Iselvren mögen nicht die wildesten Kämpfer sein, oft aber die entscheidenden.&lt;br /&gt;
* Die [[Karnhûld]] leben im Hrôskarngebirge, wo der Wind schneidend über nackte Grate fährt und selbst im Sommer der Schnee in den Schatten überdauert. Ihre Hallen sind halb in den Stein geschlagen, halb aus schweren Steinblöcken gefügt. Rauch kriecht flach aus schmalen Öffnungen, und von außen wirken ihre Siedlungen wie natürliche Felsformationen. Sie glauben, dass das Hrôskarngebirge keine natürliche Formation ist, sondern der versteinerte Leib eines Helden – genauer gesagt eines Riesen, der sich selbst opferte, um die Hroa vor dem ersten Winter in ihrer neuen Heimat zu schützen. Jeder Karnhûld kennt die alten Erzählrungen von dem Herzschlag im Stein, der nur in absoluter Stille zu hören sei. Kinder der Karnhûld wachsen hart auf. Mit zwölf Wintern verbringen sie drei Tage allein in einer Felsspalte, nur mit Wasser, Messer und einer Decke. Wer zurückkehrt, gilt als „vom Berg angenommen“. Versagen wird nicht verspottet, aber auch nicht vergessen – ohne diese Prüfung gilt man niemals als ganz erwachsen. Die Karnhûld sind konservativ, traditionsgebunden und misstrauisch gegenüber schnellen Veränderungen. In Stammesversammlungen sprechen ihre Ältesten langsam, fast bedächtig, und wägen jedes Wort.&lt;br /&gt;
* Im Nordwesten, wo der große Sikuinnaq auffächert und ein weitläufiges Sumpfgebiet bildet, liegt die Heimat der [[Mýrkdrann]] – „die aus dem Dunkelwasser“. Ihre Häuser stehen auf hölzernen Stelzen, verbunden durch schmale Stege über schwarzem Moorwasser. Sie kennen die Sümpfe des Sikuinnaq wie niemand sonst. Zwischen Torfinseln, Nebeln und tückischem Grund bewegen sie sich fast vollkommen lautlos, wenn sie Heilkräuter sammeln, Sumpfwild jagen und Torf für ihre Feuer stechen. Ihr Glaube ist leise und tief. Sie sprechen von den Geistern des Wassers und davon, dass die Sümpfe die Erinnerungen bewahren. Wer im Sumpf stirbt, so die Mýrkdrann, wird nicht vergessen, sondern zu einem Teil des Landes. Viele andere Stämme der Hroa meiden ihre Gebiete aus Angst vor dem allgegenwärtigen Nebel, doch sind die Mýrkdrann keine finsteren Gestalten – sie sind jedoch stets vorsichtig und beherrschen ihr Terrain meisterhaft.&lt;br /&gt;
* Im dichten Môrdimmrwald, wo Nebel zwischen uralten Stämmen hängt und kaum Licht den Boden erreicht, leben die [[Rûnmôrr]]. Ihre Dörfer sind klein und verstreut, manche Häuser stehen auf Plattformen in Bäumen, andere sind halb in moosige Hänge gebaut. Sie glauben, dass jeder Baum einen Namen trägt und jeder Windstoß eine Botschaft. Ihre Seherinnen – Runenmütter genannt – lesen aus Knochen, Rinde und Rauch. Traumdeutungen sind ein bedeutender Teil des Alltags, und kein wichtiger Entschluss wird ohne Zeichen geführt. Die Rûnmôrr sind zurückhaltend, aber nicht schwach. Niemand kennt Kräuter, Gifte, Rauschmittel und Heilmittel so gut wie sie. In Konflikten ziehen sie es vor, nicht offen zu kämpfen. Ihre Stärke liegt im Verbergen, im Beobachten und im geduldigen Warten. Zwischen Rûnmôrr und Mýrkdrann herrscht eine enge Freundschaft. Seit einigen Jahren leben einige Angehörige ihres Volkes auf Rûnhall und versuchen, die Runensteine dort zu deuten.&lt;br /&gt;
* Die [[Skarnrîs]] leben zwischen dem östlichen Rand des Gletschers von Vetrhjarta und dem westlichen Rand der Sümpfe des Sikuinnaq. Ihr Land ist seit der Entstehung des Gletschers karg, das Meer voller Treibeis und die Luft schneidend klar. Sie ziehen mit Fellzelten über gefrorene Ebenen und kennen Spalten, die für andere unsichtbar sind und ihnen Unterschlupf gewähren. Ihr Alltag ist von Entbehrung geprägt, Nahrung nie sicher und Schutz nie selbstverständlich. Doch klagen sie nicht, Klage gilt als Verschwendung von wertvollem Atem und Wärme. Ihre Kinder werden früh an die Kälte gewöhnt, ein altes Ritual verlangt, das Neugeborene ins eiskalte Wasser des Drônhjart getaucht werden, nicht aus Grausamkeit, sondern um „dem Frost ihren Namen zu zeigen“. Generell spielt der Drônhjart – oder viel mehr die alljährliche Lachswanderung – eine bedeutende Rolle im Leben der Skarnrîs. Sie kämpfen hart, sind direkt und ohne Zierde. Wenn die Skarnrîs erscheinen, ist es ein Zeichen, dass Land und Leute in ernster Gefahr sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Vargfotr]] leben auf Varghalvdrann, der großen Halbinsel im Westen des Stammeslandes, meist entlang der zerklüfteten Küste. Ihre Häuser ducken sich in Fjordmulden, und ihre Boote sind schmal, flexibel und erstaunlich schnell. Sie verstehen das Meer nicht als ihren Feind, sondern als Prüfung. Der Wind ist für die Vargfotr heilig. In seinen Richtungswechseln lesen sie Zeichen und alte Vargfotr sagen, dass im Sturm die Seelen der Ahnen reisen. Deshalb wird vor jeder großen Fahrt ein leiser Gesang angestimmt, der als Erinnerung für den Wind dienen soll, wo die Reisenden herkommen. Ihre Gesellschaft ist rudelartig organisiert – mehrere verwandte Familien bilden ein „Rudel“, geführt von einer erfahrenen Kriegerin oder einem bewährten Seefahrer. Loyalität gilt zuerst dem Rudel, dann dem Stamm. Im Kampf sind sie unberechenbar, sie greifen aus Nebelbänken heraus an, landen unerwartet an fremden Küsten und verschwinden ebenso schnell wieder.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Völker und Kulturen ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich lebten an der Nordküste von Hroa die Walrossmenschen der [[Outanek]], welche jedoch im herannahenden Gletscher von Vetrhjarta ein finsteres Omen sahen und ihre Heimat verließen. Dennoch kommen sie immer wieder an diese Gefilde, vor allem um mit den vertrauten Skarnrîs zu handeln. Auch [[Polarnomaden]] kommen in guten Jahren hin und wieder nach Hroa, um hier mit den Stämmen zu handeln – in schlechten Jahren sind diese allerdings eine große Gefahr für ihre nomadischen Sippen. In den Höhlen des Hrôskarngebirges leben einige primitive Stämme der [[Höhlenmenschen]], deren Angehörige zu den letzten Überlebenden ihrer Art gehören. Sie ernähren sich als Jäger und Sammler, und aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit töten sie jeden, der sich ohne Einladung ihren Höhlen nähert.  Dauerhaft leben im Königreich Hroa daneben vor allem [[Schneegoblins]], im Vorgebirge [[Hügelriesen]] sowie im Môrdimmrwald [[Ragana]] und [[Waldschratte]]. Ob es auf dem Gletscher von Vetrhjarta inzwischen [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]] und [[Yhetis]] gibt, konnte noch nicht bestätigt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und andere wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Hrôskeld ======&lt;br /&gt;
Die „Hauptstadt“ des Königreichs Hroa ist Hrôskeld in Sûdhrôa, welche als Ort der Ausrufung eines neuen Königs dient. Die Stadt wurde an einem Geysirfeld errichtet, welche für ein ganzjährig mildes Klima sorgen und mehrere Thermal- und Dampfbäder speisen. Hier leben Hrôthmark und Schneegoblins Seite an Seite, die sich hier als Müllsammler, Rattenfänger und Jäger verdingen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bymatr =====&lt;br /&gt;
Am Westufer des Drônhjart liegt Bymatr, die größte Siedlung der Hroa im Môrdimmrwald. Die hiesigen Rûnmôrr haben seit gut zehn Jahren mit einer Plage von Werwölfen zu tun, weshalb inzwischen eine hölzerne Palisade über die Kleinstadt errichtet wurde. Hier ist der Fang der Lachse, die zweimal im Jahr in riesigen Wanderungen den Drônhjart entlang ziehen, von besonderer Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kjarnvik =====&lt;br /&gt;
Der kleine Küstenort Kjarnvik liegt an der Mündung des Drônhjart in den Hrôdrannfjord. Er gilt als die einzige dauerhafte Siedlung in Ismôrann und wird von einer einzigen Großfamilie bewohnt. Die Bedeutung von Kjarnvik liegt vor allem darin, dass man hier sowohl die Alten und Kranken aufnimmt wie auch Waisen, die gerne in die Gemeinschaft aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Rond =====&lt;br /&gt;
Die Kleinstadt Rond liegt inmitten der Sümpfe von Sikuinnaq und ist als größte Siedlung das Zentrum der Kultur der Mýrkdrann. Sie verfügt über einen steinernen Wachturm, was sie einzigartig in der Region macht. Allerdings hat Rond seit einigen Jahren unter einem Tatzelwurm zu leiden, der sich in der Nähe niedergelassen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Rûnheim =====&lt;br /&gt;
Die Kleinstadt Rûnheim liegt auf der Insel Rûnhall im Gebiet der Vargfotr, wird jedoch vorwiegend von Rûnmôrr bewohnt, die seit nunmehr fast dreißig Jahren versuchen, die Bedeutung der hier in den Felsen geschlagenen vormenschlichen Runentexte zu entschlüsseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Skarnhavn =====&lt;br /&gt;
Nur wenige Kaufleute, die aus dem Süden kommen, wissen, dass die Hroa keine kulturlosen Barbaren sind und das man auf ihren Märkten durchaus wertvolle Waren finden kann. Für sie ist Skarnhavn an der Skjoralbucht im Gebiet der Iselvren das Juwel des Hohen Nordens – wobei die Hroa mit „Kaufleute aus dem Süden“ vor allem die wenigen Drachenboote von der Nordküste des Fjordlands meinen, die sich hier hin verirren. Skarnhavn ist die größte Stadt des Lands der Hroa.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vargeneset =====&lt;br /&gt;
Das Zentrum für Plünderfahrten stellt inzwischen Vargneset dar, welche zwar in Sûdhrôa liegt, aber größtenteils von Vargfotr bewohnt wird. Für die Verhältnisse der Hroa ist Vargneset eine Großstadt, mit wuchtigen Festungsanlagen und einem künstlich vergrößerten Hafenbecken. Die Stadtbewohner gelten als arrogant und aufbrausend und sind entsprechend bei ihren Nachbarn unbeliebt, selbst bei den übrigen Vargfotr gelten sie als unangenehme Zeitgenossen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Cituqayatundra&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Nunaqtigiik |&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Grünes Land&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;|&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Weite Tundra&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Völker und Kulturen ===&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Cituqayatundra&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Nunaqtigiik |&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Grünes Land&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;|&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Weite Tundra&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, inoffiziell: Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|Versammlung der Stämme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|Tauschhandel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Andere Völker und Kulturen =====&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>MediaWiki:Copyright</title>
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Jegliche Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung oder Veröffentlichung — auch auszugsweise — ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung untersagt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Königreich Hroa</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Königreich Hroa&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Stammeslande der Hroa | Hrôvann | Draskhroa | Barbarenkönigreich Hroa&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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|Südwestliche Vraknarsk-Sprache&lt;br /&gt;
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Das &#039;&#039;&#039;Königreich Hroa&#039;&#039;&#039; – manchmal auch &#039;&#039;&#039;Stammeslande der Hroa&#039;&#039;&#039; genannt, sie selbst bezeichnen ihr Land als &#039;&#039;&#039;Hrôvann&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Draskhroa&#039;&#039;&#039;, während ennorische Gelehrte es abwertend als &#039;&#039;&#039;Barbarenkönigreich Hroa&#039;&#039;&#039; nennen – ist eines der drei Königreiche der [[Vraknarvölker]] im [[Hoher Norden|Hohen Norden]], und von diesen ist es das größte und kulturell diverseste. Allerdings ist es auch das technologisch rückständigste und zerstrittenste, einen König gab es hier schon sehr lange nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn die Stammeslande der Hroa bereits sehr alt sind und eines der größten Länder im Hohen Norden darstellen, spielen sie doch in der Geschichte der Region nie eine größere Rolle. Das erste und einzige Mal taucht ihr Volk in den ennorischen Geschichtsbüchern auf, als sich einige Stammeskrieger im Jahr 514 vAF dem Feldzug von [[Kuraz As’tiro]] anschlossen. Die Chronisten des Alten Reiches berichten von einer Schar primitiver Stammeskrieger, die mit Keulen und Steinäxten bewaffnet über Vorräte und Eisenwaren herfielen. Zwar hatten sie kaum einen Anteil an den größeren Schlachten im [[Barbarenkrieg des Kuraz]], doch lösten sie sich lange vor Kriegsende von den Heeren und bildeten plündernde Banden, die noch lange nach Kuraz‘ vernichtender Niederlage 501 vAF ein Ärgernis für das Alte Reich blieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hroa selbst haben diese lange zurückliegenden Ereignisse längst vergessen, und aufgrund der mangelnden schriftlichen Aufzeichnung wird ihre Geschichte größtenteils durch mündlich vorgetragene Lieder überliefert. Die ältesten Lieder der Hroa sprechen davon, dass ihre Ahnen aus dem Norden gekommen waren, einem Ort, der im kollektiven Gedächtnis nur als das die [[Weiße Weite ohne Himmel]] bekannt ist. Ob sie damit das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] jenseits des [[Weltendach|Weltendachs]] meinen und ob dies bedeutet, dass sie den Weg aus [[Beleagand]] auf dem Landweg beschritten haben, ist unklar. Die Lieder jedenfalls berichten, dass ein unnatürlich langer Winter sie von dort vertrieben habe, ein Winter, in dem Gletscher brachen, das Meer gefror und das Wild verschwand. In langen Märschen zogen sie auf der Spur der Herden nach Süden, bis sie ihre heutige Heimat erreichten. Zwar begannen sich in jener Zeit erste Unterschiede zwischen den Stämmen zu manifestieren, doch gab es keine festen Grenzen, Thingplätze oder Könige. Man vermutet, dass der &#039;&#039;&#039;Große Zug aus dem Weiß&#039;&#039;&#039; sich etwa zwischen 850 und 650 vAF zugetragen habe. In der Folgezeit etablierten sie sich in ihren neuen Landen, die Sommer wurden länger und die Stämme begannen, dauerhaft zu siedeln. Diese Epoche war eine Zeit der Identitätsbildung, Dialekte entwickelten sich und Rituale verfestigten sich. Die Hroa begannen in dieser Zeit, sich selbst als „Hroa“ zu bezeichnen – ein uraltes Wort, das sich vermutlich mit „die Ausharrenden“ übersetzen lässt. Doch mit der Sesshaftigkeit kam Besitzdenken, und erstmals wurden Grenzen markiert und Ansprüche kundgetan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zeit der Wurzeln&#039;&#039;&#039;, wie sie bezeichnet wird, hat etwa von 650 bis 400 vAF gedauert. Die Bevölkerung begann in jener Zeit stark zu wachsen, was zur Folge hatte, dass die Nahrung in den harten Wintern immer knapper wurde und erste große Blutfehden ihren Lauf nahmen. Besonders bekannt ist heute noch der [[Krieg der Drei Furten]] am Skeldrunn, an dem sich die südlichen Sippen von Sûdhrôa gegen die Vargfotr verteidigten. Letzte begannen erstmals Boote zu bauen und erste große Raubzüge entlang fremder Küsten zu unternehmen, womit bessere Waffen ins Land kamen. Die Karnhûld reagierten dagegen mit Abschottung, in dem sie ihre Bergpässe befestigten und einige Hochladen zu heiligen Zonen erklärten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Epoche der Fehden der jungen Stämme&#039;&#039;&#039; dauerten von 650 bis 200 vAF, wobei sich in dieser Zeit ein gefährliches Muster etablierte, nach dem Stolz den Überlebensinstinkt übertrumpfte. Ab 197 vAF traf eine Serie extrem harter Winter die Hroa. Drei Jahre hinweg blieben die Sommer kaum wahrnehmbar, das Wild verließ das Land und die Flüsse gefroren bis zu ihrem Grund. Der Hunger führte zu offenen Stammeskriegen, ganze Gemeinschaften wurden in jener Zeit ausgelöscht. Nachdem sich das Klima wieder beruhigt zu haben schien und sich auch die politische Lage beruhigte, kehrte nach vierzehn Jahren die Serie der harten Winter zurück, und diesmal blieben sie für eine längere Zeit. Fort an wechselten sich einige Jahren mit milderen Wintern mit längeren Phasen sehr harter Winter ab, was zu zahlreichen Verwerfungen im Stammesland der Hroa führte. So verteidigten die Mýrkdrann ihre Sümpfe gegen Siedler aus dem Süden, während die Skarnrîs weit nach Westen zogen und mit mehreren Stämmen aneinandergerieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Zeit der Blutwinter&#039;&#039;&#039; (200 vAF – 103 AF) wurden die ersten Runensteine aufgestellt, welche vornehmlich von Verlusten sprachen und die Leser an die Götter und Geister mahnten. Allerdings tauchte auch in dieser Zeit das erste Mal die Idee eines übergeordneten Anführers auf eines Königs, der nicht aus Erbe, sondern aus der Not geboren wird. In einem besonders düsteren Winter rief ein Anführer der Sippen in Sûdhrôa namens [[Drôvakar Steinwort]] zu einem großen Thing an einem alten Steinkreis, an dem sich heute Hrôskeld befindet.  Er argumentierte, dass die Hroa sich selbst vernichteten, während der Phasen harter Winter. Seine Rede soll drei Tage gedauert haben – und schließlich wurde er zum ersten König gewählt. Unter seiner Führung wurden die Jagdreviere neu abgesteckt, ein gemeinsamer Kriegszug gegen polarnomadische Eindringlinge am Sikuinnaq beschlossen und erste Bündnisse zwischen den Stämmen geschmiedet. Drôvakar herrschte von 103 bis 119 AF, und nach seinem Tod zerfiel die Einheit der Stämme rasch. Dennoch blieb die Idee aus der [[Herrschaft des Ersten Königs]] bis heute bestehen: In äußerster Not können die Hroa eins sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 119 AF erlebten die Vargfotr eine Blütezeit, ihre Boote wurden besser und ihre Reichweite wuchs. Einige Sippen begannen, Küstensiedlungen im nördlichen Fjordland und im Nebelland zu überfallen. Mit ihnen kamen neue Einflüsse wie fremde Metalle, Geschichten und Ideen in ihre Heimat. Gleichzeitig verstärkten sich die Spannungen zwischen den Vargfotr und den übrigen Stämmen, insbesondere die Karnhûld warnten vor dem „Winddenken“, einer Mentalität, die Traditionen und althergebrachte Bindungen löse. Die Ära der Küstenstürme dauerte von 119 AF bis 526 AF. Im Jahr 526 AF begann ein weiterer extremer Klimazyklus, in dem sich der Gletscher von Vetrhjarta bildete und seither viele Meilen von Ismôrann zwischen Gebirge und Küste bedeckt. Viele Skarnrîs zogen in jenen Jahren nach Süden. Überall in Hroa eskalierten die Konflikte um Nahrung, hauptsächlich im Binnenland. 602 AF wurde schließlich [[Karnvald Hrôskarnsson]] in Hrôskeld zum König gewählt, und anders als Drôvakar setzte er auf Disziplin und strikte Verteilung. Unter seiner Führung entstand ein ungeschriebenes Gesetz: Kein Stamm verweigert einem anderen in einem Hungerwinter die Nahrung, die er entbehren kann. Dieses Gesetz gilt bis heute als heilig. Auch koordinierte König Karnvald Hrôskarnsson die Kämpfe gegen die Eisriesen und die Hügelriesen, die in jenen Jahren hier umgingen. Die &#039;&#039;&#039;Ära des Frostkrieges&#039;&#039;&#039; dauerte von 526 bis 753 AF. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 753 AF brachten mildere Jahrzehnte eine selten gekannte Stabilität, in der zahlreiche Runensteine gesetzt und die Stammesgeschichte erstmals systematisch festgehalten wurde. Die Rûnmôrr gewannen erheblichen kulturellen Einfluss, ihre Seherin wurden überall in Hroa konsultiert. Die &#039;&#039;&#039;Runenzeit&#039;&#039;&#039; dauerte von 754 bis 961 AF und war eine Zeit relativen Friedens, doch eine Zeit wachsender Ambitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein harter einzelner Winter führte 962 AF dazu, dass zwei Könige ausgewählt wurden: König [[Vargdôt Heulwind]] war ein junger und charismatischer Seefahrer, der neue Plünderzüge und ein ebenso starkes wie offensives Hroa versprach. Die Vargfotr riefen ihn eigenständig zum König aus. Die übrigen Stämme riefen als Reaktion den ältere, redegewandten und klugen [[Hrôthgar Steinmund]] aus Sûdhrôa zum König aus, der auf Stabilität und nicht auf Expansion setzte. Ab 964 AF waren die Hroa dann endgültig gespalten, es tobten Schlachten am Skeldrunn und entlang der Küsten, und jeder Versuch der Vermittlung wurde im Keim erstickt. Im Winter des Jahres 967 AF starb zunächst König Hrôthgar Steinmund in der Schlacht, während sich gegen Ende desselben Winters 968 AF König Vargdôt Heulwind im Skeldrunn ertrank. Die Stämme zogen sich in der Folge erschöpft zurück, und seither gilt es als Tabu, ohne breite Zustimmung der Stämme einen König auszurufen. Die &#039;&#039;&#039;Krieg der Geteilten Hörner&#039;&#039;&#039; von 964 bis 968 AF gilt seither als Mahnung für alle ambitionierten Anführer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit zwischen 968 AF und heute ist eine Zeit ohne König, und sie den Sängern und Runensteinen als &#039;&#039;&#039;Gegenwärtige Stille&#039;&#039;&#039; bekannt. Die Schamanen und Seher sehen in dieser Zeit den Anbruch einer neuen Epoche, denn die Zeichen sprechen eindeutig von Veränderung: Der Gletscher von Vetrhjarta wächst erneut deutlich, die Skarnrîs sprechen von seltsamen Geräuschen aus dem Eis, die Rûnmôrr deuten veränderte Träume und in den Sümpfen der Mýrkdrann steigen ungewöhnliche Nebel auf. Die Schamanen und viele Älteste sprechen von einem neuen Zyklus, der ihr Volk erwartet. Die Stammeslande der Hroa grenzen im Uhrzeigersinn an das Westliche Polarmeer, die Cituqayatundra und das Wintermeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft in Hroa.png|alternativtext=Landschaft in Hroa|mini|Landschaft in Hroa]]&lt;br /&gt;
Das Königreich Hroa liegt im Westen der Mittleren Helchanar und ist nach der Cituqayatundra das größte zusammenhängende Gebiet in dieser Region. Für diejenigen mittelreichischen Entdecker, welche den Hohen Norden kartographierten, liegt Hroa auf einer namenlosen Halbinsel zwischen der Liathmarabucht im Osten und der Sikuinnaqbucht, deren Nordostgrenze vom breiten Strom des Sikuinnaq definiert wird. Die nördliche Grenze der Stammeslande der Hroa wird – von einer Enge zwischen Flussufer und der Westküste der Liathmarabucht abgesehen – weitestgehend durch den breiten Fluss des &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039; markiert, welcher die meiste Zeit des Jahres eher gemächlich dahinströmt. In seinem Kiesbett finden sich sowohl gediegenes Gold als auch Edelsteine und Bernstein, was ihn bei Goldwäschern zu einem beliebten Ziel macht. Mit seinen Nebenflüssen stellt der Sikuinnaq den wichtigsten Verkehrsweg durch die Cituqayatundra dar, da er beinahe die gesamte Region durchquert und so gut wie nie ganzjährig gefriert. Einzig während der Schneeschmelze, während der er zeitweise zu einem reißenden Strom anschwillt, und während des tiefsten Winters, während dem große Eisschollen den Fluss hinabtreiben, birgt er eine große Gefahr. Bevor er schließlich in die Sikuinnaqbucht mündet, fächert er sich zu einem weitläufigen Delta auf und speist mit seinem bislang sehr klaren Wasser die nebelverhangenen und unwegsamen &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Der Hauptarm des Sikuinnaq bildet auch hier die Grenze zur Tundra. Auch wenn das Wetter hier vergleichsweise mild ist, es im Sommer nahezu schwül werden kann und die Sumpfwiesen im Frühling und im Sommer eine blühende Schönheit darstellen, täuscht das doch nicht über den modernden Gestank hinweg, den die Wärme hier hervorbringt. Nur wenige Bäume können hier gedeihen, stattdessen ragen viele Sträucher und Büsche hüfthoch aus den Sümpfen hervor. Im Südwesten liegt der &#039;&#039;&#039;Trollberg&#039;&#039;&#039;, der eine besondere kulturelle Bedeutung für die Haugatrolle besitzt und einem ihrer Stämme eine Heimat bietet. Mehrmals im Jahr versammeln sich alle Haugatrolle der Region hier und feiern große Gelage, gleichzeitig halten sie den größten Teil von Hroa von niederen Trollen frei. Die &#039;&#039;&#039;Wachenden Steine&#039;&#039;&#039; sind eine Formation von gut zweidutzend Monolithen, die über die gesamten Sümpfe verteilt sind und zwischen zwei und zehn Schritt in den Himmel ragen. Sie sind mit elfischen Runen bedeckt, die im Sternenlicht schimmern, während sie bei einer Sonnenfinsternis in unheimlichen grünen Licht flackern. Die Wachenden Steine sind ein Relikt aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus. Der &#039;&#039;&#039;Rote Bau&#039;&#039;&#039; ist ein Tagebau am Ostrand der Sümpfe, an dem die Mýrkdrann bescheidene Mengen von Eisen und Kupfer abbauen. Früher einmal haben hier auch Prospektoren der Nordzwerge gegraben, diese sind jedoch lange vor Ankunft der Hroa weitergezogen. Geschützt wird der Rote Bau von einer namenlosen Burg der Zwerge, in welche sich die Bergleute bei Gefahr zurückziehen. Das bogenförmige &#039;&#039;&#039;Hrôskarngebirge&#039;&#039;&#039; liegt inmitten von Hroa und teilt das Land in eine West- und eine Osthälfte. Während der Bogen sich an seiner Außenseite durch unvermittelt abfallende Felswände, tiefe Schluchten und steile Anstiege kennzeichnet, ist seine Innenseite durch ein sanftes Hügelland geprägt. Durch das Gebirge führen nur wenige Pässe und sichere Wege, und selbst diese werden entweder von gefährlichen Kreaturen bewohnt oder von den Karnhûld aufmerksam gehütet. Vage Gerüchte sprechen jedoch von einer Hochebene, die von allen Seiten von Bergen geschützt und durch heiße Quellen derart gewärmt wird, dass sich hier ein blühender Wald entwickeln konnte. Viel mehr ist nicht über das &#039;&#039;&#039;Sonungrtal&#039;&#039;&#039; bekannt, außer dass hier angeblich die Karnhûld mit Huldretrollen friedlich Seite an Seite leben. Knapp vor dem Tal des Bogens, welcher das Hrôskarngebirge beschreibt, liegt der &#039;&#039;&#039;Hort von Grimmynth&#039;&#039;&#039;, eines uralten und mächtigen Walddrachen. Einer Legende zufolge hütet er einen magischen Schatz, die ihm die Elfen überlassen haben, bevor sie diese Region verlassen haben. Inzwischen hat &#039;&#039;&#039;Grimmynth&#039;&#039;&#039; ein bescheidenes Gefolge von zwei Hügelriesen und drei kleinen Stämmen der Schneegoblins um sich geschart, über die er wie ein König herrscht und die ihm die lästige Pflicht des Jagens abnehmen, auch wenn die Karnhûld der Region im Tribute leisten. Im Westen des Hrôskarngebirges liegt der gigantische &#039;&#039;&#039;Gletscher von Vetrhjarta&#039;&#039;&#039;, der sich inzwischen vom Gebirge bis zur Küste des Westlichen Polarmeeres erstreckt. Er entstand erst im ersten Jahrhundert nach dem Fall von Antavia, doch sind eine Ursprünge rätselhaft und sicherlich nicht natürlich. Das Eis ist von tausenden Höhlen durchzogen, die ein ebenso unübersichtliches wie tödliches Labyrinth bilden, auch wenn in den tiefsten Kavernen reichhaltige Vorkommen von Edelmetallen und Edelsteinen locken. Manchmal spülen Wildbäche und die Sommerschmelze antike Werkzeuge und Relikte einer längst vergessenen insektoiden Zivilisation aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus zutage, für die Gelehrte in Ennor und Xian ein Vermögen zu zahlen bereit wären. Der &#039;&#039;&#039;Windberg&#039;&#039;&#039; ist ein einsamer und windumtoster Berg, der geologisch zum Hrôskarngebirge gehört, sich jedoch mehrere Meilen nördlich von diesem befindet. Die Skarnrîs glauben, dass er vom Gletscher vom Rest des Gebirges getrennt wurde. In den Riten ihrer Schamanen spielt er eine große Rolle, denn als Höhepunkt der Meisterprüfung muss ein jeder Schamane allein an seinen Hängen meditieren. Viele Lehrlinge kommen von dieser Prüfung nicht zurück. Insgesamt ist der Gletscher von Vetrhjarta ein gefährlicher Ort, denn neben Schneestürmen und der schneidenden Kälte ist der das Jagdgebiet von Eisdrachen, Frostwürmern, Hrimwölfen und dem ein oder anderen Eisriesen, den es inzwischen hierhin verschlagen hat. Auch Schneetrolle und Yhetis sollen sich hier finden. Im Westen des Gletschers wächst dieser inzwischen auch in den &#039;&#039;&#039;Isdranfjord&#039;&#039;&#039; hinein, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis er vom Gletscher verschlungen wird. Nördlich des Fjords liegt im Westlichen Polarmeer die mittelgroße Insel &#039;&#039;&#039;Iskarnes&#039;&#039;&#039;, deren Betreten schon seit Jahrhunderten mit einem Tabu belegt ist. Sie ist stets von Nebelbänken umgeben, und aus der Ferne kann man die Überreste elfischer Ruinen erkennen, die weite Teile der Insel bedecken. Das Tabu liegt allerdings an den hier hausenden Kannibalen, die sich während des Blutwinters von den restlichen Hroa abspalteten. Das Land östlich des Gletschers ist als &#039;&#039;&#039;Ismôrann&#039;&#039;&#039; bekannt und seit der Entstehung eben jener Grenze eine gefrorene Tundra, die bis an den Rand der Sümpfe des Sikuinnaq reicht. Sowohl durch Ismôdrann als auch den südlich angrenzenden Môrdimmrwald fließt der &#039;&#039;&#039;Drônhjart&#039;&#039;&#039;, der über den &#039;&#039;&#039;Hrôdrannfjord&#039;&#039;&#039; ins Westliche Polarmeer mündet. Der im südlichen Hrôskarngebirge entspringende Fluss spielt eine große Rolle bei der Versorgung sowohl der Skarnrîs als auch der Rûnmôrr, denn die sowohl im Frühjahr als auch im Herbst stattfindende Wanderung der Lachse treibt Unmengen dieser Fische aus dem Meer in den Fluss, wo sich die Menschen, die Schneegoblins und die Natur an ihnen gütlich tun. Im Bogen des Hrôskarngebirges liegt der dichte und urtümliche &#039;&#039;&#039;Môrdimmrwald&#039;&#039;&#039;, dessen dunkelgrüne Weiten wie ein Meer aus Nadelbäumen wirkt. Bizarre Felsnadeln, tiefe Schluchten und einsame Findlinge prägen dieses Waldgebiet, auch so mancher Hinweis auf vulkanische Aktivität wie Geysire und heiße Quellen findet sich hier. Erst zu seinen Rändern im Norden und im Nordosten hin wird der Môrdimmrwald freundlicher, sodass sich auch Angehörige anderer Stämme hierhin wagen. Grundsätzlich präsentiert sicher sich als typischer Nadelwald des Hohen Nordens mit uralten Nadelbäumen, lichtem Unterholz und widerstandsfähigen Kräutern und Farnen. Im Sommer kann man sich hier fast vollständig durch Pilze und Beeren ernährend, während man sich im Winter auf Flechten und Moose beschränkt, wenn auch das Jagdwild knapp wird. Feen und Naturgeister sind hier recht häufig, und alle paar Meilen findet man ein mehr oder weniger gut verstecktes Feentor. Im westlichen Môrdimmrwald finden sich die &#039;&#039;&#039;Ruinen von Nimgauragr&#039;&#039;&#039;, einer großen Stadt mit einem Tempel aus schwarzem Gestein. Niemand kennt das Schicksal der Stadt oder ihrer Bewohner, jedoch gehen deren Seelen in den Ruinen in der Umgebung dieses Tempes um. In den Randbezirken hat sich inzwischen ein Stamm der Schneegoblins niedergelassen, welche jedoch die inneren Ruinen strikt meiden. Auf einem kahlen Hügel inmitten einer Lichtung befindet sich ein großer Monolith, gezeichnet von unzähligen Runen der Hroa und solchen, die noch viel älter sind. Vor diesem als &#039;&#039;&#039;Schamanenstein&#039;&#039;&#039; bezeichneten Monolithen befindet sich ein steinerner Tisch mit einer runden Vertiefung, deren genauer Zweck selbst den Rûnmôrr ein Rätsel ist. Hier versammeln sich einmal im Jahr die Schamanen der einzelnen Sippen, die gemeinsam die Zeichen für das kommende Jahr deuten, sich austauschen und gemeinsam feiern. Auch werden bei diesen Treffen neue Schüler feierlich in den Kreis der Schamanen aufgenommen und die Nachfolger ihrer Meister als solche begrüßt. Angeblich besuchen auch die Schamaninnen der Schneegoblins den Schamanenstein, was von den menschlichen Schamanen gern toleriert wird. Auch wenn kaum einer davon weiß, befindet sich in der Nähe des Schamanensteins die &#039;&#039;&#039;Bildaschlucht&#039;&#039;&#039; – eine von zahlreichen schroffen Schluchten, deren Grund kaum je das Sonnenlicht sieht. Der Riss im Waldboden beinhaltet eine große Siedlung der Schneegoblins, die erstaunlich menschenähnlich wirkt. Man findet hier einen kleinen Markt, eine Befestigung und sogar eine Taverne. Fremde werden hier in der Regel freundlich begrüßt und bewirtet, selbst wenn es sich dabei um Menschen oder Waldschratte handelt. Das &#039;&#039;&#039;Eiskieferntal&#039;&#039;&#039; ist ein unirdischer Ort im Môrdimmrwald, den selbst die mächtigsten Waldbewohner zu betreten scheuen. Hier ist alles mit einer dicken Schicht klaren Eises überzogen, und jeder unachtsame Wanderer gefriert binnen Minuten, wenn er sich nicht mit mächtiger Magie schützt. Angeblich haben die Rûnmôrr hier eine Königin der Ragana verbrannt, die mit ihrem letzten Atemzug das Tal verfluchte. Das &#039;&#039;&#039;Herz des Waldes&#039;&#039;&#039; liegt im Mittelpunkt des Môrdimmrwalds und präsentiert sich als eine kreisrunde, von großen Mammutbäumen gesäumte Lichtung. In ihrem Herzen liegt ein klarer und kreisrunder Teich, in dessen Wassern ein Kundiger einen Blick in die Zukunft erhaschen kann. Das Herz des Waldes ist ein großer Übergang in die Feenwelten und wird von der mächtigen Dryade &#039;&#039;&#039;Myaslanye&#039;&#039;&#039; beschützt. Der &#039;&#039;&#039;Aynariusschrein&#039;&#039;&#039; ist der Überrest eines Tempels der Hochelfen, den diese über einer unterirdischen Kammer errichtet haben, die von den Statuen von vier Elfenkönigen versiegelt wurde. Angeblich weiß niemand, was darin aufbewahrten – oder einsperrten. Das &#039;&#039;&#039;Tal des Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; wird, wie sein Name schon verrät, vom &#039;&#039;&#039;Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; und seiner Großfamilie bewohnt. Allerdings sollte man sich von diesem Namen nicht täuschen lassen und einen freundlichen Ort erwarten – Arnlaug und seine Sippe sind ausgestoßene Kannibalen. Eines der erstaunlichsten Phänomene des Môrdimmrwaldes ist jedoch sicherlich &#039;&#039;&#039;Hinvin&#039;&#039;&#039;, die Stadt der Feen. Es handelt sich hierbei um eine kleine Stadt, die von sprechenden Tieren, Naturgeistern, Kobolden und zahlreichen Feen bewohnt wird. Sie erscheint ausschließlich in Vollmondnächten an wechselnden Orten im Wald, wo sie Wanderer mit ihrem unirdischen Licht und einem überaus freundlichen Empfang lockt, nur um zum nächsten Vollmond an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Verpasst ein Wanderer den richtigen Zeitpunkt, sich zu verabschieden, findet er sich erst beim erneuten Auftauchen der Stadt an dem Ort, an dem er sie betreten hat, wieder. Manchmal können so Jahrzehnte bis Jahrhunderte vergehen, die der Wanderer dann verliert. Östlich der Hrôskarngebirges liegt zwischen dem &#039;&#039;&#039;Kjarnvetr&#039;&#039;&#039; im Süden und dem Sikuinnaq im Norden die &#039;&#039;&#039;Kjarnmark&#039;&#039;&#039;. Dieses schmale Land zwischen den schroffen Graten des Gebirges und der nicht minder schroffen Küste zum Wintermeer beziehungsweise zur &#039;&#039;&#039;Skjoralbucht&#039;&#039;&#039; und zur &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039; im Norden ist steinig und nur wenig ergiebig, weshalb die meisten Menschen an den Flussufern und der Küste leben. Gerade die &#039;&#039;&#039;Vôrneshalbinsel&#039;&#039;&#039; im Nordosten des Landes ist verhältnismäßig dicht besiedelt. Im Süden der Kjarnmark liegen &#039;&#039;&#039;Ruinen von&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Folkadalsa&#039;&#039;&#039;, einer verlassenen Hafenstadt, die dereinst sicherlich zu den bedeutendsten und größten Siedlungen in ganz Hroa gehörte. Die Stadt wurde während der Herrschaft des Ersten Königs fluchtartig verlassen, warum ist heute völlig in Vergessenheit geraten. Besucher berichten, dass hier eine unangenehme Präsenz zu spüren ist, und diejenigen, die sich hier länger aufhalten, unter grippeartigen Symptomen leiden. Südlich des Bogens des Hrôskarngebirges liegt die Region &#039;&#039;&#039;Sûdhrôa&#039;&#039;&#039; zwischen dem Kjarnvetr samt seines Nebenflusses &#039;&#039;&#039;Drasklev&#039;&#039;&#039; im Osten und dem Skeldrunn im Westen. Sûdhrôa wird weitestgehend von Ebenen geprägt, die dank des Schutzes des Gebirges und des Einflusses des Wintermeers über ein recht mildes Klima und vergleichsweise fruchtbare Böden verfügt. Sûdhrôa ist die Kornkammer des gesamten Königreichs und verfügt außerdem über zahlreiche Inseln, die vorwiegend von Fischern bewohnt werden. Das westliche Drittel der Küste grenzt an die &#039;&#039;&#039;Bucht von Môrvik&#039;&#039;&#039;, welche immer wieder von Seedrachen heimgesucht wird. Im Süden der Bucht kann man bei ruhigem Gewässer unter der Wasseroberfläche die Ruinen einer elfischen Stadt erkennen, die noch in der Zeit vor dem Großen Kataklysmus stammen. Ihr Name ist längst vergessen, die Einheimischen nennen sie die &#039;&#039;&#039;Versunkene Stadt&#039;&#039;&#039; und meiden sie abergläubisch. In gerader Linie südlich der Ruinen liegt in den Tiefen des Wintermeers verborgen ein &#039;&#039;&#039;Walfriedhof&#039;&#039;&#039;, an dem sich die gewaltigsten aller Wale zum Sterben versammeln. Auch wenn es unter den Hroa fast aller Stämme einige Walfänger gibt und deren Speck, Tran, Fleisch und Knochen einen bedeutenden Teil ihres Überlebens darstellen, so gelten angespülte Walkadaver und -knochen doch als heilig. Sie werden meist nach Art des heimischen Stammes bestattet und mit Respekt und Ehrfurcht behandelt. Die Bucht von Môrvik fächert im Norden in zwei kleinere Buchten auf, namentlich die westliche &#039;&#039;&#039;Skarnbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skarnflod&#039;&#039;&#039; mündet, der Sûdhrôa in eine Ost- und eine Westhälfte teilt, und die &#039;&#039;&#039;Drôskbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skeldrunn&#039;&#039;&#039; mündet. Östlich der Skarnbucht liegen die Inseln &#039;&#039;&#039;Kjarnvik&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Ulvronn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Vôrskjaal&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Skarnhalv&#039;&#039;&#039;, während in der Drôskbucht die Inseln &#039;&#039;&#039;Vargrann&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Hraskholm&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Môrskeld&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Drôskjar&#039;&#039;&#039; liegen. Die Insel Môrskeld ist zwar für ihr stürmisches Wetter sowie für tückische Strömungen berüchtigt, doch sind ihre Küsten dicht besiedelt und ihr Landesinnere besonders wild und urtümlich. Die Insel Vôrskjaal ist vor allem für ihre Grabhügel bekannt, denn während in Küstenregionen die Hroa ihre Toten meist mit einem Boot aufs Meer schicken oder verbrannt werden, liegen hier besondere Helden ihres Volkes bestattet. Der &#039;&#039;&#039;Vôrskjaalturm&#039;&#039;&#039; ist ein verlassener Turm der Elfen, der inzwischen den Hroa als Festung dient. Der Westen des Königreichs der Hroa wird von der weitläufigen und zerklüfteten Halbinsel &#039;&#039;&#039;Varghalvdrann&#039;&#039;&#039;, deren Küste von vielen Fjorden geprägt und deren Landesinnere hauptsächlich von unwegsamen, windgepeitschten und kragen Hochebenen und Hochmooren beherrscht wird. Die Menschen hier gehören größtenteils zum Stamm der Vargfotr und bewohnen größtenteils die Küstenstreifen, während ihre Verwandten im Binnenland als unberechenbare Halbwilde gelten. Die Grenzen des Varghalvdrann im Osten werden vom Skeldrunn, vom Hrôskarngebirge und von der Westwand des Gletschers von Vetrhjarta markiert. Die bedeutendsten Fjorde in Varghalvdrann sind von Süden nach Norden &#039;&#039;&#039;Vôrskalfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Karnfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vetrhjelmfjord&#039;&#039;&#039;, der nach einem Einsturz über ein beinahe vollkommen abgeschirmtes Hafenbecken verfügt, der &#039;&#039;&#039;Rûnvagrfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vraknesfjord&#039;&#039;&#039;, und der &#039;&#039;&#039;Draskfjallfjord&#039;&#039;&#039;. An der Westküste des Vôrskalfjords liegt die langgezogene &#039;&#039;&#039;Ulvrnesethalbinsel&#039;&#039;&#039;, die von tektonischer Aktivität in Form von Geysiren geprägt ist. Hier lebt seit dem Krieg der Geteilten Hörner mindestens vier Werwolfrudel, die von den lokalen Dörfern der Vargfotr sowohl Nahrung als auch andere Ressourcen erpressen. Während die Ulvrnesethalbinsel den südlichsten Punkt des Königreichs darstellt, bildet die &#039;&#039;&#039;Hrôaskjoldhalbinsel&#039;&#039;&#039; zwischen dem Vetrhjelmfjord und dem Rûnvagrfjord den westlichsten Punkt. Vor dessen Küste findet sich die Insel &#039;&#039;&#039;Rûnhall&#039;&#039;&#039;, auf der sich zahlreiche Runensteine finden und die inzwischen hauptsächlich von Rûnmôrr bewohnt wird. Die Tierwelt von Hroa ist extrem vielfältig: Hier machen Höhlenbären, Höhlenhyänen, Höhlenlöwen, Hrimwölfe, Luchse, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe, Schneelöwen sowie Eisdrachen, Frostwürmer, Lindwürmer und Tatzelwürmer Jagd auf Auerochsen, Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Riesenwildschweine, Steinböcke, Wildschafe, Wollnashörner und Zwergmammuts. Das Meer und die Küstenregionen sind die Heimat von Albatrossen, Blauwalen, Buckelwalen, Grauwalen, Grindwalen, Kaiserhaien, Möwen, Papageientauchern, Pinguinen, Riesenhaien, Riesenhummern, Riesenkraken, Robben, Schweinswalen, Seedrachen, Seelöwen, Seeschlangen, Sturmvögeln, Walrossen, Wollwalen und Zwergwalen. Die meisten von ihnen ernähren sich von den riesigen Schwärmen von Krill, von Dorschen, Heringen und Lachsen sowie Königskrabben und Riesenaustern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Das Klima in Hroa ist rau und wechselhaft, geprägt zwischen seiner Lage zwischen dem offenen Wintermeer im Süden und dem von Packeisfeldern geprägten Westlichen Polarmeer im Norden. Es ist kein Land des ewigen Frosts, sondern der ständigen Grenzzustände, zwischen Tau und Eis sowie zwischen Sturm und Stille. An der Südküste mildert das Meer die Winter etwas, Stürme bringen Schnee, Regen und salzige Gischt, doch das Wasser friert nur in besonders kalten Jahren zu. Die Sommer sind kurz, kühl und hell, aber lang genug für Weidewirtschaft und etwas Ackerbau in geschützten Tälern. Im Landesinneren werden die Winter strenger und trockener. Schnee bleibt monatelang liegen, und klare Nächte bringen klirrende Kälte. Das Gebirge selbst wirkt wie eine Wetterscheide: Es fängt Stürme ab, verstärkt Winde und trägt selbst im Sommer weite Schneefelder. Auf dem Gletscher von Vetrhjarta sowie in dessen Umland samt Ismôrann herrschen beinahe polare Verhältnisse. Der Boden taut hier im Sommer nur oberflächlich auf, das Meer friert teilweise zu und die Winter sind lang und dunkel. Der Gletscher sendet kalte Winde ins Land und beeinflusst das Wetter spürbar. Im Norden sammeln sich Feuchtigkeit und Nebel in den Sümpfen des Sikuinnaq, dort sind die Sommer schwül im Vergleich zum restlichen Land, während im Winter trügerisch dünne Eisdecken entstehen. Charakteristisch für ganz Hroa sind die extremen Lichtverhältnisse: Sehr lange Sommertage und ausgedehnte Winterdämmerungen, deren Rhythmen das Land ebenso stark wie Kälte und Frost prägen. Das Land der Hroa steht stets am Rande des Gefrierens – und genau dieses Gleichgewicht zwischen bewohnbar und feindlich hat seine Menschen geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Hroa ist kein geeintes Reich, sondern ein loses Geflecht aus acht großen Stämmen und zahlreichen kleineren Sippen. Es gibt keinen dauerhaften Herrscher, keinen festen Thron, keine Hauptstadt. Autorität entsteht aus Zustimmung und vergeht mit ihr. Ein König wird nur in außergewöhnlichen Krisenzeiten ausgerufen, bei äußeren Bedrohungen, Hungersnöten oder existenziellen Spaltungen. Seine Macht ist nicht erblich, sondern an Vertrauen und Notwendigkeit gebunden. Seit dem Krieg der Geteilten Hörner gilt es als gefährlich, ohne breite Zustimmung der Stämme eine Wahl anzustreben. Derzeit herrscht eine gespannte Ruhe: Es gibt keinen König, doch die Stämme beobachten einander aufmerksam: Die Hrôthmark drängen auf stärkere Koordination und regelmäßige Versammlungen, die Vargfotr suchen Einfluss über eine große Seemacht, die Karnhûld pochen auf Stabilität und alte Gesetze, die Skarnrîs warnen vor Veränderungen im Eis und die Rûnmôrr deuten beunruhigende Zeichen. Offener Krieg herrscht nicht, aber alte Fehden sind nie ganz vergessen. Bündnisse wechseln, Ehen werden politisch genutzt und jede größere Entscheidung erfordert langwierige Versammlungen. Hroa ist kein Staat im eigentlichen Sinne, sondern eine Kulturgemeinschaft, die auf einem Gleichgewicht aus Stolz, Misstrauen und gemeinsamer Erinnerung basiert. Solange keine existenzielle Bedrohung auftaucht, bleibt dieses fragile Gleichgewicht bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hroa ===&lt;br /&gt;
Die absolute Bevölkerungsmehrheit im Königreich Hroa sind die namensgebenden &#039;&#039;&#039;Hroa&#039;&#039;&#039;, welche jedoch kein Volk im engeren Sinne darstellen, sondern eine Ansammlung mehrerer kulturell vielfältiger Stämme. Die Hroa gehören zu den Vraknarvölkern und werden mitunter als deren urtümlichste Ausprägung verstanden, wobei auch sie sich inzwischen deutlich von der Ursprungskultur entfernt haben. Die Hroa sind meist groß gewachsen, breitknochig und wettergegerbt. Ihre Haut ist hell, von Wind und Frost gezeichnet. Ihre Haare reichen von aschblond bis dunkelbraun, werden oft lang getragen, geflochten und mit Lederbändern gebunden. Narben gelten nicht als Makel, sondern als Zeugnis erlebter Winter. Ihre Kleidung besteht aus Fell, dickem Wollstoff, Leder und umfasst gelegentlich Metallbeschläge. Schmuck ist hier selten prunkvoll, dafür aber sehr bedeutungsschwer: Knochen; Runenanhänger, Zähne und einfache Silberringe werden bevorzugt. Die Hroa glauben nicht an ferne entrückte Götter, ihre Welt ist unmittelbar: Der Wind trägt die Stimmen der Ahnen, jeder Fluss hat ein Herz, die Berge erinnern sich an alles und das Eis ist eine Prüfung. Ihr Glaube ist animistisch, stammesabhängig anders ausgeprägt, aber stets eng mit der Natur und dem eigenen Überleben verbunden. Runen sind keine Magie im klassischen Sinne, sondern in Stein, Holz und Knochen geritzte Erinnerungszeichen. Jeder Hroa ist frei geboren, es gibt weder einen Adel noch eine dauerhafte Zentralmacht. Häuptlinge müssen sich durch Stärke, Weisheit und Erfahrung die Zustimmung ihrer Sippen verdienen. Ein König wird nur in Zeiten großer Not anerkannt, und seine Macht endet mit seinem Tod oder mit dem Ende der Krise. Seit der Herrschaft das ersten Königs gilt das Gastrecht als heilig. Das Leben der Hroa ist hart, aber nicht freudlos. So sind die Winterabende voller Geschichten, Lieder werden gesungen und Hochzeiten werden laut und gemeinschaftlich am Wasser gefeiert. Kinder lernen früh zu jagen, zu fischen und zu kämpfen. Der Tod wird nicht gefürchtet, sondern wird als Rückkehr in den Wind, ins Wasser und in den Stein verstanden. Wenn man einen Hroa fragt, was sein Volk in Gänze ausmacht, lautet die Antwort meist: „Wir sind jene, die bleiben.“ – nicht, weil sie das Land besitzen, sondern weil sie es überdauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Sûdhrôa leben die Sippen der [[Hrôthmark]], die sich selbst als Hüter der Versammlungen und der Königsstadt Hrôskeld empfinden. Ihre Winterlager sind größer als die anderer Stämme, ihre Versammlungsplätze sind gut ausgebaut und diese gelten als besondere Höhepunkt im Jahr. Sie betreiben Ackerbau – vorwiegend Gerste, Schwarzroggen, Frostrüben und robuste Wurzelpflanzen – und halten größere Viehherden. Aus den Frostrüben brauen sie ein starkes Rübenbier. Aufgrund ihrer zahlreichen und großen Sippen ist ihre Politik komplexer als die der anderen Stellen. Die Hrôthmark sehen sich als Herz des Volks der Hroa und glauben, dass Stärke allein reicht nicht, sondern Einigkeit erarbeitet werden muss. Deswegen stammen zwei von vier Königen aus ihrem Stamm. Andere Stämme werfen ihnen vor, zu viel zu reden. Doch wenn Entscheidungen anstehen, sind es oft die Hrôthmark, die die Situation treffend in Worte fassen.&lt;br /&gt;
* Die [[Iselvren]] leben in der Kjarnmark im Osten des Landes, vorwiegend entlang der Küste und des Südufers des Sikuinnaq. Ihre Siedlungen bestehen vorwiegend aus Pfahlbauten, an denen Boote fest vertäut sind. Fluss und Meer sind nicht nur Nahrung und Weg, er ist ein Symbol der Zeit, Sie messen Jahre nicht nach Herrschern oder Schlachten, sondern nach Hochwassern und Eisbrüchen. Ihre Ältesten gelten als sehr besonnen, viele Konflikte zwischen den Stämmen wurden auf neutralem Boden am Fluss oder an der Küste beigelegt. Die Iselvren pflegen das &#039;&#039;&#039;Wasserwort&#039;&#039;&#039;, ein Ritual, bei dem Streitende im knietiefen Wasser stehen und ihre Klagen aussprechen. Wer im Fluss lügt, so glauben sie, wird im nächsten Winter vom Eis geholt. Im Krieg sind sie flexibel: Sie kontrollieren Furten und die Küste, unterbrechen Versorgungswege und kennen jede verborgene Passage. Iselvren mögen nicht die wildesten Kämpfer sein, oft aber die entscheidenden.&lt;br /&gt;
* Die [[Karnhûld]] leben im Hrôskarngebirge, wo der Wind schneidend über nackte Grate fährt und selbst im Sommer der Schnee in den Schatten überdauert. Ihre Hallen sind halb in den Stein geschlagen, halb aus schweren Steinblöcken gefügt. Rauch kriecht flach aus schmalen Öffnungen, und von außen wirken ihre Siedlungen wie natürliche Felsformationen. Sie glauben, dass das Hrôskarngebirge keine natürliche Formation ist, sondern der versteinerte Leib eines Helden – genauer gesagt eines Riesen, der sich selbst opferte, um die Hroa vor dem ersten Winter in ihrer neuen Heimat zu schützen. Jeder Karnhûld kennt die alten Erzählrungen von dem Herzschlag im Stein, der nur in absoluter Stille zu hören sei. Kinder der Karnhûld wachsen hart auf. Mit zwölf Wintern verbringen sie drei Tage allein in einer Felsspalte, nur mit Wasser, Messer und einer Decke. Wer zurückkehrt, gilt als „vom Berg angenommen“. Versagen wird nicht verspottet, aber auch nicht vergessen – ohne diese Prüfung gilt man niemals als ganz erwachsen. Die Karnhûld sind konservativ, traditionsgebunden und misstrauisch gegenüber schnellen Veränderungen. In Stammesversammlungen sprechen ihre Ältesten langsam, fast bedächtig, und wägen jedes Wort.&lt;br /&gt;
* Im Nordwesten, wo der große Sikuinnaq auffächert und ein weitläufiges Sumpfgebiet bildet, liegt die Heimat der [[Mýrkdrann]] – „die aus dem Dunkelwasser“. Ihre Häuser stehen auf hölzernen Stelzen, verbunden durch schmale Stege über schwarzem Moorwasser. Sie kennen die Sümpfe des Sikuinnaq wie niemand sonst. Zwischen Torfinseln, Nebeln und tückischem Grund bewegen sie sich fast vollkommen lautlos, wenn sie Heilkräuter sammeln, Sumpfwild jagen und Torf für ihre Feuer stechen. Ihr Glaube ist leise und tief. Sie sprechen von den Geistern des Wassers und davon, dass die Sümpfe die Erinnerungen bewahren. Wer im Sumpf stirbt, so die Mýrkdrann, wird nicht vergessen, sondern zu einem Teil des Landes. Viele andere Stämme der Hroa meiden ihre Gebiete aus Angst vor dem allgegenwärtigen Nebel, doch sind die Mýrkdrann keine finsteren Gestalten – sie sind jedoch stets vorsichtig und beherrschen ihr Terrain meisterhaft.&lt;br /&gt;
* Im dichten Môrdimmrwald, wo Nebel zwischen uralten Stämmen hängt und kaum Licht den Boden erreicht, leben die [[Rûnmôrr]]. Ihre Dörfer sind klein und verstreut, manche Häuser stehen auf Plattformen in Bäumen, andere sind halb in moosige Hänge gebaut. Sie glauben, dass jeder Baum einen Namen trägt und jeder Windstoß eine Botschaft. Ihre Seherinnen – Runenmütter genannt – lesen aus Knochen, Rinde und Rauch. Traumdeutungen sind ein bedeutender Teil des Alltags, und kein wichtiger Entschluss wird ohne Zeichen geführt. Die Rûnmôrr sind zurückhaltend, aber nicht schwach. Niemand kennt Kräuter, Gifte, Rauschmittel und Heilmittel so gut wie sie. In Konflikten ziehen sie es vor, nicht offen zu kämpfen. Ihre Stärke liegt im Verbergen, im Beobachten und im geduldigen Warten. Zwischen Rûnmôrr und Mýrkdrann herrscht eine enge Freundschaft. Seit einigen Jahren leben einige Angehörige ihres Volkes auf Rûnhall und versuchen, die Runensteine dort zu deuten.&lt;br /&gt;
* Die [[Skarnrîs]] leben zwischen dem östlichen Rand des Gletschers von Vetrhjarta und dem westlichen Rand der Sümpfe des Sikuinnaq. Ihr Land ist seit der Entstehung des Gletschers karg, das Meer voller Treibeis und die Luft schneidend klar. Sie ziehen mit Fellzelten über gefrorene Ebenen und kennen Spalten, die für andere unsichtbar sind und ihnen Unterschlupf gewähren. Ihr Alltag ist von Entbehrung geprägt, Nahrung nie sicher und Schutz nie selbstverständlich. Doch klagen sie nicht, Klage gilt als Verschwendung von wertvollem Atem und Wärme. Ihre Kinder werden früh an die Kälte gewöhnt, ein altes Ritual verlangt, das Neugeborene ins eiskalte Wasser des Drônhjart getaucht werden, nicht aus Grausamkeit, sondern um „dem Frost ihren Namen zu zeigen“. Generell spielt der Drônhjart – oder viel mehr die alljährliche Lachswanderung – eine bedeutende Rolle im Leben der Skarnrîs. Sie kämpfen hart, sind direkt und ohne Zierde. Wenn die Skarnrîs erscheinen, ist es ein Zeichen, dass Land und Leute in ernster Gefahr sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Vargfotr]] leben auf Varghalvdrann, der großen Halbinsel im Westen des Stammeslandes, meist entlang der zerklüfteten Küste. Ihre Häuser ducken sich in Fjordmulden, und ihre Boote sind schmal, flexibel und erstaunlich schnell. Sie verstehen das Meer nicht als ihren Feind, sondern als Prüfung. Der Wind ist für die Vargfotr heilig. In seinen Richtungswechseln lesen sie Zeichen und alte Vargfotr sagen, dass im Sturm die Seelen der Ahnen reisen. Deshalb wird vor jeder großen Fahrt ein leiser Gesang angestimmt, der als Erinnerung für den Wind dienen soll, wo die Reisenden herkommen. Ihre Gesellschaft ist rudelartig organisiert – mehrere verwandte Familien bilden ein „Rudel“, geführt von einer erfahrenen Kriegerin oder einem bewährten Seefahrer. Loyalität gilt zuerst dem Rudel, dann dem Stamm. Im Kampf sind sie unberechenbar, sie greifen aus Nebelbänken heraus an, landen unerwartet an fremden Küsten und verschwinden ebenso schnell wieder.    &lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Königreich Hroa</title>
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		<updated>2026-03-22T11:49:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
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Das &#039;&#039;&#039;Königreich Hroa&#039;&#039;&#039; – manchmal auch &#039;&#039;&#039;Stammeslande der Hroa&#039;&#039;&#039; genannt, sie selbst bezeichnen ihr Land als &#039;&#039;&#039;Hrôvann&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Draskhroa&#039;&#039;&#039;, während ennorische Gelehrte es abwertend als &#039;&#039;&#039;Barbarenkönigreich Hroa&#039;&#039;&#039; nennen – ist eines der drei Königreiche der Vraknarvölker im Hohen Norden, und von diesen ist es das größte und kulturell diverseste. Allerdings ist es auch das technologisch rückständigste und zerstrittenste, einen König gab es hier schon sehr lange nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn die Stammeslande der Hroa bereits sehr alt sind und eines der größten Länder im Hohen Norden darstellen, spielen sie doch in der Geschichte der Region nie eine größere Rolle. Das erste und einzige Mal taucht ihr Volk in den ennorischen Geschichtsbüchern auf, als sich einige Stammeskrieger im Jahr 514 vAF dem Feldzug von [[Kuraz As’tiro]] anschlossen. Die Chronisten des Alten Reiches berichten von einer Schar primitiver Stammeskrieger, die mit Keulen und Steinäxten bewaffnet über Vorräte und Eisenwaren herfielen. Zwar hatten sie kaum einen Anteil an den größeren Schlachten im [[Barbarenkrieg des Kuraz]], doch lösten sie sich lange vor Kriegsende von den Heeren und bildeten plündernde Banden, die noch lange nach Kuraz‘ vernichtender Niederlage 501 vAF ein Ärgernis für das Alte Reich blieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hroa selbst haben diese lange zurückliegenden Ereignisse längst vergessen, und aufgrund der mangelnden schriftlichen Aufzeichnung wird ihre Geschichte größtenteils durch mündlich vorgetragene Lieder überliefert. Die ältesten Lieder der Hroa sprechen davon, dass ihre Ahnen aus dem Norden gekommen waren, einem Ort, der im kollektiven Gedächtnis nur als das die [[Weiße Weite ohne Himmel]] bekannt ist. Ob sie damit das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] jenseits des [[Weltendach|Weltendachs]] meinen und ob dies bedeutet, dass sie den Weg aus [[Beleagand]] auf dem Landweg beschritten haben, ist unklar. Die Lieder jedenfalls berichten, dass ein unnatürlich langer Winter sie von dort vertrieben habe, ein Winter, in dem Gletscher brachen, das Meer gefror und das Wild verschwand. In langen Märschen zogen sie auf der Spur der Herden nach Süden, bis sie ihre heutige Heimat erreichten. Zwar begannen sich in jener Zeit erste Unterschiede zwischen den Stämmen zu manifestieren, doch gab es keine festen Grenzen, Thingplätze oder Könige. Man vermutet, dass der &#039;&#039;&#039;Große Zug aus dem Weiß&#039;&#039;&#039; sich etwa zwischen 850 und 650 vAF zugetragen habe. In der Folgezeit etablierten sie sich in ihren neuen Landen, die Sommer wurden länger und die Stämme begannen, dauerhaft zu siedeln. Diese Epoche war eine Zeit der Identitätsbildung, Dialekte entwickelten sich und Rituale verfestigten sich. Die Hroa begannen in dieser Zeit, sich selbst als „Hroa“ zu bezeichnen – ein uraltes Wort, das sich vermutlich mit „die Ausharrenden“ übersetzen lässt. Doch mit der Sesshaftigkeit kam Besitzdenken, und erstmals wurden Grenzen markiert und Ansprüche kundgetan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zeit der Wurzeln&#039;&#039;&#039;, wie sie bezeichnet wird, hat etwa von 650 bis 400 vAF gedauert. Die Bevölkerung begann in jener Zeit stark zu wachsen, was zur Folge hatte, dass die Nahrung in den harten Wintern immer knapper wurde und erste große Blutfehden ihren Lauf nahmen. Besonders bekannt ist heute noch der [[Krieg der Drei Furten]] am Skeldrunn, an dem sich die südlichen Sippen von Sûdhrôa gegen die Vargfotr verteidigten. Letzte begannen erstmals Boote zu bauen und erste große Raubzüge entlang fremder Küsten zu unternehmen, womit bessere Waffen ins Land kamen. Die Karnhûld reagierten dagegen mit Abschottung, in dem sie ihre Bergpässe befestigten und einige Hochladen zu heiligen Zonen erklärten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Epoche der Fehden der jungen Stämme&#039;&#039;&#039; dauerten von 650 bis 200 vAF, wobei sich in dieser Zeit ein gefährliches Muster etablierte, nach dem Stolz den Überlebensinstinkt übertrumpfte. Ab 197 vAF traf eine Serie extrem harter Winter die Hroa. Drei Jahre hinweg blieben die Sommer kaum wahrnehmbar, das Wild verließ das Land und die Flüsse gefroren bis zu ihrem Grund. Der Hunger führte zu offenen Stammeskriegen, ganze Gemeinschaften wurden in jener Zeit ausgelöscht. Nachdem sich das Klima wieder beruhigt zu haben schien und sich auch die politische Lage beruhigte, kehrte nach vierzehn Jahren die Serie der harten Winter zurück, und diesmal blieben sie für eine längere Zeit. Fort an wechselten sich einige Jahren mit milderen Wintern mit längeren Phasen sehr harter Winter ab, was zu zahlreichen Verwerfungen im Stammesland der Hroa führte. So verteidigten die Mýrkdrann ihre Sümpfe gegen Siedler aus dem Süden, während die Skarnrîs weit nach Westen zogen und mit mehreren Stämmen aneinandergerieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Zeit der Blutwinter&#039;&#039;&#039; (200 vAF – 103 AF) wurden die ersten Runensteine aufgestellt, welche vornehmlich von Verlusten sprachen und die Leser an die Götter und Geister mahnten. Allerdings tauchte auch in dieser Zeit das erste Mal die Idee eines übergeordneten Anführers auf eines Königs, der nicht aus Erbe, sondern aus der Not geboren wird. In einem besonders düsteren Winter rief ein Anführer der Sippen in Sûdhrôa namens [[Drôvakar Steinwort]] zu einem großen Thing an einem alten Steinkreis, an dem sich heute Hrôskeld befindet.  Er argumentierte, dass die Hroa sich selbst vernichteten, während der Phasen harter Winter. Seine Rede soll drei Tage gedauert haben – und schließlich wurde er zum ersten König gewählt. Unter seiner Führung wurden die Jagdreviere neu abgesteckt, ein gemeinsamer Kriegszug gegen polarnomadische Eindringlinge am Sikuinnaq beschlossen und erste Bündnisse zwischen den Stämmen geschmiedet. Drôvakar herrschte von 103 bis 119 AF, und nach seinem Tod zerfiel die Einheit der Stämme rasch. Dennoch blieb die Idee aus der [[Herrschaft des Ersten Königs]] bis heute bestehen: In äußerster Not können die Hroa eins sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 119 AF erlebten die Vargfotr eine Blütezeit, ihre Boote wurden besser und ihre Reichweite wuchs. Einige Sippen begannen, Küstensiedlungen im nördlichen Fjordland und im Nebelland zu überfallen. Mit ihnen kamen neue Einflüsse wie fremde Metalle, Geschichten und Ideen in ihre Heimat. Gleichzeitig verstärkten sich die Spannungen zwischen den Vargfotr und den übrigen Stämmen, insbesondere die Karnhûld warnten vor dem „Winddenken“, einer Mentalität, die Traditionen und althergebrachte Bindungen löse. Die Ära der Küstenstürme dauerte von 119 AF bis 526 AF. Im Jahr 526 AF begann ein weiterer extremer Klimazyklus, in dem sich der Gletscher von Vetrhjarta bildete und seither viele Meilen von Ismôrann zwischen Gebirge und Küste bedeckt. Viele Skarnrîs zogen in jenen Jahren nach Süden. Überall in Hroa eskalierten die Konflikte um Nahrung, hauptsächlich im Binnenland. 602 AF wurde schließlich [[Karnvald Hrôskarnsson]] in Hrôskeld zum König gewählt, und anders als Drôvakar setzte er auf Disziplin und strikte Verteilung. Unter seiner Führung entstand ein ungeschriebenes Gesetz: Kein Stamm verweigert einem anderen in einem Hungerwinter die Nahrung, die er entbehren kann. Dieses Gesetz gilt bis heute als heilig. Auch koordinierte König Karnvald Hrôskarnsson die Kämpfe gegen die Eisriesen und die Hügelriesen, die in jenen Jahren hier umgingen. Die &#039;&#039;&#039;Ära des Frostkrieges&#039;&#039;&#039; dauerte von 526 bis 753 AF. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 753 AF brachten mildere Jahrzehnte eine selten gekannte Stabilität, in der zahlreiche Runensteine gesetzt und die Stammesgeschichte erstmals systematisch festgehalten wurde. Die Rûnmôrr gewannen erheblichen kulturellen Einfluss, ihre Seherin wurden überall in Hroa konsultiert. Die &#039;&#039;&#039;Runenzeit&#039;&#039;&#039; dauerte von 754 bis 961 AF und war eine Zeit relativen Friedens, doch eine Zeit wachsender Ambitionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein harter einzelner Winter führte 962 AF dazu, dass zwei Könige ausgewählt wurden: König [[Vargdôt Heulwind]] war ein junger und charismatischer Seefahrer, der neue Plünderzüge und ein ebenso starkes wie offensives Hroa versprach. Die Vargfotr riefen ihn eigenständig zum König aus. Die übrigen Stämme riefen als Reaktion den ältere, redegewandten und klugen [[Hrôthgar Steinmund]] aus Sûdhrôa zum König aus, der auf Stabilität und nicht auf Expansion setzte. Ab 964 AF waren die Hroa dann endgültig gespalten, es tobten Schlachten am Skeldrunn und entlang der Küsten, und jeder Versuch der Vermittlung wurde im Keim erstickt. Im Winter des Jahres 967 AF starb zunächst König Hrôthgar Steinmund in der Schlacht, während sich gegen Ende desselben Winters 968 AF König Vargdôt Heulwind im Skeldrunn ertrank. Die Stämme zogen sich in der Folge erschöpft zurück, und seither gilt es als Tabu, ohne breite Zustimmung der Stämme einen König auszurufen. Die &#039;&#039;&#039;Krieg der Geteilten Hörner&#039;&#039;&#039; von 964 bis 968 AF gilt seither als Mahnung für alle ambitionierten Anführer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit zwischen 968 AF und heute ist eine Zeit ohne König, und sie den Sängern und Runensteinen als &#039;&#039;&#039;Gegenwärtige Stille&#039;&#039;&#039; bekannt. Die Schamanen und Seher sehen in dieser Zeit den Anbruch einer neuen Epoche, denn die Zeichen sprechen eindeutig von Veränderung: Der Gletscher von Vetrhjarta wächst erneut deutlich, die Skarnrîs sprechen von seltsamen Geräuschen aus dem Eis, die Rûnmôrr deuten veränderte Träume und in den Sümpfen der Mýrkdrann steigen ungewöhnliche Nebel auf. Die Schamanen und viele Älteste sprechen von einem neuen Zyklus, der ihr Volk erwartet. Die Stammeslande der Hroa grenzen im Uhrzeigersinn an das Westliche Polarmeer, die Cituqayatundra und das Wintermeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft in Hroa.png|alternativtext=Landschaft in Hroa|mini|Landschaft in Hroa]]&lt;br /&gt;
Das Königreich Hroa liegt im Westen der Mittleren Helchanar und ist nach der Cituqayatundra das größte zusammenhängende Gebiet in dieser Region. Für diejenigen mittelreichischen Entdecker, welche den Hohen Norden kartographierten, liegt Hroa auf einer namenlosen Halbinsel zwischen der Liathmarabucht im Osten und der Sikuinnaqbucht, deren Nordostgrenze vom breiten Strom des Sikuinnaq definiert wird. Die nördliche Grenze der Stammeslande der Hroa wird – von einer Enge zwischen Flussufer und der Westküste der Liathmarabucht abgesehen – weitestgehend durch den breiten Fluss des &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039; markiert, welcher die meiste Zeit des Jahres eher gemächlich dahinströmt. In seinem Kiesbett finden sich sowohl gediegenes Gold als auch Edelsteine und Bernstein, was ihn bei Goldwäschern zu einem beliebten Ziel macht. Mit seinen Nebenflüssen stellt der Sikuinnaq den wichtigsten Verkehrsweg durch die Cituqayatundra dar, da er beinahe die gesamte Region durchquert und so gut wie nie ganzjährig gefriert. Einzig während der Schneeschmelze, während der er zeitweise zu einem reißenden Strom anschwillt, und während des tiefsten Winters, während dem große Eisschollen den Fluss hinabtreiben, birgt er eine große Gefahr. Bevor er schließlich in die Sikuinnaqbucht mündet, fächert er sich zu einem weitläufigen Delta auf und speist mit seinem bislang sehr klaren Wasser die nebelverhangenen und unwegsamen &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Der Hauptarm des Sikuinnaq bildet auch hier die Grenze zur Tundra. Auch wenn das Wetter hier vergleichsweise mild ist, es im Sommer nahezu schwül werden kann und die Sumpfwiesen im Frühling und im Sommer eine blühende Schönheit darstellen, täuscht das doch nicht über den modernden Gestank hinweg, den die Wärme hier hervorbringt. Nur wenige Bäume können hier gedeihen, stattdessen ragen viele Sträucher und Büsche hüfthoch aus den Sümpfen hervor. Im Südwesten liegt der &#039;&#039;&#039;Trollberg&#039;&#039;&#039;, der eine besondere kulturelle Bedeutung für die Haugatrolle besitzt und einem ihrer Stämme eine Heimat bietet. Mehrmals im Jahr versammeln sich alle Haugatrolle der Region hier und feiern große Gelage, gleichzeitig halten sie den größten Teil von Hroa von niederen Trollen frei. Die &#039;&#039;&#039;Wachenden Steine&#039;&#039;&#039; sind eine Formation von gut zweidutzend Monolithen, die über die gesamten Sümpfe verteilt sind und zwischen zwei und zehn Schritt in den Himmel ragen. Sie sind mit elfischen Runen bedeckt, die im Sternenlicht schimmern, während sie bei einer Sonnenfinsternis in unheimlichen grünen Licht flackern. Die Wachenden Steine sind ein Relikt aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus. Der &#039;&#039;&#039;Rote Bau&#039;&#039;&#039; ist ein Tagebau am Ostrand der Sümpfe, an dem die Mýrkdrann bescheidene Mengen von Eisen und Kupfer abbauen. Früher einmal haben hier auch Prospektoren der Nordzwerge gegraben, diese sind jedoch lange vor Ankunft der Hroa weitergezogen. Geschützt wird der Rote Bau von einer namenlosen Burg der Zwerge, in welche sich die Bergleute bei Gefahr zurückziehen. Das bogenförmige &#039;&#039;&#039;Hrôskarngebirge&#039;&#039;&#039; liegt inmitten von Hroa und teilt das Land in eine West- und eine Osthälfte. Während der Bogen sich an seiner Außenseite durch unvermittelt abfallende Felswände, tiefe Schluchten und steile Anstiege kennzeichnet, ist seine Innenseite durch ein sanftes Hügelland geprägt. Durch das Gebirge führen nur wenige Pässe und sichere Wege, und selbst diese werden entweder von gefährlichen Kreaturen bewohnt oder von den Karnhûld aufmerksam gehütet. Vage Gerüchte sprechen jedoch von einer Hochebene, die von allen Seiten von Bergen geschützt und durch heiße Quellen derart gewärmt wird, dass sich hier ein blühender Wald entwickeln konnte. Viel mehr ist nicht über das &#039;&#039;&#039;Sonungrtal&#039;&#039;&#039; bekannt, außer dass hier angeblich die Karnhûld mit Huldretrollen friedlich Seite an Seite leben. Knapp vor dem Tal des Bogens, welcher das Hrôskarngebirge beschreibt, liegt der &#039;&#039;&#039;Hort von Grimmynth&#039;&#039;&#039;, eines uralten und mächtigen Walddrachen. Einer Legende zufolge hütet er einen magischen Schatz, die ihm die Elfen überlassen haben, bevor sie diese Region verlassen haben. Inzwischen hat &#039;&#039;&#039;Grimmynth&#039;&#039;&#039; ein bescheidenes Gefolge von zwei Hügelriesen und drei kleinen Stämmen der Schneegoblins um sich geschart, über die er wie ein König herrscht und die ihm die lästige Pflicht des Jagens abnehmen, auch wenn die Karnhûld der Region im Tribute leisten. Im Westen des Hrôskarngebirges liegt der gigantische &#039;&#039;&#039;Gletscher von Vetrhjarta&#039;&#039;&#039;, der sich inzwischen vom Gebirge bis zur Küste des Westlichen Polarmeeres erstreckt. Er entstand erst im ersten Jahrhundert nach dem Fall von Antavia, doch sind eine Ursprünge rätselhaft und sicherlich nicht natürlich. Das Eis ist von tausenden Höhlen durchzogen, die ein ebenso unübersichtliches wie tödliches Labyrinth bilden, auch wenn in den tiefsten Kavernen reichhaltige Vorkommen von Edelmetallen und Edelsteinen locken. Manchmal spülen Wildbäche und die Sommerschmelze antike Werkzeuge und Relikte einer längst vergessenen insektoiden Zivilisation aus der Zeit vor dem Großen Kataklysmus zutage, für die Gelehrte in Ennor und Xian ein Vermögen zu zahlen bereit wären. Der &#039;&#039;&#039;Windberg&#039;&#039;&#039; ist ein einsamer und windumtoster Berg, der geologisch zum Hrôskarngebirge gehört, sich jedoch mehrere Meilen nördlich von diesem befindet. Die Skarnrîs glauben, dass er vom Gletscher vom Rest des Gebirges getrennt wurde. In den Riten ihrer Schamanen spielt er eine große Rolle, denn als Höhepunkt der Meisterprüfung muss ein jeder Schamane allein an seinen Hängen meditieren. Viele Lehrlinge kommen von dieser Prüfung nicht zurück. Insgesamt ist der Gletscher von Vetrhjarta ein gefährlicher Ort, denn neben Schneestürmen und der schneidenden Kälte ist der das Jagdgebiet von Eisdrachen, Frostwürmern, Hrimwölfen und dem ein oder anderen Eisriesen, den es inzwischen hierhin verschlagen hat. Auch Schneetrolle und Yhetis sollen sich hier finden. Im Westen des Gletschers wächst dieser inzwischen auch in den &#039;&#039;&#039;Isdranfjord&#039;&#039;&#039; hinein, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis er vom Gletscher verschlungen wird. Nördlich des Fjords liegt im Westlichen Polarmeer die mittelgroße Insel &#039;&#039;&#039;Iskarnes&#039;&#039;&#039;, deren Betreten schon seit Jahrhunderten mit einem Tabu belegt ist. Sie ist stets von Nebelbänken umgeben, und aus der Ferne kann man die Überreste elfischer Ruinen erkennen, die weite Teile der Insel bedecken. Das Tabu liegt allerdings an den hier hausenden Kannibalen, die sich während des Blutwinters von den restlichen Hroa abspalteten. Das Land östlich des Gletschers ist als &#039;&#039;&#039;Ismôrann&#039;&#039;&#039; bekannt und seit der Entstehung eben jener Grenze eine gefrorene Tundra, die bis an den Rand der Sümpfe des Sikuinnaq reicht. Sowohl durch Ismôdrann als auch den südlich angrenzenden Môrdimmrwald fließt der &#039;&#039;&#039;Drônhjart&#039;&#039;&#039;, der über den &#039;&#039;&#039;Hrôdrannfjord&#039;&#039;&#039; ins Westliche Polarmeer mündet. Der im südlichen Hrôskarngebirge entspringende Fluss spielt eine große Rolle bei der Versorgung sowohl der Skarnrîs als auch der Rûnmôrr, denn die sowohl im Frühjahr als auch im Herbst stattfindende Wanderung der Lachse treibt Unmengen dieser Fische aus dem Meer in den Fluss, wo sich die Menschen, die Schneegoblins und die Natur an ihnen gütlich tun. Im Bogen des Hrôskarngebirges liegt der dichte und urtümliche &#039;&#039;&#039;Môrdimmrwald&#039;&#039;&#039;, dessen dunkelgrüne Weiten wie ein Meer aus Nadelbäumen wirkt. Bizarre Felsnadeln, tiefe Schluchten und einsame Findlinge prägen dieses Waldgebiet, auch so mancher Hinweis auf vulkanische Aktivität wie Geysire und heiße Quellen findet sich hier. Erst zu seinen Rändern im Norden und im Nordosten hin wird der Môrdimmrwald freundlicher, sodass sich auch Angehörige anderer Stämme hierhin wagen. Grundsätzlich präsentiert sicher sich als typischer Nadelwald des Hohen Nordens mit uralten Nadelbäumen, lichtem Unterholz und widerstandsfähigen Kräutern und Farnen. Im Sommer kann man sich hier fast vollständig durch Pilze und Beeren ernährend, während man sich im Winter auf Flechten und Moose beschränkt, wenn auch das Jagdwild knapp wird. Feen und Naturgeister sind hier recht häufig, und alle paar Meilen findet man ein mehr oder weniger gut verstecktes Feentor. Im westlichen Môrdimmrwald finden sich die &#039;&#039;&#039;Ruinen von Nimgauragr&#039;&#039;&#039;, einer großen Stadt mit einem Tempel aus schwarzem Gestein. Niemand kennt das Schicksal der Stadt oder ihrer Bewohner, jedoch gehen deren Seelen in den Ruinen in der Umgebung dieses Tempes um. In den Randbezirken hat sich inzwischen ein Stamm der Schneegoblins niedergelassen, welche jedoch die inneren Ruinen strikt meiden. Auf einem kahlen Hügel inmitten einer Lichtung befindet sich ein großer Monolith, gezeichnet von unzähligen Runen der Hroa und solchen, die noch viel älter sind. Vor diesem als &#039;&#039;&#039;Schamanenstein&#039;&#039;&#039; bezeichneten Monolithen befindet sich ein steinerner Tisch mit einer runden Vertiefung, deren genauer Zweck selbst den Rûnmôrr ein Rätsel ist. Hier versammeln sich einmal im Jahr die Schamanen der einzelnen Sippen, die gemeinsam die Zeichen für das kommende Jahr deuten, sich austauschen und gemeinsam feiern. Auch werden bei diesen Treffen neue Schüler feierlich in den Kreis der Schamanen aufgenommen und die Nachfolger ihrer Meister als solche begrüßt. Angeblich besuchen auch die Schamaninnen der Schneegoblins den Schamanenstein, was von den menschlichen Schamanen gern toleriert wird. Auch wenn kaum einer davon weiß, befindet sich in der Nähe des Schamanensteins die &#039;&#039;&#039;Bildaschlucht&#039;&#039;&#039; – eine von zahlreichen schroffen Schluchten, deren Grund kaum je das Sonnenlicht sieht. Der Riss im Waldboden beinhaltet eine große Siedlung der Schneegoblins, die erstaunlich menschenähnlich wirkt. Man findet hier einen kleinen Markt, eine Befestigung und sogar eine Taverne. Fremde werden hier in der Regel freundlich begrüßt und bewirtet, selbst wenn es sich dabei um Menschen oder Waldschratte handelt. Das &#039;&#039;&#039;Eiskieferntal&#039;&#039;&#039; ist ein unirdischer Ort im Môrdimmrwald, den selbst die mächtigsten Waldbewohner zu betreten scheuen. Hier ist alles mit einer dicken Schicht klaren Eises überzogen, und jeder unachtsame Wanderer gefriert binnen Minuten, wenn er sich nicht mit mächtiger Magie schützt. Angeblich haben die Rûnmôrr hier eine Königin der Ragana verbrannt, die mit ihrem letzten Atemzug das Tal verfluchte. Das &#039;&#039;&#039;Herz des Waldes&#039;&#039;&#039; liegt im Mittelpunkt des Môrdimmrwalds und präsentiert sich als eine kreisrunde, von großen Mammutbäumen gesäumte Lichtung. In ihrem Herzen liegt ein klarer und kreisrunder Teich, in dessen Wassern ein Kundiger einen Blick in die Zukunft erhaschen kann. Das Herz des Waldes ist ein großer Übergang in die Feenwelten und wird von der mächtigen Dryade &#039;&#039;&#039;Myaslanye&#039;&#039;&#039; beschützt. Der &#039;&#039;&#039;Aynariusschrein&#039;&#039;&#039; ist der Überrest eines Tempels der Hochelfen, den diese über einer unterirdischen Kammer errichtet haben, die von den Statuen von vier Elfenkönigen versiegelt wurde. Angeblich weiß niemand, was darin aufbewahrten – oder einsperrten. Das &#039;&#039;&#039;Tal des Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; wird, wie sein Name schon verrät, vom &#039;&#039;&#039;Lachenden Arnlaug&#039;&#039;&#039; und seiner Großfamilie bewohnt. Allerdings sollte man sich von diesem Namen nicht täuschen lassen und einen freundlichen Ort erwarten – Arnlaug und seine Sippe sind ausgestoßene Kannibalen. Eines der erstaunlichsten Phänomene des Môrdimmrwaldes ist jedoch sicherlich &#039;&#039;&#039;Hinvin&#039;&#039;&#039;, die Stadt der Feen. Es handelt sich hierbei um eine kleine Stadt, die von sprechenden Tieren, Naturgeistern, Kobolden und zahlreichen Feen bewohnt wird. Sie erscheint ausschließlich in Vollmondnächten an wechselnden Orten im Wald, wo sie Wanderer mit ihrem unirdischen Licht und einem überaus freundlichen Empfang lockt, nur um zum nächsten Vollmond an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Verpasst ein Wanderer den richtigen Zeitpunkt, sich zu verabschieden, findet er sich erst beim erneuten Auftauchen der Stadt an dem Ort, an dem er sie betreten hat, wieder. Manchmal können so Jahrzehnte bis Jahrhunderte vergehen, die der Wanderer dann verliert. Östlich der Hrôskarngebirges liegt zwischen dem &#039;&#039;&#039;Kjarnvetr&#039;&#039;&#039; im Süden und dem Sikuinnaq im Norden die &#039;&#039;&#039;Kjarnmark&#039;&#039;&#039;. Dieses schmale Land zwischen den schroffen Graten des Gebirges und der nicht minder schroffen Küste zum Wintermeer beziehungsweise zur &#039;&#039;&#039;Skjoralbucht&#039;&#039;&#039; und zur &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039; im Norden ist steinig und nur wenig ergiebig, weshalb die meisten Menschen an den Flussufern und der Küste leben. Gerade die &#039;&#039;&#039;Vôrneshalbinsel&#039;&#039;&#039; im Nordosten des Landes ist verhältnismäßig dicht besiedelt. Im Süden der Kjarnmark liegen &#039;&#039;&#039;Ruinen von&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Folkadalsa&#039;&#039;&#039;, einer verlassenen Hafenstadt, die dereinst sicherlich zu den bedeutendsten und größten Siedlungen in ganz Hroa gehörte. Die Stadt wurde während der Herrschaft des Ersten Königs fluchtartig verlassen, warum ist heute völlig in Vergessenheit geraten. Besucher berichten, dass hier eine unangenehme Präsenz zu spüren ist, und diejenigen, die sich hier länger aufhalten, unter grippeartigen Symptomen leiden. Südlich des Bogens des Hrôskarngebirges liegt die Region &#039;&#039;&#039;Sûdhrôa&#039;&#039;&#039; zwischen dem Kjarnvetr samt seines Nebenflusses &#039;&#039;&#039;Drasklev&#039;&#039;&#039; im Osten und dem Skeldrunn im Westen. Sûdhrôa wird weitestgehend von Ebenen geprägt, die dank des Schutzes des Gebirges und des Einflusses des Wintermeers über ein recht mildes Klima und vergleichsweise fruchtbare Böden verfügt. Sûdhrôa ist die Kornkammer des gesamten Königreichs und verfügt außerdem über zahlreiche Inseln, die vorwiegend von Fischern bewohnt werden. Das westliche Drittel der Küste grenzt an die &#039;&#039;&#039;Bucht von Môrvik&#039;&#039;&#039;, welche immer wieder von Seedrachen heimgesucht wird. Im Süden der Bucht kann man bei ruhigem Gewässer unter der Wasseroberfläche die Ruinen einer elfischen Stadt erkennen, die noch in der Zeit vor dem Großen Kataklysmus stammen. Ihr Name ist längst vergessen, die Einheimischen nennen sie die &#039;&#039;&#039;Versunkene Stadt&#039;&#039;&#039; und meiden sie abergläubisch. In gerader Linie südlich der Ruinen liegt in den Tiefen des Wintermeers verborgen ein &#039;&#039;&#039;Walfriedhof&#039;&#039;&#039;, an dem sich die gewaltigsten aller Wale zum Sterben versammeln. Auch wenn es unter den Hroa fast aller Stämme einige Walfänger gibt und deren Speck, Tran, Fleisch und Knochen einen bedeutenden Teil ihres Überlebens darstellen, so gelten angespülte Walkadaver und -knochen doch als heilig. Sie werden meist nach Art des heimischen Stammes bestattet und mit Respekt und Ehrfurcht behandelt. Die Bucht von Môrvik fächert im Norden in zwei kleinere Buchten auf, namentlich die westliche &#039;&#039;&#039;Skarnbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skarnflod&#039;&#039;&#039; mündet, der Sûdhrôa in eine Ost- und eine Westhälfte teilt, und die &#039;&#039;&#039;Drôskbucht&#039;&#039;&#039;, in die der &#039;&#039;&#039;Skeldrunn&#039;&#039;&#039; mündet. Östlich der Skarnbucht liegen die Inseln &#039;&#039;&#039;Kjarnvik&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Ulvronn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Vôrskjaal&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Skarnhalv&#039;&#039;&#039;, während in der Drôskbucht die Inseln &#039;&#039;&#039;Vargrann&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Hraskholm&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Môrskeld&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Drôskjar&#039;&#039;&#039; liegen. Die Insel Môrskeld ist zwar für ihr stürmisches Wetter sowie für tückische Strömungen berüchtigt, doch sind ihre Küsten dicht besiedelt und ihr Landesinnere besonders wild und urtümlich. Die Insel Vôrskjaal ist vor allem für ihre Grabhügel bekannt, denn während in Küstenregionen die Hroa ihre Toten meist mit einem Boot aufs Meer schicken oder verbrannt werden, liegen hier besondere Helden ihres Volkes bestattet. Der &#039;&#039;&#039;Vôrskjaalturm&#039;&#039;&#039; ist ein verlassener Turm der Elfen, der inzwischen den Hroa als Festung dient. Der Westen des Königreichs der Hroa wird von der weitläufigen und zerklüfteten Halbinsel &#039;&#039;&#039;Varghalvdrann&#039;&#039;&#039;, deren Küste von vielen Fjorden geprägt und deren Landesinnere hauptsächlich von unwegsamen, windgepeitschten und kragen Hochebenen und Hochmooren beherrscht wird. Die Menschen hier gehören größtenteils zum Stamm der Vargfotr und bewohnen größtenteils die Küstenstreifen, während ihre Verwandten im Binnenland als unberechenbare Halbwilde gelten. Die Grenzen des Varghalvdrann im Osten werden vom Skeldrunn, vom Hrôskarngebirge und von der Westwand des Gletschers von Vetrhjarta markiert. Die bedeutendsten Fjorde in Varghalvdrann sind von Süden nach Norden &#039;&#039;&#039;Vôrskalfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Karnfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vetrhjelmfjord&#039;&#039;&#039;, der nach einem Einsturz über ein beinahe vollkommen abgeschirmtes Hafenbecken verfügt, der &#039;&#039;&#039;Rûnvagrfjord&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Vraknesfjord&#039;&#039;&#039;, und der &#039;&#039;&#039;Draskfjallfjord&#039;&#039;&#039;. An der Westküste des Vôrskalfjords liegt die langgezogene &#039;&#039;&#039;Ulvrnesethalbinsel&#039;&#039;&#039;, die von tektonischer Aktivität in Form von Geysiren geprägt ist. Hier lebt seit dem Krieg der Geteilten Hörner mindestens vier Werwolfrudel, die von den lokalen Dörfern der Vargfotr sowohl Nahrung als auch andere Ressourcen erpressen. Während die Ulvrnesethalbinsel den südlichsten Punkt des Königreichs darstellt, bildet die &#039;&#039;&#039;Hrôaskjoldhalbinsel&#039;&#039;&#039; zwischen dem Vetrhjelmfjord und dem Rûnvagrfjord den westlichsten Punkt. Vor dessen Küste findet sich die Insel &#039;&#039;&#039;Rûnhall&#039;&#039;&#039;, auf der sich zahlreiche Runensteine finden und die inzwischen hauptsächlich von Rûnmôrr bewohnt wird. Die Tierwelt von Hroa ist extrem vielfältig: Hier machen Höhlenbären, Höhlenhyänen, Höhlenlöwen, Hrimwölfe, Luchse, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe, Schneelöwen sowie Eisdrachen, Frostwürmer, Lindwürmer und Tatzelwürmer Jagd auf Auerochsen, Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Riesenwildschweine, Steinböcke, Wildschafe, Wollnashörner und Zwergmammuts. Das Meer und die Küstenregionen sind die Heimat von Albatrossen, Blauwalen, Buckelwalen, Grauwalen, Grindwalen, Kaiserhaien, Möwen, Papageientauchern, Pinguinen, Riesenhaien, Riesenhummern, Riesenkraken, Robben, Schweinswalen, Seedrachen, Seelöwen, Seeschlangen, Sturmvögeln, Walrossen, Wollwalen und Zwergwalen. Die meisten von ihnen ernähren sich von den riesigen Schwärmen von Krill, von Dorschen, Heringen und Lachsen sowie Königskrabben und Riesenaustern.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-22T11:38:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Cituqayatundra&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Nunaqtigiik |&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Grünes Land&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;|&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Weite Tundra&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, inoffiziell: Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|Versammlung der Stämme&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|/&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Cituqayatundra&amp;diff=535</id>
		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-22T11:37:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Cituqayatundra&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Nunaqtigiik |&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Grünes Land&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;|&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Weite Tundra&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, inoffiziell: Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|Tauschhandel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Cituqayatundra&amp;diff=534</id>
		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-22T11:37:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Cituqayatundra&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Nunaqtigiik |&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Grünes Land&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;|&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Weite Tundra&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, de facto Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|Versammlung der Stämme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|Tauschhandel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Cituqayatundra&amp;diff=533</id>
		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-22T11:36:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Cituqayatundra&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Nunaqtigiik&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Grünes Land&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Weite Tundra&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, de facto Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|Versammlung der Stämme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|Tauschhandel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Name&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, de facto Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
|Versammlung der Stämme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Status&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
|Tauschhandel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Handelswaren&lt;br /&gt;
|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|Läimauja (Ailmorja), Oronmir, Schneegoblins, Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Cituqayatundra&amp;diff=531</id>
		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-22T11:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Name&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
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|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
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|Einwohner&lt;br /&gt;
|[[Läimauja (Ailmorja)]], [[Oronmir]], [[Schneegoblins]], Andere &lt;br /&gt;
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|Gründung&lt;br /&gt;
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|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
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Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Läimauja (Ailmorja) ===&lt;br /&gt;
Die [[Läimauja]] sind ein Volk der Polarnomaden, deren Angehörige größtenteils in der Mittleren Helchanar in Kairru-Talun und im weiteren Südosten der Cituqayatundra leben. Einige Stämme leben seit der Ära der Großen Winter in den nordöstlichsten Steppen des heutigen Zarenreichs Rusnya, wo sie sich selbst [[Läimauja (Orochon)|Orochon]] nennen, während sich die Läimauja im Hohen Norden auch als [[Läimauja (Ailmorja)|Ailmorja]] bezeichnen. Zwar wissen beide Volksgruppen nichts voneinander, doch bilden sie kulturell nach wie vor eindeutig ein einziges Volk. Sowohl Läimauja als auch Ailmorja und Orochon lässt sich mit „Die, die dem Wind folgen“ übersetzen und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Sie sind kein sesshaftes Volk, aber eben auch keine heimatlosen Wanderer – ihre Heimat ist Bewegung, ein zyklischer Rhythmus aus Sommerweiden, Winterlagern und heiligen Zwischenstationen. Sie leben meist in der offenen Tundra des Binnenlandes, wo die Ebenen weit und die Horizonte ungebrochen sind und der Wind selten ruht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in &#039;&#039;&#039;Sippenverbände&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Gárrivuotna&#039;&#039;&#039;“, wörtlich: Kreisgemeinschaft) gegliedert, die jeweils mehrere Familien umfassen. Diese sind nicht starr hierarchisch organisiert; Führungsautorität entsteht aus Ansehen, Erfahrung und Weisheit. Wer gut jagt, weitsichtig plant, Streit erfolgreich schlichtet oder die Lieder bewahrt, gewinnt an Einfluss. Besonders hoch geachtet sind die &#039;&#039;&#039;Schamanen&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Vuorruálbmá&#039;&#039;&#039;“) – Sänger, Trommler und Traumdeuter, die alte Überlieferungen in langen, rhythmischen Gesängen weitertragen. Geschichte wird nicht geschrieben, sondern erinnert und jeder gemeinsame Winterabend am Feuer ist zugleich eine Zeit des gemeinsamen Unterrichts. Die Läimauja sind eng mit ihren Rentierherden verbunden. Diese Tiere sind mehr als ihr Besitz, sie sind Gefährten, Lebensgrundlage und spiritueller Spiegel. Man sagt, dass jeder Sippe eine &#039;&#039;&#039;Herdenseele&#039;&#039;&#039; (LR. „&#039;&#039;&#039;Boazovuonna&#039;&#039;&#039;“) innewohnt, eine unsichtbare Verbindung zwischen den Menschen und ihren Tieren. Das Wohl der Tiere entscheidet über das Wohl der Gemeinschaft, und der Jahresverlauf richtet sich nach den Wanderungen der Tiere. Im Frühling ziehen die Läimauja nach Norden auf frische Weiden, im Sommer lagern sie in der Nähe von Flüssen und Seen, im Herbst kehren sie in geschütztere Regionen zurück und im Winter sammeln sie sich in Talsenken, wo Wind und Kälte abgemildert werden. Ihre Behausungen sind transportabel, aus Holzrahmen, Fellbahnen und dicken Stoffen gefertigt. In ihren Winterlagern errichten sie halbfeste Strukturen aus Torf, Holz und Stein, die jedes Jahr wieder instandgesetzt und von Generation zu Generation genutzt werden. Jeder dieser Orte trägt einen Namen und eine Geschichte, entsprechend betritt man ihn nicht ohne Gruß an die Ahnen. Wie alle Völker Polarnomaden hängen die Läimauja der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an, und ihre Spiritualität sagt, dass die Welt aus sichtbaren und unsichtbaren Schichten besteht: Jeder Hügel, jeder See und jede auffällige Felsformation besitzen eine Präsenz. Diese ist nicht zwangsläufig freundlich oder feindlich, sie ist einfach dar. Die Aufgabe der Menschen ist es, im Gleichgewicht mit diesen Kräften zu leben. Vor wichtigen Entscheidungen werden Opfergaben wie kleine Schnitzereien, bemalte Knochen und geflochtene Bänder aus Wollfarben dargebracht. Besonders heilig sind runde Hügelkuppen in der offenen Ebene, von denen man aus das Umland weit überblicken. Dort, so heißt es, stehen Himmel und Erde einander am nächsten. Musik und Gesang sind zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Die Läimauja kennen einen besonderen Gesangsstil, der weniger erzählt als erinnert. In langen, wiederholenden Tonfolgen werden Landschaften, Tiere oder Menschen besungen, als würde man ihre Essenz hörbar machen. Diese Lieder sind persönlich; sie gehören jemandem, ohne Besitz zu sein. Ein Kind erhält bei seiner Namensgabe ein eigenes Lied, das sein Wesen einfängt und es sein Leben lang erinnert. Trotz ihrer ruhigen und naturverbundenen Lebensweise sind die Läimauja keineswegs schwach oder weltfremd. Sie gelten als zähe Verhandler und entschlossene Verteidiger ihrer Wanderwege und ihrer Lagerstandorte. Fremde werden zunächst mit vorsichtiger Distanz empfangen, doch wer Respekt zeigt, kann Gastfreundschaft erfahren, die tief und ehrlich ist. Sie haben ein starkes Bewusstsein für Freiheit – nicht im Sinne von Gesetzlosigkeit, sondern als Recht, ihren eigenen Rhythmus zu bewahren. Jede Form äußerer Kontrolle, jede dauerhafte Einmischung in ihre Routen oder Herden gilt als Bedrohung ihrer Identität. Konflikte innerhalb der Sippen werden meist durch Rat und Vermittlung gelöst. Öffentliche Demütigung ist verpönt; Ehre zeigt sich in Selbstbeherrschung. Doch wenn die Gemeinschaft bedroht wird, können die Läimauja hart und unerbittlich sein. Ihre Krieger sind leicht bewaffnet, schnell und hervorragend an Gelände und Wetter angepasst. In der aktuellen Westwindkrise sind es vor allem die Läimauja, die die klimatischen Veränderungen unmittelbar spüren. Ihre Weiden verändern sich, ihre Herden reagieren empfindlich auf verschobene Frostgrenzen. Einige ihrer Schamanen sehen im wiederkehrenden Westwind ein Echo der alten Eisheimat, während andere davor warnen, die uralten Geschichten wörtlich zu nehmen. Innerhalb ihres Volkes wächst eine leise Spannung zwischen jenen, die in der Tundra ihre endgültige Heimat sehen und jenen, die glauben, dass das Volk des Windes nie wirklich ankommen darf. Die Läimauja sind weder reine Bewahrer noch rastlose Sucher, sie sind ein Volk des Gleichgewichts zwischen Eis und Gras, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Stille und Gesang. Und wenn ihre Herden im Sommer über offene Ebenen ziehen, begleitet vom gleichmäßigen Klan der Glocken und dem weiten Himmel über sich, scheint es, als würde die Cituqayatundra ihre Bewohner selbst lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Árrunvárri]] sind eine spirituell geprägte Sippe, deren Winterlager nahe des als heilig geltenden Hügels Áilu-Tor liegen. Sie bringen überdurchschnittlich viele Schamanen hervor und gelten als besonders traditionsbewusst. In der Westwindkrise vertreten sie die Ansicht, dass das Erwachen im Westen eine Prüfung sei und keine bloße Naturerscheinung.&lt;br /&gt;
* Die [[Cievrralja]] sind eine weit wandernde, aber kleine Sippe mit besonders robusten Herden. Sie sind für ihre Geduld und ihre Ausdauer bekannt. Ihre Jugendlichen gelten als hervorragende Läufer und Spurenleser. Die Cievrralja meiden große Versammlungen und halten sich aus politischen Fragen meist heraus – doch wenn sie Stellung beziehen, dann mit großer Entschlossenheit und klaren Worte.&lt;br /&gt;
* Die [[Gárrasearva]] sind eine der ältesten und angesehensten Sippen der Läimauja. Sie ziehen in großen und gut organisierten Verbänden, die bekannt sind für ihre außergewöhnlich vitalen Rentierzuchten. Entsprechend gilt ihre Herdenseele als besonders widerstandsfähig. Die Gárrasearva stellen häufig Vermittler bei Streitigkeiten zwischen anderen Sippen. Ihre Lieder sind ruhig und lang, beinahe meditativ. Man sagt, wer in die Reihen der Gárrasearva geboren wird, hört die Zeichen des Windes deutlicher als andere Läimauja.&lt;br /&gt;
* Die [[Láidavárra]] sind eine Hirtensippe, deren Sommerweiden zu Füßen des Weltendachs liegen und ihre Winterlage am Orvethaal. Sie sind robust, wortkarg und gelten als besonders diszipliniert. Die Sippenmitglieder der Láidavárra werden früh in Verantwortung genommen, sie sehen sich selbst als Bewahrer der alten Wege und stehen Veränderungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
* Die [[Mearrava]] halten sich häufig an der Küste der Nariqtuk-Fjorde auf, tauschen häufig mit den Küstenbewohnern und Händlern ferner Länder und sprechen mehrere Dialekte. Einige konservative Läimauja werfen ihnen zu viel Offenheit vor. Doch gerade jetzt, wo sich das Klima und die politische Gesamtsituation ändert, erweisen sich ihre Kontakte zunehmend als wertvoll.&lt;br /&gt;
* Die [[Njálmurja]] sind eine kleine, aber stolze Sippe aus der zentralen Kairru-Talun. Sie sind hervorragende Fährtenleser und bewegen sich schneller als die meisten Gruppen. Die Rentierherden der Njálmurja sind klein und sehr beweglich, viele Angehörige ihrer Sippe sind hervorragende Rentierreiter. Die Njálmurja gelten als unabhängig und misstrauisch gegenüber zu engen Bündnissen – besonders in Zeiten der Westwindkrise.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruovdinja]] leben vor allem im Umland des eisenhaltigen Voussarinrückens. Sie sind geschickte Handwerker und bearbeiten Metall, das sie dann bei anderen Sippen eintauschen. Ihre Klingen und Schnallen sind begehrte Handelsgüter. Manche Läimauja betrachten sie mit gemischten Gefühlen, denn sie scheinen trotz ihrer nördlichen Heimat den südländischen Kulturen zu nahe zu stehen. Doch gerade in Krisenzeiten sind ihre Werkzeuge und Waffen unverzichtbar.&lt;br /&gt;
* Die [[Sávunja]] verbringen ihre Winter meist in der Panyulliktaiga. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Holzschnitzereien und ihre verzierten Trommeln. Ihre Schamanen gelten als besonders stark in der Traumdeutung und manche behaupten, die Sávunja seien die ersten gewesen, die vom „Atem unter dem Eis“ berichteten.&lt;br /&gt;
* Die [[Vuorjaláhka]] ist eine Sippe der offenen Hochebenen. Sie ziehen über besonders windreiche Regionen und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wetterumschwünge früh zu erkennen. Ihre Zelte stehen tiefer und ihre Konstruktionen sind massiver und sturmfester als die anderer Sippen. Die Vuorjaláhka gelten als schweigsam und sehr aufmerksam. Man sagt, sie sprechen wenig – aber wenn sie sprechen, sollte man gut zuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oronmir ===&lt;br /&gt;
Die [[Oronmir]] sind ein Volk der offenen Weite, der scharfen Horizonte und der unruhigen Pfade. Sie leben in den nördlichen, westlichen und zentralen Regionen der Cituqayatundra, dort, wo das Gras niedriger wächst, der Wind beständiger weht und der Himmel oft größer erscheint als die Erde darunter. Für die Oronmir ist die Tundra kein Besitz und kein Territorium im engen Sinn, sondern ein lebendiger Raum aus Wegen, Zeichen und Beziehungen. Sie verstehen sich nicht als Herren des Landes, sondern als Teil seiner Bewegung. Stillstand gilt ihnen als Gefahr – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kultur =====&lt;br /&gt;
Ihre Gesellschaft ist in kleine, flexible &#039;&#039;&#039;Sippen&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Oronseren&#039;&#039;&#039;“) gegliedert, die aus mehreren Familien bestehen und gemeinsam ziehen. Diese Sippen sind keine starren Einheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die sich im Lauf der Jahre teilen, neuformieren oder zeitweise zusammenschließen. Führung entsteht durch Ansehen und Vertrauen. Eine besonders erfahrene Jägerin, ein weitsichtiger Fährtenleser oder ein begabter Seelenwanderer kann zur Leitfigur werden, doch niemand herrscht dauerhaft oder unangefochten. Entscheidungen werden im Kreis getroffen, oft nach langen Phasen des Schweigens. Für die Oronmir hat das unausgesprochene Wort ebenso viel Gewicht wie das gesprochene Wort. Die Oronmir hängen als Volk der Polarnomaden der gemeinsamen [[Religion der Polarnomaden]] an. Im Zentrum ihrer spirituellen Welt steht eine vielschichtige Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Seele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaora&#039;&#039;&#039;“). Sie glauben, dass jedes Wesen – Mensch wie Tier – aus mehreren Seelenschichten besteht. Da ist die &#039;&#039;&#039;Atemseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorlen&#039;&#039;&#039;“), die mit Wind und Kälte verbunden ist und den Körper belebt. Da ist die &#039;&#039;&#039;Spurenseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorena&#039;&#039;&#039;“), die im Schnee, in der Erinnerung und im Lied der Gemeinschaft fortbesteht. Und da ist die &#039;&#039;&#039;Traumseele&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voarnir&#039;&#039;&#039;“), die sich im Schlaf vom Körper löst und entlang unsichtbarer Pfade zwischen dieser Welt und der &#039;&#039;&#039;Anderswelt&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Nirvaor&#039;&#039;&#039;“) wandert. Diese Vorstellung prägt ihren Umgang mit der Natur. Jagd ist für die Oronmir niemals bloß Nahrungsbeschaffung, sondern ein heiliger Austausch. Vor einer Jagd wird das Tier im Geist angerufen, nach der Jagd gedankt. Knochen werden sorgfältig behandelt, damit die Spurenseele des Tieres ihren Weg zurück in den Kreislauf findet und eines Tages wieder Gestalt annehmen kann. Obwohl auch die Oronmir mit Rentieren leben, ist ihre spirituelle Identität nicht ausschließlich an die Herde gebunden. Viele Sippen fühlen sich einem &#039;&#039;&#039;Leittiergeist&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Voramir&#039;&#039;&#039;“) verbunden – einem Eiswolf, einem Polarfuchs, einem großen Hirsch oder einem Raben. Dieser Geist ist kein Gott, sondern eher ein Ahnenführer oder Spiegel des eigenen Wesens. Man erzählt sich, dass in uralten Zeiten Mensch und Tier dieselbe Sprache gesprochen hätten, und manche Schamanen behaupten, sie könnten diese Sprache im Traum noch hören. Der Schamanismus der Oronmir ist intensiv und oft ekstatisch. Ihre &#039;&#039;&#039;Seelenwanderer&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vaorvakar&#039;&#039;&#039;“) – Männer wie Frauen – geraten durch Trommelschläge, rhythmisches Atmen und heulende Gesänge in Trance. Sie reisen entlang der &#039;&#039;&#039;Weißen Pfade&#039;&#039;&#039; (OR. „&#039;&#039;&#039;Vorenir&#039;&#039;&#039;“), unsichtbarer Linien zwischen den Welten, und suchen Rat bei Tiergeistern oder Ahnen. Ihre Visionen gelten als ernstzunehmende Wegweiser, doch auch sie sind nicht unfehlbar. Ein Schamane berät, warnt oder deutet – aber er befiehlt nicht. Wer seine Worte hört, tut es aus Vertrauen, nicht aus Zwang. Die Lebensweise der Oronmir ist von Mobilität geprägt. Ihre Zelte sind leicht und rasch abzubauen, ihre Lager selten von Dauer. Im Sommer verteilen sich größere Gruppen in kleinere Jagdgemeinschaften, im Winter rücken sie enger zusammen und teilen Vorräte, Geschichten und Lieder. Kinder lernen früh, Spuren zu lesen, Windrichtungen zu deuten und Schneeverwehungen einzuschätzen. Selbstständigkeit wird geschätzt, doch niemals auf Kosten der Gemeinschaft. Ein Oronmir mag allein wandern können, aber er weiß, dass seine Spur ohne andere bedeutungslos wäre. Gegenüber anderen Völkern der Cituqayatundra zeigen sich die Oronmir wachsam und zurückhaltend. Mit den Läimauja verbindet sie gegenseitiger Respekt, doch sie betrachten deren stärkere Bindung an feste Herden mit einer Mischung aus Verständnis und Skepsis. Küstenvölker erscheinen ihnen fremder; das Meer gilt ihnen als unruhiges, kaum berechenbares Wesen. Südliche Händler werden geduldet, solange sie die Wege und Rituale respektieren. Metall und fremde Güter finden ihren Platz, doch sie dürfen nicht zur Grundlage der Identität werden. In Konflikten setzen die Oronmir auf Bewegung und Geländekenntnis. Offene Schlachten sind selten und werden vermieden, wenn es möglich ist. Ehre zeigt sich für sie nicht im brutalen Sieg, sondern im maßvollen Handeln. Grausamkeit würde die eigene Spurenseele beschädigen und damit die Gemeinschaft schwächen. Blutfehden kommen vor, doch meist bemühen sich die Seelenwanderer um Vermittlung, bevor ein Streit außer Kontrolle gerät. In der gegenwärtigen Westwindkrise sind es die Oronmir, die die Veränderungen vielleicht am tiefsten spüren. Ihre Schamanen berichten von gestörten Traumwegen und von einer Kälte, die nicht nur körperlich, sondern geistig ist. Manche sehen im Westen eine gebrochene Spur, andere ein altes Wesen unter dem Eis, das sich regt. Innerhalb des Volkes wächst eine Spannung zwischen jenen, die im Unbekannten eine Herausforderung sehen, und jenen, die um das fragile Gleichgewicht fürchten. Doch unabhängig von diesen Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Grundsatz bestehen: Jede Spur hat Bedeutung, und selbst die älteste Fährte kann eines Tages wieder sichtbar werden. So sind die Oronmir kein lautes, dominantes Volk. Sie sind wachsam, geduldig und tief mit der Weite verbunden. Wenn das Polarlicht über der Tundra flackert, erheben sich ihre Stimmen in langen, klagenden Gesängen, die an das Heulen eines Wolfes erinnern. Nicht aus Trauer, sondern als Antwort auf den Wind – und als Zeichen dafür, dass ihre Atemseelen noch immer im Einklang mit der Welt schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sippen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kerenvak]] sind wortgewandt, aufmerksam und hervorragende Geschichtenträger. Ihr Voramir ist ein Rabe, der nicht nur Beobachter, sondern auch Trickser ist. Diese Sippe pflegt enge Kontakte zu anderen Oronseren und gilt als Vermittlerin bei Konflikten. Manche werfen ihnen vor, zu viel zu wissen – und zu wenig preiszugeben. Ihre Vaorvakar wandern oft weit, und ihre Träume sind voller Zeichen.&lt;br /&gt;
* Die [[Korvaanir]] sind die kühnsten unter den Küstensippen. Sie wagen sich in offenen Booten weiter aufs Meer hinaus, besonders im kurzen Sommer. Ihr Voramir ist kein einzelnes Tier, sondern der Geist eines gewaltigen Wals, den sie Morvaor nennen – „Der, der unter allem geht“. Waljagd ist für sie kein regelmäßiger Akt, sondern ein seltenes, beinahe heiliges Ereignis. Vor einer Jagd versammelt sich die gesamte Sippe, und ein Vaorvakar bittet in Nirvaor um Einverständnis. Scheitert die Jagd, wird das als Zeichen verstanden, dass der Morvaor sich verweigert. Seit einigen Jahren berichten ihre Seelenwanderer, dass der Walgeist tiefer schwimmt als zuvor – als würde er etwas im Westen meiden.&lt;br /&gt;
* Die [[Neremvak]] leben an Flussmündungen und geschützten Buchten. Sie sind geschickte Fischer und Meister im Bau von leichten, flexiblen Booten aus Treibholz und Tierhaut. Ihr Voramir ist ein silbrig schimmernder Küstenlachs, dessen Geist als schnell und entschlossen gilt. Diese Sippe ist besonders anpassungsfähig. Sie folgen nicht nur den Herden, sondern auch den Fischzügen und saisonalen Strömungen. Ihr Gesang ist rhythmischer als der anderer Oronmir, fast wie das Schlagen von Wellen gegen Eis. In der aktuellen Krise beobachten sie, dass Fischzüge ausbleiben oder unregelmäßig werden. Ihre Vaorvakar berichten von Weißen Pfaden, die sich unter Wasser fortsetzen – etwas, das früher kaum vorkam.&lt;br /&gt;
* Die [[Nerovaar]] zieht bevorzugt entlang von Seenplatten und Moorlandschaften. Ihr Voramir ist ein langbeiniger Kranich, der im Traum über Wasserflächen schreitet. Die Sippe ist stark schamanisch geprägt und stellt ungewöhnlich viele Vaorvakar. Mehrere ihrer Seelenwanderer berichten von gestörten Weißen Pfaden im Westen – ihre Warnungen werden inzwischen ernst genommen.&lt;br /&gt;
* Die [[Orvengir]] sind wortkarge, entschlossene Sippe aus den kälteren Nordregionen. Ihr Voramir ist ein großer Eisbär – kein aggressives Wesen, sondern ein ruhender Wächter. Die Orvengir gelten als zurückgezogen, fast isoliert. Doch in den letzten Wintern haben sie begonnen, ihre Winterlager weiter südlich aufzuschlagen – ein stilles, aber deutliches Zeichen, dass selbst sie die Veränderung spüren.&lt;br /&gt;
* Die [[Ravormir]] gelten als wachsam, ausdauernd und stolz. Ihr Voramir ist ein großer Eiswolf mit einem gespaltenen Ohr, der in den Träumen ihrer Vaorvakar oft schweigend vorausgeht. Sie ziehen weit durch die nördlichen Ebenen und sind bekannt für ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in Schneestürmen Orientierung zu bewahren. In der Westwindkrise berichten ihre Seelenwanderer, dass der Wolfsgeist seltener erscheint – ein beunruhigendes Zeichen für eine Sippe, die ihre Identität aus klarer Führung bezieht.&lt;br /&gt;
* Die [[Sivorim]] leben entlang flacher Küstenabschnitte zum Westlichen Polarmeer, wo sich im Winter stabile Eiskanten bilden. Ihr Alltag folgt dem Rhythmus der Robbenzüge. Ihre Lager sind halb in Dünen und halb in niedrige Küstenhügel gebaut, um Schutz vor Sturm und Spritzwasser zu bieten. Ihr Voramir ist eine große, graue Robbe mit milchig weißen Augen – kein aggressiver Geist, sondern ein geduldiger Atemhalter. Die Sivorim glauben, dass ihre eigene Vaorlen im Einklang mit der Robbe stehen muss: ruhig, kontrolliert, wachsam. Kinder lernen früh, regungslos zu warten. In der Westwindkrise bemerken sie als Erste die Veränderungen im Eis. Die Eiskanten verschieben sich, Atemlöcher erscheinen an ungewohnten Stellen. Einige ihrer Jäger berichten von „zu glattem Eis“, das sich falsch anfühlt – als läge darunter mehr als nur Wasser.&lt;br /&gt;
* Die [[Talrenor]] sind eine ruhige, geduldige Sippe mit besonders starken Rentierzuchten. Ihr Voramir ist ein mächtiger Hirsch, dessen Geweih sich im Traum wie ein Wald aus Licht verzweigt. Sie sind Hüter alter Rastplätze und kennen viele Ahnenpfade. In der Krise halten sie sich zurück und beobachten – überzeugt, dass Hast die Spur verwischt.&lt;br /&gt;
* Die [[Vaskorim]] wechseln häufig ihre Routen und sind Meister der Täuschung im Gelände. Ihr Voramir ist ein Schneefuchs, der in Nirvaor oft zwischen den Pfaden springt. Einige jüngere Mitglieder drängen darauf, den Westen aktiv zu erkunden – was innerhalb der Sippe zu Spannungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schneegoblins ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Generationen, nachdem die flüchtenden Goblins das ennorische Festland erreicht hatten, hatten sie sich bis in den Hohen Norden ausgebreitet. Aufgrund verschiedenster politischer Umwälzungen – darunter der Besiedlung des Nebellands durch Menschen und der Bau der Wintermauer – wurden diese Goblins von den südlicheren Populationen getrennt, und es entwickelte sich aus ihnen eine eigenständige Kultur samt umfangreicher körperlicher Anpassungen an ihr harsches Umfeld. Die unter diesen Umständen entstandenen [[Schneegoblins]] sind beinahe überall im Hohen Norden zu finden, einzig die Eiswüsten und Gebirge sowie Küstenregionen werden von ihnen gemieden. Ihr Siedlungsschwerpunkt liegt allerdings weiterhin im mittleren Hohen Norden, insbesondere in der Cituqayatundra. Die körperlichen Proportionen der Schneegoblins entsprechend weitgehend denen ihrer Verwandten aus dem Süden, allerdings sind sie von leicht stämmigeren Körperbau. Sie tragen wesentlich dichteres Körperhaar, dass sie vor der Kälte schützt und im Jahresverlauf von einem sommerlichen Graubraun bis zu einem reinen Weiß im Winter wechselt. Gruppen, die jenseits der Schneegrenze leben, haben das ganze Jahr über weißes Fell. Auch die Haut der Schneegoblins ist viel heller als bei gewöhnlichen Goblins, wohingegen ihre Augen von einem stumpfen Blauton sind. Selten werden gelb- oder grünäugige Kinder geboren. Besucher, die nicht mit dem Umgang mit Schneegoblins vertraut sind, beschreiben ihre Augen oft als unangenehm stechend. Manche Stämme ihres Volkes suchen, ähnlich wie die Goblins weiter im Süden, die Nähe zu menschlichen Siedlungen, um sich dort mit Diebstahl oder einfachsten Hilfstätigkeiten durchzuschlagen. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und werden vom Gros ihres Volkes als Sonderlinge betrachtet. Die meisten Stämme leben in den Wäldern und Tundren, fernab der großen menschlichen Siedlungen, wo sie sich als Jäger und Sammler ernähren und anderen Kulturschaffenden soweit es geht aus dem Weg gehen. Hin und wieder nehmen sie allerdings verlorene Seelen wie verzweifelte Wanderer und verirrte Kinder in ihren Stamm auf, und diese verbringen dann oft ihr Leben als vollwertiges Stammesmitglied bei den erstaunlich herzlichen Goblins. Die Stammesbande der Schneegoblins sind für sie von allerhöchster Bedeutung. Sie werden von einem männlichen Häuptling angeführt, die wahre Macht liegt jedoch stets in den Händen der weiblichen Schamanin. Je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen leben sie in Eis- oder Felshöhlen, in kleinen Grubenhäusern, in Iglus oder in schnell aufzubauenden Zelten aus gesammelten Knochen und Fellen. Einigen Stämmen ist es gelungen, eine kleine Herde der etwa bisongroßen Zwergmammuts oder von Moschusochsen zu zähmen, sodass sie sich von ihnen ernähren können. Die etwas mehr an Menschen gewohnten Stämme verdingen sich hin und wieder als Boten oder Karawanenführer durch ihre Heimatregion. Die Schneegoblins verehren dieselben Gottheiten und Geister wie ihre Verwandten im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben diesen drei Kulturen, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
	</entry>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-20T14:35:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Name&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, de facto Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oberhaupt&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|Unabhängig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Währung&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|[[Läimauja (Ailmorja)]], [[Oronmir]], [[Schneegoblins]], Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
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|/&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben den [[Läimauja (Ailmorja)]], den [[Oronmir]] und den Schneegoblins, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uluriak =====&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Name&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |Die Cituqayadundra führt keine Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |[[Datei:{{{Karte|}}}&amp;lt;nowiki&amp;gt;|250px]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtssprache&lt;br /&gt;
|Rievàla&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptstadt&lt;br /&gt;
|Keine, de facto Tullunaq&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Staatsform&lt;br /&gt;
|Stammesgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|[[Läimauja (Ailmorja)]], [[Oronmir]], [[Schneegoblins]], Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
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|/&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die [[Westwindkrise (Cituqayatundra)|Westwindkrise]]: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völker und Kulturen ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist – entgegen ihres Rufes in ennorischen Gefilden – ein Ort des blühenden Lebens. Neben den [[Läimauja (Ailmorja)]], den [[Oronmir]] und den Schneegoblins, welche die klare Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es zahlreiche Minderheiten, die diese Gegend in weitaus geringeren Zahlen als ihre Heimat betrachten. Traditionell leben hier einzelne Familien der [[Hügelriesen]], die kleinere Mammutherden hüten, Sippen der [[Eiselfen]], die ihre Kristallpaläste schon vor Jahrhunderten verlassen haben, kleine Stämme der [[Schneeorks]], die hier jagen und anderen Kulturschaffenden meist aus dem Weg gehen, [[Vagarr]], die nach ihrem Auszug aus den Schwarzen Wäldern hier den [[Frostpelzclan]] und den [[Schneeheulerclan]], boshafte [[Ragana]] in entlegenen Wäldern und Hütten sowie [[Waldschratte]] in den Wäldern, [[Bergschratte]], [[Höhlenschratte]] und [[Steinschratte]] in den Bergen, [[Vulkanschratte]] an mindestens einem der Gebirge und [[Wühlschratte]] in den Ebenen. In besonders kalten und langen Wintern kommen aus dem Weltendach und dem Ewigen Eis auch [[Eisriesen]], [[Schneetrolle]], [[Schneeschratte]], [[Yhetis]] und [[Zwerge]] in südlichere Gefilde. Seit einigen Jahrzehnten kommen auch verstärkt Menschen aus Ennor in die Cituqayatundra, insbesondere die [[Mittelländer]] der Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals und, seit knapp fünf Jahren, auch Vertreter der Estnovischen Hanse und Entdecker aus dem [[Königreich Vesbaria-Zanovien]]. Auch wenn sie stets behaupten würden, dass ihre Motive edelmütig sind, so geht es doch am Ende um die Sicherung von Ressourcen und die Erschließung neuer Siedlungsräume für ihre Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte und wichtige Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tullunaq =====&lt;br /&gt;
Dort, wo der Njaluk in den Sikuinnaq strömt, befindet sich mit Tullunaq das zeremonielle Zentrum der Cituqayatundra. Für viele Polarnomaden, die ein Leben fernab der Stadt führen, ist sie vor allem laut, übelriechend und schmutzig – für die Sippen in der Umgebung allerdings ein Denkmal aus Holz, Stein und Feuer. Tullunaq gehört zu den ältesten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Region, und in ihrem Zentrum befindet sich ein Tempel aus grauem Stein. Dieses Gebäude fanden bereits die ersten Siedler vor, und niemand weiß genau, wer ihn errichtet hat – die Schamanen berichten, dass er von den rätselhaften [[Ersten Menschen (Mythos der Polarnomaden)|Ersten Menschen]] gebaut wurde, die Beleagand nach Osten verließen. Im Tempel brennen fünf ewige Flammen, jede in einem großen und ausgesprochen kunstvoll gestalteten Kamin. Vier der Feuer stehen für die Himmelsrichtungen, das fünfte Feuer für die jenseitige Welt. Jede Flamme wird von Holz aus einem anderen Hain gespeist, denn der Brauch verlangt, dass in keinem Kamin gleichzeitig Holz desselben Waldes brennen darf. Die Schamanen des [[Tempels der Ersten Menschen (Cituqayatundra)|Tempels der Ersten Menschen]] in Tullunaq wachen mit rußgeschwärzten Gesichtern über die Feuer und lehren, dass derjenige, der das Gleichgewicht der Flammen stört, in Gefahr läuft, das Land selbst zu erzürnen. Seit dem Beginn der Westwindkrise brennt das Feuer des Westens zunehmend unruhig und verschlingt wesentlich mehr Holz als die anderen vier Flammen. Rund um den Tempel stehen Holzhäuser mit geschnitzten Giebeln, die nach Harz, Rauch, Torf und salz riechen. Hier leben vor allem Handwerker, Hirten und Kräuterkundige, die aus der ganzen Cituqayatundra nach Tullunaq kommen, um Schutz und Rat zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Anquinaq =====&lt;br /&gt;
Am nördlichen Eingang des Njardfjords liegt Anguinaq, eine kleine Hafenstadt. Hier, inmitten der Nariqtuk-Fjorde, zieht sich das Eis nur wenige Wochen im Jahr vollständig zurück und macht die Passage damit sicher. Trotzdem legen hier regelmäßig Schiffe an – die schmalen Boote mit doppeltem Bug, wie sie von den Polarnomaden und den Händlern aus Olar genutzt werden. Anguinaq ist kein schöner Ort, dafür aber ein umso lebendiger. Ein Gewirr aus Holzpfählen, Fässern, Schlitten und Rauch. Hier treffen sich Nomaden, Händler, Fischer und Abenteurer. Man sagt, in Anguinaq könne man alles finden – Pelze, Mammutelfenbein, Bernstein, Drachenzähne – wenn nur bereit ist, im Sturm zu feilschen. Wenn die Winterstürme kommen, dann liegt Anguinaq fast vollständig unter Schnee und Eis, und nur die Schiffsmasten ragen wie kahle Bäume aus der weißen Weite. Dann leben die Menschen in ihren verschütteten Häusern und graben Tunnel und Zugänge in Schnee und Eis, bis das Frühjahr die Bucht wieder öffnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Illiniqtuq =====&lt;br /&gt;
Am von vielen Polarnomaden als heilig betrachteten Hügel Vuonja in der Silmaqraun-Ebene liegt das ausschließlich von Schamanen bewohnte Ilinniqtuq, welches von Gaben der im Umland lebenden Sippen lebt. Hier werden neue Schamanen ausgebildet, Geisteraustreibungen vorgenommen und Überlieferungen weitergegeben werden. Seit einigen Jahrzehnten steht Ilinniqtuq in einer erbitterten Konkurrenz zu Tullunaq, denn sie kritisieren den Kult um den Tempel der Ersten Menschen und betrachten ihn als gefährliche Irrlehre. Unter den hiesigen Schamanen gibt es einige, die die Entsendung einer Erkundungsmission in den alten Westen befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kangiqllak =====&lt;br /&gt;
Zwischen dem südlichen Ufer des Sikuinnaq und der Küste der Liathmarabucht liegt Kangiqllak, welche eine Art permanentes Winterlager an einer Reihe von heißen Quellen darstellt. Seit einigen Jahrzehnten ist sie dauerhaft bewohnt, da Schwangere, Mütter mit kleinen Kindern, Kranke und Alte sich hier ganzjährig aufhalten dürfen – bis sie bereit sind, wieder mit der Sippe weiterzuziehen oder aber bis sie sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Panniqvik =====&lt;br /&gt;
Nahe der Mündung des Skarn liegt das größere Dorf Panniqvik, welches größtenteils von Fischern, Walfängern und Robbenjägern bewohnt wird. Es spielte bei dem Beginn der Westwindkrise eine größere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sillaqvik =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Sillaqvik liegt auf der Insel Sikuq in den Nariqtuk-Fjorden, welche für ihre hervorragenden Walfänger bekannt ist. Es ist die östlichste permanent bewohnte Siedlung der Cituqayatundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Uluriak ======&lt;br /&gt;
Am der Küste von Qilertaaq zum Westlichen Polarmeer liegt mit Uluriak die größte Stadt der Cituqayatundra, welche als Perle des Nordens gilt und gewissermaßen eine Art von Stadtstaat darstellt. Erbaut wurde die Stadt ursprünglich an einem natürlichen Hafenbecken zwischen zwei Landzungen, die inzwischen vollständig bebaut sind. Vor allem im Herbst und im Winter ist Uluriak von einem außergewöhnlich zähen und dichten Nebel eingehüllt, der auf das Gemüt der Bewohner drückt. Im Hinterland der Stadt bauen die Menschen – vor allem eingewanderte Mittelländer der Ritterschaft vom Grünen Tal – kälteresistentes Getreide und Rüben an, die bei der Ernährung der großen Bevölkerung helfen. Ansonsten spielen die reichhaltigen Fischgründe eine bedeutende Rolle bei der Versorgung der Menschen, Walfang ist allerdings aufgrund eines Tabus lokaler Polarnomadensippen verboten. Der Handel ist für Uluriak von äußerster Wichtigkeit. Inzwischen werden Uluriak und Olar als die nördlichsten Vorposten ennorischer Zivilisation betrachtet, da die Handelsnetzwerke vom Austausch polaren Edelhölzern, Tran, Bernstein und Pelzen gegen Korn, Wein, Metalle und andere Luxusgüter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqsuuraq =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqsuuraq liegt am Nordufer der Sikuinnaq auf der Höhe der Seenplatte von Piqruutaq. Mit dem wachsenden Verkehr auf dem großen Strom ist die Einwohnerzahl gewachsen, und die Menschen hier profitieren von den Flussschiffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Uqvarmiut =====&lt;br /&gt;
Das größere Dorf Uqvarmiut liegt an der Liathmarabucht und ist der Stützpunkt für alle Fischer, Walfänger und Robbenjäger der Polarnomaden entlang der Küste des Wintermeers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-20T14:07:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
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! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
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|Unabhängig&lt;br /&gt;
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|Währung&lt;br /&gt;
|Tauschhandel&lt;br /&gt;
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|Trockenfleisch, Pelze, Gold, Bernstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einwohner&lt;br /&gt;
|[[Läimauja (Ailmorja)]], [[Oronmir]], [[Schneegoblins]], Andere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründer&lt;br /&gt;
|/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geographisch&lt;br /&gt;
|Mittlere Helchanar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Politisch&lt;br /&gt;
|Unabhängig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der Läimauja, der Oronmir, der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die &#039;&#039;&#039;Westwindkrise&#039;&#039;&#039;: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-20T14:05:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Name&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| class=&amp;quot;bild&amp;quot; |[[Datei:Grafik.png|zentriert|rahmenlos|200x200px|Wappen der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
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| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;abschnitt&amp;quot; |Staatliche Merkmale&lt;br /&gt;
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Jenseits des Nebellands, wo der Himmel im Winter nie richtig hell und im Sommer nie richtig dunkel wird, breiten sich die endlosen Weiten der &#039;&#039;&#039;Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; aus – die Heimat der Polarnomaden vom Volk der Nukariq. Die Polarnomaden nennen ihr Land häufig &#039;&#039;&#039;Nunaqatigiik&#039;&#039;&#039; (R. „Das Land, das uns Zusammenhält“), während sowohl ihre Nachbarn als auch die anderen Kulturschaffenden es als &#039;&#039;&#039;Grünes Land&#039;&#039;&#039; oder schlicht die &#039;&#039;&#039;Weite Tundra&#039;&#039;&#039; bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auch wenn in der frühen Vergangenheit hier wenige Kristallpaläste der Eiselfen errichtet wurden und Zwerge das Land auf der Suche nach einem Gebirge durchquerten, so beginnt die eigentliche Geschichte des Landes weit im Norden von [[Beleagand]]. Dort brachen vor knapp 3200 Jahren beziehungsweise um das Jahr 2173 vAF die Vorfahren der Polarnomaden-Völker der [[Läimauja]], der [[Oronmir]], der [[Sorumkan]] und der [[Alunai]] auf, um im Osten eine neue Heimat zu finden. Sie gehörten zu den ersten Menschen, die die Wiege der Menschheit in Beleagand verließen, und waren womöglich die einzigen, die hierbei den Landweg durch das [[Ewiges Eis|Ewige Eis]] des [[Hoher Norden|Hohen Nordens]] wählten. Die Ursache für diesen Aufbruch wird als das &#039;&#039;&#039;Sterben des Westens&#039;&#039;&#039; bezeichnet, und die Ältesten sagen: Wir verließen nicht unsere Heimat, unsere Heimat verließ uns. Die ersten Stämme lebten in einem zerklüfteten Land aus Gletschern, Küsteninseln und wanderndem Packeis, und seit ungezählten Generationen florierten sie in dieser verlässlichen Welt aus Kälte. Vor drei Jahrtausenden begann sich jedoch etwas zu verändern, so wurde das Meereis von Jahr zu Jahr immer dünner, die Wanderungen der Wale blieben aus, die riesigen Robbenansammlungen zogen an andere Küsten und die Winterstürme hielten sich nicht mehr an die vertrauten Zyklen. Die Schamanen berichteten von beunruhigenden Träumen, in denen das Eis unter riesigen unsichtbaren Gewichten knirschte und der Himmel zu weit entfernt zu sein schien. Als dann schließlich ganze Küstensiedlung in einem ungewöhnlich frühen Tauwetter vom Eis verschlungen wurde, waren für die Schamanen diese Träume und die Ereignisse in der Wachwelt ein eindeutiges Zeichen: Das Land wollte sie nicht mehr tragen. Sie wussten aus schon damals uralten Legenden, dass sich im [[Xian|Fernen Osten]] weitere Regionen geben würde, in denen noch nie ein Mensch gewesen war und das nur auf ihre Wanderungen wartete. Die &#039;&#039;&#039;Wanderung über das Ewige Eis&#039;&#039;&#039;, die von 2173 bis 2029 vAF dauerte, war kein geschlossener Zug, sondern ein endloser Strom aus Stämmen und Sippen, die sich voneinander lösten, einander wiederfanden und sich wieder trennten. Einige Gruppen zogen entlang der Küsten, blieben dort manchmal eine Weile um zu fischen, bis sie weiterzogen, anderen wagten sich über die massiven Eisfelder und jagten dort auf dem Weg alle Formen von tierischem Leben, das ihnen begegnete. Lieder aus jenen Jahren berichten von Eisbrücken in fremde Welten, von riesigen Eisschollen von fernen Kontinenten und von Nebeln, in denen Geister erschienen und die den Wanderern wochenlang die Sicht und die Orientierung nahmen. Während der Wanderung durch das Ewige Eis wurden Kinder auf Schlitten geboren, geliebte Familienmitglieder wurden in Eisgräbern bestattet und über einhundertfünfzig Jahre entstand eine neue Identität – aus dem Volk des nördlichen Beleagands wurde ein Volk des Wanderns. Man lernte, mit den Sternen zu navigieren und das Knacken des Eises zu verstehen, doch der Preis war hoch: Über ein Drittel aller Stämme und Sippen ging während der Wanderer verloren. Nachdem die ersten Gruppen die Cituqayatundra im Hochsommer des Jahres 2037 vAF erreicht hatten, erschien ihnen das neue Land wie ein Traum: Gras wogte im Wind, Flüsse glitzerten und die Luft roch nach dunkler Erde. Viele der Neuankömmlinge misstrauten dem Schein, und viele der Gruppen, die im darauffolgenden Winter ankamen, entschlossen sich weiterzuziehen: Die Alunai und die Sorumkan zogen weiter in den Osten, wobei die Sorumkan auf dem Festland blieben und es die Alunai auf die reichhaltige Inselwelt des äußersten Ostens zog. In der Cituqayatundra hingegen blieben die Vorfahren der Läimauja und der Oronmir, die sich auf eine andersartige Umwelt einstellen mussten. In der Geschichte wird die auf die Wanderung über das Ewige Eis folgende Epoche als die Zeit der &#039;&#039;&#039;Besiedlung der Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, welche von 2029 bis 1711 vAF andauerte. Die Lieder ihres Volkes nennen diese Zeit als &#039;&#039;&#039;Epoche der Weichwerdung&#039;&#039;&#039; – was nicht als Schwäche zu verstehen ist, sondern als Wandlung und Anpassung an die Gegebenheiten ihrer neuen Heimat. Die Läimauja und die Oronmir erlernten, wie sie sich auf die neue Umwelt einstellen mussten. Sie lernten, die Wanderungen der Rentiere und der Mammuts vorherzusehen und diesen zu folgen, Fische sowohl im Meer als auch in den Flüssen zu fangen und ihre Lager sowohl auf schlammigen Böden als auch im Permafrost zu errichten.  Doch auch hier waren die ersten Winter schwer, und das Land brachte Gefahren mit sich, die die Stämme noch nicht kannten: Plötzlich auftretendes Tauwetter, schier apokalyptische Mückenplagen, unerwartete Überschwemmungen waren gemeinsam mit dem starken Vulkanismus die größten Neuerungen, vor die ihre Lebensweise gestellt war. Und zum ersten Mal seit Generationen wuchs eine Gemeinschaft heran, deren Angehörige auf dem Land starben, in dem sie auch geboren worden sind. Die Anpassungen wurden über die Generationen stärkte, so veränderten sich die Form von Werkzeugen, die Boote wurden den Flüssen angepasst und die traditionelle Sommerkleidung wurde dünner. Ab 1710 vAF begann eine Zeit, die heute als die &#039;&#039;&#039;Große Aufspaltung&#039;&#039;&#039; bekannt ist: Die Bevölkerung wuchs stark, und es entwickelten sich zunächst immer stärkere kulturelle Unterschiede zwischen den Läimauja, die vor allem im Süden und Osten der Cituqayatundra siedelten, während die Oronmir im Zentrum, im Norden und im Westen des Landes heimisch werden. Auch begannen sich die Stämme und Sippen zu differenzieren, so entwickelten sich Küstenjäger mit komplexen Bootskulturen, Binnenstämme, die den großen Herden folgten, und Gruppen halbsesshafter Waldbewohner. Bis 1339 vAF drifteten die Dialekte der gemeinsamen Sprache auseinander, die Totemtiere wurden zunehmend unterschiedlich verehrt und einige Stämme begannen, sich stärker territorial zu verhalten. In jenem Zeitalter sind die ersten Konflikte um Winterweiden überliefert, die in den Liedern als &#039;&#039;&#039;Blut unter Schnee&#039;&#039;&#039; besungen werden. All dies veränderte sich um 1010 vAF, als eine Serie von sehr harten Wintern begann, die Region im Griff zu halten. In diesen Jahren gefroren Seen und Flüsse bis auf den Grund, Herden brachen zusammen und der Hunger wurde allgegenwärtig in der &#039;&#039;&#039;Ära der Großen Winter&#039;&#039;&#039;. Einige Schamanen glaubten, der verlorene Westen rufe seine Kinder zurück, doch nur wenige Sippen folgten diesem Ruf. Einige Stämme der Läimauja entschieden sich, ihre Heimat in eine andere Richtung zu verlassen: Sie überquerten in ihren Booten das Drachenmeer und besiedelten fortan die schier endlosen Steppen im Osten von Ennor, doch auch sie blieben eine Minderheit. Während der Ära der Großen Winter wurden die ersten Stammesbünde geschaffen, lose Allianzen, die dem Austausch von Nahrung und Schutz dienten, außerdem entwickelten sich die Schamanen zu spirituellen Vermittlern zwischen konkurrierenden Gruppen. Ab 1007 vAF vereinte der legendäre &#039;&#039;&#039;Winterbund&#039;&#039;&#039; fast alle großen Stämme und Sippen beider Völker zur gemeinsamen Jagd, und aus der Zeit der Härte wurde auch eine Zeit der Kooperation. Die Ära der Großen Winter 991 vAF endete mit einer spürbaren Milderung der Winter, und das Jahr nahm fortan wieder seinen gewohnten Lauf. Die Überlieferung benennt die Zeit zwischen 991 vAF bis 890 vAF als das &#039;&#039;&#039;Jahrhundert der Erholung&#039;&#039;&#039;, bis 888 vAF die &#039;&#039;&#039;Metallzeit des Südens&#039;&#039;&#039; anbrach. Die meisten anderen menschlichen Völker und Kulturen – vorwiegend nordländischer Herkunft – mieden den Kontakt zu den Polarnomaden, doch ab 888 vAF erreichten erstmals nebelländische Händler die Lager der Läimauja und der Oronmir. Sie brachten Eisen und andere Metalle, fein gewebte Stoffe und neue Pfeilspitzen mit sich, die ihre Jagdmethoden verbesserten, während sie selbst Felle, seltene Harze, Knochenkunst und Tran anboten. In der Folge wurden aus einigen Küstensiedlungen saisonale Handelszentren, und Tullunaq entwickelte sich von einem Dorf zu einer Art zeremoniellem Zentrum und Ratssitz der Cituqayatundra. Dennoch übernahmen die Polarnomaden nur das, was ihnen unmittelbar nützte, und das Metall konnte weder den Stein noch die Tradition vollständig ersetzen, sodass es nie zu einer wie auch immer gearteten Form der Abhängigkeit kam. Seit ca. 200 vAF herrschte eine langandauernde Epoche, die heute als &#039;&#039;&#039;Zeit der Stillen Stabilität&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Trotz größerer Verwerfungen wie die Entstehung der Reiche des Winterkönigs und der Schneekönigin, der Winterkrieg oder der Barbarenkrieg des Kuraz‘ brachten diese Jahrhunderte eine relative Ruhe, da man diesen Entwicklungen größtenteils aus dem Weg gehen konnte. In jener Zeit schlugen die Polarnomaden doch erste Schlachten gegen äußere Feinde, und anstatt Königreiche und Fürstentümer entwickelten die Stämme große Netzwerke, die zwar nicht konfliktfrei existieren, aber sich durch Verlässlichkeit und eine gemeinsame Identität als erstaunlich stabil erwiesen haben – stabiler, als so manches große Imperium des Südens. Mit der Gründung des Fürstentums Olar im Jahr 854 AF sehen viele der Ältesten und Schamanen ein neues Zeitalter angebrochen, welches von einem gesteigerten Interesse der ennorischen Großmächte an den reichen Ressourcen des Nordens geprägt sein wird. Seit knapp 901 AF bemüht sich die [[Estnovische Hanse]] um die Gründung von Handelsniederlassungen und den Aufbau von Handelsnetzen, und seit 1025 AF ist die erst vier Jahre zuvor gegründete mittelreichische [[Gesellschaft der Ritter des Grünen Tals]] verstärkt in der Cituqayatundra unterwegs. Diese Organisation wurde vorgeblich gegründet, um den Polarnomaden das Wort der Kaiserlichen Kirchen zu predigen – faktisch ist es jedoch das erklärte Ziel der Ritter, eigene Siedlungen zu Gründen und eine mittelreichische Nordsiedlung einzuleiten. Die Cituqayatundra grenzt im Uhrzeigersinn an das Reich des Winterkönigs, den Kristallwald, das [[Fürstentum Olar]], das Ewige Eis, das [[Reich der Schneekönigin]], die Nariqtuk-Fjorde, das [[Königreich Idmora]], die [[Nebelland|Nebellande]], das Wintermeer, das [[Königreich Hroa]], das Westliche Polarmeer und das [[Königreich Svidi]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landschaft der Cituqayatundra.png|alternativtext=Landschaft der Cituqayatundra|mini|Landschaft der Cituqayatundra]]&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra ist eine kühle, aber lebendige Wildnis in der Mittleren Helchanar. Eine endlose Weite aus Wind, Eis und uralter Erde – eine Landschaft, die ebenso schön wie erbarmungslos ist. Ihr Antlitz verändert sich im Jahreslauf: Gefroren und silbrig im Winter, sumpfig und von zahllosen Bächen durchzogen im kurzen, aber intensiven Sommer. Im Sommer riecht das Land nach Moos, kaltem Wasser und nassem Stein, während sich im Winter tosende Schneestürme mit windstillen Tagen abwechseln, an denen die Stille vollkommen ist und man außer dem Knistern des Eises und dem Hauch seines Atems kein einziges Geräusch hören kann. Die Temperaturen sinken dann weit unter den Gefrierpunkt, wobei die Einheimischen wissen, dass die wahren Gefahren nicht die Kälte oder Schnee sind, sondern der Wind, der Hunger und die Einsamkeit. Der Boden wird von Frost und Torf, von Grasmatten und Moosflächen sowie von vulkanischen Felsen, die wie Götterstatuen aus der Erde ragen, geprägt. Wenn die Sonne hier untergeht, dann beginnt das Tanzen der Lichter: Grüne, blaue und violette Schleier, die sich in stiller Anmut über das Land legen. In diesen Momenten halten die Nomaden inne, entzünden ihre Feuer und betrachten das Nordlicht, dass ihnen als sichtbarer Gesang der Ahnen gilt. Das größte Gebiet innerhalb der Cituqayatundra ist die &#039;&#039;&#039;Silmaqraun-Ebene&#039;&#039;&#039;, welche für viele Kartographen das Herz der Tundra darstellt. Sie wird eingerahmt vom Skjornkamm, den Vralgûnbergen und den Rändern des Kristallwalds im Norden, dem Massiv von Akkhavárri im Osten und im Südosten, dem Sikuinnaq im ab der Mündung des Njaluk im Süden sowie dem Tárqiluk im Westen. Es ist eine sanft gewellte Ebene, die im Sommer im matten Grün von Moosen, Schachtelhalmen und kurzem Gras erblüht. Unterbrochen wird diese Decke von dunklen Granitkuppen, deren einst schroffe Spitzen von Jahrtausenden unbarmherziger Winde glattgeschliffen worden sind. Zwischen den Felsen ragen Menhire und Opfersteine auf, die von vielen Lagen jährlich aufgetragenen Rentierbluts dunkel verfärbt sind und die von heiligen Männern und Frauen bewacht werden. Im Glauben vieler polarnomadischer Sippen gelten sie als die &#039;&#039;&#039;Finger der Ältesten&#039;&#039;&#039;, die einst aus der Tiefe griffen, um den Himmel emporzuheben. Im Zentrum der östlichen Hälfte der Silmaqraun-Ebene erhebt sich der &#039;&#039;&#039;Vuonja&#039;&#039;&#039;, ein alleinstehender Hügel, weit über das Umland. Er gilt den Sippen der Region als heilig, und in unregelmäßigen Abständen versammeln sich auf seiner Kuppe zahlreiche Schamanen aus der gesamten Cituqayatundra, um die Sterne und den Verlauf der Polarlichter zu beobachten und hieraus Schlüsse für das Leben der Menschen zu ziehen. Der mittleren Norden der Ebene wird aufgrund der unheilvollen Nähe zur Pforte von Drask und damit zum Hauptzugang ins Reich des Winterkönigs gemieden, während einzelne Sippen an den Südhängen der Vralgûnberge und des Skjornkamms nach Kräutern, Bernstein sowie zunehmend nach gediegen vorkommenden Erzen suchen. Der Westen der Silmaqraun-Ebene wird im Wesentlichen von drei geographischen Marken bestimmt: Der &#039;&#039;&#039;Kaarnaq&#039;&#039;&#039; ist einer von zwei großen aktiven Vulkanen, die sich in der Region finden und die von den Polarnomaden ehrfurchtsvoll verehrt werden. Das Umland des Karnaaqs ist geprägt von den Anzeichen des Vulkanismus: Dampfende Felsspalten, heiße Quellen, regelmäßige Erschütterungen und Erdbeben, Geysire sowie giftige Schwefelseen voller schillernder Salze. Der Gürtel der Auswirkungen zieht sich vom Kaarnaq in den Norden, wo sie bis im Reich des Winterkönigs zu spüren sind. Südwestlich des Kaarnaq und gerade außerhalb seines schmalen südlichen Ereignisfelds liegt der &#039;&#039;&#039;Nallunaqar&#039;&#039;&#039;, der von den Polarnomaden auch als Wandernder Wald bezeichnet ist. Den Überlieferungen nach war er einst ein Teil des Kristallwalds, bis er sich von diesem löste und auf seine lange und gefahrvolle Reise in den Westen machte. Diese Wanderung soll bereits viele Jahrtausende gedauert haben, und noch einmal solange andauern. Generation um Generationen sterben die östlichen Gebiete ab, während am westlichen Rand neue Haine entstehen. Während der Nallunaqar die Schmalstelle zwischen dem Kaarnaq im Norden und den Qilaahöhen passierte, veränderte sich das Bild des Waldes – doch er erscheint sich langsam zu erholen und zwischen Birken, Lärchen und Polartannen ergrünt immer mehr junges Gehölz. Die &#039;&#039;&#039;Qilaahöhen&#039;&#039;&#039; selbst sind eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hügelkette, die parallel zum Sikuinnaq verläuft und schon den ersten Polarnomaden als heiliger Ort galt. Viele der riesigen Findlinge sind mit verschlungenen Mustern bedeckt oder von Knochentalismanen behangen, die bereits vor hunderten Generationen angebracht worden sind und immer wieder erneuert werden. Die Sippen der Region glauben, dass jeder Hügel und jeder Felsen die Erinnerungen uralter, schlafender Wesen tragen, deren Erwachen das Ende der Welt bedeuten würde, weswegen sie eben jenen Mustern und Talismanen weiterhin schlafend gehalten werden müssen. Zwischen den Hängen befinden sich zahlreiche Höhlen, die teils als heilige Stätten gelten und teils als Winterquartiere nomadischer Sippen genutzt werden. Dass aus vielen dieser Höhlen warmer Dampf emporsteigt und ein behagliches Klima schafft, gilt als Segen der Geister. Ganz im Westen der Silmaqraun-Ebene liegen zu Füßen des Skjornkamms der große &#039;&#039;&#039;Alliqtuqsee&#039;&#039;&#039; und der etwas kleinere &#039;&#039;&#039;Kuniiraqsee&#039;&#039;&#039;, welche beide von heißen Quellen gespeist werden und das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Das Wasser hier ist sehr mineralreich und sauber, dafür aber arm an Fischen und anderen nutzbaren Ressourcen. Südlich des Sikuinnaq, nördlich der Grenze des Nebellands und westlich des Njaluk befindet sich die von den Mittelländern als &#039;&#039;&#039;Grüne Ebene&#039;&#039;&#039; bekannte Region, die die Polarnomaden &#039;&#039;&#039;Qilak-Suvvik&#039;&#039;&#039; nennen.  Auch hier färbt sich im Sommer das Land in stumpfes Grün, durchzogen von silbernen Flüssen, die in breiten Schleifen über das flache Land mäandern. Das hohe Gras steht in dichten, raschelnden Büscheln, und dazwischen glitzern tausende kleine Teiche, in denen sich das Nordlicht spiegelt. Doch der Schein trügt: Der Boden ist tückisch, durchzogen von Permafrostadern, die unter der Sonne aufbrechen, ganze Felder verschlingen und den Himmel mit Dampf und fauligem Nebel füllen. Jener Küstenstreifen der &#039;&#039;&#039;Liathmarabucht&#039;&#039;&#039;, welcher zur Grünen Ebene zählt und diese mit dem &#039;&#039;&#039;Wintermeer&#039;&#039;&#039; verbindet, ist von Kiesstränden geprägt, an denen Fischer in ihren schmalen Booten und Robbenjäger leichtes Spiel haben. Hier liegen mit dem &#039;&#039;&#039;Igruuraqwald&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Panyulliktaiga&#039;&#039;&#039; zwei große Waldgebiete, die vorwiegend von Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen gebildet werden. Die Polarnomaden und die Schneegoblins nutzen diese Wälder intensiv, als Jagdgründe sowie als Ort für Winterlager. Aufgrund der Empfindlichkeit dieser Lebensräume – beide Waldgebiete bildeten einst gemeinsam mit dem im Nebelland gelegenen Totenwald einen riesigen zusammenhängen Urwald, der immer weiter dezimiert wurde – existieren inzwischen starke Regeln, die den Umgang der Sippen mit den Ressourcen und der Natur regeln und somit eine schonende Nutzung mit zunehmender Erholung der Wälder nach sich ziehen. Ganz im Westen der Cituqayatundra, nordwestlich des Sikuinnaq und des Tárqiluk, liegt eine vielfältige Region, die den Polarnomaden als &#039;&#039;&#039;Qilertaaq&#039;&#039;&#039; bekannt ist. Die Einwohner der Region wandern – sofern sie nicht den breiten Sikuinnaq überqueren – im Jahresverlauf von Westen nach Osten, so sie geschützt vom Skjornkamm die harschen Winter überdauern. Im eigentlichen Bogen dieses Grenzgebirges liegt die &#039;&#039;&#039;Seenplatte von Piqruutaq&#039;&#039;&#039;, welche über trübe und mineralreiche Gewässer verfügen, die extrem reich sind an Fischen und Krebstieren, von denen die Sippen im Winter profitieren, wenn sie hier an Eislöchern fischen. Im Sommer allerdings ist diese Region für Menschen kaum bewohnbar, denn dichte Mückenschwärme verdunkeln hier den Himmel. Hügelriesen, deren Haut die Mücken nicht durchdringen können, und Schneegoblins, die sich mit Schlamm einreiben und die Mücken so fernhalten, kommen dann allerdings in großer Zahl hierher. Der Vulkan &#039;&#039;&#039;Iktaruq&#039;&#039;&#039; ist der zweite Vulkan in der Cituqayatundra, und wie sein Gegenstück weiter im Osten ist er sehr aktiv und wird von den Sippen der Polarnomaden verehrt. Gerüchten zufolge kommt es hier in Zeiten der Not immer wieder zu Menschenopferungen, worüber sich die Menschen hier beharrlich ausschweigen. Im Westen grenzen die &#039;&#039;&#039;Annalirhöhen&#039;&#039;&#039; die vulkanisch geprägte Region von den Sümpfen des Sikuinnaq ab, die nördlich des Hauptstroms des Sikuinnaq zum Gebiet der Cituqayatundra gerechnet wird. Die Annalirhöhen dienen sowohl den Bewohnern der Küste als auch den Bewohnern der Sümpfe als Hügelgräber, und im Frühjahr ziehen jene Familien, die einen Verlust im langen Winter zu beklagen hatten, mit dem Leichnam ihres geliebten Menschen in Annalirhöhen, um diesen im Hügelgrab ihrer Sippe zu bestatten. Südwestlich der Annalirhöhen erstrecken sich die &#039;&#039;&#039;Sümpfe des Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;, in der Erde und Wasser untrennbar miteinander verschmolzen sind und eine Barriere zum südlichen Königreich Hroa bilden. Es ist ein halbgefrorener Sumpf, in welchem man aufgrund tief gelegener Faulprozesse und vulkanischer Aktivitäten warmen Dampf aus Rissen im Eis aufsteigen sehen kann – und noch viel öfter riechen. Im Sommer verwandeln sich weite Flächen in glitzernde Spiegelseen, auf denen sich die Sonne in tausendfacher Helligkeit bricht und dichte Schwärme von Mücken das Leben zu einer Qual machen. Es ist ein gefährliches Land ohne Pfade, in dem nicht nur Raubtiere, zwielichtige Gestalten und Sumpfgas eine Gefahr darstellen. Schon so mancher Reisender ist von einem auf den anderen Augenblick spurlos verschwunden, nachdem der Boden unter seinen Füßen aufbrach und ihn innerhalb eines Herzschlags verschlang. Hier leben im Sommer zahlreiche Vögel wie Enten, Gänse und Reiher, deren Rufe in der Dämmerung meilenweit über die Sümpfe des Sikuinnaq hallen und deren Eier eine wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen darstellen. Die Küste zum &#039;&#039;&#039;Westlichen Polarmeer&#039;&#039;&#039; ist abwechslungsreich – während die Küstenlinie in den Sümpfen des Sikuinnaq an der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaqbucht&#039;&#039;&#039; verschwimmt, während sie nördlich davon immer weiter zu einer Steilklippe ansteigt, bevor sie südlich von Uluriak abrupt abfällt Die Küste der &#039;&#039;&#039;Imaqsuulbucht&#039;&#039;&#039; ist bemerkenswert: Hier besteht der Boden aus schwarzem, glasigem Gestein, von Kratern und Spalten durchzogen und ständig wehen warme Dämpfe vom Meer hinauf, die einen Hinweis auf die unterseeischen Hitzequellen liefern. Manchmal erheben sich aus diesen Fluten sogenannte &#039;&#039;&#039;Rauchinseln&#039;&#039;&#039;, die nur wenige Tage bestehen, bevor sie wieder im Meer versinken. Die Luft schmeckt hier nach Asche, und das Meer leuchtet nachts in einem matten, kränklichem Blau. Die Einheimischen glauben, dass hier die schlafende Schlange Sivunak ruht, die einst das Eis teilte, um den Himmel zu gebären. Östlich hiervon herrschen vor allem Kiesstrände bis zur Mündung des Skarn vor, der die Grenze zu Svidi bildet. Qilertaaq, die Grüne Ebene und die Silmaqraun-Ebene werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Westliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bezeichnet, die sich insofern vom Rest des Landes unterscheidet, dass hier die Oronmir die dominierende Kultur der Polarnomaden darstellen. Der bedeutendste Fluss – der zugleich eines der größten Flusssysteme der Welt darstellt – ist der &#039;&#039;&#039;Sikuinnaq&#039;&#039;&#039;. Es ist ein breiter und tiefer Strom, der nur in den härtesten Wintern zufriert und an dessen Grund sich sowohl Gold- und Silbernuggets, Bernsteinbrocken und Perlen. Die jährlich Aal- und Lachswanderungen stellen wichtige Ressourcen da, die von den Sippen gern genutzt werden. Zudem ist der Sikuinnaq ein wichtiger Verkehrsweg, der eine schnelle Durchquerung der Tundra ermöglicht. Der Fluss besitzt zahlreiche Nebenflüsse, die auf seinem langen Weg in diesen münden. Er entspringt im Norden des Massivs von Akkhavárri, und von Osten nach Westen münden in ihm die ebenfalls im Massiv entspringenden &#039;&#039;&#039;Silmajuq&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Iqtaariq&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Njaluk&#039;&#039;&#039; – der im Hrungarfjallgebirge entspringt und in den der &#039;&#039;&#039;Orvethaal&#039;&#039;&#039; und der &#039;&#039;&#039;Ciekna&#039;&#039;&#039; münden – sowie der im Skjornkamm entspringende &#039;&#039;&#039;Tárqiluk&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Massiv von Akkhavárri&#039;&#039;&#039; ist ein schroffes Granitgebirge im Osten der Cituqayatundra, dessen abweisende Hänge und Grate von den Polarnomaden gemieden werden. Auch Zwerge haben sich hier nie niedergelassen, einzig Eisriesen, Yhetis und Frostwürmer bewohnen die Gletscher in der Höhe. Warum dieses Massiv einen so schlechten Ruf hat, trotz der immensen Goldvorkommen, ist unklar. Das Land östlich und südlich des Massivs von Akkhavárri ist als &#039;&#039;&#039;Kairru-Talun&#039;&#039;&#039; bekannt und wird vorwiegend von den Läimauja bewohnt, aufgrund der Lage wird es manchmal auch als &#039;&#039;&#039;Östliche Cituqayatundra&#039;&#039;&#039; bekannt. Insbesondere im Süden ist das Klima aufgrund der talartigen Lage zwischen dem Massiv von Akkhavárri im Norden und dem Hrungarfjallgebirge im Süden recht milde, sodass das &#039;&#039;&#039;Naaqullikbecken&#039;&#039;&#039; von vielen Läimauja-Sippen für ihre Winterlager aufgesucht wird. Deshalb finden in dieser Zeit häufig große Feiern statt, man begegnet sich, feiert, erneuert alte oder knüpft neue Bande. Allerdings ist diese klimatisch günstige Lage auch immer wieder Grund für Auseinandersetzungen gewesen, insbesondere mit den Polarnomaden der Oronmir-Kultur, die in harten Wintern nach Süden auswichen und dort mit den Menschen in Konflikt gerieten. Im Nordwesten des Beckens liegt der Hügel &#039;&#039;&#039;Áilu-Tor&#039;&#039;&#039;, der wie auch der weiter im Norden gelegene Vuonja als heilig gilt – wenn auch mit einer finsteren Aura. Unter dem Hügel verborgen liegen weitläufige Katakomben aus einer Zeit, in der noch ein heute restlos verschwundener Kristallpalast der Eiselfen die Kuppe zierte. Im Zentrum des Naaqullikbecken liegt der fast kreisrunde &#039;&#039;&#039;Naaqulliksee&#039;&#039;&#039;, der von sechs heißen Quellen gespeist wird und der den Läimauja als Tor in die Anderswelt gilt. Der See entstand allerdings weder durch eine jenseitige noch eine diesseitige Quelle, viel mehr ist er ein mit Wasser gefüllter Krater eines Meteoriteneinschlags. Weiter im Norden, jenseits des aus dem Idmora-Gebiet kommenden &#039;&#039;&#039;Geistergletschers&#039;&#039;&#039;, liegt eine vom Flusssystem des &#039;&#039;&#039;Norelin&#039;&#039;&#039; geprägtes Tundra. Er und seine Nebenflüsse – der im Massiv von Akkhavárri entspringende &#039;&#039;&#039;Anmirra&#039;&#039;&#039; sowie der aus dem Fürstentum Olar kommende &#039;&#039;&#039;Morjalen&#039;&#039;&#039; – dienen als Siedlungsraum und Quelle von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Allerdings ist die Region zunehmend umstritten: Jäger und Hirten aus dem Fürstentum Olar bedrohen hiesige Tiervorkommen, zudem respektieren sie häufig nicht die Eigentumsrechte der Rentierherden der Nomaden. Gleichzeitig wird der Norelin zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsweg, und die Gründung der Hafenstadt Valmora – einer Exklave von Olar – wird schlicht als Diebstahl wahrgenommen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Konflikte zwischen dem Fürstentum Olar und den Polarnomaden eskalieren. Östlich des Fürstentums reicht Kairru-Talun bis ans Weltendach heran, wobei sich nur wenige Sippen soweit in den Norden halten. In diesem Land erstreckt sich der &#039;&#039;&#039;Voussarinrücken&#039;&#039;&#039;, dessen Hügel besonders reich an Eisenerz sind, das von den Polarnomaden als einziges im ganzen Land genutzt wird. Auch wenn die Landstriche östlich des Rückens nominell noch zur Cituqayatundra zählen, werden diese aufgrund der Nähe zum Reich der Schneekönigin seit langer Zeit gemieden. Im Osten der Cituqayatundra greift das Östliche Polarmeer weit in das Land hinein und bildet die &#039;&#039;&#039;Nariqtuk-Fjorde&#039;&#039;&#039;, wo sich im Winter das Eis in die salzigen Buchten schiebt und dabei knirschend bricht. Zwischen den Fjorden und auf den Inseln liegen einsame Fischerdörfer, errichtet aus Treibholz und Walknochen, deren Bewohner von Geistern erzählen, die unter dem Eis singen, und von Leuchtfischen, die wie kleine Sterne durch das dunkle Wasser ziehen. Die Inseln der Nariqtuk-Fjorde, welche zur Cituqayatundra gerechnet werden, werden zusammenfassend als &#039;&#039;&#039;Inseln von Tuvaliq&#039;&#039;&#039; bezeichnet und sind von scharfkantigen Felsen geprägt, auf denen Seevögel nisten und Robben ihre Jungen gebären. Manchmal leuchten die Wellen dort grünlich, wenn das Nordlicht über den Himmel zieht, was als Zeichen gilt, dass die Geister der Tiefe erwachen. Diese Inseln sind im Einzelnen das dicht besiedelte &#039;&#039;&#039;Sikuq&#039;&#039;&#039;, das unbesiedelte &#039;&#039;&#039;Noarvik&#039;&#039;&#039; und die von den östlichsten Sippen der Cituqayatundra bewohnte &#039;&#039;&#039;Nehrung von Qrluinnaq&#039;&#039;&#039;. Die Tierwelt der Cituqayatundra ist allein schon aufgrund von ihren riesigen Ausmaßen vielfältig: Höhlenbären, Höhlenhyänen, Hrimwölfe, Polarfüchse, Säbelzahnkatzen, Schattenwölfe und Schneelöwen jagen Elche, Mammuts, Moschusochsen, Rentiere, Riesenhirsche, Saigaantilopen und Wollnashörner. Die meisten dieser Tiere leben in riesigen Herden, und die Polarnomaden bezeichnen sie als die Ewigen Wanderer, und seit Menschengedenken folgen sie den gleichen Pfaden auf Spuren, die älter sind als jedes Reich der Sterblichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Wetter ==&lt;br /&gt;
Die Cituqayatundra liegt in einer klimatischen Übergangszone zwischen offenem Nordmeer, westlichem Treibeisgürtel und den südlichen Nebel- und Waldlanden. Ihr Klima ist subarktisch, doch nicht von ewiger Erstarrung geprägt, sondern von starken Rhythmen und Gegensätzen. Es ist ein Land, das jedes Jahr neu zwischen Eis und Gras entscheidet. Der Winter dauert lange – sieben, manchmal acht Monate. Er beginnt oft schleichend im späten Herbst, wenn die ersten harten Nachtfröste die Seen mit dünnem Glas überziehen. Bald darauf frieren Flüsse zu, zunächst am Rand, dann in der Mitte, bis sie unter einer dicken, milchigen Decke verschwinden. Die Temperaturen fallen im Binnenland regelmäßig sehr weit unter den Gefrierpunkt, in besonders klaren Nächten noch tiefer. An der Küste ist es etwas milder, doch dort peitschen Stürme über das Land, treiben feinen Schnee in endlosen Schleiern vor sich her und formen Dünen aus Eis. Der Schnee ist meist trocken und pulvrig, vom Wind ständig neu verteilt, sodass selbst vertraute Hügel im Verlauf eines Winters ihr Gesicht verändern können. Das Licht wird knapp. Wochenlang steht die Sonne nur flach über dem Horizont, taucht die Tundra in bläuliche Dämmerung. In klaren Nächten tanzen Polarlichter über Himmel und Seen – grün, manchmal violett durchzogen – und werfen flackernde Schatten über die weiße Weite. Das Frühjahr ist keine sanfte Jahreszeit, sondern eine Phase des Zerbrechens. Das Eis beginnt zu knacken, zu singen, zu bersten. Schneeflächen sacken ein, Flüsse brechen plötzlich auf und reißen Schollen mit sich. Binnen weniger Tage können vertraute Wege unpassierbar werden. Schmelzwasser sammelt sich in Senken, verwandelt Ebenen in flache Seen und macht den Boden weich und tückisch. Zugleich kehrt das Licht mit Macht zurück. Die Tage werden rasch länger, und mit den ersten wärmeren Winden erscheinen Schwärme von Insekten, als hätte die Erde sie in der Kälte verborgen gehalten. Der Sommer ist kurz, aber von überraschender Intensität. Für wenige Wochen scheint die Sonne fast ununterbrochen, und die Tundra explodiert förmlich in Grün. Gräser wachsen schnell, Moose quellen auf, und niedrige Sträucher tragen gleichzeitig Blüten und junge Früchte. Die Temperaturen steigen auf eine fast angenehme Wärme, in windstillen Senken auch höher. Seenplatten glitzern wie Spiegel, und zahllose Vögel bevölkern Ufer und Inseln. Doch selbst im Hochsommer bleibt eine latente Unbeständigkeit: Nebel ziehen von der Küste herein, kalte Westwinde können die Wärme binnen Stunden vertreiben, und gelegentliche Kälteeinbrüche erinnern daran, wie nahe das Eis noch immer ist. Der Herbst ist vielleicht die klarste und stillste Zeit des Jahres. Das Licht wird goldener, die Luft trockener und schärfer. Moose färben sich rötlich, Birken leuchten gelb vor dunklen Nadelhainen. Doch die Schönheit ist flüchtig. Oft fällt der erste Schnee überraschend früh, und binnen weniger Tage kippt die Landschaft wieder ins Weiß. Für Mensch und Tier ist der Herbst eine Zeit intensiver Vorbereitung, denn der Winter kehrt zuverlässig zurück. Zwischen Küste und Binnenland bestehen feine Unterschiede. Die Küstenregionen sind windiger und feuchter, mit häufigen Nebelbänken und etwas milderen Temperaturen. Das Binnenland hingegen kennt größere Schwankungen: kältere Winter, trockenere Luft und stillere, aber tiefere Frostperioden. In den südlichen Waldzonen dämpfen Birken- und Lärchenhaine die Winde, während die offenen Ebenen der zentralen Tundra jedem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Seit einigen Jahren jedoch bemerken die Bewohner eine Veränderung. Ein kalter, trockener Westwind tritt häufiger auf und bringt frühere Eisbildung sowie kühlere Sommer. Er trägt einen Geruch von Salz und Stein, anders als die gewohnten Gras- und Moorwinde. Älteste sagen, das Klima erinnere sich – als würde das Land selbst auf etwas reagieren, das jenseits des Horizonts geschieht. So ist das Klima der Cituqayatundra kein starres System, sondern ein lebendiger Kreislauf aus Kälte und Aufblühen, aus Dunkelheit und grellem Licht. Wer hier lebt, lebt im Takt der Extreme – und lernt, dass jede Jahreszeit sowohl Prüfung als auch Geschenk ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Es gab und gibt in der Cituqayatundra kein politisches System. Die Stämme und Sippen bleiben meist für sich, versammeln sich nur zu bestimmten Angelegenheiten wie den Sonnenwendfeiern und folgen den Worten ihrer Häuptlinge, ihrer Ältesten und ihrer Schamanen. Manchmal schließen sie sich zu Stammesbünden zusammen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen oder sich gegenseitig unterstützen – diese überdauern aber selten mehr als einige Jahre und sind eher zeitlich begrenzte Verbindungen denn dauerhafte Allianzen. Die politische Situation in der Cituqayatundra ist seit einigen Jahren von neuen Spannungen geprägt: Die Mächte des Südens zeigen ein wachsendes Interesse an den Ressourcen des Nordens, klimatische Schwankungen werden stärker und einige Schamanen träumen neuerlich vom Westen. Vor sieben Jahren, im Jahr 1020 AF, begann die &#039;&#039;&#039;Westwindkrise&#039;&#039;&#039;: Zunächst waren es nur Beobachtungen einzelner Jäger, ungewöhnlich frühes Treibeis vor der Küste, ausbleibende Robben, Nordlichter in ungewöhnlichen Farben und ein tiefer, fern rollender Klang im Winter, als würde Eis auf Eis reiben. Dann berichteten mehrere Schamanen in unterschiedlichen Stämmen unabhängig voneinander vom selben Traum. Eine endlose weiße Ebene. Schritte im Schnee. Und etwas, das unter dem Eis atmet. Die Ältesten nannten es zunächst Aberglaube, doch das Wetter wurde unbeständiger. Die Sommer blieben kühler, und einige Seen frieren in den Wintern tiefer zu, als es seit Generationen geschehen ist. Die Westwindkrise führt zu Brüchen zwischen den Polarnomaden: Die Küstenbewohner bemerkten die Veränderungen zuerst, und sie fürchten eine Wiederholung des Sterbens des Westens. Einige wollen dem Eis nach Süden ausweichen, andere sehen im Eis ein Zeichen, sich wieder nach Westen zu orientieren. Die Nomaden im Landesinneren dagegen leiden unter wenigen reichhaltigen Weiden und sich verschiebenden Herdenwanderungen. Allerdings verdächtigen sie die Küstenbewohner, den Westen mit alten Ritualen heraufzubeschwören. Die Waldbewohner zuletzt beobachten vor allem eine Veränderung des Windes, der einen fremden Geruch nach Salz und Metall mit sich trägt. Vor drei Jahren geschah dann etwas Unerwartetes: Ein besonders starker Sturm trieb einen gewaltigen Eisberg an die Nordwestküste der Tundra, und in ihr eingeschlossen waren steinerne Strukturen. Nachdem entsprechende Gerüchte die Bewohner von Panniqvik erreicht hatten, entsandten diese eine Expedition von Polarnomaden und Rittern des Grünen Tals. Was sie fanden, erschütterte Einheimische und Mittelländer gleichermaßen: Mauern, in Stein geritzte Muster und Werkzeuge aus einem leicht magischen, vollkommen rostfreien Metall. Im Eisberg eingeschlossen war eine ganze Stadt – und alles, was sie gefunden hatten, ähnelte unverkennbar den Kulturtechniken der Polarnomaden. Einige der zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer veränderten sich. Sie träumten vom gleichen Ort, sie hörten ein rhythmisches Trommeln unter dem Boden und einige behaupteten, unter dem Ewigen Eis befänden sich die Hallen einer uralten Zivilisation. Vor einem Jahr verschwand dann eine zweite Expedition vollständig, und seit diesem Winter berichten die Küstenbewohner von ungewöhnlichen Vorgängen: Lichtern am Horizont, wo keine Sterne sein sollten, dunkle Formen zwischen den Eisfeldern und Spuren im Schnee, die zu keinem bekannten Tier passen wollen und die ebenso abrupt beginnen wie sie enden. Die Cituqayatundra steht am Wendepunkt, und es scheint ebenso wahrscheinlich, dass sich die Stämme zurückziehen, sich alte Fehden neu entzünden und der Süden die Schwäche ausnutzt, oder dass ein neuer Stammesbund entsteht, noch größer und stärker als der Winterbund. Doch das erfordert Einigkeit über die Frage: Ist das Eis ein Feind? Oder ein Zeichen der Rückkehr?&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Reich der Schneekönigin</title>
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		<updated>2026-03-20T13:51:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |{{{Name|Unbenannter Staat}}} &amp;lt;!-- Flagge + Wappen --&amp;gt; |- | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |150px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |120px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |250px&amp;lt;/nowik…“&lt;/p&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |{{{Name|Unbenannter Staat}}} &amp;lt;!-- Flagge + Wappen --&amp;gt; |- | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |150px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |120px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |250px&amp;lt;/nowik…“&lt;/p&gt;
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		<updated>2026-03-20T13:50:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |{{{Name|Unbenannter Staat}}} &amp;lt;!-- Flagge + Wappen --&amp;gt; |- | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |150px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |120px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |250px&amp;lt;/nowik…“&lt;/p&gt;
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		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=K%C3%B6nigreich_Idmora&amp;diff=510</id>
		<title>Königreich Idmora</title>
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		<updated>2026-03-20T13:50:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |{{{Name|Unbenannter Staat}}} &amp;lt;!-- Flagge + Wappen --&amp;gt; |- | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |150px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |120px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |250px&amp;lt;/nowik…“&lt;/p&gt;
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		<title>Königreich Hroa</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |{{{Name|Unbenannter Staat}}} &amp;lt;!-- Flagge + Wappen --&amp;gt; |- | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |150px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |120px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |250px&amp;lt;/nowik…“&lt;/p&gt;
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		<title>Fürstentum Olar</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |{{{Name|Unbenannter Staat}}} &amp;lt;!-- Flagge + Wappen --&amp;gt; |- | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |150px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |120px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |250px&amp;lt;/nowik…“&lt;/p&gt;
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		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<title>Cituqayatundra</title>
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		<updated>2026-03-20T13:49:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „{| class=&amp;quot;infobox-staat&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;titel&amp;quot; |Name |- | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |150px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; | class=&amp;quot;bild&amp;quot; |120px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Flagge | class=&amp;quot;label&amp;quot; |Wappen &amp;lt;!-- Karte mit eigenem Rahmen --&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;bild&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #aaa; padding:2px; text-align:center;&amp;quot; |250px&amp;lt;/nowiki&amp;gt; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;label&amp;quot; |Karte &amp;lt;!-- Art…“&lt;/p&gt;
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		<author><name>Atreyus</name></author>
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		<id>https://archivum-tenia.de/index.php?title=Erste_Welt&amp;diff=506</id>
		<title>Erste Welt</title>
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		<updated>2026-03-18T16:07:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Atreyus: Die Seite wurde neu angelegt: „Landschaft in der Ersten Welt Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erste Welt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine der stillsten und zugleich eindrucksvollsten Existenzebenen in der Fünften Sphäre. Sie erscheint wie ein vollkommenes Spiegelbild von Tenia – jedoch in einem Zustand, wie die Welt aussähe, als wäre sie niemals Kulturschaffenden bewohnt worden. Erstaunlicherweise ist der Großer Kataklysmus|Große Kat…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Erste Welt.png|alternativtext=Landschaft in der Ersten Welt|mini|Landschaft in der Ersten Welt]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Erste Welt&#039;&#039;&#039; ist eine der stillsten und zugleich eindrucksvollsten Existenzebenen in der [[Geographie|Fünften Sphäre]]. Sie erscheint wie ein vollkommenes Spiegelbild von Tenia – jedoch in einem Zustand, wie die Welt aussähe, als wäre sie niemals Kulturschaffenden bewohnt worden. Erstaunlicherweise ist der [[Großer Kataklysmus|Große Kataklysmus]] auch auf die Erste Welt übergangen, allerdings ohne, dass es hier die ewigen magischen Explosionen am [[Kältepol]] beziehungsweise am [[Hitzepol]] sowie den [[Großer Mahlstrom|Großen Mahlstrom]] gäbe. Ansonsten existieren Wälder, Gebirge, Meere und Himmel in einer Reinheit, wie sie im Diesseits längst verloren gegangen ist. In der Ersten Welt ist alles, was im Diesseits geformt, bebaut oder verändert worden ist, in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Städte erscheinen hier nicht als Ruinen oder Schatten, sondern fehlen vollständig. An ihrer Stelle breiten sich urtümliche Landschaften aus, die von einem sterblichen Kulturschaffenden betreten worden sind. Flüsse folgen ihren ungebändigten Läufen, Wälder wachsen ohne Schneisen oder Wege, und selbst die Luft scheint von einer unberührten Klarheit erfüllt. Die Welt wirkt vertraut und fremd zugleich: Kontinente, Meere und Sternbilder entsprechen denen des Diesseits‘, doch ihr Antlitz ist der älter, wilder und von einer tiefen und ursprünglichen Harmonie durchzogen. Magie manifestiert sich in der Ersten Welt nicht als nutzbare Zauberkraft, sondern als eine natürliche Ordnung. Orte von besonderer Schönheit und Kraft scheinen ein leises Bewusstsein zu besitzen – nicht in Form denkender Wesen, sondern als harmonische Zentren der Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit in der Ersten Welt verläuft anders als im Diesseits. Veränderungen geschehen nur langsam, beinahe ehrfürchtig. Stürme verwüsten keine Wälder, sondern formen sie über Jahrhunderte hinweg. Tiere sterben hier nur selten durch Gewalt, sondern verschwinden still in den Kreislauf von Leben und Tod. Viele Gelehrte vermuten, dass diese Existenzebene nicht nur ein Abbild der Welt ist, sondern eine Blaupause dessen, was war und was hätte sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Erste Welt reich an Flora und Fauna ist, existieren hier keine sterblichen Kulturschaffenden. Keine Reiche wurden hier gegründet, keine Sprache geformt und kein Werkzeug hat je den Boden berührt. Die Tiere wirken hier oft größer, ursprünglicher und von einer stillen Würde erfüllt, als hätten sie nie die Furcht vor den Kulturschaffenden gelernt. Pflanzen wachsen in Formen, die im Diesseits nur noch in Mythen oder fossilen Spuren bekannt sind. Dennoch ist die Erste Welt nicht gänzlich frei von denkenden Wesen: Die [[Geister der Ersten Welt]] sind die Wächter dieser unberührten Existenzebene, die sie vor jedem Schaden bewahren und hin und wieder auch eine körperliche Gestalt annehmen. Manche Gelehrte vermuten, dass sämtliche [[Naturgeister]] des Diesseits von den Geistern der Ersten Welt abstammen. Manchmal kommen auch [[Fey]] aus den Feenwelten hier her, insbesondere solche, die eng mit der Natur verbunden sind – darunter [[Blütenfeen]] und [[Dryaden]]. Die Geister der Ersten Welt dulden sie, solange sie nicht in die natürlichen Kreisläufe eingreifen oder ihr gar Schaden zufügen. Ebenfalls finden sich hier [[Tierkönige]] und [[Pflanzenkönige]], die das Diesseits aus freien Stücken verlassen haben. Gerüchten zufolge werden sie, sollten sie gewaltsam getötet werden, hier wiedergeboren werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Atreyus</name></author>
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